percussion midi oder wave?

Abteilung für Musiker oder welche die es werden wollen.
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Thujon
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Beitrag von Thujon »

consch hat geschrieben:ich finde das programmieren von percussions usw. über midi mit battery oder reason (redrum) angenehmer weil das setzen einfacher von der hand geht und mal ne bessere übersicht über die quantisierung hat. man kann es am ende ja immer noch zu einem wave abmischen......aber eben ist sicher eine gewohnheits sache:)
wie so ist die quantisierung einfacher ??
Cubase hat ja nen Raster denn du von 1/1 - 1/64 quantisierung einstellen kann ...
und Slicen ist halt schon ne schöne Sache :P

Also wenn du bei Percussions mit viel Effecten arbeitest ist das direkte arrangieren im Sequencer viel konfortabler ...

Greetz
Simon
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subconsciousmind
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Beitrag von subconsciousmind »

Was meint ihr mit, "mit wave files arbeiten"?
Meint ihr damit, mit Loops arbeiten und die dann bestenfalls noch slicen und neu ordnen?

Ich arbeite ausschliesslich mit Midi, ist zwar anstrengender, geht länger ist dafür auch wirklich selbstgebacken.

Ganze loops verwenden finde ich billig. Slicen find ich schon ein bischen kreativer, aber ist mir immer noch zuwenig individuell.

Früher habe ich alles mit meinem MPC4000 gemacht. Heute ist es Battery.

Insgesamt vermeide ich jede Verwendung von nicht selbstgemachten samples oder loops so gut es nur geht. Der Arbeitsaufwand ist dann viel grösser, dafür klingts nicht wie Fritz und Kunz...

Das Schöne an der Elektronischen Musik ist doch gerade das Basteln von eigenen Geräuschen und Loops... Warum sollte man die dann von anderen oder CDs nehmen?
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Schädelleuchten
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Beitrag von Schädelleuchten »

Yo, du sprichst mir aus dem herzen! Ich seh dass auch so.
Spiele wenn möglich viel selber ein mit dem Roland spd-20, irgendwelchen drümelis etc. Da ich auch nicht schlagzeuger bin, muss ich auch etwas einüben aber das ganze lebt dann auch mehr. Manchmal spielens auch meine freunde ein, je nach.

Mein ziel ist es eh eigentlich alles selber einzuspielen (Bässe, Drums Samples etc.). Ich finde es auch nicht unbedingt zeitaufwändiger als das ganze zu programmieren, oder loops, samples etc. so zu tracktieren dass dann niemand mehr hört das es einer ist der fast alle in ihrer lybrarie haben.

Natürlich bastele ich auch im midieditor sachen zusammen, aber da muss ich mich manchmal ziemlich motivieren
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Schädelleuchten
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Beitrag von Schädelleuchten »

Guete morge pee, alles klar bei dir;)

[/quote]wie ein track gemacht wird, interessiert nur die produzenten. auf dem dancefloor interessiert niemanden, ob man den basskick gesampelt, oder 24 stunden alleine daran rumgeschraubt hat. [/quote]


Nein, aber mit dem Musiker Ego;)

Ein Grafiker und webdesigner würde wohl auch kaum ein Homepage Tool von Bluewin abonieren
Zuletzt geändert von Schädelleuchten am Di 4. Apr 2006, 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
Rumble Pack/Motion Drive
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Beitrag von Rumble Pack/Motion Drive »

kann mich suncollector nur anschliesen

schlussendlich muss es gut klingen...da bringt es mir nichts wenn ich selber einen loop bastle, der aber nie so gut klingt wie ein fertiger. Und wenn man selber einen loop macht, und der am ende so klingen sollte wie ein geiler fertiger, sehe ich nicht ein wieso selber machen....ist ja nur ein loop!!???

Geht genau in die richtung wie mit den kicks....was bringts wenn man einen selber gemachten kik hat, der aber nie so fett ist wie ein sample...

Es hat ja noch genug andere elemente bei denen man seine kreativität ausleben kann...

mfg
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Schädelleuchten
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Beitrag von Schädelleuchten »

Hei Pee

Musste das Zitat auch noch editieren, hab den falschen ausschnitt genommen :oops:

Oh nein, so hab ichs nicht gemeint!!! Ich will da nicht abwertend sein oder sagen dass jetzt das arbeiten mit loops etc keine berechtigung hat!

