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Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

@altered text 1

das isch en wichtige punkt; du redsch vomene andere shema als ich. 4/4 takt oder au musigrichtig (aso goa, punk, hiphop oder was au immer) , sind sozäge shemas uf "technischer" ebeni/ sind shemas vode werchzüüg. mich interessieret viel meh d'shemas uf gfühlsebeni bzw. ebe genau mit dene shema oder scho gar em immer gliiche schema hani müeh.

logisch laht sich uf "technischer" ebeni 99% vo aller musig schematisch iordne. das findi au voll iiisi so. wo ichs aber ebe nöd iisy find und wovo ich da die ganz ziit red, isch, dass sich uf gfühlsebeni ebe au scho soo viel (freiwillig) i schemas iordnet. oder andersch gseit, aso viel laht sich eifach is gnau gliiche eine shema iordne. es gäbt sägeme mal 1000igi vo verschiedene scheme uf gfühlsebeni, doch a vielne goapartys trifft mer grad mal sägme öpe 3 verschiedeni: zb killer-abgah-schreimässig-schema, dunkel-gföhrlich-schema, hollywood-lovestory-mitglimmer-schema.

us demm grund isch es nid allei wichtig warum en künstler eppis macht (ob us kommerzielle oder ehrgiiz gründ). es isch fasch genauso wichtig was das d konsumente vor kunst usem werch mached. wenn alli lüüt würed finde britney spears sig spirituelli musig den hätt das en gwüssi berechtigung au wenn d britney der sound nur weg der kohle macht.
au das ischen wichtige punkt und mir sind bemene grundlegende problem, was vieli goapartys betrifft:

be vieler musig sind die "betawelt"-mässige möglichkeite extrem igschränkt. ich hans au scho uf miiine blogmusigpage ( http://www.kollegoli.ch.vu )so gschriibe: be vieler musig chanich nöd meh ine interpretiere, nöd meh devo abgünne als : "loooos, abgah, abgah, abgah, schreie, abgah, abgah, abgah, loooos !!!!"
es gid soooo viel womer mit musig mache chan: vo ebe zb abgah und schreie (was ja au guet isch, eifach nöd IMMER) bis zu mediation, tüüfe psychedelische erlebnis, innerliche sex, usw...

mich stört ebe grad, dass mich die "killer"musig bevormundet, dass sie alles dra gid, mini betawelt izschänke und uf eis primitivs gfühl zbeschärnke, nämli "abgah, abgah, abgah"; sie befiehlt mir ja scho fast, dass ich muss abgah...

und wennich mir die viele produzente alueg, dann gänd sich ebe die meiste (viellicht unterbewusst) uuuuhuerre müeh, genau das zmache, aso mini eigene interpretationsmöglichkeite izschränke.
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altered
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Beitrag von altered »

e-psy Laughing Laughing (ernsthafter psy)
diese idee ist eigentlch nicht schlecht, psy mal nicht nur als dark oder isra, fullon, proogi zu bezeichnen. sondern als e- und u- psy.

ich denke aber dark sound hat das recht am e-psy nicht allein gepachtet, proggi hat da mindestens gnauso anspruch darauf.

diese disskussion könnte man weiterführen doch ich finde sie ist auch nicht ganz richtig, da es meiner meinung nach bei jedem musik stück e wie auch u elemente bzw aspekte hat. schlussendlich könnte man es z B so vergleichen israeli sound ist villeicht tendenziell weniger e als u und dark tendenziell eher mehr richtung e. aber wenn man beethoven und mozart zB einbezieht könnt man wider sagen, dass dark im vergleich zu ihnen auch viel mehr u aspekte hatt.
diese diskussion geht ins bodenlose nur schon weil es recht subjektiv ist was wir nun als ernst und was als unterhaltung ansehen. die einen begründen die ernsthaftigkeit mit trance und spirituellen argumenten, die anderen sagen villeicht das ist humbug und der erholungswert der musik ist die einzig ernstzunehmende qualität. von den leuten aus gesehen ist fullon villeicht ernster und dark wäre f-musik (fantasie musik)... es ist hier owohl eine frage des geschmacks wie auch des glaubens und der überzeugungen. mehr als eine frage der objektiven form von musik. denn genau betrachtet unterscheidet sich fullon und dark nur minim, wie kann dann ein solcher unterschied in den qualitäten sein die diese musikrichtungen haben.

