Kiffen - Shizophrenie, Psychosen, Paranoia..

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Gilraen
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Kiffen - Shizophrenie, Psychosen, Paranoia..

Beitrag von Gilraen »

Hi, habe vorhin im "Ewigen"-thread gestöbert und bin auf ein paar Anregungen gestossen. Und zwar erwähnten einige die Sache mit den Psychosen und so in Bezug auf THC...
Ich weiss nicht, aber in letzter Zeit überlege ich mir oft ob da was dran ist (für mich, dass wissenschaftlich was dran ist, ist ja anscheinend unbestritten..), und zwar habe ich gelesen, dass man ja wenn man sehr früh zu kiffen beginnt, wie im Ewigen-thread schon erwähnt, vorhandene Psychosen auslösen kann (irgendwann) oder auch shizophren werden kann. Ich hatte in letzter Zeit öfters mal Mühe mit meinem Kopf wenn ich eins rauchte oder auch nicht. Ich hatte zwar bis anhin überhaupt nicht das Gefühl etwas mit Shizophrenie (als Krankheit) zu tun zu haben.... :-k klar quassle ich mit mir selber usw, aber eben, fühle sich nicht "gestört" an..
Aber mir sind Emotionen begegnet wie ich sie so nicht kenne und plötzlich ist doch wieder alles anders. Es ist sehr schwer das zu beschrieben, deshalb frag ich lieber einfach mal drauflos: kennt das jemand von Euch, Probleme „im Kopf“ zu haben in Bezug auf THC? Verwirrtheit? Zwiespältigkeit? Sich nicht zu kennen oder sowas?

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen!
Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

hmmmm....

aso ich han mit 13 agfange jede tag kiffe und das bis 20gi.

aso ich meine was heisst problem im chopf? wennd jede tag kiffsch, und das lang, isches no naheliegend, dasses mal komisch wird.

und was gnau isch shizphrenie?

wenn jede tag kiffsch, dann isches zimli wahrschiinlich soo, dass bevord eis kifft häsch, relativ anderschd druf bisch als nacher... sowas chanmer ja glaubs liecht als schizophrenie aluege.. (halt je nachdem wiemer gnau schizophrenie definiert) wenn vorem kiffe schnell mal zimlich hässig oder greizt bisch und erscht nachher nümm, dann wirds definitiv ziit was zändere.

zbeachte isch au, dass wennd mal lsd oder so was gno häsch, skiffe dann um einiges härter isch als vorher, isch zumindest mini erfahrig. e evtl. verwirrtheit, wo früener nöd gha häsch, chönnt damit zämehänge... well imho isch lsd und kiffe e zimlich verwirrendi kombination.


chasch ja mal so 2 oder 3 mönet nöd kiffe, zum wieder "neutral" chönne beurteile wie sichs denn ohni afühlt. und wenns dann nöd chasch oder wilsch sii la, dann chasch genau beobachte, was mit kiffe andersch isch.
Clandestina
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Beitrag von Clandestina »

Kommt mir in gewissem Masse bekannt vor, was Gilraen scheibt.
Hab zwar nicht besonders früh damit angefangen, wohl aber für meine Verhältnisse zu oft und zu viel gekifft.
Hatte jeweis das Gefühl, es sei jemand in der Wohnung, obwohl ich eigendlich genau wusste, dass abgeschlossen ist und ich alleine bin. Musste jeweils die Zimmer kontrollieren, bevor ich meinem Verstand mehr glaubte als dem Gefühl.
Oder manchmal kam ich mir in der Öffendlichkeit extrem beobachtet vor. Dachte, jeder wisse was in mir vorgehe, belächle oder bemitleide mich.
Sah auch schon irgendwelche eingemauerten Skelette hinter meiner Zimmerwand, oder in einer Kerze das Toor in die Unendlichkeit.
Tönt alles krasser wie es war, konnte mehr oder weniger alles Lenken.
Hab irgendwann erkannt, dass ich solche "paranoiden phasen" von Gras viel häufiger bekomme. Hab umgestellt auf Hasch und den Konsum reduziert, was eigendlich das Ende meines "problems" war.
old camel

Es gibt Gesetze...

Beitrag von old camel »

... die nicht geschrieben sind und trotzdem sind sie da!
Wenn man irgend etwas mit Angst begegnet so kommt Angst zurück!

