Fallen Angel 2 hat geschrieben:Moralisch gut ist alles, was das, was miteinander verbunden ist, und im Zusammenhang steht, nicht "beschädigt".
Also geht es an und für sich darum, erstmal die Zusammenhänge zu erkennen.
Anschliessend kann man durchaus auch moralisch gut sein.
Eine gewisse Arroganz ist vermutlich unabdingbar.
Und natürlich die Schwierigkeit an der Sache.
Elias, das was Du hier geschrieben hast, ist unglaublich gut! Sehr genau formuliert.
Ich möchte dazu nur eines anfügen: Mord ist beispielsweise schlecht, weil es GOTT (oder alles-was-ist) beschädigt, das menschliche Bewusstsein des Ermordeten, kann (in dieser Existenzform) nicht länger teilhaben, oder Erfahrung sammeln, es wäre also in Etwa so, wie wenn man jemandem die Hand abschlägt. Todesstrafe wäre unter diesem Gesichtspunkt falsch, da nur ein Mörder "fähig" ist, die Erfahrung 'Reue über einen Mord' zu erlangen. Wer niemanden getötet hat, kann das nicht bereuen.
Moral sollte also unter solchen Gesichtspunkten neu definiert werden. Ich lehne eine Moral ab, die nur auf historischen Wahrscheinlichkeitsrechnungen beruht. Also Mord nur deshalb schlecht zu finden, weil "man es nicht darf" zeugt für mich nicht danach, dass "man" es verstanden hätte.
All diese "Regeln" und Gebote, nach denen Menschen leben, wären gar nicht nötig, wenn die einzelnen Menschen sich vor jeder Handlung fragen: ist das wirklich etwas, das ich mir selbst antun würde? Und wenn ja: welcher Nutzen soll daraus entstehen?
Da es natürlich selbstverständlich ist, dass nicht jeder Mensch fähig ist, das Gesamtbild jederzeit im Auge zu behalten, und da irren bekanntlich menschlich ist, haben Regeln und Gebote aber andererseits einen Sinn darin, so eine Art Leitplanke für das menschliche Verhalten darzustellen.
Als Mensch, der versucht das "Gesamte" zu unterstützen, ist es aber nötig, jene Leitplanken zu überqueren, die tatsächlich nur aus Ignoranz oder Dummheit aufgestellt wurden, und nicht, aus echten moralischen Gründen. Jenseits der Leitplanke kann man die Zusammenhänge besser erkennen.