Geht es uns gut?

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Toast
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Toast »

Wo fängt das eine an und hört das andere auf?
Mich abgrenzen ist für mich ein aktiver, bewusster Prozess, der ich täglich neu definiere(n muss) und mich immer wieder Kraft kostet. Ignoranz hingegen ist für mich auf "Durchzug" schalten. Das lüftet links rein und rechts raus, ganz ohne mein Zutun oder Anstrengung. Das ist für mich der Unterschied.
Was ist denn nun die Antwort/Lösung/Entwicklung, die wir brauchen?
Was WIR brauchen weiss ich nicht, denn so individuell wie wir sind, braucht wohl jede(r) etwas anderes. Ich kann nur sagen, was mir geholfen hat und immer noch hilft. Es ist das Fokusieren auf GEISTIGE Entwicklung. Das Entwickeln von Mitgefühl. Das Entwirren des eigenen Geistes. Gesellschaft, Politik, Zeitgeist... Atomkraftwerke... ist nichts was für die Ewigkeit gemacht ist. Aber der Geist dauert die Ewigkeit, hat keinen Anfang, kein Ende. Nun, hier könnte man mir nachsagen, dass das nur mein Glaube sei, den ich hier rezitiere und für die Allgemeinheit keine Bedeutung habe. Ich persönlich habe auch nichts gegen Glaube(n). Glauben ist gut. Aber Wissen ist besser.

Es lohnt sich, den Augenmerk mehr auf das Innere- und nicht all zu krass auf das weltliche zu fixieren und sich darin zu verbeissen. Das geht sowieso vorbei, so sicher wie Alter, Tod und Krankheit eines Tages kommen. Gib dem Geist mehr Raum. Das hat zumindest mir gezeigt, wofür es sich zu kämpfen lohnt :) Lg
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Fallen Angel 3
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Du hast den Unterschied äusserst gut erklärt. Leuchtet ein.

Nun ja mit "wir" meinte ich die ganze Menschheit oder die Menschheit als Ganzes, nicht Einzelpersonen - andererseits hätte das natürlich einen Einfluss Einzelpersonen, wenn sich technologische Paradigmen ändern. Deine Antwort gefällt mir sehr gut, sie lässt sich sowohl auf Einzelpersonen "anwenden" als auch auf die Menschheit. Noch dazu ist die geistige Entwicklung etwas, das man sozusagen DAUERND tun kann, beim Arbeiten, in der Freizeit, vielleicht weniger gut beim Fernsehen, aber vielleicht ja sogar dann. Also ja, doch so wie Du es beschreibst, denke ich (hehe) dass es eine sehr gute Lösung darstellt. Die noch dazu nicht darauf angewiesen ist, dass andere irgendwas erfinden o.ä.

Davon mal abgesehen danke für Deinen Beitrag, ich weiss zwar nicht genau wieso, aber irgendwie hat er meine Stimmung verbessert. O:)
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BuddhaNature
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von BuddhaNature »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:Aber dieser Welt geht es nicht gut, jedenfalls nicht so gut, wie es ihr gehen sollte
Wer kann schon sagen wie es dieser Welt gehen sollte? Ihr geht es so aufgrund deren unveränderlichen Vergangenheit.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Statt endlich mal GLOBAL umzudenken
Yep. Aber wer beginnt zuerst? Du? oder er? sie? die dort?
Und auf wer alles hast Du wirklich vollkommener Einfluss? Wer kannst Du zum umdenken bringen?
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Wir leben so sehr im JETZT, dass wir dabei vergessen, vorauszuplanen, und als Spezies zu wachsen
Es gibt nichts anderes als den Moment. Ich denke wir leben eben nicht im JETZT. Planen alles voraus. Und Dich nehme ich besonders wahr, als jemand der stark in der Zukunft lebt. Sich sorgt um deren Entwicklung. Düsteres erwartet wenn sich nicht etwas tut. Vielleicht sind es ja genau diese Gedanken die eine Veränderung bremsen.
Vielleicht hilft weniger Denken. Mehr fühlen. Weniger Kopflastig.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Klar, ich persönlich bin nicht derjenige, der Schuld ist, an der Situation der Welt
Ist's dieser? Und dieser sagt, nein es sind die anderen. Und die anderen sagen, nein du bist es!
Natürlich bist Du schuldig.

Hey davon kann sich niemand entziehen. Wir sind alle schuldig für das was ist!

Weisst ich kann auch sagen wie alles beschissen auf dieser Erde geht. Da kommt's einem hoch, ohne dass man den Finger stecken muss. Einfach widerlich.
Und mir besonders. Du hast keine Ahnung in welcher Kloake ich persönlich stecke. Hat seit Jahren begonnen und wird immer heftiger. Klingt wie ein Alptraum wenn ich alles erwähnen würde. Ich hab hier Zuhause etwa 6 volle Bundesordner, welche nur einen Bruchteil dessen Geschichte enthalten.
Weisst ich kann auch sagen wie phänomenal und wundervoll diese Welt ist. Wie sie strahlt und glänzt.
Und wie sich Schmetterlinge im Bauch anfühlen. Das Herz springt und dir den Puls in die Adern pumpt.