Wenn man bewusst in etwas geht kommt bewusstes zurück!

Angst ist das oposite von Liebe! Keines davon ist einfach zu verstehen!

Viele Aengste kommen aus dem Keller des Menschen (Unbewusstes).

Meistens sind es Themen aus der Geschichte!

Jeder Mensch hat seine Lebensetapen.

Drogen sind so alt wie die Menschheit sie zu verteufeln ist wenig sinnvoll!

Jeder übernimmt Verantwortung für sein tun oder???
benny
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Beitrag von benny »

@gilraen:
jepp ich wuerde dir auch mal einen wechsel auf hasch empfehlen..
wieviel weisst du ueber indica/sativa?
die meisten indoor sorten sind mir zu stark, habe dann das gefuehl nicht mehr gut mit meinen mitmenschen reden zu koennen.. was mich sehr fertig macht, denn ich "quasle" so gerne.. :-D

lg benny
Wir brauchen was um die Limonen zu schneiden! . . . a Man on the Move, and just sick enough to be totally confident.
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Catweazle
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Beitrag von Catweazle »

Also ich han au fast 7 Jahr lang täglich kifft. Ich ha dänn mit de zit problem mit de konzentration ka und enormi stimmigsschwankige. Ich ha mir denn mal gseit, nei jetzt isch fertig ich mach e Pause. Ich ha denn au ca. 3 mönet pause gmacht. Nach 3 mönet ha ich denn wieder mal eis graucht und es het mich e so grussig verschliffe aber würklich nümm schön, hans Herzrase becho, Paranoia und angstzueständ. Das isch würklich en Horror - kiffschibe gsi. Sit dene getrau ich mich nüm würklich en joint zrauche, 2-3 zügli sind agnehm aber mehr eifach nur übel.

@Gilraen Ich würd dir eifach mal empfähle en Pause zmache. Die erst wuche wirdsch wahrschinlich verpeilter si als süsch aber nachher merksch das es ziemlich schnäll goht das de gspürsch wie din Chopf klarer wird. Wenn du dich defür entscheidisch wieder afo z kiffe würd ich dir wie es de Benny gseit het empfähle hash z rauche weils "ämel für min Gusto" agnähmer in de würkig isch.

Gretz Sebi
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wallaby
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Beitrag von wallaby »

Bei mir waren's ca. 12 Jahre täglich.
Hab dann langsam abgebaut und ganz gehört.
Ich wurde immer passiver und konnte auch keinen Gesprächen mehr folgen beim paffen.
Irgendwann begann mich das zu stören.

Das blödeste Gefühl im Kopf hatte ich, wenn ich merkte, dass ich trotzdem weiterpaffte, obwohl ich eigentlich aufhören wollte.

Das kann man durchwegs als leicht Suchterkrankung ansehen.
Den Zwiespalt kann man auch leicht schizophren nennen.

Allerdings ist das bei uns nicht so sellten und auch nicht nur von einem Konsum her zu führen.
Leben wir doch in einer art schizoider Gesellschaft.
Wer von Euch muss am Morgen früh aufstehen um arbeiten zu gehen, obwohl man eigentlich tausend mal lieber im Bett bleiben will ?

Ich rate jedem mal Pause zu machen der sich nicht richtig wohl fühlt.
Mal eine Woche gar nix rauchen und sauffen.
Der Körper findets sicher nicht übel.
Wenn man merkt, das man süchtig ist, ist das erst recht ein Grund um mal zu pausieren.

Allerdings muss ich auch sagen, dass die ganzen schlechten Eigenschaften, welche ich früher dem kiffen zugeschrieben hatte, nämlich nicht aufstehen wollen am Morgen, schlechtes Namensgedächtnis haben, kein Bock haben auf Arbeiten, Saupuff in der Bude, etc, also das ging dann alles viel besser am Anfang.
Aber nach ein paar Wochen war alles wieder beim alten.

Unterm Strich fühle ich mich gesundheitlich schon besser als Nichtraucher, vor allem auch weil keine Zigis mehr.
Ich muss praktisch nicht mehr husten, die Finger sind nicht mehr gelb, es ist finanziell besser, und beim küssen schmeckts auch einiges besser (!).
Dafür hat mein Bauch über 10kg zugelegt innert 3 Jahren. Schöner Mist.
Kann aber nicht wissenschaftlich bestätigen, dass der Bauch nicht auch so zugenommen hätte, trotz weiterrauchens.

