für mich ist philosophie irgendwie einfach nichts weiteres, als eine neuzeitliche Erscheinung eines sich irgendwohin entwickelten, menschlichen gehirns. und jede Glaubensrichtung liegt in meinen augen irgendwelchen philosophischen konstrunkten zu grunde, weil sie aus Überprüfung der glaubenssätze gar nicht herausfindet. zum glück hatten Philosophen nichts besseres zu tun, als sich ihren Gedanken zu stellen. und dann auch noch an sie zu glauben. ob das die Menschheit weiter gebracht hat, ist irgendwie gar nicht von hier aus abschätzbar. stell dir vor, Platon oder Buddha würden heut zu tage im mf mitschreiben... ich denke, die hätten wir ganz schön verwirrt, ganz egal wie man es dreht und wendet. das merkt man nicht, aber ein denker ist einfach ein denker, und ob das denken nicht weniger Energie gebraucht haben müsste, als beispielsweise als Sklave die Pyramiden oder irgendwelche steinsäulen in die richtige Position zu bringen, oder als Christ mea culpa zu celebrieren... ich weiss doch auch nicht. sobald ich die Linie zwischen glauben und philosophie zu ziehen versuche, lande ich irgendwo in meinem denken und glauben an irgendwelchen punkten, die schon in einem Monat nicht mehr bestand haben. weil da noch mehr ist. wenn man den kopf mitnimmt, und nicht mit dem herzen dabei ist, ist ich irgendwie weniger wir. und wenn man die kleinsten teile seines uns vergisst, kann man glauben, was man will. nur, so lange ist es gar nicht her, das wir als Menschheit zu komplexen Gedankengängen fähig sind. das passiert irgendwie, wenn man nicht mehr angst haben muss, das einen irgendwelche Raubtiere erbeuten, man das feuermachen nicht länger mit zwei holzstöcklein anzumachen bei wechselndem wind, oder einfach keine Spezies zuvor eigene götter erfinden musste. den einen wird langweilig, die anderen erfinden Internet, die dritten rotten Mammuts aus, die vierten sind einfach froh, das sie überhaupt noch etwas denken oder glauben können, und wiederum andere stellen sich vor, wozu die menschheit in der lage wäre, wenn sie es fertigbrächte, zusammen, statt gegeneinander zu sein.
ich gehöre da irgendwie iq-mässig zwischen forest Gump und Steven hawking, mit einer prise buddhistisch angehauchtem christlich-atheistischem multitheismus, und vielleicht ein bisschen so was wie einem Gehirn, das sowieso denkt, ohne gescheiter zu werden, also alle zwanzig jahre auch mal herumphilosopiert, ohne jemals weiter zu kommen. weil weiter gar nicht auf meinem kompas geht, und die nadel ständig woanders hin zeigt.
das Problem entsteht aber oftmals, das ich mit meinem denken, meiner art, meinem Humor, oftmals missverstanden werde, und von allen seiten irgendwie als "tubbel" hingestellt werde, sobald ich meinen glauben oute, und keinerlei Interesse daran zeige, mich einer Glaubensgemeinschaft anschliessen zu wollen, weil ich anders denke oder glauben - ja sogar ticke. mein leben ist irgendwie nicht schubladisierbar, daher können alle religiösen menschen dieser welt versuchen mich zu beinflussen, wird wohl nicht fruchten, und alle denker dieser welt sind denker, und bei manchen bleibt es einfach nur auf dieser spezialisierung, andere sind mehr macher, Künstler, sektengurus, strassenbauer, erfinder - oder einfach nur sie selbst, mit allen dazugehörigen Nebenwirkungen.
wir scheint wichtig, das die mans sich nicht vergessen und ausschliessen, egal, ob ich uns kennen, was wir denken, und du glaubst.
ausserdem bin ich froh, das uns die Dinosaurier nicht überall die Landschaft verabaut hatten - vielleicht hätten sie dazu einfach andere zufälle und Bedingungen gebraucht. und eine Libelle gabs wohl schon lange, bevor menschen götter, und götter licht erschufen... oder die philosophie