Ich kenne beides. Und ich weiss mit absoluter Sicherheit, dass ich für beides voll verantwortlich bin. Und nur ich kann meine Zukunft im JETZT gestalten.
Aber so hart oder schön etwas ist, es vergeht und etwas anderes kommt.
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Psychobella
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Psychobella »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:Klar, ich persönlich bin nicht derjenige, der Schuld ist, an der Situation der Welt.
Du hast absolut recht, dich trifft keinerlei Schuld. Mich persönlich auch nicht, auch nicht meine Nachbarin, oder meine Grossmutter, den Strassenmusikanten in Paris, den Gondolieri in Venedig, oder gar den Reisbauer in Sri Lanka.

Zum Glück hat jemand die Politiker u.ä. erfunden. Sie allein sind diejenigen, die die Welt verändern könnten, aber sie tun es nicht, die Bösen. Wahrscheinlich darum, weil es sich für sie persönlich nicht lohnt.

Lohnen muss es sich natürlich schon, wer tut denn heute noch etwas unentgeltlich, aus Idealismus, für eine bessere Welt?
Wie doof sind doch diejenigen, die nicht nur von einer besseren Welt träumen, sondern auch etwas dafür tun. Ich meine, wo kämen wir da hin, wenn das alle tun würden? Die Masse würde mit dem Finger auf uns zeigen...du meine Güte, wie peinlich!
Nö also, das ist alles zu anstrengend. Und da wir als einzelne die Welt eh nicht retten können (wovor auch immer), lassen wir's lieber ganz bleiben, lehnen uns bequem zurück, gucken zu Bild und suchen weiter nach Schuldigen.
Praktisch ist diese Haltung alleweil, denn auf diese Weise trifft die Schuld ganz bestimmt nicht uns...oder etwa doch? :-k

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Man bekommt im Leben nicht das, was man sich wünscht, sondern das, woran man glaubt oder was man für möglich hält!
Fallen Angel 3
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

also kommt: den satz mit der schuld habe ich als einleitung verwendet für den rest vom ersten abschnitt, der als antwort auf toasts einwurf mit dem weltschmerz diente. ihn herauszupicken und zu behaupten ich hätte gesagt, ich sei unschuldig (und dieser oder jener sei schuldig) ist schlichtwegs unangebracht. hier also der rest:
Toast hat geschrieben:Worte allein führen kombiniert mit Weltschmerz zu Selbstvorwürfen.
Aber sind diese (Selbstvorwürfe) denn nicht gerechtfertigt?
Klar, ich persönlich bin nicht derjenige, der Schuld ist, an der Situation der Welt.
Andererseits bin ich auch nicht derjenige, der fähig ist, in irgendwelche Krisengebiete zu reisen etc.
Und warum? weil ich keinerlei Motivation habe. Man könnte meinen Weltschmerz sei Motiviation genug,
aber das stimmt eben nicht. Mich motiviert es.. oder würde es motivieren... wenn ich eine Zukunft sähe.
Wenn ich irgendwie das Gefühl bekomme, ES LOHNT SICH, sich einzusetzen, etwas anzureissen - etwas zu tun.
Tatsache ist aber, dass auch der Einsatz von Hunderttausenden von Menschen, die etwas tun, angesichts einer viel grösseren Mehrheit von Milliarden von Menschen, die nicht das geringste tun, um das Leid zu vermindern, einfach belanglos ist. Nett, bewundernswert, stark und cool - sicher. Aber letztlich ergebnislos.
buddhanature hat geschrieben: Wer kann schon sagen wie es dieser Welt gehen sollte? Ihr geht es so aufgrund deren unveränderlichen Vergangenheit.
ihr geht es so aufgrund ihrer unveränderlichen vergangenheit.
das wort "sollte" beinhaltet eine idealvorstellung, die zurzeit NICHT realität ist. sollte ist das was sein sollte. muss man das noch näher erklären? muss man ein gott oder so was sein, um zu definieren, wie es sein sollte? wohl kaum... muss man dazu unabhängig denken, handeln, whatever? schon eher. letztendlich weiss jeder, was es "braucht" damit die welt ist, wie sie sein sollte. dafür braucht man weder einen akademischen grad, noch sonderlich viel lebenserfahrung. gerechtigkeit, frieden, genug zu fressen für alle und technologischer fortschritt. eigentlich simpel, denn wir haben ein UNGLAUBLICHES gehirn. wir = menschen im allgemeinen. wir können ALLES denken, wers nicht glaubt, sollte mal wieder ein science fiction buch lesen. warum aber hapert es dann so sehr an der umsetzung? wegen macht, geld und eben auch der schuldfrage. weil jeder darauf rumreitet, dass irgendjemand für irgendwas verantwortlich sei. sogar oder gerade die VT's sind darin weltklasse und sie teilen sich diese fähigkeit mit ihren grössten feinden, den überwachungsfanatikern, die glauben wenn man nur all überwachte dann könnte man die schuldigen finden und bestrafen und dann würde alles funktionieren. selbst wenn man das könnte, oder selbst wenn es eine verschwörung gäbe, und sogenannt schuldige und man sie auf dem scheiterhaufen verbrennen täte, selbst dann würde es nichts bringen, solang das globale umdenken nicht stattfindet, weil der status quo allen wichtiger ist als die zukunft.

