Der harte Pendler-Alltag

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Saphira
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Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Saphira »

Aus dem Tagebuch einer frustrierten Pendlerin ;)

Was mir morgens, wenn der Wecker klingelt, am meisten graust, ist nicht etwa der Gedanke an einen langen Arbeitstag – nein, es ist viel mehr der Gedanke an einen langen Arbeitsweg. Eine knappe Stunde, von Haustür zu Haustür. Hält sich zwar noch in Grenzen, aber wenn man diesen Weg mit über 100 Egoisten antreten muss, dann würde ich doch jeweils wieder in den Tiefschlaf zurückfallen.

Da steht man also auf dem Perron und wartet auf seinen Zug. Mindestens von einem anderen Reisenden wird man erstmal von oben bis unten gemustert. Hallo, anstandshalber schaut man fremde Leute nicht länger als 3 Sekunden an. Ok, ich geb dir 5 Sekunden. Jetzt schau schon mal woanders hin… ok, nützt nicht, dann schau ich dir eben mal ganz tief in die Augen. Er merkts nicht mal….


Der Zug ist da. Ich warte, bis alle ausgestiegen sind. Einige haben es aber ganz eilig und drängen sich zur Tür vor. Ein Gerämpel und Gedrängel, Untergangszenarien, nach mir die Sintflut… mir egal, ihr rücksichtslosen Rüpel, ich bilde gerne das Schlusslicht, der Zug fährt schon nicht ohne mich ab.

Danach im Zug, 50% der Plätze sind noch frei, und trotzdem kann man nirgends mehr sitzen – Was ist hier falsch? Na klar, jeder bietet doch seinem Rucksack oder seiner Handtasche auch noch einen Sitzplatz an. Da geh ich also durch ein ganzes Zugabteil, um irgendwo noch einen freien Platz zu ergattern… Taschen, Menschen, Taschen, Rucksäcke…. Keinen interessiert’s, keiner hat den Anstand, den herumirrenden Pendlern den Platz seiner Tasche anzubieten. Stattdessen vergraben sie ihre Gesichter tief in der Gratiszeitung, um ja auch nicht angesprochen zu werden. Und plötzlich! Da, ein netter junger Mann macht seinen Platz neben sich frei. Es scheint doch noch anständige Mitmenschen zu geben. Leider muss ich mich zugleich auch erneut einer Musterung aussetzen. Der junge Herr wendet sich zu mir. Ich schaue ihn an. Er schaut lüstern zurück. Und schaut auch gar nicht mehr weg. Wie ich das liebe, und erst noch vor sieben Uhr morgens. Ich versuche nicht darauf zu achten. Stattdessen lausche ich den nicht überhörbaren Worten einer Gruppe jugendlicher Schüler. Ah, fühle ich mich doch eigentlich auch noch sehr jugendlich, scheine ich einiges verpasst zu haben. „Schlegle“ ist jetzt wohl gerade die Freizeitbeschäftigung. Hmm.. ich verstehe den einen jungen… eh ist es voll uncool, wenn der Kumpel ihm beim „schlegle“ helfen will… er ist ja kein Mädchen…

Also Kopfhörer aufsetzen und wegbeamen….

To be continued, aber mir fallen bald die Augen zu…. ;)

Gibt es auch solche Situationen im Alltag, die euch einfach frustrieren? Ich kann es echt nicht glauben, das Anstand, Respekt und Rücksichtsnahme heute so selten geworden sind….
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Lila
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Lila »

ja schooo verstand di voll..

isch efoch uh müehsam..schaffe zwar im moment ned..aber me merkts ja au susch wemer underwegs isch..

aber am schlimmste isches doch bi dene zite wo all gönd go schaffe..wää

mus endli d autoprüfig mache..obwohl..ob de da so gschiid esch :-k
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Saphira
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Saphira »

Ja, hab ich auch schon gedacht. Aber ich denke, rücksichtsloses Verhalten macht sich auch auf den Strassen bemerkbar, wenn nicht sogar noch viel schlimmer.