@( (( {-_{-_-}_-} )) )

aber ich denke das wichtigste meiner vorherigen aussagen hast du nicht begrfiffen gsichtli. nämlich meine aussage, das nicht die musik selbst der träger dieser qualitäten ist, sondern die menschen, das publikum die meisten dieser qualitäten auf das kunstwerk projezieren. so kann ich dir zB auch sagen das auch dark nach einem schema-x verläuft nur hast du dieses schema noch nicht so zuwider. die deepness von der du redest kommt von dir aus nicht vom kunstwerk. so würde zb einer derminimal hört darkpsy auf eher nicht deepness zusprechen, mit der begründung das dark zu schnell ist um richtig deepness ausdrücken zu können. das hat damit zu tun das für die leute deepness mit anderen mitteln ausgedrückt wird und die musikalischespürache von ihnen andere wörter dafür hat. genauso fühlt ein fulloner deepness bei einer düdeligen melodie, die berührt ihn tief.
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Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

( (( {-_{-_-}_-} )) ) hat geschrieben::lol: geilo... ja dein musikgeschmack ist echt gut, aus meiner sicht gesehn, das haben wir ja schon paarmal festgestellt... aber Princilpes of Flight würd ich zum beispiel eher in meine angepriesene "dark" ecke stellen, als in die isra-fullon ecke... oder nicht? :wink:

also wenn ich deinen musikgeschmack unter die lupe nehme, dann stehst du auch überwiegend auf die art von "ernsthaftem" psy den ich auch meine...
also gut, kreieren wir doch einen neuen begriff um das gemeinte vom "echten" darkpsy (der mir ja schon oft zugegebenermassen übertrieben dunkel daherkommt) zu unterscheiden... ich schlage vor :

e-psy :lol: :lol: (ernsthafter psy)

der gegenpol (isra-düdel) wäre also u-psy (unterhaltungspsy)
E-Psy und U-Psy... das finde ich mal eine gelungene Kreation. Und du hast wahrscheinlich recht, nimmt man deine Darkdefinition, dann gefällt mir (mal abgesehen von meiner Progi-Vorliebe) doch vor allem Musik aus dieser Ecke. Aber eben doch nicht nur (ein Chamäleon lässt sich halt nicht gerne auf eine Farbe reduzieren)... oder wäre zum Beispiel U-Recken nach dir auch bereits Dark?

Wenn ich halt einfach Darkpsy höre, dann verbinde ich dies mit Claw, Kindzadza, Baphomet Engine und wie sie alle heissen. Zum Teil hört sich das zwar ganz passabel an, aber es ist für mich auf Dauer dann einfach doch zu deftig, vielfach zu wenig abwechslungsreich und schlicht und ergreifend zu schnell. Als ich mal in eine CD reingehört habe und feststellen musste, dass die Songs so zwischen 150 und 165 (eins sogar über 180!!!) mal pro Minute berttern, musste ich mir eingestehen, dass ich wohl doch zu schwach dafür bin... so frei nach dem guten Fischerman(n). Zudem muss ich auch sagen, dass mir die ganze Aufmachung aus dem Darkbereich nicht wirklich zusagt. Ich würde zwar auch eher das Mystische und Dunkle den Blümchen, Elfen und Einhörner vorziehen. Blut, Totenköpfe und CD-Titel wie "Run motherfucker run" sind dann aber doch nicht so mein Ding... Jedem das Seine. Ich haue mir jetzt mal eine Packung Fisherman's rein, hohle meine alten HC-Tapes hervor und wer weiss, vielleicht bin ich dann nach 10-stündiger "Therapie" auch ein Darkanhänger.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
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Beitrag von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) »

lol@altered

also bei dir darf nichts verpauschalisiert werden, das hab ich schon längst bemerkt... alles hat seine berechtigung bzw. nichts... nach deiner logik kann man echt alles, aber wirklich ALLES aus den angeln heben... du bist philosoph, richtig? studierst du das an der uni? :wink:

nun ja prinzipiell hast du ja wahr mit dieser alles-ist-in-allem-und-jedem-und-sowieso-relativ einstellung... aber damit kommt man eben noch weniger weit wie wenn man sich mal auf bestimmte schubladen einigt...