Was ich versuche mitzuteilen, ist relativ simpel: alle problemlösungsstrategien beschäftigen sich immer nur mit oberflächlichem, mit einzelpersonen, mit regelverfehlungen und ähnlichem kram. Wichtiger wäre: Veränderung, diese Zauberformel, die die Menschheit seit sie existiert immer weiter gebracht hat, sodass wir heute zumindest all das haben (zumindest einige von uns) was Vada vorhin mal aufgezählt hat. Veränderung als Phänomen der Masse – und eben nicht einer Einzelperson.

Eine Veränderung wird so oder so kommen. Wie gesagt, in 200 Jahren ist das mit den fossilen Ressourcen Schnee von Gestern. Diese Veränderung ist eine Konstante. Sie WIRD kommen. Wir (jetzt lebenden) könnten diese Konstante verändern. Aber wir tun es nicht. Weil wir zu faul sind. Schuldig? Im Sinne welcher Anklage? Wo kein Kläger da kein Richter. Unsere Nachfahren werden uns vielleicht schuld zu weisen, doch dann sind wir tot, und was kümmert es uns dann noch? Mit Schuld(zuweisung) löst man keine Probleme. Mit Bestrafung auch nicht wirklich.

Es gibt nichts anderes als den Moment? Moment mal. Was ist mit der Vergangenheit? Der Zukunft? Gibt es nicht, sagen die einen oder anderen und verweisen auf irgendwelche weisen Männer aus der Vergangenheit. Aha. Nun, ich sage, hier liegt ein Übersetzungsfehler vor. Dass Zeit nicht existiert heisst nicht, dass sie nicht existiert. Es bedeutet viel eher, dass sowohl die Vergangenheit, als auch das JETZT als auch die Zukunft, ständig existieren. Der Unterschied ist wichtig. Denn er bedeutet, dass aus dem Jetzt die Zukunft entsteht, und das auch die Vergangenheit neu definiert werden kann. Wir sagen heute, weil wir es besser wissen, dass Monarchie scheisse ist. Aber: Im Vergleich zu der Zeit VOR der Monarchie ist, sie nicht scheisse, sondern extrem geil. Im Vergleich zu JETZT existierenden Diktaturen ist sie nach wie vor glänzend. Das ist nur ein Beispiel. Es soll einfach auzeigen, dass Entwicklung mit der Vergangenheit zusammenhängt. Und zwar nicht als Kausalität, sondern wirklich zusammen. Eins.

Nun ja die Düsteren Entwicklungen die ich voraussehe (nicht im Sinn von Hokuspokus, sondern einfach indem ich die verschiedenen Faktoren zusammenrechne, und das Ergebnis dieses mathematischen „Algorhythmus“ betrachte), sind nicht mehr aufhaltbar. Wir sind sozusagen über den „Point of no return“ geschritten, ja gerannt! – und haben daher die Chance verspielt, in 200 Jahren in einer Science Fiction Welt zu leben. Stattdessen wird ein Zusammenbruch unserer heutigen Zivilisation kommen, was natürlich auch Chancen bietet, keine Frage – nur halt mit mehr Religion, „Magie“ (Fantasy sozusagen) und weniger Wissenschaft (Science), wir (also unsere Nachfahren) werden weniger „wissen“ und mehr „glauben“.

Das muss – letztlich – nicht zwingend schlecht sein, aber es hat mit Sicherheit Folgen für die Population der Menschheit. Und weil dem so ist, habe ICH persönlich keine Motivation irgendwie gegen die Windmühlen einer bereits heute schon festgelegten Zukunft anzurennen. Es ist nicht Hoffnungslos, selbst ich habe viel Hoffnung, auch wenn das nicht so tönt, aber Hoffnung auf den Tag nach dem morgen… ja das hab ich. Ich glaube jedoch nicht länger daran, dass ich im JETZT noch viel tun könnte um die nähere zukunft gross zu verändern.

die krise kann man nicht aufhalten, weil diese ein massengesteuertes phänomen ist, das wie eine welle über die menscheit hinwegfegen wird. wie willst du eine ganze welle aus ereignissen aufhalten die vor jahrhunderten in gang gesetzt wurden? mit positivem denken?

