@Gsichtli:
was heisst hier die andere seite ist eine annahme??? sie ist doch ganz offensichtlich mehr als das, denn eine wahrnehmung -welche auch immer- besteht aus zwei teilen... dem wahrgenommenen objekt und dem, der wahrnimmt... und das, was wahrnimmt, bezeichne ich als die andere seite... fehlt eine der beiden seiten fällt das "system" in sich zusammen...
interessante frage an dieser stelle: was bleibt dann übrig, wenn man aus dem "system" eines der beiden teile wegnimmt
jedenfalls it es kesine annahme, dass ich "ich" sagen kann...
das ist keine Annahme, aber es ist eine, wenn du behauptest, dass Aufgrund deines Ich-Sagens eine andere Seite existiert, für welche keine Gesetze und Wahrheiten gelten. Mit der Wahrnehmung allein ist das alles, auf was du hinaus willst, nicht erklärt. Insekten und Tiere nehmen auch wahr. Maschinen nehmen wahr. In einer fernen Zukunft wird es möglicherweise Maschinen geben, die in ihrem Wahrnehmungsvermögen weit aus mehr von der Wirklichkeit wahrnehmen, und weit aus bewusster die Welt erleben können als wir (das diese Vorstellung vielen gegen den Strich geht ist mir voll bewusst).
Ich gebe dir in dieser Hinsicht Recht, dass, wenn man das Wahrnehmende oder das Wahrgenommene wegnehmen würde, die Welt, so wie wir sie kennen, aufhören würde zu existieren. Die Frage ist, ob es ein Welt gibt, der es völlig egal ist, ob sie beobachtet wird, und die ohne jeden Beobachter für sich existieren würde? Eine auf dem Materialismus beruhende Weltanschauung sozusagen. Ein weiteres Rätsel ... Rätsel über Rätsel
bewusstsein eine illusion? na da wär ich ja mal auf die argumentation gespannt... ich kann mir vieles einbilden, illusionen verfallen, ich kann zweifeln, an allem zweifeln aber nicht an der tatsache, dass ich zweifele oder mir etwas einbilde... ich bin mir selbst bewusst... das ist die einzige unumwerfliche wahrheit, die für mich existiert. allein schon, dass ich sagen kann, sie existiere für mich ist schon beweis genug...
Angenommen das Bewusstsein wäre eine Menge von Algorithmen, die sich im Laufe der menschlichen und tierischen Evolution herausgebildet haben (an dieser Stelle füge ich hinzu, dass ich dem Tier genauso ein Bewusstsein zuspreche wie einem Menschen, was sich nur dadurch unterscheidet, dass es einfacher ist.).
Dann ist der Mensch ein biologisches Konstrukt, welches durch seine Bauweise das Bewusstsein bzw. das Prinzip eines Bewusstsein ermöglicht. Spätestens dann wenn der Mensch vollständig erforscht wird, und die Entstehung dessen, was wir Bewusstsein nennen, verstanden ist, wird vielleicht das Bewusstsein anders, weniger religiös oder mystisch angesehen werden können.
Übrigens, dass das Bewusstsein was Besonderes ist oder auch nicht, weiß man ja eben nicht. Es ist Glaubenssache. Meinen persönlichen Glauben habe ich hier noch gar nicht geäußert, noch habe ich es nötig, um diese Diskussion zu führen. Mich an dieser Stelle festzulegen würde mich von einer möglichen Wahrheit entfernen. Ich versuche diese Diskussion philosophisch zu führen.
da empfinde ich die ergebnisse der wissenschaft oftmals viel vager... in der wissenschaft auf der anderen seite des grabens ist zwar auf den ersten augenblick alles sehr offensichtlich, so wie dein hammer und de schmerz... aber auf den zweiten blick tun sich auch hier abgründe auf...
Das Problem an deiner Argumentation ist, dass du das Bewusstsein, die Wahrnehmung von der Wissenschaft abkoppelst, und genau das kannst du nicht machen, finde ich. Denn selbst Wissenschaft und Naturgesetze sind Bewusstsein. Du versuchst etwas mit einem Argument zu beweisen, das schon für einen Gegenbeweis verwendet wurde. Den Dualismus zwischen Geist und Welt wirst du übrigens vielleicht niemals beweisen können. Möglicherweise gibt es keinen. Vielleicht hätten nur manche gerne einen. Vielleicht ist Geist genau Welt und nichts anderes! Und Welt sind eben Naturgesetze, also ist wohl Geist auch Naturgesetze!
selbst wenn die wissenschaft, also biologie, chemie und physik zusammen das phänomen bewusstsein eines tages erklären kann, was durchaus möglich ist, wird dadurch nichts entmystifiziert, denn sie beschreibt ja nur die teile, die dafür zusammenkommen müssen... und nun kann ich deutlicher erklären was ich meine... sie erklärt dann, was nötig ist für bewusstsein, sie erkennt auch die gestze, die dazu führen... aber das "erfahren" des bewusstsein, also die frage nach dem erleben des bewusstsein ist dann nicht erklärt, denn bewusstsein ist kein "objekt", sondern eben das gegenstück zum objekt, nämlich dasjenige, was das objekt erst zum objekt werden lässt...
Ich glaube, wir haben hier nur ein Verständnisproblem. Und wenn die Bedingung für das Bewusstsein erklärt wird, folgt daraus nicht zwangsläufig, dass alles andere unerklärbar bleiben wird. Mit Vorhersagen wie die Wissenschaft (= das Bewusstsein, das Subjekt, der Beobachter, das Wahrnehmende an sich) wird dies und jenes nie erklären können würde ohnehin etwas vorsichtiger sein, denn vieles wurde der Wissenschaft abgesprochen, was sie heute ohne Mühe erklärt und entzaubert.
nehmen wir mal das ganz normale sehen... die wissenschaft erklärt uns, wie es zustande kommt... photonen, rezeptorzellen, elektrische impulse, kognitive fähigkeiten... das alles sind objekte... aber das "sehen" kann man nicht sehen... ich sehe die augen von jemand anderem, aber ich sehe nicht, dass er sieht!
Sorry, aber hier versuchst du mir nur klar zu machen, dass es eine Unterscheidung zw. Subjekt und Objekt gibt. Dieser Unterscheidung und ihrer Phänomene bin ich mir voll bewusst. Was das mit einer andere mystischen Seite, der Abwesenheit von Gesetzen und Wahrheiten zu tun haben soll, bleibt mir ein Rätsel. Das ist doch nur schön geredet.
