diese verunglimpfung von ps3-spielern finde ich ziemlich vorurteilsbehaftet, als ob computerspieler ihren dreck nicht wegräumten, also ich fühle mich davon ein bisschen angegriffen, vor allem weil ich beides mache, dreck wegräumen UND compi spielen.
das nur mal dazu. schaffed mal chli üchne vorurteil.
des zweiten: kippen im/am perron sind mir solange egal, wie die sbb darauf verzichtet, alle früher einmal am perron installierten aschenbecher zu entsorgen. in züri laufen ja übrigens pläne ab 2012 in den sbahnen auf kübel zu verzichten, weil es anscheinend billiger ist, die s-bahn ohne kübel zu putzen. insbesondere wenn es dann 85.- franken kostet wenn man etwas auf den boden wirft in der s-bahn

ist halt die kehrseite einer auf effizienz getrimmten gesellschaft, die leute erachten es nicht als effizient, abfall sachgerecht zu entsorgen. die leute? und die sbb auch nicht. was wohl zu erst war? früher gabs noch raucherabteile. dann wurden die aschenbecher abgeschafft. und etwas später die raucherabteile, weil "die raucher ihre kippen überall rumliegen lassen". methode oder dummheit? naja dafür labern sie seit neustem in einer lautstärke zehn minuten vor jedem bahnhof und stören so die allmorgendliche entspannung. möchte ja nicht wissen, was dieses zusätzliche nutzlose stresspotential in den zugfahrern auslöst, aber ich bin langsam nah dran, doch noch eine autoprüfung zu machen, um diesem schlammassel eines öffentlichen verkehrs endgültig zu entgehen.
ich glaube, viele kübelsäcke bringen schon was - an partys und auch sonst! - klar, es gibt immer vollpflöcke wo es nicht lernen, oder andere die etwas zu betrunken sind, und ihr bier randvoll irgendwo liegen lassen - aber die grosse mehrheit, der unterstell ich einfach mal, dass sie die angebote des entsorgens durchaus zu nutzen wissen. wenn sie denn angeboten werden.
und zum thema naturverbunden. hmm. wie man ja hier lesen kann, haben viele schonmal über diese thematik des abfalls reflektiert. andere haben das vielleicht getan, und schreiben hier nicht mit. ist das nicht zumindest schon mal "mehr" als gar nicht darüber nachzudenken? ja gut schön, die goaner sind "alles" sooooooo böse umweltsünder, richtig! verglichen mit dem ganzen dreckigen rest, scheint mir das aber nicht unbedingt DIE herausragende eigenschaft von goapartybesuchern zu sein. diese problematik steckt nicht in den goapartybesuchern, sondern in den menschen! sie steckt in einer weg-werf-gesellschaft. sie steckt in einer nicht-spiritualität. sie steckt in einer nicht-natur-verbundenheit.
überlegt doch mal, die meisten "goaner" sind auch nur menschen. sie kommen wie alle anderen menschen auch, aus der gleichen schlammhütte von gesellschaft, wie alle anderen auch. wenn goapartys in irgendeiner form naturverbunden sind, dann in diesem sinne, dass die menschen TEILWEISE gewisse dinge punkto abfall und natur im allgemeinen kapiert haben, etwas das früher mal von pfadiabteilungen etc. gelehrt wurde, deren mitgliederzahlen prozentual zu gesamt-jugend aber auch tendenziell eher rückläufig sind. was ich damit sagen will: goapartys KÖNNEN prinzipiell einen neuen umgang mit und ein neues verhalten in der natur fördern.
Jedoch NICHT, wenn man immer jammert. Jammern ist wie eine art Entropische Energie. Man jammert. Dadurch verliert, das was man im grunde genommen als etwas gutes versucht in die welt zu bringen seine energie. es wird durch das jammern nämlich leer, auch weil jammern mitreisst und irgendwann sind sogar die tatsächlich naturverbunden expfadi-neugoaner soweit dass sie beim wegwerfen auf den boden mitmachen, weil eben die entropie der energie einsetzt, und alles "ja eh keinen zweck mehr hat".
bringts das? ich denke nicht! ich denke, zum trotz und weil es das wahre, das gute und das richtige ist auf dieser welt , wofür es sich zu kämpfen lohnt, aus all diesen gründen und noch vielen mehr, ist es notwendig ja geradezu unbedingt erforderlich auch weiterhin viele kübelsäcke aufzustellen, aschenbecher am sbb perron und die kraft und positive energie einfach mal eine bierdose vor den augen des abfallsünders zu entsorgen, sodass gemeinsames erkennen ermöglicht wird.
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.