Ausgetranced in Goa
Goa – Strandpartys ohne Ende: Das war einmal. Indiens Behörden setzen
plötzlich rigoros Verbote durch, denn sie träumen von sittsamen Gästen
mit dickem Portemonnaie.
Hoch am Himmel leuchtet der Tropenmond. Sanft rollen die Wellen in die
Bucht. Im Schein der Lagerfeuer leuchten Planeten in fluoreszierenden
Farben: neongrün, orange, gelb, pink. Schemenhafte Gestalten flüstern
gestikulierend. Niemand lacht. Nur zwischen den Felsen heult die
Hundemeute. Es ist ein Uhr morgens. Drei Stunden hatte die indische
Polizei gebraucht, um die illegale Strandparty aufzuspüren und
aufzulösen. Sämtliches Musik-Equipment hat sie konfisziert. Ebenso den
Stromgenerator und – natürlich – die Kasse der improvisierten Bar.
Es ist neuerdings still nachts an Goas Stränden. Die Party ist zu Ende.
Dabei machte gerade dieses Image Goa so attraktiv: Hippie-Hochburg,
Freak-City, Aussteiger- Paradies mit traumhaften Stränden, wo alles ein
bisschen lockerer ist, ein bisschen ausgeflippter. Hier ist die Wiege
des Goa-Musikstils – einer Fusion aus indischen Klängen und
psychedelischem Techno. In ganz Europa gehören Goa-Partys inzwischen zum
festen Partyprogramm.
Goa ist nicht Indien. Die Einheimischen sind berühmt – und im übrigen
Indien berüchtigt – für ihre Laisser-faire- Mentalität. «Shanti – keep
cool», lautet ihr Leitspruch. Das kommt den westlichen Sinnsuchern
entgegen, die sich gerne gleich für Wochen oder gar Monate in Goa
einrichten. Doch dieses Jahr ist alles anders. «Bald ist Weihnachten»,
jammert ein tätowierter Engländer, «und in ganz Goa hat noch keine
einzige anständige Party stattgefunden.» Seit Oktober wartet er. Bald,
vertrösten die Einheimischen, bald geht es los.
Doch auch Restaurant-Besitzer und Händler werden nervös. Schliesslich
lebt Goa gut von seinem Ruf: Rund 2,5 Millionen Touristen besuchen jedes
Jahr die 3702 Quadratkilometer grosse ehemalige portugiesische Provinz
an der südwestlichen Küste des Subkontinents. Um 23,5 Prozent sei die
Besucherzahl im letzten Jahr gestiegen, jubiliert das
Fremdenverkehrsamt, und der goanische Tourismus- Minister Mathany
Saldanha rechnet für die Saison 2005/06 mit einer erneuten Steigerung um
sagenhafte 40 Prozent.
Auch bei Schweizern ist Indien diesen Winter eine beliebte Destination,
um Kälte und Feiertagen zu entgehen. Besonders Goa boomt. Der
Feriengigant Hotelplan etwa schickt jede Woche einen voll bepackten
Charter mit 200 Passagieren ins Shanti-Paradies. Rund 90 Prozent dieser
Pauschaltouristen deklarieren ihren Trip zwar als Badeferien. Die
Strandparty gehört aber auch bei ihnen zum Programm. Ein Schnappschuss
von halb nackten Freaks, die ekstatisch in den Sonnenaufgang tanzen, ist
Pflichtbestandteil jeder Ferienfoto-Sammlung.
Die indischen Behörden sehen das neuerdings anders. Laut einem Gesetz
von 2001 ist Musik im Freien nach 22 Uhr verboten. Im Frühling wurde
zudem in ganz Indien Rauchen in Restaurants und auf allen öffentlichen
Plätzen verboten; und der Alkoholkonsum wurde auf Lokale mit Lizenz
beschränkt. Indien möchte ein saubereres Image, und Goa mit seinen
lockeren Sitten steht zuoberst auf der Putzliste.