Allerdings könnte ich mich natürlich auch irren – wenn eines der folgenden Dinge eintrifft. also wenn:
1. eine nicht vorstellbare Technologie auftaucht, die der Menschheit etwas völlig neues aufzeigt, alle Energieprobleme löst oder ähnliches.
2. Alle, oder zumindest fast alle, Menschen durch die Geistige Entwicklung gemäss Beitrag von Toast, irgendwie zu einer Erkenntnis inklusive Umsetzung gelangen, die ein Neues Zusammenleben ermöglicht.
3. Ein neues Wirtschaftssystem erschaffen wird, oder eine noch bessere Regierungsform als die Demokratie.

Ansonsten: Sayonara – ganz egal, ob DU oder ICH JETZT glücklich oder unglücklich sind.
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BuddhaNature
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von BuddhaNature »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:das wort "sollte" beinhaltet eine idealvorstellung, die zurzeit NICHT realität ist. sollte ist das was sein sollte. muss man das noch näher erklären? muss man ein gott oder so was sein, um zu definieren, wie es sein sollte? wohl kaum... muss man dazu unabhängig denken, handeln, whatever? schon eher.
Ideal? was ist schon Ideal? Eine Vorstellung wie etwas sein sollte, was unter umständen nie so sein wird. Wer weiss das schon. Doch an dem Gedanken hängt eine Erwartungshaltung. Ne Forderung von welcher man sicherlich loslassen kann weil sie nur Leiden bringen wird wenn es nicht "ideal" nach seinen Vorstellungen läuft.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Wie gesagt, in 200 Jahren ist das mit den fossilen Ressourcen Schnee von Gestern.
Auch dies ist eine Vorstellung von etwas was überhaupt nicht sicher ist.
Meine Erfahrungen die ich gemacht hatte sind... wenn ich vor etwas Angst haben sollte, dann wird es auch eintreffen. Man zieht diese Ängste förmlich an. Ich denke man kreirt diese Monster im Keller sogar.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Es gibt nichts anderes als den Moment?
Das Leben ist im hier und jetzt. Und es ist aufgrund der Vergangenheit. Und wenn ich dies weiss, weiss ich auch es wird aufgrund der Gegenwart werden. Das heisst nicht dass es nur das JETZT gibt. Es heisst lediglich man kann nur im jetzt Einfluss nehmen.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:und weniger Wissenschaft (Science), wir (also unsere Nachfahren) werden weniger „wissen“ und mehr „glauben“
ohh, dann freue ich mich für die Zukunft.
Fallen Angel 3 hat geschrieben:die krise kann man nicht aufhalten, weil diese ein massengesteuertes phänomen ist, das wie eine welle über die menscheit hinwegfegen wird. wie willst du eine ganze welle aus ereignissen aufhalten die vor jahrhunderten in gang gesetzt wurden? mit positivem denken?
wenn du sie nicht aufhalten kannst, kannst sie doch dann eher loslassen. Positives Denken nicht mal notwendig. Einfach mal laufen lassen. Distanz gewinnen. Danach konstruktiv das Problem aktiv annehmen. Es kommt dann schon wie es kommen muss.

Aber hey, irgendwann verrecken wir ;) und wenigstens kannste dann sagen... für meinen Teil habe ich getan was mir möglich war.
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Fallen Angel 3
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Lohnen muss es sich natürlich schon, wer tut denn heute noch etwas unentgeltlich, aus Idealismus, für eine bessere Welt?
Wie doof sind doch diejenigen, die nicht nur von einer besseren Welt träumen, sondern auch etwas dafür tun. Ich meine, wo kämen wir da hin, wenn das alle tun würden? Die Masse würde mit dem Finger auf uns zeigen...du meine Güte, wie peinlich!
Nö also, das ist alles zu anstrengend. Und da wir als einzelne die Welt eh nicht retten können (wovor auch immer), lassen wir's lieber ganz bleiben, lehnen uns bequem zurück, gucken zu und suchen weiter nach Schuldigen.
Praktisch ist diese Haltung alleweil, denn auf diese Weise trifft die Schuld ganz bestimmt nicht uns...oder etwa doch?
Psychobelle die Quelle der Ironie O:)
Sieh mal ich sage nicht, dass es NICHTS bringt, wenn jemand idealistisch ist, und etwas tut. Ich habe irgendwo auch geschrieben, dass es nötig ist um die Symptome der vorherrschenden Gesellschaftsstruktur zu lindern. Und es wird immer nötiger werden...

