Zeitgeist II: Addendum

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Titali
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Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Titali »

Fallen Angel 2 hat geschrieben: ich glaube eben nicht, dass love und light sich einfach so plötzlich einstellen, ich bin auch nicht der ansicht, wir könnten uns zurücklehnen und irgend ein gott wirds dann schon machen.

ich glaube es gibt ein problem auf dieser welt und es ist derart gut maskiert, dass es einfach so stattfinden wird, wenn sich nicht ein paar leute dagegen auflehnen.
nein, leider ist es nicht so einfach, dass gott oder sonstige wesen das alles schon regeln werden!
auflehnung bedeutet krieg und krieg ist zerstörung und dann wären wider am anfang vom ende!
also auch keine lösung...

lösungen sind wohl eher neue institutionen, banken, schulen und firmen, die dieses wissen und diese idee umsetzen
und es jedem zugänglich machen, dass man die, die uns manipulieren nicht mehr unterstützen müssen und ihre macht
damit kleiner wird!
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Fallen Angel 2

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Es ist kein Krieg, es ist das Gegenteil davon.
Es ist Befreiung.

aber ist schwierig zu erklären... :-D

Was Du schreibst, sind Massnahmen, und ich unterstütze Massnahmen.
Doch bevor diese Massnahmen wirklich greiffen, müssten einige Leute erstmal begreiffen, dass überhaupt ein Problem besteht.

Dies wird ermöglicht durch Kunst, Literatur, Musik, Bildern, mit Worten und Werken.

Mit all dem, was dem Status Quo ein Dorn im Auge ist, und seit jeher bekämpft wird.

"Wenn ihr uns stecht, bluten wir dann nicht?"
- Shakespeare
Fallen Angel 2

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Auflehnung im Denken. Verstehst Du? Nicht Krieg. Befreiung. Freier Wille. Ermöglichen.
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Titali
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Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Titali »

ok, ja verstehe dich 8)

das thema ist wirklich nicht einfach zu besprechen, aber hauptsache, immer wie mehr
wachen auf und lassen sich nicht mehr manipulieren! obwohl auch dies schwirieg ist,
auch wenn man aufgeklärt ist!

lölölö... ich wünsch jetzt mal happy befreiten afternOOn... :-D
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wuchenendbefürworter

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von wuchenendbefürworter »

Leider ist es ein schmaler Grad zwischen sich nicht manipulieren lassen und paranoiden Wahnzuständen, welche ersteres eher verhindern als fördern.
Fallen Angel 2

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Die Problematik der Manipulation ist ja eben, dass kaum jemand überhaupt MERKT das er (oder sie) manipuliert wird (und manipuliert). Und hinzu kommt, was Wuchenändbefürworter perfekt auf den Punkt bringt... (@w.e.b. hoffe hab verstanden was du meinst ;) http://www.youtube.com/watch?v=tkJNyQfAprY )

z.B. BtmG-Revision. Ich mein' hey ICH hab da ja gestimmt.
Das ist ziiiemlich weit weg von "wach sein". :-#

Und dann vergleich diesen Irrtum mal noch mit der Meinung der SVP oder der EU und dann sag mir einer wo die Blumen geblieben sind, verdammt nochmal. :-(

@Titali
Danke, Dir auch einen befreiten Nachmittag O:)

*malzurruhekommenmuss* :-k
wuchenendbefürworter

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von wuchenendbefürworter »

Schon oft habe ich mich gefragt, wo denn genau diese Grenze zwischen Genie - hier: eine gesunde kritische Grundhaltung - und Wahnsinn - hier: eine kranke paranoide Grundhaltung - liegt.

Wo liegen denn nun die Unterschiede und Gemeinsamkeiten einer gesunden kritischen und einer kranken paranoiden Grundhaltung?

Ein einfaches fiktives Beispiel (Ähnlichkeiten mit der Realität könnten ungewollt sein...):

Ein ganz normaler Tag. Morgens am Bahnhof auf den Zug warten, dann mit dem Zug in die Stadt fahren. In der Stadt einer Strasse entlang laufen, wo es von Juwelieren und Uhrengeschäften nur so wimmelt. Die Tür zum Treppenhaus des Arbeitsplatzes öffnen, die Treppen hinauf gehen, dann hinein ins Büro. Mittags am Bancomat Geld beziehen und in einem Restaurant etwas essen. Dann wieder arbeiten und am Abend, nach dem Einkaufen im Einkaufszentrum, wieder nach Hause gehen.

