Stadt Zürich eröffnet Zentrum für Drogenberatung

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Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

:lol: neinei psymäleon. de bünzlinödgoaner bliibtder no es wiili erspart...

ich glaub dass de mensch kein vernünftige umgang mit droge haa chan, solang nöd alli oder zumindescht fascht alli legal sind. das heisst er wird au nöd chönne mit de legale umgah, wenn alli andere, zum teil ja nöd mal "stärchere", illegal sind.

so nomal vowege shugi.... aso ich kenn da nu öper guet, wo damit mal problem gha hät... und ich glaub es wär ihm da besser gange, wenn das züüg igendwie legal erhältlich gsi wär... aso ohni en riiise umweg gah zmüesse über igendwelchi programm. aber so viel ich weiss isch eis grosses problem am shugi ja, dass er so dreckig (aso übel, gstreckt mit komischem züüg) und dbeschaffig mit em kontakt vo verdammt kaputte lüüt verbunde isch. als shugikonsument wirsch doch vo de gsellschaft voll verachtet, was doch au zum "absturz" biitreit und was wiederum dur dvertüüfelig gfördered wird.

und jaa.... ich weiss ich töön da sehr drogeverherrlichend.... aber zums au mal gseit haa, ja psymäleon du häsch rächt, dur droge ellei passiert no überhaupt nüüt gschiids und bewusstsiiinserwiiterig chan nöd nur über droge stattfinde. über längeri ziit denki, dass droge immer weniger zure bewusstsiinserwiiterig biiträge werded bzw. droge werded debii e immer chliiner werdendi rolle spiele (aso das isch wie ichs erleb..). aber zumindescht be mir händs als schlüssel e absolut uusschlaggebendi rolle gspielt.
Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

Psymäleon hat geschrieben:So nun könnt ihr mich als konservativen und bünzligen Nichtgoaner bezeichnen.
:lol: :lol: :lol:

kei angscht, zu so mittel griifi nur wämmer d argumänt uusgönd... :twisted: :wink:

aso, wännich mal so umeluege oder in züri dur strasse wandere und mir mal die mänsche inezieh, dänn gsehnich:
workoholics, alkoholiker, kafi- und villi zigisüchtigi, fernsehjunkeys, gamechranki, frässer, sälbstzerstümmeler usw. und das sind alles legali suchtmittel und es fangt scho bi chind aa. ich find es fernsehsüchtigs chind, wo nüme weiss was mit sich afange wänns kein flimmerchaschte vor de bire hät (gsehsch i jedem chinzgi mindestens 1) oder en mänsch, wo sich sit zäh jahr jede tag mues en liter wiisswii und drüü bier hinderejage (giz i minere familie) oder öpper vo so vo de zigisucht geisslet isch, dass er zwänzg oder driisgmal am tag mues di sucht befridige damit er nöd unuustehlich wird (jede dritti mänsch) oder en gamefreak, wo de bezug zur realität verlürt, will sich sis läbe nur no in 2d abspillt (känich persönlich 2 biispiil) genauso bedänklich wie en heroinjunkey, wo mit 30 abstürzt.

wänn öppis verharmlos wird, dänn die legale suchtmittel, wo eusi gsellschaft so schön im griff händ!
Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

ja shmau, das isch au en ganz wichtige punkt:
dur dillegalisierig, vertüüflig oder was au immer vo de momentan illegale droge, werded automatisch die legale verharmlost.
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Kollegoli hat geschrieben::lol: neinei psymäleon. de bünzlinödgoaner bliibtder no es wiili erspart...
Da bin ich aber beruhigt... :lol: Mit dem Risiko, dass ich mir diesen Ehrentitel nun doch noch einhandle, sage ich doch nochmals was dazu.
Das Zigis, Alkohol und andere legale Suchtmittel ein grosses Problem sind habe ich ja in meinen Beiträgen auch geschrieben. Trotzdem finde ich, dass man den Schaden, den z.B. die 30 geisselnden Glimmstängel pro Tag anrichten nicht auf eine Stufe mit so etwas wie Heroin gestellt werden kann. Für mich stimmt da das Verhältnis einfach nicht.
Damit wir uns nicht mehr weiter im Kreis drehen, will ich nochmals meine Hauptüberlegung herausstreichen: Der Mensch muss in gewissen Bereichen vor sich selbst geschützt werden. Die absolute Freiheit ist nur für einen Menschen auf der höchsten Bewusstseinsstufe ein Segen. Dass solche Grenzen aber in einer offenen und ehrlichen Art kommuniziert werden sollten (was im Drogenbereich definitiv nicht der Fall ist), steht ausser Frage. Deshalb sehe ich die Illegalität gewisser Drogen nicht NUR als schlecht an; auch wenn das Verhältnis zwischen den legalen und den illegalen Suchtmitteln nicht annähernd stimmt.