Dann können wir ja den Führerschein gleich gemeinsam machen, bin auch so ein Spätzünder ;)
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Sun tha Devil
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Sun tha Devil »

hihi da schlüss ich mich doch au grad a :razz: .....hehe....hans leider us finanzielle gründ au nanid gschaft de brief zmache... :cry:

und mir gahts jede morge wie dier :-& und ich han so dschn..... voll..., mängmal chönnt i glatt künde nur wäg dem arbetswäg...ich han au scho mal anes 1 klass billet dänkt aber da zahlsch gad sicher sdopplete meh und wennd päch häsch laufsch genau wieder a die ignorante ich und mini täsche egoischte ane^^...hmm...weiss au nid....ich glaub auto isch scho wenigschtens ebiz e entspannteri lösig^^... :-k

grüesslis
Drachenherz

Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Drachenherz »

Guten Morgen.

Ich habe das Glück (?), ein Auto und den nötigen Brief zu haben, und sogar einen Parkplatz, bei der Arbeitsstelle, so muss ich mich nur mit den spinnerten Automobilisten abgeben.

Aber ich habe die Situation durchaus auch schon erlebt im Zug, mit den Egoisten mit den Taschen und co. Da habe ich eine bombensichere Methode, und da nützt auch alles Walkman hören und den Kopf in der Zeitung vergraben nichts: Anschauen, wenn nötig antippen auf der Schulter, deutlich fragen, ob der Platz noch frei sei, keine Antwort abwarten und Rucksack/Tasche selbst zur Seite tun wollen. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell der Besitzer der Tasche/des Rucksacks plötzlich darum bemüht ist, sein Gepäck in Sicherheit zu bringen. ^^

Hihi, ist mir auf jeden Fall noch nie jemand dumm gekommen. Ist mir doch zu blöd, wenn's ja eigentlich genug Platz hat, noch nach einem Taschen-freien Platz zu suchen.

Viel schlimmer als das "Taschenproblem" finde ich allerdings die Gesichter der Menschen... Puh... DAS ist manchmal gehörig Energie-saugend...

Jä nu...
piraña

Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von piraña »

Saphira hat geschrieben: Aus dem Tagebuch einer frustrierten Pendlerin ;).….

...hallo pendlerin...der folgende text sollte von dir wie von allen anderen gemieden werden, falls sie keinen platz für humor aufweisen...es würde auch nichts bringen, ihn zu lesen und irgendetwas daraus anzuwenden, da teilweise blühende fantasie, und sonst echte, erlebte situationskomik dahinter steckt...in welchem verhältnis die zueinander stehen, dass kann die leserschaft frei entscheiden…
Saphira hat geschrieben: Da steht man also auf dem Perron und wartet auf seinen Zug. Mindestens von einem anderen Reisenden wird man erstmal von oben bis unten gemustert.….
...dies gefühl ist mir wohlstens bekannt...mich mustern mindestens täglich irgendwelche mädchen und damen...es kann einen mann auch verunsichern, vor allem wenn er sich der gründe des von unten-bis-oben-angestarrt-werdens nicht sicher ist...im sommer denke ich: wau, geil, so muss sich mister williams auf der bühne fühlen - so hoch zehntausend...ganz zu schweigen von den aufkommenden, kurzzeitig befriedigenden gefühlen, und der illusion, dass es noch frauen auf der welt gibt, die auf einen strich in der landschaft fliegen würden, wenn MANN sie bloss liesse...eines harten winters kam dann die erkenntnis, dass die gründe für die kostenlosen blicke an meinem markenzeichen liegen müsste: den stets offenen schuhbändeln...über diese enttäuschung habe ich mich nicht einmal mit meinen besten kollegen auszutauschen gewagt - solch eine pain quält mich dabei...wie machen das die anderen? die meisten tragen doch auch schuhe, die zugeschnürt werden wollen...wenn ich mich mal getraue zu güxen - der rest der welt ist stehts zugeschnürt...ich wollte da dranbleiben, und ging eines wunderprächtigen tages barfuss auf den zug...jetzt konnte ich niemanden mehr in der menge ausmachen, der mich nicht anglotzte...zugegeben, meine füsse sind wohl das schönste, was mir meine eltern mit auf den weg gegeben haben - aber, dass ich nur noch von unten bis fussknöchel angestiert wurde, und zwar von allen, das war meinen füssen des guten zuviel...nie wieder...meine neuste methode, um den lüsternen musterungen aus dem wege zu gehen ist so simpel wie günstig...ich fange dann demonstrativ mit angriff ist die beste verteidigung an...setze meinen musterndsten blick auf, blicke mit 30° zur seite geneigtem kopf halb auf-, halb abwertnd die anhimmlerin an - dabei die von ihr weiter entfernte augenbraue geschickt langsam hochziehend...wirkt wunder...wenn sie dann noch blickt, dann, tja dann bleibe ich halt mit meinem blick fast auf schulterhöhe stecken, dort wo bei den frauen theoretisch mehr vorhanden sein sollte – ihr wisst schon…noch spüre ich ihren mich eisern durchbohrenden blick…jetzt ist der augenblick der wahrheit gekommen…ich sehe ihm tapfer ins gesicht…ähm…wau…bin hin und weg…die dame ist vom typ traumfrauschlechthin, und lächelt auch noch mich an, da weder vor- noch hinter- noch neben oder auf mir steht…ich denke mir: quatsch sie an – aber, schon zu spät…sie kommt auf mich zu…hilfe…so müssen sich unsere vorfahren wohl bei einer mammut-jagd vorgekommen sein – auf der sie den letzten überlebenden gemimt haben…sie kommt also noch einen schritt näher, immernoch lächelnd, und deutet auf…MEINEN SCHUHBÄNDEL!!! na toll…die worte könnt ihr erraten, denn ich mag sie weder hören noch schreiben…als ob das nicht peinlich genug wäre, nein, es war auch noch höchste zeit, die vergessen gegangene augenbraue wieder langsam zu senken…



