WALFANG in ISLAND wieder erlaubt....

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UV-Spider
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Beitrag von UV-Spider »

ech ben aber auf jede fall gäge überfischige, zuchte und dergleiche.
Also mal en guedi Grundhaltig, nume schwirig die so würkli durezringe...
De Mänsch hät frühner au Vieh und Wildtier erleid und gässe...nume de grossi U nterschied zu hüd isch de, dass mer euis euses "Wildtier" oder "Nutzvieh" ZÜCHTET....und das unter meist ganz ganz üble Bedingige...
Würded mer jedoch hüd no euises Vieh oder Tier im Wald go Jage....häded mer ja scho gar nüd meh....tragisch tragisch isches das mer nur so muend übertriebe...

Dänke ob zucht oder us de Natur. Zvill holed mer euis so oder so....und diskusion ob Zucht gued oder schlächt söll sie da isch en zwispalt...nume scho wil ja Zucht genau de Artebestand ir freie Natur söll sichere...jedoch die Zuchte ned grad vill vo artgerächter haltig händ....also en mega zwispalt....
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Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Ich will noch rasch was zu den Beiträgen von Oli und UV-Spider sagen. Ihr habt sicher Recht damit, dass wir Menschen völlig über unseren Verhältnissen leben und fast überall über die Stränge schlagen. Die Jagt nach materiellen Gütern und Bequemlichkeit lässt uns oft die Verantwortung vergessen, die wir als Gast auf der Erde eigentlich zu übernehmen hätten. Und so sitzen wir mittlerweile in einem mittleren Scherbenhaufen namens Natur. Es steht schon lange nicht mehr alles an seinem Platz und von einem wirklichen ökologischen Gleichgewicht kann wohl nur noch selten die Rede sein. Das gilt auch für die Gewässer vor der Küste Islands. Denn auch dort oben hat die Erwärmung der Weltmeere so einiges durcheinander gewirbelt. Dass Wale dezimiert werden müssen, weil sie die Existenz ganzer Fischarten gefährden, darüber mag ich gar nicht sprechen. Wer die Politik beobachtet, die in der internationalen Walfangkomission betrieben wird, der weiss, dass dies alles dummer Humbuck ist und nur als fadenscheiniger Grund dient, um den eigenen Walfang zu legitimieren. Dabei geht es mir überhaupt nicht darum Hass zu entwickeln. In gewissen Situationen habe ich aber einfach kein Bock auf Love, Peace und Happiness und mit Blumen gegen den ganzen Bullshit auf der Welt vorzugehen.

Es muss sich nämlich nicht nur ein Wenig was ändern, sondern eine grosse Menge. Denn ich glaube nicht, dass die Welt wieder ins Lot zu bringen ist, auch wenn wir auf dem heutigen Standard stagnieren würden und alle Menschen dabei versuchen einigermassen umweltfreundlich zu leben. Klar, es würde um einiges besser als es jetzt ist… und das wäre schon mal eine grosse Sache. Wenn man aber sieht, ein wie grosser Teil der Weltbevölkerung noch weit weg ist von unserem Lebensstandard, dann kann man sich zu Recht fragen, wie die Welt es erst verkraften soll, wenn auch die Menschen in den heute sehr armen Regionen der Welt Strom, einen Computer und sonstige Dinge hätten, die heute einfach zu unserem Leben dazugehören. Wir müssten lernen zu verzichten, um so etwas irgendwie verwirklichen zu können. Es ist nicht möglich, alle Menschen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen, die für ein Leben nötig sind, wie wir es hier im Westen führen (auch wenn es noch so bescheiden sein mag); jedenfalls nicht ohne die Natur und damit die ganze Welt noch näher an den Abgrund zu bringen.

Und noch wegen meiner Bemerkung zu Nemo vs. Moby Dick… Ich wollte damit nicht ausdrücken, dass ein Clownfisch weniger Wert hat als ein Belugawal. Geht es aber darum, ob man (überspitzt gesagt) den letzten Wal retten, oder 10 Kleinfische (von deren Art noch 100’000e im Meer herumschwimmen), dann würde ich ohne zu zögern den Wal vorziehen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, welches Tier ich nun schöner oder faszinierender finde. Wenn wir Menschen aber eine Tierart beinahe ausrotten, dann sollte es auch unsere Pflicht sein, spätestens kurz vor dem Abgrund die Art noch zu retten versuchen. So gesehen gibt es für mich Tiere, die rein von der Grösse ihrer Population her schützenswerter sind als andere.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
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Waldfrieden
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Beitrag von Waldfrieden »

HI UV-Spider


du hesch recht: eifach esch es ned. aber grad drum sötted mier doch au endlich lehre chönne z verzichte. ech för min teil esse nur no wenig fleisch, und wenn, denn weld (wobi das höt au scho oft züchtet werd... () oder fesch woni sälber gfange han.
ech persönlech fende aber zum bispell die "zucht" in kanada no tollerierbar: dört hends irgendwie gländ vo 100km2 wo irgend paar tier läbe, zmetzt im wald. im herbst holeds denn die und schlachted si. eso fend echs no tollerierbar do si so secher gnueg uslauf hend und i de natur send.

das de walfang nor en schadefinegi (öh, wie schribt mer das?!) esch nemm ech ah, nor glaub ech grondsätzlech das d lüt d wohrheit säged und wörds drom au tollereie, solang nur werkli usegno werd was d natur problemos verchraftet (us dem grund es ech ke fesch me well d netz emmer änger wärded und so emmer jüngeri fesch usechömed um quote weder chönne z kompensiere won mer früecher öberfischt hed...)

@ psymäleon

Es ist nicht möglich, alle Menschen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen, die für ein Leben nötig sind, wie wir es hier im Westen führen (auch wenn es noch so bescheiden sein mag); jedenfalls nicht ohne die Natur und damit die ganze Welt noch näher an den Abgrund zu bringen.

ech geshn das chli andersch, nur: eusi technologie esch no ned so wit, bzw werd us finanzielle grönd (öl?) bewusst (no) ned uf de markt brocht.
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Waldfrieden hat geschrieben:ech geshn das chli andersch, nur: eusi technologie esch no ned so wit, bzw werd us finanzielle grönd (öl?) bewusst (no) ned uf de markt brocht.
Ich wünschte mir manchmal, dass ich die Welt und ihre Zukunftsaussichten so optimistisch sehen könnte. Falls der Mensch eineml doch noch zu Vernunft kommen sollte und sich auch mal mit weniger zufrieden geben kann werden wir's sehen. Und ich hoffe wirklich, dass du dann Recht behalten wirst.
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