Meine Schlussfogerung : Man schiebt die Schuld gerne weiter.
Dem kiffen die Schuld an allem Möglichen zuschieben, das fällt besonders leicht.

Nur uns selber die Schuld eingestehen, das ist ganz schwer.

Und am Ende merkt man enttäuscht, man war selber Schuld.
Muss ich halt jeden Tag den Arsch hochheben und was tun, an sich selber arbeiten.

cheers
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@fire
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Beitrag von @fire »

Ha au scho oft stimme ghoert....... :wink:
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wallaby
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Beitrag von wallaby »

Und was händ die Stimme gseit ?
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@fire
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Beitrag von @fire »

"Beschraenk dich auf die Menge,..nicht zuviel und nicht zuwenig, dann wird alles gut......"
Gilraen
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Beitrag von Gilraen »

Kollegoli hat geschrieben:wenn jede tag kiffsch, dann isches zimli wahrschiinlich soo, dass bevord eis kifft häsch, relativ anderschd druf bisch als nacher... sowas chanmer ja glaubs liecht als schizophrenie aluege.. (halt je nachdem wiemer gnau schizophrenie definiert) wenn vorem kiffe schnell mal zimlich hässig oder greizt bisch und erscht nachher nümm, dann wirds definitiv ziit was zändere.
Hmm, das hani bitz zweni gnau usdrückt, ich kiff ned jede Tag und es isch au ned de Fall vom vorher-nacher-Effekt. Dass me andersch isch, nüchtern vorme Joint als nachem THC-Konsum isch mer scho klar :-) aber ja, ebe, ich chas ja nid mal richtig beschriibe ... mir macht quasi plözli de chopf weh vo dene vile Gedanke, wo aber zum teil ned mal vo mir ds sii schined, sonder eifach dure Kopf quassled und enand degägehebed, also, „es“ diskutiert gägenand udn ich chan zuelose und probiere nacho, was besproche wird. ...das mitem LSD überlegg mer mal no, hani nämli au scho gha, aber scho ewig lang här...

@Clandestina und benny: ich rauche vorwiegend Hasch... Benny, das mit dem ds starche Indoor gaht mer glich, ich bechume Härzrase und Kopfschmerze vom Indoor und vorallem „verstriiichts“ mich ganz übel devo.. :? und ich quassle au ganz gern, hehe :lol:

@wallaby: ich möchte eigentlich nicht die schuld an meinen „komischen“ Vorgängen im Kopf dem THC zuschieben, ich wollte nur mal hören, wie andere darüber denken oder sogar Erfahrungen damit haben. Klar kann es sein dass ich von Natur aus nen Knacks habe :-D
Ps: habe voll keine Mühe den Arsch zur Arbeit zu bewegen, mag meinen Job sehr gerne! (oops, schiitzerdütsch?!?!?)

@old camel: was genau hesch Du demit welle säge? Ich han ned würkli Angscht devor, ich probiere mitdscho aber irgendwenn ischs denn chli vill und denn musi wieder abschalte, willi susch irre wirde..

Und jepp, eigentlich hend ier alli Rächt, ich mach am gschiidschte Mal en Rauchpause, villicht chani denn au wieder chli klarer dänke :idea:
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0x1d
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Beitrag von 0x1d »

hm was ihr da gschribe händ hani s meischt au erlebt... i han gmerkt dasi mit em kiff flash, je länger je meh, nüm ha chöne umgah...
han denn au so voll de birrefigg gha devo und dadur hani mi voll schlecht gfühlt danah.. han mi wie vo mine gedanke gfange gfüühlt (ussert bi ego joints, allei, det ischs komischer wiis aml gange...)
dä birrefigg hani wohl dadur gha dasi mi nüm getraut han uszspreche wasi denke.. keis wunder bi dem ville stuss wo mir da umegschwirrt isch..

najo han etz jedefalls scho zwei wuche pause gmacht und s gaht mer scho vill besser =)
i find wenn mer bewusst demit umgaht unds als öpis speziels gseht, denn ischs kiffe gad vill agnähmer und entfaltet sini guete eigeschafte!
wie bi anderne psychedelika chunts da wohl au ufs set und setting drufa..
ähnlichi flashs (birrefiggs) hani nähmli au bi lsd und pilze gha, eifach darum wilis ime "schlechte" geistige zustand und mit de "falsche" lüüt konsumiert...

aber wie scho gseit, am beschte mer macht pause und konsumierts bewusst und erscht wieder wemmer würkli bereit dezue isch, am richtige ort mit de passende lüüt.
Reise zum Echo
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Beitrag von Reise zum Echo »

Hallo Gilraen

Also so churz und knapp chan i me jetzt da nur eso üssere...