Damit aber dieser ganze Idealismus, Kampf für das Gute, dieser ganze Energieaufwand nicht mehr nötig sein wird, braucht es - zumindest seh ich das so - eine Veränderung in der Handlung der Massen. Also von allen - gleichzeitig. und das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Nicht unmöglich, alles ist möglich, aber ich habe so meine (berechtigten) Zweifel, dass die Menschheit das noch früh genug hinbekommt.

naja wir werden es sehen. bis dahin bleibt uns wohl keine wahl, als zu versuchen mit dem bisschen was sich uns an "lernpotential" bietet, zu wachsen.
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

@Buddhanature
was ein ideal ist? eine welt in der die menschen die barrien zwischen einander wegwerfen, so als ob sie diese nie gebraucht hätten. worin religion und glaube ersetzt wird, durch zuversicht und vetrauen. worin technologie nicht immer zuerst für das militär entwickelt wird und später der bevölkerung zugute kommt, sondern worin wissenschaft sich mit Neuem beschäftigt, mit "Undenkbarem" (das durchaus denkbar ist, und auch schon gedacht wurde). Worin wissenschaftliche Methode durch Forschung ersetzt wird. Worin Geld als Tauschmittel und nicht als Machtmittel verwendet wird.
Erwartungen? Ja klar! Ja natürlich erwarte ich das alles von einem menschlichen Gehirn, das fähig ist, ganze Welten zu denken, ganze Kompositionen zu kreieren, Mitgefühl zu entwickeln. Die Menschheit hat bewiesen, dass sie FÄHIG ist, all das oben aufgezählte zu erschaffen, und noch viel mehr. Es hapert nur etwas an der Umsetzung.

Angst? Es ist keine Angst, es sind schlichte, nüchterne Tatsachen. Vielleicht stimmt die Zeit nicht, vielleicht geht es länger oder kürzer als 200 Jahre, aber irgendwann ist es vorbei. Das liegt in der Natur von fossilen Brennstoffen. Und es liegt in der Natur einer fortschrittlichen Zivilisation dies zu erkennen, und frühzeitig Ersatz oder die Erschliessung neuer Quellen zu forcieren. Sind wir (also alle Menschen auf diesem Planeten) eine fortschrittliche Zivilisation? Oder zerstritten wegen Territorialkonflikten, Ideologien und unterschiedlichen Glaubenssystemen?

Wenn man nur im Jetzt Einfluss nehmen könnte, würden viele Menschen, die sich aufgrund dessen was irgendwer irgendwann mal gesagt hat, nicht so saublöd benehmen, und einander wegen Interpretationen des Gesagten die Köpfe einschlagen.

Zur Welle: ich glaube ich weiss worauf Du hinauswillst. Nicht abwehren, sondern sich fortspülen lassen, und dann halt gucken was passiert. Kann man machen, und im Grunde genommen TUN wir das ja. Nur ist dieses Tun eben schon recht nahe dran an Ignorieren von Tatsachen. Man könnte ja auch einen Damm bauen. Aber dazu fehlen die Mittel. Die sich in den Händen weniger konzentrieren. Kon zen. Kein Zen.

Und wir (Menschen) sind sogar noch der Ansicht, dass es nichts besseres gäbe als das.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von BuddhaNature »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:Zur Welle: ich glaube ich weiss worauf Du hinauswillst. Nicht abwehren, sondern sich fortspülen lassen, und dann halt gucken was passiert.
ich meine loslassen von diesem nagativen Gedankenstrudel. Ist ne Teufelsspirale. Loslassen vom Schwarzmalen. Nein auch nicht Weissmalen.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Also farbig?



Was meinst Du mit "negativer Gedankenstrudel"? allenfalls sind meine Aussagen etwas absolut, aber negativ können Beobachtungen nicht sein. Sie haben keinen eigentlichen Wert, wie diverse Leute in diesem Forum nicht müde werden, festzustellen. Sie sind vielleicht sogar das Äquivalent heisser Luft. Aber negativ? naja... das finde ich jetzt doch etwas vereinfacht. Zudem musst Du die Frage gefallen lassen, was dann positiv wäre. Einfach mal laufen lassen, sehen was passiert? Oder wäre das neutral... Eventuell geradezu feminim offen die Welt auf sich zukommen lassen, statt sie auf maskiert maskuline Art Steuern zu wollen - und sei es auch nur in Gedanken. Regt sich da Widerstand, Uneinsichtigkeit in mir und wenn ja, warum eigentlich? Mehr als eingebildeten Einfluss habe ich nicht. Ja ich weiss manche behaupten, das sei ein Trugschluss, nicht zuletzt solche, die sich mit Quantentheorie beschäftigt haben. Oder mal hatten. Das schöne an Halbwissen ist, es bietet Möglichkeit zur Kreativität. Ob es sich dabei um jene Kreativität handelt, die gemeint ist, wenn von der Veränderung im Inneren die Rede ist? Oh höre auf zu Fragen, höre ich sie schon sagen, lass ab von all dem schnöden hinterfragen, geniesse was Du hast, nicht das was Du hasst. Zurück zum Glück also. O:)
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von BuddhaNature »

