Neulich, an einem verschneiten Samstag Abend, es war schon tiefe N8, fuhren wir (Mein Opel, ich, zwei andere und eine Sie) ins wunderschöne Prättigau an eine Goa. Mir war schon klar, dass meine Heckschleuder auf Schnee nicht wirklich gut zu fahren ist, doch ich wollte es trotzdem probieren die schneebedeckte Strasse nach Plandadein zu bezwingen. Mir war einfach danach... und meine "fast" neuen Winterpneu (Fulda 185/80 14) liessen mich die Fahrt guten Mutes riskieren. Mit Erfolg, anfangs wenigstens... Wir kamen eigentlich recht weit... bis an eine sehr steile Stelle. Der gute, alte Opel Rekord wurde langsamer und langsamer und die Räder drehten durch. Gas geben half nichts mehr, bremsen auch nichts. Ich sass am Steuer, versuchte sämtliche Manöver... aber ohne Erfolg. Das Auto rutschte schön langsam die Strasse rückwärts hinunter. Verkrampft hielt ich die gezogene Handbremse fest und hoffte dass das Auto stehen bleiben würde. Doch es rutschte im Schritttempo die ganze scheiss Strasse wieder retour runter. Kurzentschlossen gab ich das Kommando, das sinkende Schiff zu verlassen. Wie es sich gehört, verlässt der Kapitän als letzter das sinkende Schiff, oder geht er mit ihm unter...? Alle Mitfahrer sprangen raus und ich versuchte den Wagen an die Bergseite zu lenken. Die Strasse war so eisig oder wie man auf prättigauerisch sagen würde "heeel" dass alles Steuern und Bremsen absolut nichts nützte. Ein unangenehmes Gefühl machte sich in meinem Bauch bemerkbar und meine Knie wurden weich. Ich wusste dass es in ein paar Sekunden ziemlich Scheisse für mich und meinen Opel aussehen konnte. Einige Meter hinten, an einem verdammt steilen Hang, kam eine Kurve. Scheisse, Scheisse, und nochmals Scheisse, dachte ich. Das war mal wieder eine super Idee... ich hatte den Verstand mal wieder zu Hause gelassen... den Opel für einen Jeep gehalten oder so... Wie es so ist im Leben. Versagt der Verstand, gibt's immer noch das Glück... und dass war mal wieder voll auf meiner Seite! Ich war schon fast raus gesprungen... und dann... na ja, weiss nicht, der Wagen hörte plötzlich auf zu Rutschen und stand still. Das war knapp... verdammt knapp... ich hatte die scheiss Handbremse fast raus gerissen. Aber es war vorbei und wir hatten allen guten Grund aufzuatmen (eis z'rauchä). Adrenalin abbauend machte wir uns Gedanken wie es nun weitergehen sollte. Klar doch... Schneeketten... waren wie es sich für diese Jahreszeit gehört, im Kofferraum. Es war inzwischen etwa vier Uhr Morgens, aber immer noch zu dunkel um die Schneeketten ohne Licht zu montieren. Das Montieren bereitete uns keine Mühe, es dauerte einfach lange... zu lange... denn als alle so richtig schön wieder im warmen Auto sassen und ich den Zündschlüssel drehte passierte genau nichts. Die scheiss Batterie war leer. SHIT....happens! Vier Uhr Morgens, es schneite immer noch, wir sassen fest, das Auto lief nicht mehr und wir blockierte die ganze Strasse.
Da unsere Chancen mit dem Auto hier weg zu kommen gleich null waren, beschlossen wir, wie immer das Beste daraus zu machen und gingen zu Fuss weiter... an die Goa, versteht sich!

Nach 20 Minuten Fussmarsch kamen wir an unser Ziel... und hey, es war geil! Schöne Deko, guter Sound, tolle Stimmung und viele schräge Menschen, die alles daran gaben eine geile Party haben.....
Yo! lieber surfer, weiter mag ich Dir gar nicht erzählen...!!!... aber an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bein Herrn Ulrich vom Touring Club Schweiz bedanken. Ich weiss zwar dass es als TCS-Mitglied mein gutes Recht ist, in so einer Situation die 140 zu wählen... aber es ist bei Gott nicht selbstverständlich, dass man Sonntags um sechs Uhr Morgens an so einem Ort, in so einer Situation noch so freundlich, mit so viel Verständnis aus der Scheisse gezogen wird. THANXS!!!
Ein fettes THANXS und ein riesen SORRY geht an alle Goa-Freaks. Sorry, dass ich die Strasse versperrt habe und thanks, für die Geduld die ihr mit mir hattet. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher warum das so ist..... aber ihr seid ein sehr, sehr tolerantestes Party-Volk!

PEACE!