Du söttisch wenn möglich kei Gras meh rauche...
Wenn du aber sGfühl hesch das du us überzügig jetzt eis kiffe wötsch, denn würd ich nur Hasch rauche...aber nur wenigi züüg näh...machsch am beschte e müscheg vo 1:1 oderso...aber nimmsch dafür nur ein einzige Zuug und villicht nachere halb Stund wider eine wenn du das denn au wider für sRichtige haltisch...wenn dir das eso guet chummt denn machsch das so zirka einmal im Monat oder es bitz länger...jenachdem....so das dien Körper ab und zue mit THC versorgt wird....in dienere Situation wien ich jetzt das verstande han isch es eventuell möglich das dich ä THC losi Ziit...säged mer es halbs Jahr oder so e psychotische Zuestand no vill meh verstärche chan, dass heisst das die Gspröch die du ab und zue wahrnimmsch denn ohni THC no meh chönd werde...jedoch chans au genau umgekehrt sie...drum gits eigentlich kei Regel was du jetzt i dere Situation söllsch mache...aber wenn du wötsch chasch du mir irgend e Nummere oder susch irgendwas poste von i denn uf somene Gerät tuen drucke und den chömmer do no meh is Detail gah...

Übrigens no zum Thema Schizophrenie...das isch en länger adurende Zuestand vo mhe het wenn meh geischtig es bitzeli zrugg zu de Natur gfunde het (zum Biespiel: akustischi evt. au optischi Halluzinatione wärend e Psychose wo nur vo churzer duur isch die eim eso Beiflusst het das meh denn druss usse e Schizophrenie ergit) aber jenachdem sind die Zuestand mängisch eso belastend ja sogar unerträgbar das meh denn Medikamänt (oder anderi Methodene) nimmt das meh de Wäg zrugg i oisi Gsellschaft findet..meh tuet denn de Zuestand uus de Sicht uus oisere Gsellschaft als krank aluege will das System so am beschte funktioniert und meh sich nöd demit befasse muess...
Wie chan sie entstah?
Sie chan nöd entstah sie isch allgägewertig! Numme nimmt meh si nöd war! Am beschte nimmt me es war wenn me es Baby isch will denn het oisi Gsellschaft no kein grosse Ifluss uf ois chönne näh...
THC und natürlich au anderi trippigi Sache und no meh au schwäri Schicksalschläg chönnd eim eso Beiflusse das meh plötlich e anderi Realität wahr nimmt, jedoch gits indem Sinn kei Realität...will jedä sieni eigeni het.Ich chönnt no meh schriebe und so und ich bin überzügt das das was ich da gschriebe han gar nöd Stimmt...aber i tuen gern wieter schriebe... :roll:
wir kommen der Natur immer näher und können nichts dagegen tun...
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Dr.Magnus
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Beitrag von Dr.Magnus »

@Reise zum Echo: nach 2 mal durreläse hanni dini Gedankegäng au verstandä, trifft mini persönlichi Meinig au recht guet!

ABER:

@ all:
Ich will mal Schizophrenie sträng Wüsseschaftlich nach em ICD-10 Definiere will ich dänke villi würed gern wüsse was eusi Schuelmedizin genau meint demit:

Erforderlich für e "schuelmedizinischi" Diagnose vo Schizophrenie:

Mindestens 1 eindeutiges Symptom (2 oder mehr wenn weniger Eindeutig)
der Gruppen 1-4 oder Mindestens 2 Symptome der Gruppen 5-8.

Symptome fast ständig während eines Monats oder länger deutlich vorhanden.