Fallen Angel 3 hat geschrieben:Was meinst Du mit "negativer Gedankenstrudel"? allenfalls sind meine Aussagen etwas absolut, aber negativ können Beobachtungen nicht sein.
Beobachten find ich auch gut. Auch drauf hinzuweisen. Schwierig wird's dann wenn man zu werten beginnt. Ideale, Vorstellungen und Erwartungen aufbaut.
Dies führt dann zum Leiden:
Fallen Angel 3 hat geschrieben:Mir geht's NICHT gut. Ich habe alle die Punkte die Vada aufführt, ebenfalls.
Falls dem so wäre, dann würde ich versuchen ein wenig Abstand zu gewinnen. Selbstschutz. Um danach das ganze objektiver und allenfalls gar aktiver anzugehn.
Ich lese ja Dein Wunsch es soll sich was ändern. Und man wird einfach effektiver wenn man nicht im Selbstleid versumpft.
Ich trenne inhaltlich Mitgefühl und Mitleid. Mitleid ist für mich dieser negative Gedankenstrudel.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Wieso Selbstmitleid? Das ist schlicht und einfach nicht wahr. ich leide ja nicht, weil ich der Auffassung bin, ein armer Kerl zu sein, sondern weil ich sehe was schief läuft auf der Welt, gepaart mit dem Wissen (nicht glauben), dass das auch anders sein könnte. Durchaus im Bereich des möglichen. Aber dafür bräuchte es eine Art Revolution, keine politische, eine solche führt nur zu noch mehr Leid, sondern eine Revolution des Geistes - des Bewusstseinszustands der Menschheit. Ich sehe auch absolut nicht ein, warum man keine Erwartungen aufbauen soll - ich denke eher, dass man durchaus von grösstenteils intelligenten Erdbewohnern erwarten kann, dass sie die Zeichen der Zeit (Verbotsmentalität mit Überwachungsstaat, was zusammen zielgerichtet zu totalitären Systemen führt) erkennen. Dass sich die Massen dagegen wehren. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Du versuchst mir Schwäche anzudichten, weil ich nicht bereit bin, "einfach mal locker zu lassen". Aber Du irrst Dich wenn Du glaubst, ich wäre ein selbstmitleidiges, jammerndes Wesen. Ich bin eher derjenige, der "sauer ist, auf die Welt" und diese Wut auf möglichst konstruktive Weise in Texte umwandelt. Die kaum jemand liest, ausser Dir, dafür danke ich Dir mal so nebenbei erwähnt. O:) Davon einmal abgesehen sehe ich das mit dem Mitleid komplett anders. Ich halte nichts von solch "allgemeingültigen Wahrheiten", die nur deshalb ständig wiederholt werden, weil sie eben nicht wahr sind. Wer das Leid der Welt spürt, und das sind sicher sehr viel mehr Leute, als man denkt, nur dass sie sich nicht getrauen das zuzugeben, denn Leiden ist ja Schlecht, ist ja negativ, der hat auch die Möglichkeit etwas zu verändern, und ganz besonders den Willen dazu, weil er ja nicht länger leiden möchte, also muss diese Person die Welt verändern, damit sein Leid nicht mehr genährt wird. Das ist eben Weltschmerz, der nicht durch die ganzen positiven Nebenaspekte einer modernen Zivilisation die Vada aufgeführt hat, beruhigt werden kann. Diese schönen Dinge sind schön – aber sie lösen das Problem nicht, das ein globales, ein gesellschaftliches Problem ist. Nur die Auflösung der Fehlentwicklung, sowie das beschreiten neuer Wege, bieten wirklich Freude, die tief aus dem Inneren kommt. Solange ich in der Masse, bei den Millionen, bei den Milliarden kein Umdenken wahrnehme, bin ich nicht bereit, oder willens, deren Unwillen JETZT an die Zukunft zu denken, zu akzeptieren. Ich bin dahingehend Uneinsichtig. Darauf bin ich stolz, das nährt mein Selbstbewusstsein, das zeigt mir, dass ich – trotz allem – nicht völlig aufgegeben habe, an einen anderen Weg zu glauben, als den, den die Massen zurzeit beschreiten. Ich weiss nur nicht so genau, wie man das beeinflussen könnte – ob das überhaupt möglich ist. Vermutlich eben nicht, vermutlich ist der Weg schon länger beschritten worden, und so gesehen wird „man“ nicht umkehren, sondern „wir“ werden nicht Umhin kommen, das Resultat dieses Wegs aushalten zu müssen. Das ist zwar schade, und verringert mein Leid/den Weltschmerz nicht, aber was solls, zumindest glaube ich daran, dass aus all der Scheisse irgendwann auch wieder was gutes erwächst. Mir dauert das alles einfach zu lang.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Elias »

