Isch no schwär z sägä grad. Eigentlich sött i sägä nüt, aber das isch mer Osterä nöd wert.
Aber es isch so, dass i bis vor es paar Täg, gar nöd würkli realisiert han, dass jetzt denn Osterä isch. Liit aber dodra, dass i im Moment eifach eh nöd so viel weiss. Emol het mer mini Mami äs SMS gschribä, dass i doch um Osterä mol wieder chönnt verbii cho, eifach und egal was isch..
I han zur Ziit chli ä religiösi Kriisä, wär viellicht gärn religiös, schaffs aber irgendwie grad nöd oder zmindescht nöd so wien i wett (wobii i ebä au nöd gnau weiss, wien i denn würkli wett..).
Aber zu Osterä.. Osterä isch es ziemli krasses Fescht, mit erä extremä Chraft und halt das Fescht, wos ganzä Christätum an sich usmacht..
Und wenn mer no a alli anderä Liecht- und Frühligsfeschter dänkt, wos um die Ziit umä git, dänn söttis eigentlich mega viel gueti Energie gäh..
Was i ebä no gärn zu Osterä wür sägä, vor 5 Johr bin i mol i dä Osternacht i dä Chilä gsii (han mega gärn so feschtlichi Gottesdienst) und es het mi alles so beidruckt, dass mer nur d Tränä abägloffä sind, well das alles so klar und logisch gsii isch..
Au wenn i mi i dä letschtä 5 Johr sehr viel a dä Moment erinneret han, han i ebä irgendwie mich däbi chli vergässä, vergässä was mer damals wichtig gsii isch.
I han do dä ganzi Text vo däre Predigt und i wür eu gern en Uszug schriibä, aber irgendwie find i alles so guet, so richtig guet

. Aber mol es paar Usschnitt..
Am Anfang war keine Welt.
Da war nichts ausser Gott,
kein Lachen und kein Wort,
kein Gebet und keine Hoffnung,
keine Vergangenheit und keine Zukunft.
Gott war einsam
und voller Verlangen nach Leben.
Gott sprach
und es ward die Welt in der wir leben.
Wie wir beim Sprechen
Laute zu Silben,
Silben zu Worten,
Worte zu Sätzen
und Sätze zu Gesagtem zusammenfügen.
So fügte Gott durch sein schöpferisches Sprechen
Urentscheidungen zu Elementarteilchen,
Elementarteilchen zu Atomen,
Atome zu Molekülen,
Moleküle zu Nebeln,
die Nebel zu Galaxien.
Das war schon ein guter Anfang, dachte er.
Aber es ist dunkel und leer.
Aus seiner Liebe zu Licht und Freude
wurden Sonne, Mond und Sterne geboren.
Licht, stärker als die Nacht, dachte Gott,
so ist es gut.[...]
Frei nach Buch Genesis
und das isch denn spöter so wiiter gangä..
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Aber nach vielen Jahrmillionen
war der Mensch endlich klug genug.
Er sprach: Wer redet hier von Gott?
Ich nehme meine Zukunft selbst in die Hand.
Er nahm sie,
und es begannen die letzen sieben Tage
der Erde.
[...]
Und wenn mer scho däbi sind, no was zum Thema Uferstehig und Osterä

.
Wie oft erleben wir den Karfreitag:
ein Grab, bedeckt mit Steinen,
begraben unsere Hoffnungen,
verschlossen unser Herz,
festgehalten der Mensch,
auf den wir unsere letzte Hoffnung setzen.
In dieser Nacht
geraten die Steine in Bewegung:
der eine Stein ist weggewälzt,
gestorben ist unsere Angst,
wiederbelebt unsere Hoffnung.
Der Auferstandene bringt Bewegung,
die uns alle ergreift.
Gott, wir nehmen auch die Steine weg
von unseren Gräbern.
Wir wollen in unsere Gräber Licht bringen.
Wir wollen sie reden lassen.
Sie erzählen von dem,
was sterben muss
in uns selbst und in unserer Welt.
Unsere Angst,
unsere Verzweiflung,
unsere Hoffnungslosigkeit
werden verwandelt
in Licht und Wärme
in ein neues Leben.
Herr lass das Feuer der Auferstehung
auch in uns brennen.
Amen
So, und bevor i jetzt vollends abdreih, hör i mol uf..
Schöni Osterä allnä

.
btw. hend er gwüsst, dass Om und Amen verwandt sind, wenn nöd eh s gliichä? Eigentlich logisch, aber isch mer erscht vor Churzem ufgfallä.