kurzkommentare:
ich denke aber dark sound hat das recht am e-psy nicht allein gepachtet, proggi hat da mindestens gnauso anspruch darauf.
stimmt
genauso fühlt ein fulloner deepness bei einer düdeligen melodie
glaub ich nicht. oder er meint etwas anderes mit tiefe als ich...


dieses thema ist undebattierbar (gibts das wort? *ggg*) würd mal behaupten, mit solchen philosophen am start ist es sowieso etwas für die ewigkeit :lol: :lol: :lol:
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Beitrag von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) »

@psymi

u-recken gehört zu den letzten 10% des fullon der sogar mir noch gefällt, weil er einfach genial ist und ein wahnsinnstalent hat, gefühle auszudrücken... und das ganze dann auch noch in ein klanggewand steckt, das fast nicht mehr zu toppen ist an klarheit und druck... wow... :wink:

würd ich wahrscheinlich sogar eher in die e-psy ecke stecken... :-D


und ansonsten, voll mein reden, blut und totenköpfe sind brunz, das gehört in die ecke "noch-nicht-ganz-aus-der-pubertät-raus" :lol: ernsthaftigkeit hat ja schliesslich nichts mit satan oder splatterfilmen zu tun...muahahaaa
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altered
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Beitrag von altered »

du bist philosoph, richtig? studierst du das an der uni? Wink
erwischt :-)
dieses thema ist undebattierbar (gibts das wort? *ggg*) würd mal behaupten, mit solchen philosophen am start ist es sowieso etwas für die ewigkeit Laughing Laughing Laughing

stimmt auch: "de gustibsus non disputandum sunt."

ich denke tatsächlich das alles seine berechtigung hat. und ich denke auch nicht das es einen fortschritt gibt. die verschiedenen arten kunst wahrzunehmen und ihre gleichberechtigung sind eine herausforderung, genauso wie das ewige diskutieren. es dient dazu uns zu beschäftigen die überflüssige macht die wir haben zu verarbeiten. und diese herausforderung ist ewig. wenn man davon aus geht das etwas besser ist als das andere und dann das einte als besser definiert. schränkt das einen nur ein die schwächen des eigenen systems zu erkennen und den wert des anderen.

und ich denke gerade du gsichtli leidest unter einem unterschwelligen unvermögen die andersartigkeit anderer anzuerkennen. du hilfst dir darüber hinweg indem du deine sichtweise und die anderen in eine hirarchie stellst, nur weil du die eigenen überzeugungen zu wichtig einschätzst um sie als gleichwertig denken zu könen. (mache ich auch oft ist auch menschlich, da wir in der ego perspektive gefangen sind)
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Beitrag von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) »

und ich denke gerade du gsichtli leidest unter einem unterschwelligen unvermögen die andersartigkeit anderer anzuerkennen. du hilfst dir darüber hinweg indem du deine sichtweise und die anderen in eine hirarchie stellst, nur weil du die eigenen überzeugungen zu wichtig einschätzst um sie als gleichwertig denken zu könen. (mache ich auch oft ist auch menschlich, da wir in der ego perspektive gefangen sind)
erwischt :P

:bla
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Beitrag von altered »

nun ja prinzipiell hast du ja wahr mit dieser alles-ist-in-allem-und-jedem-und-sowieso-relativ einstellung... aber damit kommt man eben noch weniger weit wie wenn man sich mal auf bestimmte schubladen einigt...
je mehr man weiss, was man noch nicht weiss, desto mehr weis man. jede andere form von wissens konstruktion beruht auf illusionen,glauben, annahmen, vermutungen und ist desshalb auch anzweiflebar (kann wie du so schön gesagt hast aus den angeln gehoben werden).