Saphira hat geschrieben: Der Zug ist da.
…freude herrscht…
Saphira hat geschrieben:Danach im Zug, 50% der Plätze sind noch frei, und trotzdem kann man nirgends mehr sitzen – Was ist hier falsch?
[/quote]

…könnte sein, dass wir zu verwöhnt sind, wir aus dem zahmen westen…manchen von uns reicht nicht einmal dieses privileg, dass die hälfte der plätze noch frei sind…hier bleibt uns zu hoffen, dass uns die zustände aus manchen drittwelt-ländern bald erreichen…dort sind die busse nur zu 300% bestetzt, aber es wird einem sogar geholfen, sich irgendwo aussen anzubringen, und das bei einer bus-takt-frequenz von drei wochen – wenn überhaupt…na, gut, ok – hier würde womöglich das argument ziehen, dass die nicht zur arbeit pendeln, da sie ehe keine haben…wie sie dann noch auf die idee gekommen sind, sich mehrere kinder anzueignen, das bleibt mir und meinem rationalen dingsbums wohl für immer und ewig ein rätsel…und freundlich sind die da…auch wenn ich eine handtasche hätte, die würden sie mitnehmen…der bus – wobei, darf man dem so sagen? das ding versucht unter der last der orgie loszurollen, und für einen bruchteil eines tages fühle ich mich als mensch, so wie dies in der s-bahn nie der fall sein dürfte – trotz der zahllosen unidentifizierbaren gerüche, die mich umgeben, trotz des aneinanderreibens mit mammasittas, die mit brüsten ausgestattet sind, als würden sie mit in bisschen wärme gleich in die luft zu steigen gedenken, trotz des billig-alkohol- und zigarrengeschmacks, trotz all des lebens, dessen ich mir bewusst werde, ich verwöhnter s-bahn-prinz…in dem moment entdecke ich eine junge touristin, die genauso ins bild passt, wie ich…erleichterung…ein stück heimat…auch wenn das letzte, woran ich mich erinnern möchte – na was wohl – heimat ist…sie sieht wie ich verloren, aber glücklich aus – was wohl kaum damit zusammenhängen sollte, dass wohl seit geraumer zeit für diesen bus niemand ein entgeld geleistet zu haben scheint…ja, jetzt weiss ich wieder: ich bin ein mensch – ich muss ein mensch sein…