Als das Musikverbot vor vier Jahren in Kraft trat, löste die Polizei zum
Saisonauftakt alle Strandpartys auf. Aber dieser Aktivismus flaute
jeweils nach wenigen Wochen merklich ab: dank reichlich fliessenden
Bestechungsgeldern, ohne die in Indien gar nichts geht. Dieses Jahr aber
helfen weder Protest noch Bakschisch. In den Partyzentren Vagator und
Anjuna kiffen sich die gelangweilten Gäste die Abende schön und gehen um
23 Uhr schlafen. So etwas wie Nachtleben findet einzig in den
Hotelbunkern von Calangute und Baga statt – Hochburgen des
Pauschaltourismus. Fettleibige Engländer feiern dort mit hochroten
Gesichtern in bester Ballermann-Manier.
«Es ist eine Katastrophe», jammern die Taxifahrer, die sich bei der
Vagator-Beach die Beine in den Bauch stehen. «Vor einem Jahr zur
gleichen Zeit kam man kaum zu Fuss bis hierher, so viel buntes Partyvolk
drängelte nachts zum Strand.» Taxifahrer sind Goas gut informierte
Zentrale, die stets als Erste wissen, wo sich eine Party anbahnt. Doch
diese Saison sei überall tote Hose, klagen sie.
Bird-Watching statt Feiern
Gleich im September gaben die Behörden den Tarif durch. Sie schlossen in
Vagator die Bar «Nine», den Dreh- und Angel-punkt der Partynation. Die
Goaner glauben, das indische Tourismusministerium wolle eine neue
Klientel anziehen: nicht Rucksacktouristen der Habenichtsklasse, sondern
Gäste mit gehobenen Ansprüchen und dickem Portemonnaie. So wie auf den
benachbarten Seychellen. Unwahrscheinlich nur, dass sich Gäste der
Luxuskategorie mit den typisch goanischen Unannehmlichkeiten anfreunden
können – etwa tägliche Stromausfälle, fehlende Sanitäranlagen an den
Stränden, keine Kläranlagen.
Doch Goa will mehr bieten. Das Tourismus-Ministerium empfiehlt
Bird-Watching, Krokodil-Touren oder Cricket-Kurse für Kids. Nur: Immer
noch kommen die meisten Besucher wegen der Strände – und den
Strandpartys. Ihnen dämmert erst vor Ort, dass die Partys vorbei sind.
Es wird noch ein, zwei Saisons dauern, bis sich beim Mainstream-
Publikum herumspricht, dass die schönsten Goa-Partys nicht mehr in Goa
stattfinden. Diese steigen im Sommer an der türkischen Küste und im
Winter in Thailand.
Ausgetranced in Goa
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LittleMissGinger
-
Dudo
Dann kannst gleich ein Weltweites Partyverbot einfordern.Ginger hat geschrieben:Trilobyte, Du hast unsäglich Recht. Bin auch traurig darüber. Goa selbst (in Indien, hehe) wird nie mein Gesicht sehen. Ich bleibe hier in der Schweiz. Willst du Strände, Sonne, gutes Folk? Die Karibik, Süd- und Zentralamerika, etc. etc. haben immer noch manch anderes zu bieten. Auch wenn auch dort vor allem mit ....... geld gemacht wird.
Die wahren Indien-Goa-Freaks sollen mal nach New Dehli reisen. Dort vergeht dir noch manche Lust auf Spass, Sound und Drogen. Mitten in Ungeziefer und Dreck werfen sie ihre Kinder auf die Strasse für Prostitution und Geldmache. Europäer sind Kunden Nr. 1. Doch am Strand kann man ja alles wieder wett machen. Mit Sound und Drugs. Shit.
Ist doch überall das selbe,auch in der Schweiz.
Und was glaubst du warum es den Locals in Goa besser geht,
wahrscheinlich weil die "scheizz Freaks" ihr geld dort lassen,oder?
Nichts für ungut,aber da liegst völlig falsch.
Gruss Dudo
.
- CyBird
- Platin Member

- Beiträge: 554
- Registriert: Di 15. Mär 2005, 22:02
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Bin am wochenende aus Goa zurückgekehrt
Zur Zeit ist wirklich nicht so viel los wie auch schon
Grund dafür ist scheinbar das die Polizeidie vormals in nord Goa war, nun in süd Goa verrichten muss und umgekehrt. rund 7000Euro (Schmiergeld an die Polizei) sind zur Zeit fällig will man eine 72h party auf die beine stellen
Parties waren und sind jedoch regelmässig am laufen, meistens von 5uhr morgens bis abends um zehn
Nach aussagen von Einheimischen, wie auch Organisatoren, sollte sich die lage aber wieder ändern. Vielleicht nicht schon nächste saison aber bald, es sind doch viele Einheimische die ohne die paries einiges wehniger geld verdienen....