Und noch eine kleine Randnotiz zum Schluss
Shmahu hat geschrieben:oder en gamefreak, wo de bezug zur realität verlürt, will sich sis läbe nur no in 2d abspillt
Die meisten modernen Computerspiele sind sogar 3d... :lol:
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

Psymäleon hat geschrieben: Trotzdem finde ich, dass man den Schaden, den z.B. die 30 geisselnden Glimmstängel pro Tag anrichten nicht auf eine Stufe mit so etwas wie Heroin gestellt werden kann. Für mich stimmt da das Verhältnis einfach nicht.
liebe psymäleon, da zwei fakte vo http://www.suchtpraevention-zh.ch:

Täglich sterben in der Schweiz 25 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind mehr als alle Todesfälle durch Aids, harte Drogen, Alkohol, Verkehrsunfälle, Morde und Suizide zusammen.

Jährlich sterben in der Schweiz ca. 9'000 Menschen an den Folgen des Rauchens, 3'500 an den Folgen des Alkoholkonsums und 200 an Drogen.


en guete!

Psymäleon hat geschrieben: Die meisten modernen Computerspiele sind sogar 3d... :lol:
jaja, zu mine gameziite häts ersch chlötzligraphik gää...und etz scho 3d?! hilfe! :lol:
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Mir sind diese Zahlen absolut geläufig liebe Shamu. Nur sagen absolute Zahlen leider genau gar nichts aus und sind ein schlechtes Argument. Wenn du sie in ein Verhältnis setzt, dann sieht das Resultat bereits ganz anders aus. :wink:
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Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

i weles verhältnis dänn bitte schön? das muesch mer etz gnauer erchläre...
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Nimm alle Raucher, bzw. alle Konsument harter Drogen und setze sie mit den Todesfällen in ein Verhältnis. Dadurch erhälst du eine Prozentangabe: brutal gesagt... so und so viel Prozent aller Konsumenten sterben pro Jahr.

Verstehe mich nicht falsch, es ist erschütternd, wie viele Menschen jedes Jahr an den Folgen des Rauchens sterben... aber eben mit absoluten Zahlen lässt sich nicht argumentieren, sie sagen schlichtweg nichts aus.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
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Beitrag von Kollegoli »

Der Mensch muss in gewissen Bereichen vor sich selbst geschützt werden. Die absolute Freiheit ist nur für einen Menschen auf der höchsten Bewusstseinsstufe ein Segen
das find ich ebe nöd, bzw. sött das gänderet versuecht zwerde. wenn en mensch muss vor sich selber derart gschützt werde, dass soviel droge illegal sind, dann isch das absolut nöd verhältnismässig. es chan vor allem uf längeri sicht kei lösig sii en mensch immer und überall vor sich selber schütze zmüsse (und die bereich womer de mensch vo sich selber schütze zversuecht wärded immer meh)...
abgseh devo händ dadrunter uuuhmega viel anderi mensche zliide. me verschiebt sozäge eifach de schade vo dene wo gschützt werded uf die wo eigentlich kei schutz brüüchtet und dadurch zum teil extrem härt gstraft sind (es grosses stück freiheit gah druff). durch die ibuess vo freiheit wird extrem viel wahnsinn verbreitet/gfördered. zudem chanich de "schutz" nöd würkli ernst näh, aso ich meine das funzt ja nöd so recht, dä mit em mensch vor sich selbst schütze...
Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

ich schnall immer nonig, was du meinsch. bini nonig ganz wach??
das isch doch es klars verhältnis:

Jährlich sterben in der Schweiz ca. 9'000 Menschen an den Folgen des Rauchens, 3'500 an den Folgen des Alkoholkonsums und 200 an Drogen.


oder nochli tüütlicher:

"Rauchen ist die wichtigste einzelne Ursache für vorzeitige Todesfälle."

ich verstah nöd, wieso das für dich nöd uusagechräftig isch..*amchopfchratz*
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Kollegoli hat geschrieben:das find ich ebe nöd, bzw. sött das gänderet versuecht zwerde. wenn en mensch muss vor sich selber derart gschützt werde...
Das ist schlussendlich alles eine Meinungssache. Versteht mich nicht falsch, ich sehe das ja auch nicht absolut. Um es bildlich aufzuzeigen was ich meine: Ich kann den Menschen mit einem Kind vergleichen. In der Erziehung muss man seinem Kind auch Grenzen setzen und gibt im erst die Freiheit, wenn man denkt, dass es damit umgehen kann (ok, auch in der Kindererziehung kann man das anders sehen). Die meisten Menschen sind aber weit davon entfernt, dieser Freiheit auch wirklich gewachsen zu sein und deshalb sollte man nicht übereilt einfach freihand geben.
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Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

und wer bestimmt, wem mer wivill freiheite dörf laa?