...wird fortgesetzt...
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Mahakala
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Mahakala »

kann ich bestätigen - tierisch nervenaufreibende sache das mit dem arbeitsweg... ich hab jeden tag 2,5 stunden hinweg und 1,5 stunden rückweg mit auto und zug... wenn die deutsche bahn wiedermal streikt "darf" ich den ganzen weg mit auto fahren, bin denn zwar viel schneller, aber 1. viel teurer und 2. ist das au nicht unstressig... fahrt ihr mal am morgen beim dichtesten berufsverkehr nach konstanz - tausende autos die alle möglichst schnell in die stadt wollen und das ohne autobahn, nur ne durchschnittliche straße...
und wenn die bahn nicht streikt --> ich muss in schaffhausen und in singen umsteigen - passiert oft genug, dass man die anschlusszüge verpasst, weil diese ausnahmsweise genau abfahren und nicht no ne halbe minute warten können bis wir pendler auch anwesend sind... dann steht man unter umständen ne halbe stunde bei minus 10 grad am bahnsteig und wartet auf den nächsten bummelzug... naja - ein monat no...
---**schnöftepüppel**---
Jonas
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Jonas »

Kenne ich kenne ich. hab für 1nen weg von meinem inoffiziellen wohnort 2 stunden... daraus können aber auch mehr werden wie heute hrmpf zug Luzern nach Zürich hatte 10min verspätung der anschlusszug natürlich abgefahren und der nächste fährt in 30minuten
also mal ganz gemütlich zum gleis schlendern und da warten auch wieder menschen aller art... so es ist 07:34 der zug sollte abfahren doch keine spur vom zug jäääno weiter musik hören und kaffe trinken... endlich kommt die durchsage: zug hat 20minuten verspätung. super... der zug kam endlich und zu meinem glück die tür kommt genau vor meinen füssen zum stehen. ich mache platz für die leute die aussteigen, was angeblich ein fehler war... denn kaum ist der letzte ausgestiegen, stehe ich plötzlich ganz hinten an der schlange von menschen welche es allesammt extrem eilig haben in den zug zu kommen. ist schlimmer aus pogotanzen auf nem punkerkonzi nujo ... die suche nach einem platz war auchnicht ganz einfach... überall buissnes männer im anzug das militär und edle damen und bei keinem von diesen leuten ist laut aussagen ein platz frei... schlussendlich packte mich die ungeduld und bei der nächsten gelegenheit wo ein platz ohne gepäck belanden frei war setzte ich mich einfach hin. zur entrüstung einer mittelalten endlen dame bei der man die wirkliche hautfarbe nichtmehr erkannte da sie weiss nicht wieviel puder aufgetragen hat und sie fragte mich ob ich auch noch anstand besitze... bald wurde mir die diskussion zublöde und ich setzte die kopfhörer wieder auf tja pech für sie ich zahle auch für mein GA... aber die ganze fahrt von zürich nach aarau wurde ich verachtend gemustert argh.... und ja keine falsche bewegung durfte ich machen ohne dass sie paranoid gleich ihre tasche fest hielt.. nujo sehe wohl aus wie ein schwerverbrecher der es auf wohlhabende damen im mittleren alter abgesehen hat um ihre handtasche zu klauen... kam heute schon gestresst im geschäft an was auchnicht gerade hilfreich war. egaaal wird schon gut kommen....

bis zum nächsten mal im pendler horror alltag...
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Geckosio
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Geckosio »

Wenn Ihr auf 100% ein freies Abteil möchtet, dann müsst ihr folgendes machen:

Kauft euch eine Atemschutzmaske (vonwegen Vogelgrippe), zieht sie euch an und steigt damit in den nächsten Zug.
Dazu würden noch kleinere rote Pünktchen auf dem Gesicht passen und das obligate Chronische-Husten:
Folge: Das Abteil ist leer.

