Ich bin erleichtert, dass es in diesem Land noch Leute gibt, die Demokratie verstehen und sich nicht von der zürcher SVP erpressen lassen wollen.
Dass sich die SVP spaltet, glaube ich nicht, aber wünschen würde ich es mir. Es wäre schön, wenn man wieder (??) Sachpolitik führen könnte und nicht dem Personenkult frönen muss.
Es tut mir etwas Leid für die SVP, dass sie so schlecht von sich selber denkt, dass sie ohne die Person Blocher gar nicht leben kann (und sich nicht mehr ihren Themen widmend).
Schade dass die SVP nicht fähig ist anzuerkennen, dass zwei Vertreter aus ihrer Partei im Bundesrat sitzen, gewählt vom Parlament, indirekt gewählt vom Volk.
Auch wenn sie so viel gewonnen haben in den letzten Wahlen, merken sie vielleicht jetzt, dass man trotzt allem mit den anderen Parteien zusammenarbeiten muss. SP-Bundesräte werden auch wiedergewählt, wenn die SVP ihnen aus trotz ihre Stimmen nicht gibt, SVP-Bundesräte sind aber auch auf die Stimmen aus anderen Parteien angewiesen, vielleicht sollte man sich ernsthaft überlegen wieso "der beste Bundesrat" von der FDP nicht alle Stimmen bekommen hat.
Die SVP in der Opposition wird alles zu verhindern versuchen, was nur irgendwie nach Fortschritt riechen könnte, tut sie aber schon ewig (deshalb dauert ja in der Schweiz immer alles so lange (z.B. das Frauenstimmrecht

)), wird also kein grosser Unterschied sein. Der Blocher wird wieder etwas poltern (wenn es ihn so freut, von mir aus), wenigstens muss ich mich nicht mehr schämen durch so eine Person offiziell im Ausland vertreten zu sein. Ein Glück, dass er nicht Bundespräsident wurde. Und man möge mir bitte Mitteilen, was er in den letzten Jahren als BR so viel erreicht hat, ausser dass er Geld gespart hat, weil er alle Leute entlassen hat. Ansonsten hat er sich darauf beschränkt, die Arbeit seines Vorgängers fortzuführen und die Arbeitshaltung im Bundesrat zu stören, toll!
Frau Widmer-Schlumpf wird mit Sicherheit nicht meine politische Meinung vertreten, aber sie wird ihre Meinung sachlich vertreten und auch zu Lösungen und Kompromissen bereit sein.
Sie gehört nicht zum extremen zürcher Flügel, der imho nichts im BR verloren hat, so wie auch die Antifa nicht dort vertreten ist.
Als Regierungsrätin, die sich als erste Frau im bündner Parlament bewiesen hat, als Vorsitzende des Finanzdepartemants hat sie meines Erachtens genug gezeit, dass sei diesen Job machen kann und als Bundesratstochter wird sei wohl auch besser als Jemand anders wissen, auf was sie sich einlässt.
Um so mehr finde ich es Schade, dass die SVP (die ja die Demokratie für so viel hält) nicht fähig ist, ihr zu ihrer Wahl zu gratulieren. Aber ich denke schon, dass bei den 1000 SMS die sie erhalten hat, auch ein paar SVP-Vertreter dabei waren, die sie in Zukunft weiter unterstützen werden.