Es ist einfach der ergeiz (rede da von mir) was eigenes zu kreieren. Ich denke , dass meine schwerpunkte so oder so wo anders liegen. Ich investiere z.Bsp. die zeit beim muke machen definitiv in die musikalität und weniger in die perfektion des mixes. Wenn beides perfekt ist um so besser. Ich akzeprtiere auch diejenigen die Techno machen und von harmonielehre etc. keine ahnung haben. Da bin ich sicher nicht so ein verstaubter ego musiker. Aber die arbeitsweise diferenziert sich da sicher.

Ich nehm nochmal das Bsp. von vorhin. Ich bin nun wirklich nicht der begabte pc techniker. da bediene ich mich lieber dem HP Tool von bluewin als erst 2 Jahre das manual vom dreamwaver inkl. alle fachausdrücke zu studieren. Und es wird wohl auch keiner erst die jazzschule in bern besuchen, damit er dann in einem goa track ein drumloop selbst einspielen kann.

Allerdings muss ich auch sagen das sich nicht gleich jeder als musiker betiteln kann wo ein Cubase und ein paar vst plugIns auf dem pc hat. das wär dann das selbe wie ich mich als webdesigner bezeichnen würde, nur weil ich mit web to date von data becker eine eigen hp kreiere. Nun ja, ist meine Meinug
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Schädelleuchten
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Beitrag von Schädelleuchten »

aber wer zeichnet schon noch von hand und scant dann z.b. das bild? das wäre alles 100% selbst gemacht, weisst du was ich meine.
Meine Frau zum Beispiel :-D Aber dass tut sie ja weil sie gerne zeichnet. Der weg ist das ziel!

Spass bei seite. Geb dir da recht pee, ich glaube wir wissen beide wie wirs meinen. Trozdem Ego hin oder her. Für mich als lanjähriger und leidenschaftlicher musiker ist ja genau das selber einspielen die befriedigung überhaupt! Wenn ich musik nur im midieditor machen könnte, wär dass definitiv nichts für mich persönlich. obs dann jemand intressiert oder nicht wies gemacht ist, ist mir egal.
Es sind ja auch nicht nur die 5 sekunden orgasmus beim sex, sondern die stunde beim vorspiel die spass machen(sorry, fällt mir grad nichts anderes ein;)
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Beitrag von psygnosis/mindsurfer »

ich denke es muss halt auch spass machen.... ich nehme zum beispiel gerne direkt mit mikrophon und schlagzeug die percussions auf.... durch die aufnahme in nicht idealem raum, klingt das ganze auch nicht gleich perfekt wie eine professionel gemachte sample cd.... aber es macht mir viel mehr spass! und das zählt für mich persönlich (ist ja immer auch eine frage was die persönlichen ziele des musizierens sind)

aber also für den kick (sample discs) und einige hihat (zb aus reason rex) nehme ich lieber fertige samples.

die selber aufgenommenen samples sind sicherlich niemals so "korrekt" wie midi-drums und brauchen auch viel mehr zeit für die nachbearbeitung letzlich.... ich denke es muss halt auch spass machen
ChriSmoS
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Beitrag von ChriSmoS »

aber wer zeichnet schon noch von hand und scant dann z.b. das bild? das wäre alles 100% selbst gemacht, weisst du was ich meine.

Meine Frau zum Beispiel :-D Aber dass tut sie ja weil sie gerne zeichnet. Der weg ist das ziel!
habt ihr noch nichts von Artpads gehört? ist sicherlich sehr intressant für deine Frau. "Nix" mehr einscannen und "bessere" qualität (dpi)! Viele tools in einem ;) z.B. Wacom

cooles tool das es einem "einfacher" macht! aber: wen man keine Kreativität, keine ideen, keine motivation und keine gewisse talente besitzt, wird auch dort nicht viel herauskommen, genauso wie beim Cubase.
alles was du hast, hat auch dich

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subconsciousmind
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Beitrag von subconsciousmind »

teilweise glöscht

.....