Leider sinkt so natürlich auch der Flirt-Faktor :lol:
Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt - Mahatma Gandhi

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fish-eh
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von fish-eh »

hmm eigendlich überlegte ich mir, vom auto wieder auf den zug umzusteigen. wer die strecke BE-ZH (resp. AG-ZH) als arbeitsweg hat, weis warum.
nach 3maligem versuchen fahre ich nun wieder mit dem auto zur arbeit.
- zeit: zug 1h 20min, auto inkl. "normal-stau" 45min
- kosten: ohne halbtax/GA rede ich mal besser nicht davon
- stressfaktor: solange mir keiner allzu nahe kommt...und wenn, dann ists erst mal blech.

muss wohl ein schein für helikopter her :-D
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Titali
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Titali »

also ich pendle sit januar zerst mal biel - bern und ich finds eigentlech voll easy!
aber mis glück isch au, dass dr zug lär isch, wenn ich in biel istiege und de ha ich
platz und ich finds jede tag immer wieder ufs nöie es wunder, wenn ich dr sunrise
im zug gseh und denn uf bärn inefahre und die schneebärge und zmünster gseh!
ich muess eifacht sound lose, schüsch würd ich düredräia :-o 8)

naja, im tram gseht den anders us :-& ](*,) :-&
Zuletzt geändert von Titali am Mo 28. Jan 2008, 14:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von 0x1d »

looool witzige texte habt ihr da geschrieben ;)
geht mir ganz ähnlich was das pendeln anbelangt.. habe leider auch 1h arbeitsweg, finde es aber eigentlich gar nicht mal so tragisch... für irgendwas hat gott ja wohl mp3 player erfunden =D

habe mir angewöhnt immer eine stunde später auf den zug zu gehen, damit ich wenigstens im bus sitzen und im zug stehen kann ^^ das gerammel beim einsteigen ist mir sowieso egal, ich stehe lieber bequem als um einen platz zu "kämpfen".
ganz krass finde ich die szenen am morgen um 7... hunderte leute stehen am perron und gucken belämmert im halb schlaf durch den leeren raum... sieht echt krass aus...
bei dem anblick denke ich immer an moderne sklaventreiberei...

so aber jetzt noch einen kommentar zu den "egoisten"...
ich finde man sollte nicht einfach alle als egoisten abstämpfeln und sie mit negativen hintergedanken betrachten... wir kennen diese personen doch überhaupt nicht und sehen sie auch höchstens ein paar sekunden/minuten... wie sollten wir also über so kleinigkeiten wie einsteigen, zeitung lesen, angucken, wegschauen etc. über sie urteilen können? vieleicht sind sie ja alles liebe menschen... ich finde man sollte das nicht so krass sehen...
Ich denke mal solch verhalten wie wir es in der öffentlichkeit erleben lässt sich auf unwissenheit zurückführen... woher sollten man schon wissen wie man andere menschen anschauen soll? Lernt man ja auch nicht einfach so.. vor allem nicht wenn man selbst immer komisch angeschaut und behandelt wird...
Dieses verhalten hat sich wohl „einfach so“ durch die umstände entwickelt... so kann es sein das man sein verhalten gar nicht hinterfrag weils ja „normal“ (wobei eigentlich niemand weiss was normal ist und jeder seine vorstellung davon lebt) ist.. und hinterfragen (auch allgemeines verhalten gegenüber fühlenden wesen) lernt man ja auch nicht in der schule... oder hab ich da was verpennt? Mir hat auch niemand die „bedeutung“ von sehen, hören, fühlen, denken etc. gezeigt...

Hm noch was zum anschauen...
Das lässt sich glaub wieder auf unwissenheit / unbewusstsein zurückführen. Immer wenn ich wegschaue ist das nichts anderes als eine fluchtreaktion weil ich angst habe (warum auch immer) und die entstehung dieses gefühls mit sammt seinen reaktionen nicht erkenne...
Und wenn man mal „schräg“ angeschaut wird, denke ich liegt das dran das die jeweilige person dies nicht erkennt und so evt. durch den konzeptionellen verstand sieht (welcher in uns vorstellungen hervorruft die nicht immer der realität entsprechen)
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Saphira »

Schön, oder eher beruhigend, gibt's noch ein paar Gleichgesinnte. Und Fisch, ich erwarte eine Fortsetzung :lol:

Nein, wie man sich zu verhalten hat, lernt man meistens nicht in der Schule. Die Erziehung beeinflusst da schon mehr. Und man lernt es halt auch von den Mitmenschen. Aber ich vertaue nachwievor auf den gesunden Menschenverstand. Nur scheint der bei vielen verloren gegangen zu sein.