WICHTIG FÜR UNS HIER:
KEINE Schizophrenie: Bei ausgeprägten depressiven oder manischen Symptomen, eindeutiger Gehirnerkrankung, „während einer Intoxikation“ (DROGE) oder während des Enzugs soll keine Schizophrenie diagnostiziert werden!
(sprich wenn du volgendi Symptom währed eme Flash häsch bisch NÖD gad Schizophren sonder d pforte vo de Wahrnehmig sind offener wie sust)

SYMPTOMGRUPPEN:

1. Gedankenlautwerden, Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, Gedankenausbreitung

2. Kontrollwahn, Beeinflussungswahn, Gefühl vom Gemachten bezüglich Körperbewegungen, Gedanken, Tätigkeiten oder Empfindungen; Wahnwahrnehmungen

3. Kommentierende Stimmen oder dialogische Stimmen, die über den Patienten und sein verhalten sprechen, oder andere Stimmen die aus einem Körperteil kommen.

4. Anhaltender, kulturell unangemessener und völlig unrealistischer Wahn, der wie, eine religiöse oder politische Persönlichkeit zu sein, übermenschliche Kräfte zu besitzen (zb. Das Wetter Kontollieren zu können oder in kontakt mit Ausserirdischen zu sein)

5. Anhaltende Halluzinatuionen jeglicher Sinnesmodalität, begleitet entweder von flüchtigen oder undeutlich ausgebildeten Wahngedanken ohne deutliche affektive Beteiligung, oder begleitet von anhaltenden überwertigen Ideen, oder täglich für Wochen oder Monate auftretend.

6. Gedankenabreissen oder Einschiebungen in den gedankenfluss, was zu Zerfahrenheit, Danebenreden oder Neologismen führt.

7. Katatone Symptome wie Erregung, Haltungsstereotypien oder wächserne Biegsamkeit, Negativismus, Mutismus und Stupor.

8. „Negative“ Symptome, wie auffälige Apathie, Sprachverarmung, verflachte oder inadequate Affekte (->sozialer rückzug und Nachlassen der sozialen Leistungsfähigkeit) Wobei sicherzusetellen ist das diese Symptome nicht durch Depression oder Medikation verursacht werden.

(Diagnostische Leitlinien der Schizophrenie nach ICD-10)


Bei Fragen was die einzelen Punkte genau bedeuten; bitte hier ins Forum posten und ich versuche genauer darauf einzugehen!
Zuletzt geändert von Dr.Magnus am Di 13. Feb 2007, 10:31, insgesamt 4-mal geändert.
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Dr.Magnus
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Beitrag von Dr.Magnus »

Da sehr vil Fachchinesichi begriff vorchömmed post ich für eu e allgemeini AMDP Symptomliste mit definitione vo mir woni mal gmacht han, hoffe si hilft bi de einte oder andere Frag. ISch nöd numme Schizophrenie bezoge aber jede cha sich sälber s wichtige ussesuechä!

(BITTE BEACHTE DAS SIND TEILWIS MINI EIGETE DEFINITIONE):

1) Bewusstseinsverminderung: Eine Störung der Wachheit.
2) Bewustseinsstörung: Eine Beeinträchtigung der Bewusstseinsklarheit.
3) Bewustseinseinengung: Eine Verminderte Ansprechbarkeit auf Aussenreize.
4) Bewustseinsverschiebung: Erweitertes Erleben durch gesteigerte Wachheit.
5) Zeitliche Orientierungsstörung: Datum, Woche und Jahr werden nicht/teilweise gewusst.
6) Örtliche Orientierungsstörung: Gegenwärtiger Aufenthaltsort nicht/teilweise gewusst.
7) Situative Orientierungsstörung: Bedeutung der gegenwärtigen Situation nicht/teilweise bewusst.
8 ) Orientierungstörung über eigene Person: Persönliche lebensgeschichtliche Situation nicht/teilweise bewusst.
9) Auffassungstörungen: Probleme bei der gedanklichen Verarbeitung einer Wahrnehmung.
10) Konzentrationsstörungen: Problem die Aufmerksamkeit ausdauernd einer Tätigkeit/Thema zuzuwenden.