meiner meinung nach ist das auch das interessanteste an solchen diskussionen, fehler und unsicherheiten in den aussagen anderer zu finden und sie somit zu verunsichern wenn sie glauben absolute wahrheiten gefunden zu haben. meistens ist wissen doch eher ein hinderniss, eine verkrustung.
und ich denke in diesem beispiel hier "darkpsy-fullon-usw" würde dass auch heissen das es schlecht wäre für den darkpsyartist zu denken es sei die bessere musik. weil er dann nur noch "dark" machen will und in ein schema verfällt. wie das villeicht ein paar jahre zuvor dem fullonartisten passiert ist.
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Beitrag von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) »

war früher auf dem selben trip wie du... nur endets darin, dass man keine meinung mehr hat... das ist ein anderer ausdruck für "keine hierarchie" ... wenn dir das gefällt dann gut... wenn du aber irgendwann mal feststellen willst, was das ICH hinter all deiner relativität möchte, dann musst auch du hierarchien in deiner eigenen welt anerkennen... du musst erst mal du selbst sein, um dich selbst erkennen zu können... authentizität könnte man das nennen ... danach darf man getrost alle ich-haftigkeit loslassen... :wink:

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Beitrag von altered »

ich hab sehr wohl eine meinung. nur behaupte ich nicht, mit flachen begründungen und einer simplen populisierenden art, meine meinung sei besser als die der anderen.
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Melliandra
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Beitrag von Melliandra »

( (( {-_{-_-}_-} )) ) hat geschrieben:war früher auf dem selben trip wie du... nur endets darin, dass man keine meinung mehr hat... das ist ein anderer ausdruck für "keine hierarchie" ... wenn dir das gefällt dann gut... wenn du aber irgendwann mal feststellen willst, was das ICH hinter all deiner relativität möchte, dann musst auch du hierarchien in deiner eigenen welt anerkennen... du musst erst mal du selbst sein, um dich selbst erkennen zu können... authentizität könnte man das nennen ... danach darf man getrost alle ich-haftigkeit loslassen... :wink:

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Keine Meinung ist auch eine Meinung, überleg dir das mal. :wink:
*poink*
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Beitrag von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) »

ich hab sehr wohl eine meinung. nur behaupte ich nicht, mit flachen begründungen und einer simplen populisierenden art, meine meinung sei besser als die der anderen.
du widersprichst dir ...

also zuerst wertest du mich ab mit meinen "flachen" begründungen und meiner "populisierenden" art (gröööhl, was für worte) ... und im gleichen satz behauptest du, du würdest deine meinung nicht über die von anderen stellen???

aber du hast wohl den goldenen weg der relativität gefunden, was?

einfach nur noch obergröööhl ... :n3

@melliandra

ich weiss doch was gemeint ist... im grunde genommen bin ich auch ein vertreter der gleichheit... alle dinge sind leer, das ist mir bewusst und ich lebe auch so gut es geht danach... wenn ich aber die ich-haftigkeit total relativiere und verneine, dann wäre die konsequenz: wir müssten alle die fresse halten und gar nichts mehr sagen... denn jedes wort, jede meinung verfälscht die wortlose wahrheit... blabla jetzt gehts gleich wieder los, was ist wahrheit und gibts die eine wahrheit und der ganze brunz... ich lass mich nicht mehr darauf ein, es wird einem sowieso jedes wort im mund verdreht...

noch was: ich hab mir an keiner stelle angemasst zu glauben, dass meine meinung etwas besseres sei, als die von anderen... aber natürlich halte ich sie für wahrer als zb die deine altered...sonst wärs ja nicht meine wahrheit und nicht meine meinung!!! was sonst könnte ich denn tun? gehts nicht genau darum, seine wahrheiten zu finden? ich zwinge ja niemanden, meine wahrheiten anzunhemen...aber okay, wenn ich keine wahrheiten mehr aus meinem inneren hier präsentieren kann, ohne dass man hier unterstellt bekommt man "leide" an einem "unvermögen" :lol: dann lass ichs halt sein...

byebye, wünsch dem philosoph viel spass in der relativen ewigkeit... wie langweilig *gääähn*
Zuletzt geändert von ( (( {-_{-_-}_-} )) ) am Mi 9. Mai 2007, 15:45, insgesamt 2-mal geändert.
LittleMissGinger

so so

Beitrag von LittleMissGinger »

Ab in die Sauna oder Schwitzhütte mit euch!