Ja klar, einige wissens halt nicht besser. Aber diese Ausrede generell kann ich nicht gelten lassen. Denn die meisten wissens wohl sehr genau, scheissen aber schlicht und einfach auf alle anderen. Wie soll man denn da auf Dauer noch zusammenleben können, auf dieser ohnehin schon überbevölkerten Erde, wenn jeder erstmal an sich denkt? Mir kommt dieses Verhalten einfach manchmal extrem befremdend vor.

Merci für den Tipp mit der Gasmaske :lol: Man könnte aber auch mal zwei bis drei Monate auf die Körperpflege inkl. Duschen und Zähneputzen verzichten und sich zur Unterstützung ausschliesslich von Döner mit ordentlich Zwiebeln ernähren. ;) Vielleicht kommt man so sogar noch zum eigenen Büro. (Oops, das hab ich ja bereits, was auch immer dies zu bedeuten hat ;) )
-(°_o)/¯ ┐(-。ー ┌ ヽ(´ー`)ノ ٩(͡๏̯͡๏)۶ ٩͡[๏̯͡๏]۶ ͡๏_͡๏ ٩(●̮̮̃•̃)۶ ≧△≦ 凸'へ'凸 ☽ (°ロ°)☝ ε(●̮̮̃•̃)з
Ogetron
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Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von Ogetron »

Also ich verstahs nöd ganz was ihr da ablästered. Ich han zwei Auto und gang glich mit m Zug!

Ob Auto oder Zug schneller isch chunt chli uf d Verbindig druf ah würdi meine, ich hätti mit em Auto inklusive Stau und bitz reserve 45 min und mit em Zug hani öpe glich lang.

Guät ich han halt s Glück das i vo züri wäg und nöd uf Züri ine fahre muss drum isch d S5 au nöd immer brechend voll aber diä Sach mit em ine drängle erledigt sich für mich welli weiss das immer en Platz hät und wenns so en "mit Täsche bsezte Sitzplatz" isch, mer chans ja fründlich sägä das mer hihocke will den mached sicher 99 % vo de Lüüt de Sitz frei, frei oder widderwillig.
Was mich no eher stresst isch wenn ich us em Zug will und zforderst drängled d Räntner scho wieder inne wells Angst händ de Zug fahri ohni sie ab. Debi wäreds froh würdets de Zug verpasse, denn wär wieder e halb Stund vom Tag ume ;-).

Also ich gnüss es voll am morge no 30 min im Zug ohnmächtig ume z gammle, chasch im Auto relativ schlecht, und im Stau hocke hassi wie Pescht!
piraña

Re: Der harte Pendler-Alltag

Beitrag von piraña »

...wie versprochen...