Und da kommt die Überwachung ins Spiel. Ich gehe davon aus, dass sowohl das Genie, als auch der Wahnsinn die Möglichkeit des Missbrauchs solcher offiziell als präventative Sicherheitsmassnahmen angepriesenen Kameras als gegeben betrachten. Darum will ich gar nicht unbedingt weiter auf die Frage eingehen, ob Überwachungskameras der Menschheit eher Nutzen oder Schaden bringen. Viel entscheidender ist hier die Frage, wie diese zwei unterschiedlichen Typen des Misstrauens auf diese Möglichkeit reagieren:

Der kritisch denkende Mensch wird sich auf seinem Arbeitsweg kaum verfolgt fühlen. Er ist sich zwar stets bewusst, dass die Möglichkeit bestünde, dass sein ganzer Tag aufgezeichnet und gespeichert wird, er überlegt sich dann aber, dass er, wenn er sich möglichst nicht manipulieren lassen wolle, sich auch möglichst so verhalten sollte, wie wenn da keine Kameras wären. Ausserdem könne ja eine Kamera keine Gedanken auffangen, denkt er.

Der paranoide Mensch ist sich ebenfalls der Möglichkeit der Dauerüberwachung bewusst. Er wird sich allerdings anders verhalten, als wenn er sich dessen nicht bewusst wäre. Die Angst kontrolliert zu werden, kontrolliert ihn. Die Angst, nicht einmal seine eigenen Gedanken kontrollieren zu können, lässt ihn in dem Gedanken, seine Gedanken seien von aussen gemacht. Er fühlt sich manipuliert.

Dieses Beispiel ist natürlich sehr überspitzt und teilweise auch klischeehaft formuliert, es soll aber vereinfacht darstellen, wie wichtig der Faktor Angst bei der Unterscheidung zwischen einer sich nicht manipulieren lassenden und einer in paranoiden Wahn verfallenen Person ist, obwohl sich beide in gleichem Masse bewusst sind, dass die Möglichkeit einer Massenmanipulation bestünde.

Die Angst wird dann vor allem entscheidend, wenn es darum geht, gegen die für beide als bedrohlich empfundene Überwachung anzugehen:

Das Genie wird dank ungebremster Kreativität die an sich negativen Gefühle der drohenden Zukunft in positive Gedanken umwandeln können. Es würde vielleicht eine Aktion starten, die auf eine humorvolle und listige Art und Weise den potentiellen Überwachern durch die Blume sagen würde, dass sich der Mensch nicht manipulieren lässt durch die Anwesenheit von Kameras.

Das Wahnsinnige wird von der Angst bestimmt und ist daher nicht fähig, die negativen Gedanken in positive kreative Energie umzusetzen. Es will zwar nicht manipuliert werden, zerfällt aber am inneren Widerspruch, dass es gar nicht anders kann, als manipuliert zu werden, da sogar die eigenen Gedanken manipuliert sind. Wie soll es erreichen, nicht manipuliert zu werden, wenn sogar der Gedanke an den Willen nicht manipuliert zu sein, manipuliert ist?

Der Unterschied zeigt sich also im Umgang mit negativen Gedanken. Beide Eigenschaften werden zunächst misstrauisch, dank eines auf beide negativ wirkenden Anstosses(Die Kameras). Der Wahn entsteht dann, wenn die Angst den Menschen anfängt zu kontrollieren, worauf ja oftmals auch Manipulation hinausläuft (bestes Beispiel ist der Krieg gegen den Terror...). Das Genie versucht allerdings die Angst zu kontrollieren und damit den negativen Gedanken keine Macht zu geben die Kreativität, die unbedingt nötig ist um sich nicht manipulieren zu lassen, zu unterdrücken.

Nur nochmals so ein paar Gedanken, die mir bei diesem Thema durch den Kopf schossen 8-[
*ichauchoftmalszuwahnsinnigbin* :?
hikuri
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Registriert: Di 24. Okt 2006, 18:58

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von hikuri »

Unter dr Wucha ima Buero vunera transnacionale Firma hocka, Baza bezuecha, zum das Ganza im Konsum usgeh... ¡¡Konsumgsellschaft!! Nei... ma isch ueberhaupt nit manipuliart... und das het au nuet mit paranoid si z'tua, numa realistisch.

Schaffa, Konsumiar, Schlofa, und sich vur realitaet wegzdroehna.... Dia Gsellschaft kunnt doch dena wo Macht waend am grad am besta.

Was will ma wuerklich vum Laeba?????

Danka an all Usstiger, danka an alli wo im Widerstand laeben gegas Neoliberala System, viva la otra campaña! D'veraenderig kunnt vu unda und vu ina.
Tatzuwurm

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Tatzuwurm »

wow. Da geht etwas. =D> hätte nicht gedacht das mein posting über "zeitgeist" doch noch aufmerksamkeit eregen und zu
interessanten diskusionen anregen würde.
die "schnee_von_gestern-reaktion" einiger menschen scheint sich doch nicht durchgesetzt zuhaben. ich will niemanden angreifen. mir ist schon klar das einige leute (ich auch!) schon einiges und viel darüber gehört, gelesen,gesehen,erlebt usw. haben und somit sich allmählich das typische gewohnheitsbild abzuzeichnen beginnt. aber genau darin liegt die gefahr
(das klingt jetzt schon phantastisch und paranoid :lol: ).