:mrgreen: :WDQ :-# =; O:)
Capablanca

Beitrag von Capablanca »

altered hat geschrieben:sehr guter text cpablanca.
Danke! Dafür, dass deutsch in meinen ersten 8 Schuljahren nur eine Fremdsprache war, und ich diesen Text von der Arbeit aus geschrieben habe, bin auch recht zufrieden ;-)
altered hat geschrieben: diese objektiven kriterien sind aber allesamt nach der struktur des kunstwerks bemessen zB die komplexität. Dh bei bildern nach der struktur der farbe und ausdehnung. bei musik tonhöhe, rhytmus... was diese objektiven kriterien nicht einfangen sind die konzepte das hinter diesen strukturen stehen und auswahlkriterien die der künstler hatte.und genau diese machen einen grossen teil der wert zusprechung von kunstwerken aus. so wäre zB ein schwarzes quadrat auf einer weissen fläche nach objektiven kriterien nicht wirklich ein grossartiges kunstwerk, es gibt jedoch kunstwerke die so aussehen und trozdem als hohe kunst gelten. dies tun sie aber nicht aufgrund der "objektiven strukturellen" kriterien sondern wegen den geistigen komplexe die durch diese strukturen projeziert werden. und die sich aus der entstehungsgeschichte, den auswahlkriterien des künstlers und seinen intentionen herauslesen lassen. darum versteht man kunstwerke auch erst wirklich wenn man sich ihre entstehungsgeschichte und die biografie des autors usw anschaut, weil das alles zusammenhängt.

doch wie sind denn geistige komplexe zu beurteilen ausser durch den geist und den verstand und das gefühl? und we könnten sie anders bewertet werden als subjektiv? ich glaube das geht nicht, nur schon desswegen nicht weil man um zu bewerten werthe haben muss und werthe an sich sind etwas subjektives, objektive werthe existieren nicht.
Dem kann ich soweit zustimmen. Ein paar Anmerkungen noch:

Ich sehe die Auswahlkriterien (impl. Entstehungsgeschichte) des Künstlers nicht als ein zwingendes Kriterium bei der Bewertung des Kunstwerks: weil es Kunstwerke gibt, die davon unabhängig sind; wo also weder die Vergangenheit des Künstlers, noch seine nahe oder ferne Umgebung, noch sein Zeitalter oder die politische Situation desselben, das Kunstwerk als solches berühren. Ich rede also von Kunstwerken, die davon unabhängig sind, was hilfreich ist, wenn man die Güte der Kunst in einem objektiven Rahmen haben will.

Was die Konzepte betrifft, trifft das grundsätzlich zu. Die Frage stellt sich, ob sich ein Konzept (das alle Botschaften, Gefühle, die wir als Menschen durch Musik erhalten können verursacht) objektiv messen lässt, anders als über die Subjektivität. Ist ein Konzept universell oder sogar inter-universell oder ist es lediglich zugeschnitten auf das menschliche Bewusstsein? Nun, das werden wir niemals erfahren.
Daher müssen wir den Begrifft der inter-universellen Objektivität aufweichen, ihn auf uns als Erdbewohner reduzieren. Letztendlich ist es ein von uns eingeführter und immer in unserem Kontext geführter Begriff: wenn alle Subjekte, Menschen, Tiere meinetwegen auch, ein Haus sehen, ist das Haus per empirischer Definition objektiv (Anschauung). Hier muss man vorsichtig sein, denn es geht noch nicht um Bewertung der Kunst, sondern um die praktische, für alle unseren Zwecke ausreichende Verwendung des Begriffes der Objektivität.

Ist man nun hier angekommen und sich einig darüber was Objektivität ist, weiß mann, dass, wenn nur einer ein Haus sieht, er mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit, jedoch wegen der inter-universellen Objektivität nicht mit einer Gewissheit, zu lange an der Sonne war.

