Fallen Angel 2 hat geschrieben:@Offtopic
den Satz hab ich schon gestrichen, als ich etwa 5 war. Da ich Deutsche (bzw. "Düütschi") Verwandte habe, was in den 80ern, in der Schweiz so eine Art Kapitalverbrechen darstellte, wurde ich von den meines Erachtens leicht überdrehten Mitschülern oft genug selbst als 'Ausländer' gepiesakt, bis ich eines Tages anfing, dies geheim zu halten, Anrufe zu Hause jeweils selbst abzunehmen, halt so die ersten Erfahrungen mit Paranaoia. Habe all die Spielchen mitgemacht, wie zum Beispiel anzufangen selbst gegen die Deutschen Witze zu reissen, und schön die Klappe halten, wenn mal wieder die üblichen Sprüche die Runde machten – halt so richtig schwach… Aber kann ich es mir verdenken? Umgeben von Intoleranz war ich als Kind nicht fähig, mich zu wehren, doch ich fand glücklicherweise (meistens ausländische) Menschen, die derartige Borniertheit nicht an den Tag legten. Ohne jetzt meinerseits überdreht zu klingen: ich weiss wovon ich rede, wenn ich sage, dass die Ausgrenzung oder gar Attackierung von anderen Menschen aufgrund ihrer Herkunft einfach nur beschränkt ist. Die ersten Prägungen meines Lebens, lassen sich nicht ganz so einfach abschütteln. Hemmungen, Menschenscheu, all das hat seinen Ursprung darin. Aber zumindest bin ich inzwischen alt genug (?), um das zu erkennen, und mich jenen Menschen zu öffnen, die nicht derart beschränkt sind. Eine Möglichkeit der Intoleranz zu begegnen ist meines Erachtens, auf Erfahrung gegründet: Ignoranz. Es gibt keinen Grund, mich mit Menschen abzugeben, die etwas an meiner Herkunft auszusetzen haben. Herkunft ist völlig unwichtig, einzig und allein wie ich bin zählt, oder sogar: dass ich einfach nur ein Mensch bin. Solange jemand die Bereitschaft nicht signalisiert, diese Beschränktheit zu überwinden, verschwende ich meine Zeit nicht mit so einer Person, sondern geniesse die Zeit mit den Menschen, die andere annehmen, wie sie sind und sich für sie interessieren. Jene Menschen für die Gemeinschaft, Offenheit und menschliche Wärme keine leeren Worte sind.
Gute Methode FA2, sehe ich auch so. Meiner Meinung sind leute die Ausländer hassen dumm oder faul zu denken. Siegehen den einfachen Weg in dem sie für alle Probleme einen Sündenbock suchen. Der muss dann für alles hinhalten. Ihr gescheitertes Leben, Ihre soziale Ablehnung, es rechtfertigt den gebrauch von Gewalt.
Diese Sündenbock Funktion gibt es auch in anderen Bereichen. Z.b. Musste in den 50er Jahren in Amerika Canabis den Kopf hinhalten für die wachsende Kriminalität in den Ghettos der Städten. Aufgrund dieser Propagande ist der THC Konsum heute noch fast Weltweit verboten.
Also ich mag Deutsche, aber ich mag auch ösis
"Es ist schon traurig, ich bin Deutscher und darf nicht stolz darauf sein da ich sonst als Nazi beschimpft werde".

