Auto fahren unter Drogeneinfluss

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stampfi
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Auto fahren unter Drogeneinfluss

Beitrag von stampfi »

Hi Forum, Hi @ll

Ich möchte nach der anhaltenden Diskussion zur Polizeikontrolle an der Geometrix hierzu einen eigenen Thread eröffnen. Zwar nicht ob Sinn oder Unsinn, sondern vielmehr zum fahren in HighZustand.

Möchte mich hier den Meinungen voll anschliessen, welche sagen auf Drogen und/oder Alkohol fährt man unter keinen Umständen mehr Auto. Die möglichen Folgen können verheerend sein, nicht nur für die GoaSzene sondern vielmehr für die Betroffenen, sprich Verunfallten, sowie Unfallverursacher.

Doch was heisst es High Auto zu fahren? Ich bin überzeugt die Mehrheit ist sich darüber nicht ganz im Klaren. Ohne weiter auf die Alkoholproblematik eingehen zu wollen, nachfolgend die Facts:

Seit Anfangs 2005 ist in der Schweiz die NullToleranz Messlatte gegenüber Drogen irgendwelcher Art festegelegt. Das heisst, egal welche Höhe an einer Drogenkonzentration bei einer Person gefunden wurde, sie fuhr unter Drogeneinfluss. Bei einem Gelegenheitskiffer heisst dies nun, dass er nicht Freitagabends clean auf eine Party fahren kann, sich im Laufe der Nacht einen Joint genehmigt und irgendwann während des Sonntags wieder nach Hause fährt. Denn falls er in eine Kontrolle gerät und ne Speichelprobe abgeben muss, zeigt es THC an. Noch schlimmer, er baut auf dem Nachhauseweg einen Unfall, wird festgehalten den Unfall unter Drogeneinfluss gebaut zu haben, denn THC wird ca. 3 Tage angezeigt. Soviel zum Gelegenheitskiffer. Beim Gewohnheitskiffer (täglich einen GuteNachtJoint) heisst dies, er dürfte ca. 3-5 Wochen nicht Auto fahren, denn bei etwelchigen Tests zeigt es unweigerlich THC an.

Diese Problematik ist nur beim THC so gross, weil sich THC im Fettgewebe absetzt und sehr lange braucht bis es wieder abgebaut ist. Koks & Speed sind nur etwa 3 Tage nachweisbar, LSD ca. 2 Tage und Ketamin ca. 2 Stunden.

Logisch ist die Gefahr direkt verladen einen Unfall zu bauen, oder den Polypen auffällig vorzukommen bedeutend grösser. Doch nach Gesetz fährt man eben auch noch am nächsten Tag nach einem Joint, unter Drogeneinfluss. Obwohl wir uns sicher nicht darüber streiten müssen, dass jeder am nächsten Tag nach einem Joint cleaner und zurechnungsfähiger ist und fährt, als jeder andere mit 0,4 Promille im Blut.
LittleMissGinger

Beitrag von LittleMissGinger »

@Stampfi:

Thx. für Deine ausführliche und gründliche Information, denn sie enspricht ganz genau den Tatsachen. Einige Leute werden das Gesagte mit Achselzucken "überlesen", vielleicht auch ignorieren, während ich mir seit Jahren über diese Problematik Gedanken mache.

Selbst fahre ich aus persönlichen Gründen nicht Auto, schätze es jedoch, wenn ich hin und wieder von einer Mitfahrgelegenheit Gebrauch machen kann; wobei ich mich sehr gerne an den Kosten für Benzin usw. beteilige und es in Dankbarkeit achte, wenn Leute lieber zu viert, dritt od. zweit sich auf den Weg machen, statt solo. Ich schaue aber jedes Mal sehr genau darauf, mit wem ich mitfahre, häuptsächlich, in welchem Zustand sie/er sich grad befinden. Ich setze mich grundsätzlich ungerne nebend jemand, der unter Drogen- oder Alkoholeinfluss steht, obschon dies schon passiert ist. (Bin ja auch kein "Lämmli"). Letztere haben eh oft das Gefühl, Gaspedal und Weitsicht unter Kontrolle zu haben, was aber nicht immer den Facts entspricht.

Ich habe auch schon erlebt, dass, sorry, die "Däppen", Schliessfach, Kofferraum etc. voll hatten mit irgendwelchem Gras oder sonstigem Dope. Ganz gescheit! Und als nichtsahnender Mitfahrer hängste glech mal mit, na wunderbar.

Die Zahlen der Verkehrstoten auf CH-Strassen sprechen für sich. Nicht nur gefährden die Drugs- & Alk-Lenker sich und deren Beifahrer, sondern auch das Leben anderer Mitmenschen auf der Strasse. Das ist blanker Horror. Nicht nur in der Schweiz ist dies ein Schreckensthema. In Italien z.B. durften Clubs früher bis 04.00 h offen halten. Nun wurde die Oeffnungszeit vielerorts auf 02.00 h beschränkt, um dem Problem nur ein klein wenig entgegen zu wirken. Spanien und Frankreich könnten diesbezüglich auch ihre Liedlein singen.

