Es wurde zwar schon alles gesagt, aber ich will doch noch meinen persönlichen Senf dazugeben.
Wäre ich Mitglied der Bundesversammlung hätte ich EWS wiedergewählt. Nicht weil ich mit ihrer Politik oder der Politik der BDP besonders viel am Hut habe (die BDP ist immer noch nur die konsensfähiger Variante/Abspaltung der SVP - die in den letzten Jahren zu einer Teubeli/Blocherpartei wurde und wenig mit der ursprünglichen Bauernpartei gemeinsam hat), sondern weil Bundesräte nur abgewählt werden sollten, wenn sie nicht mehr Tragbar sind oder ihren Job nicht gut erledigen. Ich habe nicht viel Ahnung von EWS Aufgaben, aber nachdem was man so hört, macht sie diese gut.
Sie wurde als SVP-Mitglied in die Regierung gewählt, dass diese sie dafür ausgeschlossen haben ist ihr Problem und müssen sie ganz alleine verantworten. Für mich zeigt dies, dass die SVP keine Ahnung von Demokratie hat. Der BV nur einen (radikalen) Kandidaten vorzuschlagen, die Wahl zur Farce machen und keine Alternativen zu akzeptieren, ist keine Demokratie und sowas dürfen wir uns nicht gefallen lassen, denn das ist nicht der Sinn unseres Systems.
Die Mitglieder des BR sollen miteinander arbeiten können und sollen vom der BV gewählt werden. Dafür brauchen wir keine Politiker mit Extrem-Positionen, diese können im National- und Ständerat eh mehr erreichen. Der BR als ausführende Kraft, hat die Aufgabe unser Land zu repräsentieren und Beschlüsse auszuarbeiten und dafür eignen sich nur konsensfähige Politiker.
Es ist sinnvoll, dass der BR aus Rechts und Links besteht, aber trotzdem muss eine Zusammenarbeit möglich sein.
Auch von anderen Parteien wurden schon nicht nominierte Personen in den BR gewählt, so ist es nun mal wenn man Politiker nominiert die zu rechts oder zu links politisieren oder sonst wie nicht ankommen. Dafür macht man ja Wahlen..
Die Konkrodanz *nerv* sieht vor dass die 3 drei stärksten Parteien mit je 2 Sitzen und die 4. stärkste Partei mit einem Sitz im BR vertreten sind. Jedoch sind CVP und FDP dabei etwa gleichauf und verdienen imho nur je 1 Sitz.
Eine faire und sinnvolle Sitzverteilung (hab ich gelesen, ist nicht von mir), sieht für mich so aus.
Rechts, 3 Sitze (SVP, FDP)
Mitte, 2 Sitze (1 Sitz CPV, 1 Sitz andere Mittepartei glp und so)
Links 2 Sitze (SP, Grüne)
Das heiss ein SP Sitz kann auch mal durch einen Grünen besetzt werden und SVP und FDP oder eben die BV müssen ausmachen wer wie viele Sitze bekommt. Ich sehe auch keinen Grund wieso ausschliesslich Bundesräte aus grossen Parteien möglich sein sollen, wieso nicht auch mal ein grüner Bundesrat oder ein grünliberaler oder eben BDP? Solange dieser von der BV gewählt wird und somit Unterstützung hat.
Parteipolitik spielt im BR eh nicht so eine grosse Rolle (bzw. sollte es nicht), denn es ist nur eine repräsentative Aufgabe, darum hoffe ich auch dass Alain Berset Aussenminister wird, denn ich finde der präsentiert sich im Ausland besser als ein Blocher

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Wäre die "Erbsünde" nicht gewesen, wäre es gut möglich gewesen, dass ein FDP-BR durch einen SVP BR ersetzt worden wäre. Ist für mich jedoch kein Muss, denn wie schon oben geschrieben, finde ich es unsinnig Bundesräte abzuwählen und zudem hat sich anscheinend auf kantonaler Ebene gezeigt, dass sich die FDP besser für die Regierung eignet währen die SVP im Parlament viel mehr teubelen kann.