Vertrauen und Scheinheilligkeit

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Kinder des LSD
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Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Kinder des LSD »

Hallo zusammen

Ich hatte das Bedürfniss mal über das Vertrauen und Scheinheilligkiet zu schrieben.
Ich gehe nun seit ca.3.5 Jahren an Partys und hatte bereits das Vergnügen viele Leute kennenzulernen und mit selbigen abzuhängen, "eine durezgäh" und mit diesen leuten habe ich auch schon des öfteren intensive Gespräche geführt.
Nun in all den JAhren ist mir aufgefallen das viele etwas vorzugeben zu sein was sie aber nicht sind und das führt mich zur Scheinheilligkeit. In letzter Zeit als ich das bemerkte fing ich an mich wieder mehr dieser Szene abzuwenden. Hierzu villeicht ein fast fiktives Bsp: H fängt Stress an mit seiner Freundin, nennen wir sie K, weil er bemerkt das sie auch langsam auch zu einer dieser Personen wird die sehr viel sgaen aber das wenigste davon umsetzten. Der Streit artet aus. Es mischt sich aus K's umfeld und aus H's umfeld immer mehr "kollegen" ein. eines Tages kommt ein "kollege" aus K's umfeld zu H und redet mit ihm über die Situation. Ihm wird geraten sich vill. eine Weile mal zurückzuziehen dann komme das schon wieder. Für H sieht das eigentlich logisch aus nur zu diesem Zeitpunkt weiss er noch nicht das dieser kollege ultraspitz auf seine Freundin ist. Er fängt sie an mit Drogen zu versorgen, überredet sie mit an Partys zu kommen ide Ihr wder vom Sound noch von den Peepols eigentlich gefallen. ABer im Drogenloch ist das halt schwerz abzuschätzen was mann will und was man macht. Jedenfalls erfährt H ca. 3 wochen später das obengennater "kollege" breits in ihrem Bett schläft und das obwohl er sie erst ca 1 monat kennt was aber nicht das Problem ist. Das problem ligt auf der Scheinheiligkeit welcher sich der bennante "kollege" zu nutze macht. Unter dem Vorwand beiden helfen zu wollen redet er H ein er solle sich zurückziehen wohl aber mehr aus dem Grund das die lästige Konkurrenz weg ist. und aus meiner Sicht ist das aufs gröbste Scheinheilig. und das bringt mich auf das Vertrauen. Genau aus solchen detailgründen fällt es mir immer schwerer Leuten aus der Goaszene zu vertrauen da ich dieses Defizit bei vielen sehe. Jeder hat das Gefühl er müsste irgendwelche Spiele spielen auf kosten von andern nur damit man seinen Egofilm durschieben kann. Aber es wird pausenlos darüber geschwärtm wie offen und tolerant hier doch alles ist. Bullshit!!
Irgendwie find ich es schade das mir solche Gedanken kommen den eigentlich habe ich das Gefühl das Goa, Dpsy etc etwas vom geilsten auf erden ist aber aus den obengennanten Gründen fällt es mir langsam schwer an Partys zu gehen und mich so auszuleben wie ich bin.

Wollte mal hören was ihr so dazu zu sagen habt oder ob ihr sogar schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat

Licht und Liebe

Ein Kind des LSD

edit: einige könnten sich villeicht angesprochen fühlen aber es ist mir wichtig das vorallem das beispiel emotionslos aufgeschriben wurde und ich mich an fakten hielt die ich von mehreren seiten bestätigt bekam.
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Bloodhound
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Bloodhound »

Ich habe zum Glück keine solchen oder ähnlichen Erfahrungen gemacht. Würde das jetzt aber auch nicht zu fest mit der "Goaszene" asoziieren, sowas kann dir überall passieren...
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damiana
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von damiana »

Vielleicht musst du dich damit abfinden, dass du ein Mensch unter Menschen bist.
Lebt!! als Kinder des Lichts! Rabbi Sha-ul
Fallen Angel 3
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Hm, ist es denn nun ein fiktives Beispiel oder sind es Fakten, die Du von mehreren Seiten so gehört hast?

Betrifft es Dich selbst, oder Freunde von Dir?

