Während also mer so durs Läbe watschled, trifft mer Mänsche wo eim beiidrucked. Wieso sie das mached - wer weiss das scho. Villicht will sie dem Bild entspreched (Bild = Illustrée = Illusion), das mer sich ufbout, währed em watschle. Vo de Wält. Vo dä Mänsche. Vo de Kultur.
Ich weiss nöd, wie's eu gaht, aber ich fühl mich i dere Wält chli verlore. Und mit "Wält" mein ich nöd "Gsellschaft" oder "Arbeitswelt" - au nöd "Goawelt", sondern de Planet Erde, Milchstrasse, dritte Spiralarm links une.
Was mach ich hier?
Und die Frag, die wird vo villne glaub eifach ignoriert. Will sie vill zu gross isch. Will sie niemert schlüssig cha beantworte. Wills kei Wahrheit gitt, scho gar kei so grossi.
Kultur hät's Ziel die Frag zumindest insofern z'beantworte, als dass mer sie sich nüme stellt. Rollebilder wie im 19. Jahrhundert zwüsche Maa und Frau händs Ziel gha, Stabilität z'schaffe ide Chöpf vo de Mänsche. Jede weiss sozsäge wo sin Platz isch.
Aber im Läbe gits kei Stabilität - Chaos isch die einzigi Ordnig wos gitt, en ständige Wandel. E ständigi Re-Evolution. Eis hii und häär! chönt mer au säge.
Goawelt, Gothicwelt, Arbeitswelt, Züriusgangswält sind alles Versüech, en Platz zfinde wo es birebizeli andersch isch, als nur eis grosses Fragezeiche.
Sobald mer sich aber die Frage, die grosse Frage nach em Werum und Wieso eigetlich, z.B. ufgrund vom Konsum vo LSD - oder ufgrund voneme Verlust - wieder stellt, da beginnt mer z'glaube, oder vielmeh z'erkenne, dass es doch no irgedwas MEH muss geh, als das womer gseht und kännt und liebt und verinnerlicht und darstellt und läbt und bewunderet.
Und naja ich wür nöd umbedingt säge, dass das e Illusion isch, das isch ebe eigetlich eher d'Wahrheit, und wer sis läbe lang schaffed und chli go chegle gaht am Samschtig oder fest iigrichteti Ziitplän mit Sport und Zügs und Sache hät, oder e Familie um die er/sie sich kümmeret - de mue sich mit dere Wahrheit nöd tagtäglich umeschlah.
ich schlah mich scho länger demit ume, scho bevor ich au nur gwüsst han dass es Elektronischi Musigg überhaupt gitt (und etc.). Villicht isch das ja au en genetische Defekt, so wie i dere Gschicht vom Erebos, villicht chumi eines Tages Borderline über wäg dene Gedanke und gib mir d'chugle. demit die Gedanke ufhöred: wo ghör ich hii, wo dezue, wer bin ich denn, was mach ich hier? wieso, weshalb, warum - wer ständig fragt bleibt dumm.
ich will doch eifach mal min Platz finde i dere Welt?
isch dänn das soo vill verlangt?
Wie oft mussi dänn no e Szene wächsle, wie oft mich sälber belüge, wie oft dänn no en falsche Wäg ischlah, mich irre, mine Gfühl nüme chöne traue, bevor ich eifach mal acho bin a dere Station vo mim Läbe, uf mim ganz persönlich Hof, wänn bini dänn ändli mal dihei???
ich ha so s'gfühl gha ich hegi sone art dihei gfunde z'ha i dere Goaszene mit all dem Blüemlizügs, und alli händ sich gern, und alli sind öppis bsundrigs. Sälbscht wänn das nur e illusion isch: wenigstens isch es öppis wo mer sich cha dra festhalte, öppis wo no bestand hät...