Was ich meinte ist einfach, wenn ich in einem Lied auf Anhieb Loops höre, die ich selber kenne, oder was auch oft vorkommt, in zwei verschiedenen Lieder die selben loops, dann finde ich das einfach "billig".
Bassdrums erkennen ist ziemlich schwer. Davon sprech ich nicht.

"billig" aus dem Grund, weil es für mich einen lieblosen (oder anfängerhaften, dann ist es natürlich zu verzeihen) Eindruck macht, wenn man der Musik anhört, dass sie aus Schnippseln von Fremden zusammengebaut ist.

Ich les immer "ist doch egal obs ein loop ist, wenns gut klingt". Was heisst denn "gut klingt"?
Da hat natürlich jeder seine eigene Vorstellung davon.

Für mich ist halt, jeder der mich kennt weiss es, Inidvidualität in der Musik sehr wichtig. Ich liebe es Musik zu hören, der man die Andersartigkeit der Menschen anhört. Das ist für mich "gut".
Andere haben andere Massstäbe, das finde ich auch ok. wird ja gerade auch implementiert durch die Andersartigkeit.

Vielleicht muss ich das mal genauer erklären. Ich habe in meinem Beruf mit Menschen zu tun. Jeden Tag sehe ich Menschen immer fällt mir auf wie verschieden und gleichzeitig wunderschön alle Menschen sind. Jeder hat eine einzigartige, wunderschöne, unkopierbare Seele. Ich habe gerne Musik in der sich dies (für mich) deutlich wiederspiegelt. Halt eben Individuelle Musik. Ich liebe es den anderen Menschen DEUTLICH in der Musik wiederzuerkennen. (bitte keine Definitionsdabatten)

Wenn jemand Musik macht und dabei Loops und Samples verwendet, die auch andere verwenden, sinkt für mich die Möglichkeit diese Person in der Musik wiederzuerkennen. Sie ist nicht weg, aber wird undeutlicher.

Ich möchte EUCH sehen, EUCH kennenlernen, ihr Komponisten, mit all euren Fehlern und Schwächen und nicht die sauber polierten Loops und Samples aus der Library.

Es kommt halt einfach darauf an was man will. Manchche wollen berühmt werden, andere wollen soviele Traks wie möglich produzieren, andere wollen einfach nur ein bischen Spass haben, andere möchten die Sau rauslassen, andere haben Freude an der Technik, andere Freude an den Sounds, andere Freude an den Melodien, andere Freude am kirstallklaren Klang etc.
Ich habe Freude an Gefühl und Individualität in der Musik, für mich macht das "gute" Musik aus. Ist aber eine Definitionsfrage für jedes Wort in diesem Satz. Hauptsache ich weiss was gemeint ist.

:wink:
Zuletzt geändert von subconsciousmind am Di 4. Apr 2006, 13:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Schädelleuchten
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Beitrag von Schädelleuchten »

@chrismos:Danke für die Info! Weiss nicht obs sies kennt. Aber sie macht das ja auch als freude. Zudem ists auch mal schön in der freien Natur ohne elektronik zu malen oder zeichnen.

@pee: kein problem dude, bin heute etwas schreibwütig, da wieder mal zeit zum surfen;)

Zum post. von subcon.: Finde deine ausage über seele und musik wirklich gut formuliert! Dass ist eben genau das was ich auch oftmals meine und nicht so treffend ausdrücken kann. Das feeling, der mood etc. ist ja dass, was ein musiker über sein Instrument wieder gibt. Das kann man nun mal in einem editor nicht hinbekommen. Muss mann ja auch nicht wenns einfach nur "söu chüble" .
Ich kann ehrlich gesagt auch viele Techno sachen nicht unterscheiden rein vom sound her. Für mich tönen auch viele produktionen gleich.
Man liesst ja auch viel "Ja wie hat den dieser Israeli den Bass gemacht" und dass ist dann auch meist die messlatte vieler produzenten. Schade!