und ich wart no ufe antwort wäg de frag obe. ich wür gern wüsse, wieso mini argumänt nöd uufgönd. erlös mich bitte vom grüble... :-D
Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

In der Erziehung muss man seinem Kind auch Grenzen setzen und gibt im erst die Freiheit, wenn man denkt, dass es damit umgehen kann
ich denke dasses durchuus tragbar isch droge zlegalisiere. nöd vo hüt uf morn, aber langsam und vorsichtig. natürli vor allem am afang mit klare "richtlinie" und gsetz verbunde. ich glaube de mensch bruucht genau die freiheit dringend... de jetzig zuestand isch öpe soo als würsch du ame 14 jährige no kein schlüssel für dihei gäh...das chämt au nöd guet use.... de mensch bruucht freiheit um verantwortig zlerne chönne. die freiheit hät er nöd und mir gsehnd sergebnis....

biispil holland: pilz/anderi halluzinogen und gras sind legal erhältlich. und aso so viel ich weiss funzt das det prima, odder? d"zivilisation" isch nonid zämebroche. das isch ja sogar en bewiis dasses funzt.
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Ok Shamu, ich versuche es nochmals. Ich möchte ja nicht, dass du wegen mir den ganzen Tag grübelnd und kopfkrazend dasitzt. :lol:

Klar kann man aus den Zahlen etwas herauslesen... und zwar, dass es verdammt traurig ist, wie viele Menschen jährlich wegen Alkohol, Rauchen und Drogen sterben. Wenn du aber die 2 Millionen Raucher in der Schweiz mit den 9000 Todesfällen in ein Verhältnis setzt kommst du zum nackten Resultat, dass pro Jahr 0,5% aller Raucher sterben... Leider gibt es keine auch nur annähernd Verlässliche Zahlen, wie viele Drogenkonsumenten es in der Schweiz gibt. Wenn du aber die Drogentoten mit den toten Rauchern in Verbindung setzen willst, dann würde nur das Verhältnis dieser Prozentzahlen wirklich viel aussagen. Das war jetzt wohl viel zu mathematisch... und ich würde es auch noch ein weiteres Mal zu erklären versuchen was ich genau meine, wenn bei dir noch immer keine Klarheit herrscht; kann mich heute wohl nicht klar ausdrücken. :-)

Wer bestimmen soll, welche Freiheiten dem Mensch gut tun und welche nicht ist eine berechtigte Frage und ich kann dir schlichtweg keine Antwort darauf geben. Schön wäre es, wenn so was in einem gesellschaftlichen Konsens ausgehandelt würde. Aber erstens ist das eine Illusion und zweitens fühlen sich dann einige auch wieder eingeschränkt und möchten ausbrechen, das System verändern. Schade eigentlich habe ich für das Problem keine Lösung, der Literaturnobelpreis (den Philosophienobelpreis gibt es ja leider nicht, so viel ich weiss) wäre mir sicher. Ich habe auch nie behauptet, dass es in unserer Gesellschaft ein gutes Verhältnis zwischen Freiheit und Einschränkung gibt. Wer regelmässig meine Beiträge in diesem Forum liest, dem sollte aufgefallen sein, dass ich gerne eine Gegenposition beziehe, manchmal eine extremere als sie eigentlich meiner Meinung entspricht, nur um eine andere Perspektive einzubringen. Und genau darum geht es mir auch in dieser Diskussion. Ich wollte zu der Meinung, den freien Drogenkonsum verbieten ist ein Schwerverbrechen, einfach etwas Gegensteuer geben und mit meinem nicht ganz so optimistischen Menschenbild auch die andere Seite etwas aufzeigen. Also, wenn wir eine Gesellschaft geschaffen haben, in der die Menschen auch wirklich Verantwortung für sich und eben auch für andere – ist beim Zusammenleben nun mal ne Voraussetzung – übernehmen, dann bin ich voll dabei und lasse meine skeptischen und kritischen Kommentare bleiben. Bis zu diesem Zeitpunkte werde ich aber immer mal wieder auf die Spassbremse treten.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

ok, ich verstah was du meinsch. aber au wänn de prozäntsatz vo de drogesüchtige vo a de folge vo ihrem konsum sterbed höcher wär (ischers? kei ahnig) als vo de rauchertote, isch das no lang keis argumänt zum dis statement z understütze: glimmstängel richtet nöd so vill schade a als heroin. mee mänsche werdet vo tabak geisslet und umbracht als vo heroin. für mich zellt das.
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