11) Merkfähigkeitsstörungen: Problem sich frische Eindrücke im 10 Minutenbereich zu Merken.
12) Gedächtnisstörungen: Problem sich Erfahrungen längerfristing zu Merken. >10 Min
13) Konfabulationen: Erinnerungslücken werden mit eigenen Einfällen des Patienten ausgefüllt.
14) Paramnesien: Déja-vu’s, Jamai-vu’s, Ekmnesien (Vergangenheit wird als Gegenwart erlebt), Hypermnesien (Eine Steigerung der Erinnerungsfähigkeit)
15) Gehemmt: Denken wird Subjektiv gebremst oder blockiert.
16) Verlangsamt: Danken ist verlangsamt und schleppend.
17) Umständlich: Beim Gesprächsinhalt wird Nebensächliches nicht vom Wesentlichen getrennt.
18 ) Eingeengt: Eine Einschränkung des inhaltlichen Denkumfangs, ein Verhaftetsein an ein Thema.
19) Persevierend: Ein Haftenbleiben an zuvor gebrauchten Worten/Angaben die im aktuellen Zusammenhang nicht mehr sinnvoll sind.
20) Grübeln: Ständige Beschäftigung mit unangenehmen Themen.

21) Gedankendrängung: Ausgeliefertsein vieler verschiedener Gedanken und Einfällen.
22) Ideenflüchtig: Ziel des Denkens wechselt ständig wegen dazwischenkommenden Assoziazionen.
23) Vorbeireden: Patient geht nicht auf die Frage ein obwohl er sie verstanden hat.
24) Gesperrt/Gedankenabreissen: Plötzlicher Abbruch eines sonst flüchtigen Gedankengangs oder Sprechen ohne erkennbaren Grund. Gedankenabreissen: vom Patienten Erlebt. Gesperrt: vom Interviewer beobachtet.
25) Inkohärent/Zerfahren: Verlust des verständlichen Zusammenhangs beim Denken und Sprechen.
26) Neologismen: Wortneubildungen die nicht unmittelbar verständlich sind.
27) Misstrauen: Wahrnehmungen werden ängstlich-unsicher auf die eigene Person bezogen. Anderen Menschen wird eine feindselige Handlung unterstellt.
28 ) Hypochondrie: Offensichtlich unbegründete Befürchtung, Körperlich krank zu sein oder zu werden.
29) Phobien: Angst vor verschiedenen Situationen oder Objekten mit Folge einer Vermeidungsreaktion.
30) Zwangsdenken: Gegen inneren Wiederstand aufdrängende Gedanken und Vorstellungen.

31) Zwangsimpulse: Gegen inneren Wiederstand aufdrängende Impulse bestimmte Handlungen auszuführen die sich schwer unterbinden lassen.
32) Zwangshandlungen: Gegen inneren Wiederstand aufdrängende Impulse bestimmte Handlungen auszuführen die sich schwer unterbinden lassen obwohl sie als unsinnig empfunden werden.
33) Wahnstimmung: Eine verändert erlebte Ich/Welt, Wahninhalt nicht definiert keine Gründe.
34) Wahnwahrnehmung: Wahnhafte Fehlinterpretation einer richtigen Wahrnehmung.
35) Wahneinfall: Gedankliches Auftreten von Wahnhaften Vorstellungen.
36) Wahngedanken: Wahnhaftes Denken.
37) Systematisierter Wahn: Grad der Verknüpfung einzelner Wahnsymptome mit anderen Wahnphänomänen.
38 ) Wahndynamik: Kraft des Antriebs und Stärke der Affekte die im Zusammenhang mit dem Wahn wirksam werden.
39) Beziehungswahn: Wahnhfte Eigenbeziehung, selbst belanglose Ereignisse werden Ich gedeutet.

40) Beeinträchtigung und Verfolgungswahn: Kranker sieht sich selbst als Ziel von Feindseligkeiten.
41) Eifersuchtswahn: Wahnhafte Überzeugung vom Lebenspartner betrogen und hintergangen zu werden.
42) Schuldwahn: Wahnhafte Überzeugung Schuld auf sich geladen zu haben.
43) Verarmungswahn: Wahnhafte Überzeugung nicht genug Mittel zum Lebensunterhalt zu haben.
44) Hypochondrischer Wahn: Wahnhafte Überzeugung krank zu sein.
45) Grössenwahn: Wahnhafte Selbstüberschätzung und Selbstüberhöhung.
46) Andere Wahninhalte: Wahnthemen ausserhalb der anderen Klassen.
47) Illusionen: Verfälschte wirkliche Wahrnehmung.
48 ) Stimmenhören: Wahrnehmung menschlicher Stimmen ohne das jemand spricht.
49) Andere akustische Halluzinationen: Akustische Halluzinationen ohne Stimmenhören.

