Regierung ist Schuld an Katastrophen
Haben sie übernatürlichen Ursprung?
26.07.2006 13:45 Uhr
Indonesien - Knapp eine Woche liegt die letzte Flutkatastrophe in Indonesien zurück; und erst vor wenigen Tagen wurde erneut eine Flutwellen-Warnung herausgegeben, welche allerdings wieder aufgehoben wurde. Wie eine aktuelle Umfrage nun erkennen lässt, sind aufgrund der häufigen Katastrophen viele Indonesier davon überzeugt, dass diese übernatürliche Zeichen darstellen könnten.
Am Montag verganger Woche hatte ein Tsunami die Insel Java heimgesucht, wobei etliche Menschen in den Tod gerissen wurden. Unvergessen sind auch immer noch die Opfer und Folgen des Seebebens im Indischen Ozean aus dem Jahre 2004.
Aufgrund der schrecklichen Katastrophen und deren Häufung, glauben nun viele Bewohner Indonesiens daran, dass eine höhere Macht ihre Hand im Spiel haben könnte.
Das Onlinemagazin voanews.com berichtet nun von einer aktuellen Umfrage, welche ergab, dass viele Indonesier die Regierung und insbesondere den Präsidenten des Landes, als Ursache und Auslöser ihres Unglücks ansehen.
Die Naturkatastrophen könnten, so die Ansicht der Bürger, auf Misstände oder nötige Veränderungen in der Politik hinweisen.
"Es ist ein Zeichen des Himmels, auf einen 'kleinen, jüngsten Tag'. Wir bekamen ein Zeichen, dass diese Welt nicht sündhaft sein und ihre moralische Pflicht ignorieren darf [...] wir müssen viel beten", so eine gläubige Indonesierin.
Eine Studie belegt, dass zahlreiche Menschen in den betroffenen Gebieten ähnliche Vorstellungen hegen. Knapp 78 Prozent aller Einwohner Indonesiens glauben, der Umfrage zufolge, dass die Naturkatastrophen durchaus "Warnungen der Natur" sein könnten, an welchen die Politik und deren Handeln nicht unschuldig ist.
Ein unübersehbares Zeichen für die Schuldigkeit der Regierung soll etwa der Tsunami aus dem Jahre 2004 sein. Denn dieser sei, nur zwei Monate, nachdem Susilo Yudhoyono Präsident wurde, über die Küsten hinweg gerollt.
(MF)
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