der vater einer freundin meinte mal, dass er die globalisierung der nachrichten schlecht findet, weil man ein schlechtes gewissen bekommt wegen dingen, auf die man sowieso keinen einfluss nehmen kann.
er meinte, dass früher im landboten stand, dass der bauer huber eine schlechte ernte einfuhr, und deswegen über winter zuwenig zu essen hat. da konnte man dem bauer huber ein brot backen oder was weiss ich.
heute liest man in den news, dass ein palästinensisches geistesbehindertes kind mit einer ladung sprengstoff um den bauch gebunden über die grenze geschickt wird.
was willst du da noch machen?
in der informationsgesellschaft musst du halt auch lernen dicht zu machen, und dich abzuschotten.
wenn du schlecht drauf bist kannst du gar nichts tun, denn dann tust du dir in erster linie mal selber leid. und wenn du gut drauf bist, dann kannst du dich zum beispiel bei den peace brigades melden
http://www.peacebrigades.org/
oder aktivmitglied bei amnesty international werden
http://www.amnesty.org/
oder du kannst es wie florian machen:
http://www.a-place-of-blessing.org/engl ... oject.html
du kannst auch mal statt eine woche lang zu kiffen 100.- an beat richner spenden:
http://www.beat-richner.ch/
(( NACHTRÄGLICH EDITIERT:
Eine Freundin ging zu Humana, und ist frühzeitig wieder ausgestiegen. Die sind nicht so toll, wie sie daherkommen. Skepsis ist durchaus angebracht. Es gibt wohl besser Wege sich aktiv zu betätigen, wenn man das will. Ich lass das jetzt trotzdem hier stehen, revidiere aber meine Meinung und rate davon ab zu Humana zu gehen...))
oder zu humana gehen:
http://www.humana.org/
oder. oder. oder.
an all diesen orten findest du leute, denen es schlechter geht als uns.
die quintessenz, finde ich, ist:
nur weil es andern schlecht geht, braucht es einem selbst nicht auch schlecht zu gehen. es gibt keine verpflichtung, dass wir alle leiden müssen wenn es einem von uns schlecht geht.
das hat jetzt nichts mit kein mitgefühl zeigen zu tun, oder eine "ist mir alles scheissegal" einstellung. aber wir sollten uns auch bewusst sein wie privilegiert wir sind, und wie gut es uns geht. es ist keine schande das einzugestehen und glücklich zu sein, obwohl es viel leid auf der welt gibt!
im gegenteil, ich sehe es eher sogar als unsere "pflicht", die wir glücklich und zufrieden sein könnten, dies gefälligst auch zu sein....
(naja.. pflicht nicht, das ist jetzt überspitzt ausgedrückt. aber der grundgedanke kommt wohl rüber...)
((nachträglich: naja, so einfach ist das alles leider auch nicht ;))