50) Optische Halluzinationen: Wahrnehmung ohne entsprechende Reizquelle.
51) Körperhalluzinationen: Taktiles Wahrnehmen von nicht vorhandenen Objekten.
52) Geruchs- und Geschmackshalluzinationen: Geschmack- und Geruchswahrnehmung ohne entsprechende Reizquelle.
53) Derealisation: Alles erscheint unwirklich, fremdartig oder auch räumlich verändert.
54) Depersonalisation: Person kommt sich selbst fremd und unwirklich vor.
55) Gedankenausbreitung: Andere haben Anteil an Gedanken und wissen was man denkt.
56) Gedankenentzug: Dem Patienten werden die Gedanken weggenommen.
57) Gedankeneingebung: Gedanken und Vorstellungen werden von Aussen beeinflusst.
58 ) Andere Fremdbeeinflussungserlebnisse: Fühlen, Streben, Wollen oder Handel von aussen beeinflusst.
59) Ratlos: Sich nicht zurechtfinden und seine Situation, Umgebung und Zukunft nicht begreifen.
60) Gefühl der Gefühlslosigkeit: Reduktion oder Verlust affektiven Erlebens, subjektiv empfundene Gefühlsleere.

61) Affektarm: Vermindertes Spektrum gezeigter Gefühle oder nur sehr dürftige Affekte.
62) Störung der Vitalgefühle: Ein herabsetzen des Gefühls von Kraft und Lebendigkeit.
63) Deprimiert: Eine negativ getönte Befindlichkeit.
64) Hoffnungslos: Glaube an eine positive Zukunft ist vermindert oder nicht mehr vorhanden.
65) Ängstlich: Angst, manchmal ohne Grund.
66) Euphorisch: Ein übersteigertes Wohlbefinden.
67) Dysphorisch: Eine missmutige Verstimmtheit.
68 ) Gereizt: Ein Zustand erhöhter Reizbarkeit bis zu Gespanntheit.
69) Innerlich unruhig: Innere Aufgeregtheit, Spannung und Nervosität.

70) Klagsam/Jammrig: Wehklagen wird ausdrucksstark vorgetragen.
71) Insuffienzgefühle: Das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit ist vermindert oder verloren.
72) Gesteigertes Selbstwertgefühl: Ein positiv erlebtes Gefühl von Steigerung des eigenen Wertes, der Kraft oder der Leistung.
73) Schuldgefühle: Verantwortlichkeitsgefühl für etwas Verwerfliches gegenüber weltlicher/religiöser Instanz, einer anderen Person oder Sich selbst.
74) Verarmungsgefühle: Befürchtung das die Mittel für den Lebensunterhalt fehlen.
75) Ambivalent: Eine Koexistenz wiedersprüchlicher Gefühle.
76) Parathymie: Gefühlsausdrücke und Erlebnisinhalte sind wiedersprüchlich.
77) Affektlabil: Schneller Stimmungswechsel der scheinbar Spontan oder auf einen äusseren Anstoss erfolgt.
78 ) Affektinkontinent: Affekte können bei geringem Anstoss überschiessen.
79) Affektstarr: Verminderung der Affektiven Modulationsfähigkeit.
80) Antriebsarm: Mangel an Energie, Initiative und Anteilnahme.

81) Antriebsgehemmt: Energie, Initiative und Anteilnahme werden als gebremst/blockiert erlebt.
82) Antriebsgesteigert: Zunahme an Energie, Initiative und Anteilnahme.
83) Motorisch Unruhig: Gesteigert und ungerichtete Motorische Aktivität.
84) Parakinesen: Qualitativ Abnorme, meist komplexe Bewegungen die häufig die Gestik, Mimik und Sprache betreffen.
85) Maniriert/ Bizarr: Alltägliche Bewegungen erscheinen dem Beobachter verstiegen, verschroben, possenhaft und verschnörkelt.
86) Theatralisch: Eine extreme Selbstdarstellung.
87) Mutistisch: Wortkargheit bis hin zum Nichtsprechen.
88 ) Logorhoisch: Ein verstärkter Redefluss.
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