Nicht immer sind es Freude, Liebe und Eierkuchen, die uns begleiten.
Spätestens wenn man jemand aus dem Freundeskreis oder der Familie wegen solcher Rücksichtslosigkeiten verloren hat, fängt man an, darüber anders zu denken. Hoffe aber für jeden/r hier, so etwas nicht erleben zu müssen, mich inklusive.

Darum lautet mein Motto generell: SBB, Busse + Shuttles. Ausser, jemand nüchterner nehme mich von Herzen mit. Ein Zugbillet kostet weit weniger wie saftige Bussen, Urinproben oder ... den Verlust des Lebens.

Think abot it. Thanks.
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Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg »

vielen dank @ Stampfi

..es ist genau die Problematik auf die ich im Geometrix Thread aufmerksam machen wollte.
Vielleicht sehen einige Leute jetzt die Sache klarer und sind sich der Konsequenzen bewusst, nicht nur betreffend des Fahrens im High Zustand, sondern auch die Tage danach..
Wie wichtig ist euch das Auto- Permis?
Seit ihr event. Geschäftlich darauf angewiesen?
Könntet ihr mit etwelchen Konsequenzen leben?
(Personenschaden, hohe Busse, Ausw. Entzug, u.s.w.)
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Ich muss doch darauf hinweisen, das die Zahlen, die du da angegeben hast, etwas verwirrend sind und so wie ich deinen Beitrag verstanden habe, nicht wirklich stimmen. Die Schnelltest, die an Ort und Stelle durchgeführt werden, können THC nicht tagelang nachweisen. Normalerweise beträgt die Zeitdauer 12-24 Stunden. Ich weiss, dass diese Tests in keiner Weise zuverlässig sind und man sich auf diese Angaben (also die Dauer, wie lange THC nachgewiesen werden kann) nicht verlassen sollte. Die von dir angegebenen drei Tage treffen auf den Bluttest und je nach Intensität des Canabiskonsums auf den Urintest zu...

http://www.know-drugs.ch/dt/dt-allg/nachweis.htm
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
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stampfi
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Beitrag von stampfi »

@Psymaleon

Du hast Recht, die angegebenen Zahlen beziehen sich auf Urintests. Wobei ich jedoch anfügen muss, dass ich vor ca. einem Jahr selbst einen Speicheltest machen musste und es nach ca. 23 Stunden noch THC angezeigt hat. Zu 100% verlässlich sind diese Speicheltests wirklich nicht, jedoch wird der Fortschritt auch vor diesen nicht halt machen. Wenn übrigens der Speicheltest positiv sein sollte, ob zu Recht oder Unrecht geht man eh ins nächste Spital stechen.
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Giftzwerg
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Beitrag von Giftzwerg »

Psymaleon hat geschrieben:Ich muss doch darauf hinweisen, das die Zahlen, die du da angegeben hast, etwas verwirrend sind und so wie ich deinen Beitrag verstanden habe, nicht wirklich stimmen. Die Schnelltest, die an Ort und Stelle durchgeführt werden, können THC nicht tagelang nachweisen. Normalerweise beträgt die Zeitdauer 12-24 Stunden. Ich weiss, dass diese Tests in keiner Weise zuverlässig sind und man sich auf diese Angaben (also die Dauer, wie lange THC nachgewiesen werden kann) nicht verlassen sollte. Die von dir angegebenen drei Tage treffen auf den Bluttest und je nach Intensität des Canabiskonsums auf den Urintest zu...

http://www.know-drugs.ch/dt/dt-allg/nachweis.htm
..ich würde ein bisschen Vorsichtig sein, mit solchen Angaben.
Übernimmst Du die Verantwortung wenn sich ein "Kiffer" auf Deine Zahlen bezieht..?
Ich habe von Leuten gehört, bei denen der Speicheltest auch schon länger als 24-48 h angezeigt hat..
=> Betrifft vorallem Dauerkiffer
Also, lieber ein bisschen vorsichtiger..

Good luck :P
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Psymaleon hat geschrieben:Ich weiss, dass diese Tests in keiner Weise zuverlässig sind und man sich auf diese Angaben (also die Dauer, wie lange THC nachgewiesen werden kann) nicht verlassen sollte.
Bitte zuerst genau genau lesen, was jemand geschrieben hat, bevor man kritisiert, lieber Giftzwerg.
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
LittleMissGinger

Beitrag von LittleMissGinger »

Hier gehts nicht um Zahlen. Hier gehts um Menschenleben, schlussendlich. Avete capito adesso?
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