und genau desshalb ist es gut, ja sogar wichtig ,wenn es einer information gelingt wachzurütteln, dass man nach allfälligen erwachen aus der routine versucht gleich auch alle um einen herum mit diesem intusiasmus anzustecken. klar das hört sich jetzt vielleicht etwas zwanghaft an, aber wir menschen führen zu gerne einen dämmerschlaf, der selbstverständlich mittels
diversen manipulationen von der oberigkeit gefördert wird.

aber ich war erstaunt das selbst mir, der in vielerleihinsicht durch meine lebensweise davon betroffen ist, dies bereits als
eine gewisse routine erschien. und da dacht ich mir, stopp! jetzt muss wieder einmal etwas geschehen.

ich versuche dies möglichst mittels positiver grundhaltung und kreativität zu tun, aber dies gelingt mir auch nicht immer.
ich beneide die frauen da abundzu. sie schaffen es oft alles in ihrem weltbild zu vereinen, ohne gleich zynisch,paranoid und wahnsinnig zu werden. doch all dies kann auch bewusst ge-und erlebt werden. also lasst uns unseren
wahnsinn ausleben.
ach ja: ich bin nicht paranoid... bloss "vorsichtig" /pfeil :lol: /pfeil /pille /pfeil /color /pfeil /happy /pfeil /grim /pfeil crazyeye
Mirowsky

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von Mirowsky »

TiTaLi hat geschrieben: ja wir sanften, zarten und weibliche wesen sind da halt

hmmmmm ich weiss de nöd................. /stop

miss gesichtslähmung
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und am prince sinni zierlich schwöschter.....
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piraña

Re: Zeitgeist II: Addendum

Beitrag von piraña »

paranoid zu sein - oder nur so zu tun - ist in erster linie nicht negativ. ich beneide die, die um ein vielfaches mehr wissen als ich, jedoch so tun, als ob sie keinen blassen hätten. ich bin da eher das gegenteil 8)

da ich weiss, das ich beobachtet werde, erhält meine paranoidität einen sinn. hinzu kommt; es ist mir eine ehre. jemand ist interessiert an meinem tun (vielleicht weniger am sein), und dies ehrt mich ungemein. seit ich mein schicksal selbst in den händen trage (und die verantwortung für mein handeln auf mich nehme), beschleicht mich immer öfter das gefühl, dass es mir ein vergnügen bereitet, ein schauspieler zu sein, dessen filme halt nicht viele sehen. aber jemand sieht sie immer. so bleibt mir überlassen, welche fehler ich begehe, und jemand anderem, welche strafe ich dafür ernte. die strafe, die ich mir selbst auferlege (manchmal durch schlechte gefühle - ein anderes mal ein warmes bad), spielen so oder so in einer anderen liga; ganz unabhängig vom ort meines verbleibs. und dessen, was ich tue.

das liebe geld frisst einen grossen teil dessen, was ich an mir so liebe, und fördert monat für monat seinen tribut - meistens in form eines sinnlosen egoistisch ausgerichteten verschwendens, welches im endeffekt nicht einmal mir zugute kommt. hingegen - wenn ich die augen öffne - gibt es da etwas, was ich verbessern könnte. bloss ist es nicht draussen, sondern tief in mir innen. der rest fügt sich mit der zeit von alleine, und meine innere haltung kommt einem kleinen teil der welt zugute, in dem sie annimmt, dass das leben aus weitaus mehr als dem tun besteht. weitaus mehr als den verschiedenen, unseren vorfahren in die schuhe zu schiebenden entwicklungen, die diese welt so mitgeprägt haben, damit sie so sein kann, wie sie eben ist. und sie ist gut. selbst mit ihren tücken, die umso mehr da sind, wenn ich meinen blick (und meine energie) darauf fokusiere.

hingegen muss ich meinen vorfahren (darunter urahnen wie fische, und all das, was meinen stammbaum am leben erhielt, um mein sein überhaupt erst möglich zu machen) einen innigen lob aussprechen: vielen dank! für die chance, für die vielfalt der zufälle, die - in zahlen ausgedrückt fast unendlich - erst einmal ermöglichen, dass ich leben darf...und dazu noch beobachtet werde. schliesslich bin ich doch irgendwie froh um die nicht nachzuvollziehende vorstellung, wie es wohl sein müsste, im mittelalter obdachlos einen von raubtieren im wald abgenagten knochen weiter zu gourmetisieren, weil weit und breit nichts essbares ersichtlich - bei minus zehn grad auch kein wunder.

damit verglichen erscheint mir mein künstlich-vermeintlich-sicheres leben als ein kinderspiel. ganz egal wer auf der welt die macht hat.

es leben die warmen stuben - und die letzten innereien meines kühlschranks, auch wenn sie nur aus zwei flirtenden essiggurken im einzigen gegenstand bestehen - einem durchsichtigen glas. manche wären dankbarer dafür, während ich die wahl habe: kann immernoch auswärts essen. vielleicht nicht ganz unbeobachtet :D
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