Hinzu kommt, dass das fiktive Beispiel zwar den Anschein von Objektivität macht, jedoch solltest Du bedenken, dass Du nicht 100%ig in andere hineinschauen kannst. Du weisst nicht,was in Person H, K und dem Dritten vorgeht. Hinweise dazu finden sich unter anderem in der Formulierung "er habe sie mit Drogen versorgt". Was möglicherweise so ist. Andererseits könnte es aber genauso möglicherweise sein, dass sie Drogenerfahrungen sammeln wollte (von sich aus) und den Dritten dazu gebracht hat, sie ihr zu besorgen. In diesem Beispiel war es auch so, dass H und K gestritten haben, weil H ihr vorgeworfen hat, nicht das zu tun, was sie sagt. Es wäre denkbar, dass sie das derart beleidigt hat, dass die Liebe die die beiden mal verbunden hat, nicht länger vorhanden war, und der Dritte sie so gesehen gar nicht ausgepannt hat. Aber wie auch immer, das sind Mutmassungen. Mutmassungen die H nicht weiterbringen. Ich sage Dir aus eigener Erfahrung solche Beziehungsgeschichten durchzudenken bringt: Nichts. Wenn H keine fiktive Person ist, so rate ich ihm, die Sache einfach zu vergessen, die Frau zu vergessen, und gegenüber dem Dritten keinen Groll zu hegen. Denn letztlich bringt das nichts. H hat aber ohne Zweifel die Möglichkeit, nun neue Wege gehen, andere Freunde, andere Frauen. Es ist schade, dass es Beziehungen, Freundschaften etc. gibt, die enden, aber das gibt es nun mal. Das Beste ist in solchen Situationen, die Sache zu vergessen, vedrängen, loszulassen, und sich neuen Menschen zuzuwenden.
in all den Jahren ist mir aufgefallen das viele etwas vorzugeben zu sein was sie aber nicht sind
irgendwie verstehe ich nicht ganz auf was du hinauswillst. Menschen sind nicht einfach SO. Menschen verändern sich. Wer vor einem Jahr etwas sagte, muss das nicht unbedingt immer noch so meinen. Und ja, er muss wirklich nicht. Kein Gesetz, keine Moral dieser Welt verpflichtet einen Menschen immer genau gleich zu bleiben. Du sagst, Du hast intensive Gespräche geführt. Das ist doch sehr gut. Ich nehme an, auch ausserhalb der Goaszene kann man intensive Gespräche führen - aber ist doch gut, kann man das auch in der Goaszene. Intensive Gespräche bedeuten aber keine Absichtserklärungen der Gesprächspartner, sondern Austausch von Gedanken.

Die Leute tun das, was für sie in einem gegebenen Moment als das richtige erscheint. Anders gesagt, auch wenn es von aussen nicht so aussieht, so handlen die Menschen immer so, wie sie in dem Moment glauben, dass es die richtige Entscheidung ist. Wenn jemand beispielsweise Drogen konsumiert, kann er in diesem Moment diverse Gründe dafür haben, und sie alle erscheinen ihm einleuchtend. Später sieht der das dann vielleicht ganz anders, spricht vielleicht sogar von Sucht. Will damit aufhören. Erzählt allen Drogen seien Scheisse. Und konsumiert dann irgendwann wieder weil er irgendwann wieder der Ansicht ist, jetzt sei der richtige Moment. Ist das scheinheilig?

ich glaube eher, das ist menschlich.

Toleranz. Ein gutes Wort, eine sinnvolle Bedeutung - aber wie so vieles, ist es nicht absolut. Hinzu kommt: es ist ein ideal. Menschen streben häufig ideale an, ich würde sagen, das ist ein Stärke der Menschen - sie erreichen sie aber nicht immer, und das ist nicht unbedingt eine Schwäche - sondern wiederum menschlich.

Falls Du aber wirklich die Schnauze voll hast von Goa, dann rate ich Dir, geh mal drei Wochenenden hintereinander an andere Partys. Selbst wenn Dir der Sound nicht gefällt. Entweder, willst Du dann unbedingt zurück in die Goaszene, oder Dir gefällts dort besser. Auch das ist okay (beides). Hin und wieder sollte man seinen Horizont erweitern. Das gibt ganz neue Perspektiven.
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.
u.s.l.

Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von u.s.l. »

fakten von mehreren seiten sind keine fakten. es sind perspektivisch unterschiedliche sichtweisen.

wenn ich dieser...k. oder h. oder g. wäre, so würde ich mich selbst distanzieren, um das zu verarbeiten. und diesen kollegen, r. , oder w. c., den würde ich nicht als kollegen ansehen. und von einer frau, die nicht weiss, was sie will, würde ich mich genauso distanzieren, wie von einer, die genau weiss, was sie will :oops: hat beides vor und nachteile :lol:

also: vertraue dir selbst. die leute reden so oder so. sei froh, reden sie - sonst könnte es dich genausogut nicht geben, wie geben. neider gibt es überall. und scheinheiligkeit. vertrauen ist jedoch etwas persönliches, das von person zu person unterschiedlich ist, und oftmals damit zu tun hat, wie ein mensch in der frühen kindheit vertrauen zu schenken (oder erhalten) in der lage war. zugegeben: ich weiss nicht, wie es bei den kindern des l.s.d. ist :-k und manchmal wird dieses auch ausgenutzt. gnadenlos. und schön brav weitermachen /bigs
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Nichtlustig
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Nichtlustig »

Ein Mensch, der in der Dunkelheit lebt, kann weder sich selbst, noch jemand anderes erkennen, da es - ja eben - dunkel ist.

Wenn sich nun dieser Mensch fürs Licht entscheidet, so besteht die Schwierigkeit darin, zu unterscheiden, welchen Menschen man vertrauen kann und welchen nicht, da einem ja nichts als Dunkelheit umgeben hat und man nie gelernt hat zu unterscheiden.

Diese Unwissenheit darüber, wie man Menschen einschätzen könnte, kann man nun auch nutzen, indem man versucht, in jedem Menschen den Teil zu sehen, welchem man vertrauen kann. D.h. man könnte versuchen in jedem einzelnen Menschen das Positive zu sehen, was natürlich eine Wertung beinhaltet, welche dann aber vielleicht gar nicht Mal so verkehrt wäre, da sie einem dann vielleicht erst zu dem Punkt bringen könnte, wem man nun wirklich vertrauen kann und wem nicht.

Wenn man etwas Positives in jemand anderem entdeckt, so hat man schon einen Anhaltspunkt, was man als positiv empfindet und somit erkennt man sich selbst wieder ein bisschen mehr, was dann dazu führen könnte, dass man erkennt, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Und manchmal ist es sogar so, dass einem genau die Menschen, welchen man nicht vertrauen kann, etwas aufzeigen, wo man selber vielleicht noch nicht so weit ist, wie man glaubt zu sein, was diese irgendwie wieder vertrauenswürdig macht.

Aber manchmal sollte man sich auch in Acht nehmen, denn es gibt Menschen, die in völliger Dunkelheit leben. Da man selbst in der Dunkelheit gelebt hat, weiss man ja, dass es dort nicht unbedingt so ist, dass alle nur das Beste für sich selbst und vor allem - für die anderen - wollen.

Oben geschriebenes kann dann aber wieder in ein zu grosses Misstrauen führen, welches einem wieder an den Ort zurückführen könnte, von welchem man glaubt, sich entfernt zu haben. Deswegen bevorzuge ich die Variante, das Schöne im Leben und das Gute im Menschen zu sehen (was nicht heissen sollte, dass ich vor dem weniger Guten und weniger Schönen die Augen verschliesse), was dann aufgrund meiner eher düsteren Vorgeschichte dazu führen könnte, mein Verhalten als scheinheilig anzusehen.

Hoffe, habe nicht komplett am Thema vorbei geschrieben...
The Dude

Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von The Dude »

http://www.spreezeitung.de/4279/krieg-d ... as-druyen/

Passt, angesichts der aktuellen Kindergartentheatervorstellung perfekt, diesen Thread mal wieder zu reaktivieren ... ;)

Sieht auf den ersten Blick vielversprechend aus. :-)
Das Lesen heb ich mir aber für Morgen auf.

Ps. Das gesamte heutige System basiert ja bereits auf einer gigantischen Scheinheiligkeit...
http://www.gazette.de/Archiv2/Gazette35/Graeber.pdf
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Gon Freeks
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Gon Freeks »

eigentlich habe ich das Gefühl das Goa, Dpsy etc etwas vom geilsten auf erden ist aber aus den obengennanten Gründen fällt es mir langsam schwer an Partys zu gehen und mich so auszuleben wie ich bin.

du weichei chum klar demit und gnüss partys ;)
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Halsweh
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Re: Vertrauen und Scheinheilligkeit

Beitrag von Halsweh »

Na, Gon Freeks, du ganz Hartgekochter, komm doch ganz einfach damit klar, dass andere nicht ganz so harte Eier wie du haben, und anders mit Dingen umgehen wie du.

Naja, egal, was kümmerts mich... Wenn dir solche äusserungen helfen, Selbst Mehr Wert zu empfinden, dann go for it.
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