Das ist zwar schade, und verringert mein Leid/den Weltschmerz nicht, aber was solls, zumindest glaube ich daran, dass aus all der Scheisse irgendwann auch wieder was gutes erwächst.
Jesus lebt ! :-D
http://www.vimeo.com/elfilmias
http://www.youtube.com/elfilmias

Wage du, zu irren und zu träumen! Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.
(Schiller)
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von BuddhaNature »

Versuche Dir sicherlich keine Schwäche anzudichten. Zumindest in meiner Intention. Und ich tät mir wünschen es käme nicht so rüber.
Du bist wie du bist, und das ist doch gut so.

Meine Gedanken dazu sind...
Man kann mit Wut,
Man kann mit Liebe...
genau am selbigen arbeiten. Aber die Effektivität unter Wut ist bei weitem nicht so gross wie mit Liebe.
Wut frisst dir soviel Energie weg. Für eigentlich nix. Denn was ändert es?

Ich hab vor einigen Wochen mit jemanden gesprochen der ist übelst über die Politik hergezogen. Im Stil von dass sind alles taugenichts. Dann fragte ich ihn, wie er sich den politisch engagiert. Er antwortete mit Null Interesse. Ich riet ihm dann Politiker zu werden.

Das Forum ist eine gute Sache, aber vielleicht gibt's ja noch viel mehr da draussen zu tun. Und das soll jetzt nicht als eine Unterstellung wirken, da ich dich ja nicht kenne. Nehme hier nur Bezug auf diese Postings.

Vom Leiden kann man viel lernen wenn man die Ursachen zu ergründen versucht. Zeigt einem den Weg. Leidende wird's vermutlich noch ne lange Zeit geben. Aber man kann es beenden. Und es fängt bei einem selbst an. Und wenn man es selbst erkennen kann, könnte man vermutlich mit dem Weltschmerz anderst umgehen resp. ihn anderst verstehen.
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Re: Geht es uns gut?

Beitrag von Fallen Angel 3 »