So - und nun zur Bewertung der Kunst: Kunst ist etwas, was verstanden werden muss. Wenn Kunst etwas an sich vollkommen triviales und willkürliches wäre, dann ist jeder Gegenstand ein Kunstwerk. Das kann man zwar auf einer universellen Ebene schon so sehen, hat aber für unsere praktische Zwecke, damit auch auf alle anschaulichen Einflussfaktoren unseres Lebens doch keine nennenswerte Bedeutung.
Nun, da Kunst verstanden werden muss, benötigen wir Lebewesen, die über ein entsprechendes Verständnisvermögen verfügen und welches unabhängig von der persönlichen Vorliebe ist, Lebewesen also, die ihre persönliche Präferenz zum Dienste der Kunst für eine angemessene Zeit aufgeben können.
Da auf unserem Planeten so viele unterschiedliche Ausprägungen von diesem Vermögen existieren, was ich nun einfach mal als erwiesen ansehe, jedoch keineswegs jemanden seine Talente absprechen möchte, muss ein objektives Kunstwerk nicht zwangsläufig von allen als Kunstwerk überhaupt erkannt werden. Es reicht, wenn nur eine kleine, aber dafür würdige (und solche muss es geben) Gruppe existiert, die über das nötige Verständnisvermögen verfügt, um das Kunstwerk als "objektiv" zu klassifizieren.
(Natürlich kann diese Gruppe auch eine Marketingabteilung eines großen Musikkonzerns sein, aber das sind Abweichungen, die man in Kauf nehmen muss, und welche die Zeit nahezu bedingungslos filtert. Man denke doch daran, was in den 90er Jahren an elektronischem Dance-Schrott auf den heute noch bestehenden Musikkanälen lief, was heute für ein Schrott läuft, und stellt fest, es wird nur anders verpackt, ausgetauscht, um wieder daran verdienen zu können.)
Denkt man beispielsweise an die Mathematik, eine Art Sub-Kunst, dann gibt es eine Menge sehr schwieriger, ästhetisch ansprechender Beweise, die nur wenige auf diesem Planeten verstehen können. Diese verlieren dadurch nicht ihre Objektivität. Und natürlich könnten sie für eine inter-universelle Objektivität unzureichend sein, weil die Mathematik auch nur auf unseren Planeten, uns Menschen beschränkt sein könnte, aber das ist, wie auch schon gesagt, Nebensache in einem praktischen, d.h. für das alltägliche Leben sinnvollem Gesichtspunkte.

Edit:
Letztendlich will gesagt werden:
Es gibt Kunst bzw. Musik als Kunst, demnach notwendige "Schlüssel", die diese Kunst als solche entlarven können. Über manche dieser Schlüssel, dieses künstlerischen Verständnisvermögen, verfügt jeder, der sich mit Musik halbwegs beschäftigt, und auch andere, die es nicht tun, aber über sie verfügen würden, wenn sie sich der Musik widmen würden (man muss sich erst einer Kunst bis zu einem gewissen Grad hingeben, um darüber etwas aussagen zu können). Tendenziell werden Künstler und Menschen, die sich intensiv mit Musik beschäftigen (und/oder mehr künstlerisches Talent haben), über höherwertigere Schlüssel verfügen, als Leute, bei denen es sekundär um Musik, vielleicht mehr um Lebensbotschaften, LifeStyle oder sonst was dergleichen geht. Demnach gilt: dass es Menschen geben muss, die Kunstwerke qualitativ besser (im Sinne dieser oben erwähnten, aus dem Subjekt entspringenden Objektivität) als solche erschaffen und beurteilen können, als andere. Die Urteile dieser anderen enthalten wiederum weniger Wahrheit, oder mehr Fehler, wahrscheinlich auch mehr Subjektivität, in Form von persönlicher Präferenz (heutzutage kauft man sich CDs nicht nur wegen der Musik), was aber eine Diskussion über Geschmack, gute und schlechte Musik durchweg legitimiert.

Edit2: ... obwohl das nun, wie auch schon von dir angemerkt, zu nichts führt, weil Meinungen doch beständig sind.
Zuletzt geändert von Capablanca am Do 10. Mai 2007, 06:40, insgesamt 6-mal geändert.
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David Fraka
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Beitrag von David Fraka »

ein bisschen off topic:

aber bald gibts The Doors remixed by Infected.... Jim Morrison würde sich sicher im grab umdrehen wenn er duvdev singen hören könnte ;)

c'mon baby, light my fire...
Tribal Vision Records - Label DJ [ Progressive / Techno ]
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