…seit geraumer zeit mache ich mir so unnötige gedanken beim pendeln – beispielsweise, wenn ich rentner oder rentnerinnen zur stosszeit in einen buss steigen sehe…den ganzen lieben tag zum einkaufen, und ausgerechnet zur rush-hour zum shoppen…da komme ich irgendwie nicht drum herum, an meine sterblichkeit erinnert zu werden – aber auch meine jugend…ich scheisse auf die baldige 3 am rücken – neben einem achtzigjährigen opa mache ich noch alle mal eine sexy figur…und da sitzen sie - falls sie einem nicht kurz vor dem einsteigen im weg stehen, als hätten sie keinen plan, wie sie mit der sich ständig drehenden welt zurechtkommen sollten - und sitzen mit einem hochmut da, der mir imponiert…leider gibt es auch solche, die den jungen auch noch allerlei zeugs an den kopf schmeissen – eher selten berechtigt – und zwar in einem ton, der nicht einen funken menschlichkeit in sich birgt…als sie noch jung waren – ha, ha…gab es da noch dinosaurier? ursprünglich war es bestimmt nicht so gepant, dass menschen 70, 80, oder 90 werden…vor allem so unfreundliche nicht…falls sowas wie der mensch überhaupt mal von etwas geplant war…nichtsdestotrotz habe ich mitleid mit den graueren semestern…es muss ein frust sein, dieses leben im endspurt…die eigenen kinder wollen nichts mehr von einem wissen, den führerschein hat opa/oma schon längstens abgeben müssen, die damaligen (ländler- , künftig goa-) gschpändli haben ins gras gebissen (hehe, vermutlich, weil ihre verrauchten lungen nicht mehr die power haben, um an einem stumpen zu ziehen, oder haben schon vor urzeiten einfach-tickets nach thailand ergattert…und sitzen so da, als gäbe es noch etwas in ihrem leben, was so schön sein dürfte, dass es sich lohnt, noch nicht aufzugeben…es gibt ja bekanntlich auch gute feen, die einem drei wünsche erfüllen – vielleicht nicht die letzten achtzig jahre, ja, aber morgen kommt sie bestimmt…und opa/oma ist wieder geflickt, als hätten sie weder jemals holzbeine, noch die dritten, noch glasaugen ihr eigen genannt…

…da reisst mich ein anderes gebilde aus diesem tagtraum in einen noch grässlicheren…gleich rechts vorne…eine – was eine? drei! drei frischgebackene (hehe – nicht ganz gebackene) mütter samt drei riesigen kinderwagen (wären es autos, dann wohl SUV`s) und drei schreihälsen, dazu noch zwei ansprechbare ritalin-kandidaten im schlepptau – es kann sich nur um monate handeln…und da stehen sie, eine ungeheuer negative energie ausstrahlend, ihre schicki-micki-täschchen zur schau stellend, und bei jedem mux ihrer künftigen hoffnungsträger (ha,ha,ha) so was von ablöschend herumzuschreien, als hätten sie den ganzen buss gepachtet…in diesem moment überkommt mich ein horrorszenario…was, wenn ich auch auf so eine hereinfliege? was, wenn es meine kinder wären, die sich dieses geschrei antun müssten? was, wenn dieses szenario gar nicht mal allzu fern liegt? tja, manchmal ist es von vorteil, sich vorzumachen, dass sowas einem nie passieren könnte…

…da steigen zu allem dazu noch drei hippe hopper in den bus…aha…so trägt man die hose heute, unter der gürtellinie – wie passend…und dazu noch die hosenbeine in die weissen (i gitt) socken gesteckt – vermutlich, damit den halbstarken hosenscheissern bei einer auseinandersetzung nichts aus der hose rutscht – der gleichen hose, die ehe schon so aussieht, als sei sie vollgeschissen…bald gibt es kurse in der auslander-duitsch-sporch, mann eeh…und was erstaunlich ist, zwei von ihnen sehen eindeutig nach rüütli-buebe aus – rüüetlier würde es gar nicht mehr gehen – wenn man die vollgeschissenen hosen und die neuste sprache der welt wegzählt…einer davon scheint sowas wie ein alfatier zu sein – er redet so langsam, dass der alte opa von vorhin das ende des satzes möglicherweise nicht mehr erleben wird – der arme…und inzwischen sind die super-mammas auch schon ausgestiegen – ohne, dass ich es gemerkt hätte…

…um ein haar hätte ich meine haltestelle verpasst, noch saphiras erwartungen an eine fortsetzung im nacken spürend (das nenne ich positiven druck :wink: )…nichtsdestotrotz finde ich es ungeheuer entlastend, nach einem schönen arbeitstag wenigstens etwas bus-aktion gehabt zu haben – aber erst, sobald sie hinter mir liegt…

...nach all den hosenscheiss-mamma-rentnern bin ich irgendwie erleichtert, dass ich ich bin...

…ich wünsche euch eine gute reise – egal, wie ihr auch unterwegs seid…


>( `,)
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