Parties waren und sind jedoch regelmässig am laufen, meistens von 5uhr morgens bis abends um zehn
Nach aussagen von Einheimischen, wie auch Organisatoren, sollte sich die lage aber wieder ändern. Vielleicht nicht schon nächste saison aber bald, es sind doch viele Einheimische die ohne die paries einiges wehniger geld verdienen....
- Käpten Hirni
- Platin Member

- Beiträge: 486
- Registriert: Fr 2. Sep 2005, 09:37
- Wohnort: Rapperswil
Ausgeduscht
Hmmm..also wer früher mal in GOA wahr weiss das es heute kaum vergleichbar ist..villeicht trägt jeder auch etwas schuld am Verbot, denn wo Geld gerochen wird wird umstrukturiert..aber ich kann euch sagen es gibt in mexico oder zentral-südamerika genug wunderschöne Orte wo Goapartys noch jeden Monat stattfindet. z.b guatemala san pedro sula..na ja..die Welt dreht sich ja noch und indien ist gross..sehr sogar..ich denke Orte wie Goa gibts bestimmt bessere...wenn nicht schönere unbefleckte...peace..
Liebe Kinder gebt gut acht, Stille bricht ein in dieser Nacht. Seit euch selbst erhellt im Licht, bleibt zufrieden und dicht. Bier schmeckt, Goaner weniger, asozial sind viele..naturbewusst wenige...proscht und Dosenbier..leider keine ferien mehr aber dafür wider ab januar 2009 bis januar 2010..hahaha
Re: Ausgeduscht
Käpten Hirni hat geschrieben:ich denke Orte wie Goa gibts bestimmt bessere...wenn nicht schönere unbefleckte...
... die man bereisen und befeiern kann?
;)
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musik und so
http://www.bufta.ch
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NineBAr hat noch immer offen. Dafür läuft in der ShoreBare und im Primerose nichts mehr.
Ganz ok ist das DolceVita. Eine fixe OutdoorLocation wo dreimal pro Woche Party stattfinden. Einmal pro Woche ist eine Dayparty (10uhr-22uhr) im ShivaValley direkt am Strand... absolut TOP! Hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=trznqs7CLkA
Die Silvesterparty im Hilltop hatte zuerst etwas viele besoffne Inder... tagsüber gings aber geil ab.
Fazit: Goa ist noch immer eine Reise wert. Partys finden statt, wenn auch teils in fixen Outdoorclubs. Neuerdings hat es sehr viele Russen, welche sehr viel Engagement zeigen und Partys auf die Beine stellen.
Ganz ok ist das DolceVita. Eine fixe OutdoorLocation wo dreimal pro Woche Party stattfinden. Einmal pro Woche ist eine Dayparty (10uhr-22uhr) im ShivaValley direkt am Strand... absolut TOP! Hier ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=trznqs7CLkA
Die Silvesterparty im Hilltop hatte zuerst etwas viele besoffne Inder... tagsüber gings aber geil ab.
Fazit: Goa ist noch immer eine Reise wert. Partys finden statt, wenn auch teils in fixen Outdoorclubs. Neuerdings hat es sehr viele Russen, welche sehr viel Engagement zeigen und Partys auf die Beine stellen.
hihi.. also ich gehe vermutlich schon auch mal wieder hin.. 
..und wenn man auf youtube mal nach vagator, anjuna oder arambol sucht und die suche mit "party" oder "trance" oder so verbindet, findet man doch noch so einige neuerdatierte videos von parties.. man muss sich halt einfach zeit lassen, wenn man für 1 oder 2 wochen geht mit dem ziel dort party zu machen, kann es gut sein dass man pech hat und enttäuscht zurückkehrt..
..und wenn man auf youtube mal nach vagator, anjuna oder arambol sucht und die suche mit "party" oder "trance" oder so verbindet, findet man doch noch so einige neuerdatierte videos von parties.. man muss sich halt einfach zeit lassen, wenn man für 1 oder 2 wochen geht mit dem ziel dort party zu machen, kann es gut sein dass man pech hat und enttäuscht zurückkehrt..