Musik ist Kunst und sollte keine regeln haben! Unser leben läuft ja sonst so schematisch ab.
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Beitrag von psygnosis/mindsurfer »

ja da hat subconsciousmind sicherlich in vielen punkten recht... ich denke es hängt halt scho stark davon ab, was der künstler erreichen will und welche musikalischen, finanzielen sowie technischen voraussetzungen gegeben sind.... ich persönlich mache musik, um etwas auszudrücken.... die umsetzung einer inspiration... ich merke auch wie ich die musik mit jeder erfahrung feiner machen kann und ich legge mich au nicht so sehr an irgendwelche "regeln", obwohl si halt auch wichtig sein können, vorallem wenn si in den technischen bereich fallen. ob nun midi oder wave? ich kenne viele sehr gute musiker, die ausschliesslich mit fertigen waves arbeiten. mit "guter musiker" mein ich auch nicht, dass die musik sehr professionell produziert ist, sondern dass si mich berührt (wenn ich hühnerhaut kriege, das ich die musik fühle.).... ich denke jeder sollte sich seinen angenehmsten weg finden.... wenn ich die kohle hätte, könnte ich mir auch einen akkustisch perfekten studioraum mieten und 100% individuell schlagzeug und trommeln aufnehmen. mit midi sounden mach i auch ab und zu.... daher hatte ich auch denn tread gestartet, weil ich mit midis einfach nicht die gewünschte klarheit hatte (mit battery kommt das aber schon viel besser)

irgendwie hab ich einfach ein bisschen meine mühe mit der aussage dass leute mit vorgefertigten samples, musiker 2ter klasse sind...
wie definierst du diese klasse? musik ist doch so individuell? und wird auch dementsprechend individuell wahrgenommen?

wie schädelleuchten sagt: "Musik ist Kunst und sollte keine regeln haben! Unser leben läuft ja sonst so schematisch ab."

stimme ich voll und ganz zu! musikalisch,kreativ können wir uns nur selber grenzen machen im kopf! bzw sich und sein schaffen selbst reflektieren, um auch grenzen, die aus irgendwelchen gründen da sind, aus dem weg zu schaffen! wichtig scheint mir, dass dieses "reflektieren"...sich selbst hinterfragen.... von mir selbst aus kommt und nicht von irgendwelchen "qualitäts oder klassen" standarts abhängig ist.
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subconsciousmind
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Beitrag von subconsciousmind »

Das mit "2er Klasse" hab ich nie gesagt. War nicht sicher ob Du mich meinst damit. Das war in einem anderen Post, von jemand anderem.
Für einen Anfänger find ichs auch voll in Ordnung, auch für einen Profi, wenn der sound sonst, noch nach ihm klingt. Aber grundsätzlich finde ich einfach, dass die komposition, dann auch noch teile von einem anderen komponisten drin hat und somit, die erste mikroskopisch, winzig kleine stufe eines remixes erreicht ist. (voll überspitzt gesagt)

simon posford (find ihn zwar nicht mehr so toll) hat mal in einem Interview gesagt, als er gefragt wurde was er angehenden Musikern für Tipps geben könne: "Learn the roules, and break them."

Fand ich ziemlich geil.

Und wo wir grad bei den Zitaten der Psygurus sind.

Bei einem der ersten LiveActs von Infected in der Schweiz, da wars noch ganz klein und fein. Hab ich ein bischen mit Duvdev geredet. Dann hab ich ihn gefragt (damals gabs noch kaum VSTis) ob er einen bevorzugten Synthi für Bässe habe. Er hat gesagt:" Every time another machine" und dann: " learn to listen"
Diese Aussage hat mir langfristig viel mehr gebracht, als ein Preset für den VB1 oder ein Drumloop sample.
psygnosis/mindsurfer
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Beitrag von psygnosis/mindsurfer »

@subconsciousmind

ach so ...ja sorry die aussage war nicht von dir. :roll: hab ich was durcheinander gebracht.... :oops:

gute zitate der profis.... ja .. das hat scho was, was duvdev sagt.

vielfälltigkeits machts aus... bei der musik sowie im leben :-D

ps: erster live-act von infected in der schweiz..... war das nicht melchseefrutt, Stöckalp? oder täusch ich mich da? wenn nicht dann waren si schon mal früher da..
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