Was willst Du denn tun? Was soll Dein Kolleg in der Politik tun? Wie man an den Abstimmungsergebnissen der letzten Jahre in der CH sieht, ist die Masse im grossen und ganzen einfach sehr weit davon entfernt, umzudenken. Die Masse bestimmt nun mal in welche Richtung der Kahn steuert. Die Situation in den 60igern war völlig anders. Eine ganze Generation hat sich auf einmal verändert. Ein Bewusstseinswandel, der sogar Angehörige anderer Generationen mitgerissen hat. Die Auswirkungen sind heute noch spürbar, auch wenn viele heute so tun, als wäre es bei dieser Revolution des Geistes nur um freie Liebe und Vietnam gegangen. All die Freiheiten, die wir heute haben, haben wir einzig dieser Singularität zu verdanken.
Wie willst Du denn so etwas "herstellen"? Das ist ein Massenphänomen gewesen, und es kann nur ein Massenphänomen sein, dass diese Masse, die JETZT lebt, beeinflusst. Die Minderheiten sind für viele angenehmer, weil sie dort vor dieser Masse flüchten können. Also zum Beispiel an Goapartys. Gibt auch andere Beispiele. Aber es ändert nichts.
Ich wiederhol mich: die Menschheit ändert sich nicht, wegen dem Tun von einigen Wenigen, sondern wegen neuer Technologien, soziologischen Veränderungen oder allenfalls aufgrund von politischen Revolutionen (die ich ablehne) oder durch Bewusstseinswandel à la Hippies oder Aufklärung. Natürlich sind die Technologien von einigen wenigen (für die Zukunft: CERN) entwickelt worden, natürlich haben Einzelpersonen neue soziologische Ideen erstellt. Aber erst als die Masse von sich aus, diese Dinge "haben wollte" gab es auch eine Veränderung.
Daher ist Tun, nur der Handlung willen, in Etwa das gleiche, wie wenn man bei Corris 5 Franken spendet. Auf lange Sicht nutzlos, weil ziellos und damit von der Gesellschaftlichen Entwicklung überspült. Klar es ist schön – es freut das Herz, wenn man was „gutes“ gemacht hat, und das soll ja auch so sein. Nur wäre es noch schöner, wenn nicht nur einige wenige irgendwas tun, um ihr Ego, ihr Gewissen oder ihren Ehrgeiz zu befriedigen, sondern ALLE auf einmal gemeinsam eine NEUE Welt wollen. So wie die Hippies, die Aufklärer, die Christen (solange sie noch verfolgt wurden – danach… naja…), die Buddhisten, sogar die Kommunisten (solange sie nicht an der Macht waren – danach… naja…).
Verstehst Du worauf ich hinauswill? Es sind nicht Einzelpersonen die etwas bewirken, sondern die Bewegungsrichtung der Masse selbst, verändert die Welt. Steuern kann man das nicht wirklich, nur beobachten und allenfalls etwas erfinden, das man dann den Massen zum Frass vorwirft. Aber ob sie es essen, aufnehmen, verarbeiten und äh.. ja also das ist gänzlich dem unterworfen, was höchstens die Wahrscheinlichkeitsrechnung erahnen kann. Trends.
Um also die Zukunft zu verändern, die momentan feststeht: eben totale überwachung, hunger, zerfall der zivilisation etc. – um diese nicht eben positive Zukunft zu verändern, müssen wir JETZT was ändern, mit wir meine ich die Masse. Dazu müsste man also herausfinden, was in der Vergangenheit die Masse dazu gebracht hat, einen Bewusstseinswandel „durchzuführen“.
Meiner Ansicht nach waren das schockierende Ereignisse: Die Entdeckung, dass die Welt nicht flach ist. Die Entdeckung, dass der freiheitlichste, demokratischste, beste (usw.) Staat der Welt, wehrlose Frauen und Kinder mit Napalm einäschert. In Europa der Widerwille gegen eine Obrigkeit die sich aus ehemaligen Kriegsverbrechern zusammen setzte.
Natürlich ist all das momentan nicht mehr so – dass die Erde rund ist, reisst kaum jemanden vom Hocker. Die Obrigkeit ist auch zahmer geworden. Alles dümpelt so vor sich hin. Keine grosse Aufregung. In diesem Klima hat die Masse keine Lust und keine Motivation um auf einmal ein neues Bewusstsein zu entwickeln. Wozu denn auch? Ist ja alles gut so wie es ist.
Bis auf das was nicht gut ist, nur das sieht man nicht, will man nicht sehen, denn es zu benennen ist negativ, und wer will schon als jemand negatives gelten?
Also wird sich der eingeschlagene Weg nicht ändern lassen, weil erst wenn wir sozusagen die Früchte dessen Ernten, was die aktuelle Handlungsweise auslösen wird, DANN werden die Menschen gezwungen sein umzudenken und entsprechend wird sich dann eine Menge ändern. Nur dass es dann eigentlich schon zu spät ist, weil wir dann keine Ressourcen mehr haben werden, mit denen man diese Veränderung auch tatsächlich durchführen könnte.
Somit bringt es tatsächlich nicht viel wenn jemand in die Politik einsteigt, und drum ist es logisch dass selbst sehr aktive Politiker nicht viel verändern können: weil die Masse kein Interesse an Veränderung hat. Nicht unbedingt weil es uns zu gut geht. Es geht den meisten Menschen ziemlich schlecht, aber sie merken es gar nicht, weil sie nicht das grosse ganze im Kopf haben, sondern nur ihr individuelles Leben, sie merken nicht, dass Ressourcenverknappung, Regenwaldabholzung, Tiersterben, Kriege irgendwo auf der Welt, auch ihr Leben beeinflussen – dafür ist es zu weit weg. Da ist der anfangs mal zitierte Bauer eben näher. Der ja Subventionen braucht! Nur dass gerade diese Subventionen Einfluss auf den Bauer in Afrika haben, auch das erkennen Einzelpersonen bislang nicht.
Man kann also hinstehen und grosse Reden schwingen, das ändert nichts. Was etwas ändern könnte, wäre eine Art Erfindung von jemandem der wirklich Bescheid weiss (also im Gegensatz zu mir: jemand mit Bildung O:) ), der Dinge analysiert und aufgrund dieser Analyse ein neues Gesellschaftsmodell entwickelt, das von einer breiten Masse begeistert aufgenommen wird. Sieht man jedoch in welche Richtung die Begeisterung der Masse meistens geht, so versteht man auch, warum kaum jemand etwas gegen Kameras etc. hat. Die Menschen, die Menschheit IST (jedenfalls zurzeit) tatsächlich so, wie die Politik das vorlebt. Anders gesagt: die Politik lebt das nicht vor, sondern ahmt nach. Nur wenige sind „aufgewacht“ und merken was daran faul ist. Und diese Wenigen sind zu wenige und werden zu wenige bleiben, bis es nicht mehr anders geht. Dann erst kommt die Masse auch dahinter und beginnt sich zu wehren. Das ist jedenfalls meine Hoffnung. Wehren im Sinn von etwas Verändern. Nicht kriegerisch sondern im Bezug auf das Bewusstsein.
Das was wir brauchen, das was wir geben - das sind wir.
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