100 Jahre Hofmann in den Medien

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biberfreund

100 Jahre Hofmann in den Medien

Beitrag von biberfreund »

Ich beginne hier mal einen Sammelthread, wo ihr alle Medien-Berichte anlässlich des 100-jährigen Hofmann-Jubiläums reinstellen könnt :-) Ich mache mal den Anfang:

- 10vor10 Beitrag vom 6.1.06:
Der Erfinder von LSD wird 100-jährig.
Vor 67 Jahren entdeckte der Sandoz-Chemiker Albert Hofmann die Modedroge der Hippies, das LSD. Nächste Woche feiert einer der grössten Schweizer Forscher seinen stolzen Geburtstag.
Video-Link: http://www2.sfdrs.ch/var/videoplayer.ph ... 9%3A52.130

- Kulturplatz Beitrag vom 11.1.06 (Nächsten Mittwoch):
Wird bestimmt interessant, es geht um den Einfluss des LSD's auf die Kunst.
Zuletzt geändert von biberfreund am Sa 7. Jan 2006, 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
Psyhigh
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Beitrag von Psyhigh »

cool, merci viel mal!!

ich wünscht meh mensche würdet d'welt so gseh wie er.. und ich hoffe für ihn das sin wunsch in erfüllig gaht und mensche e bewusstsierwiterig werdet dure mache.. mit oder ohni lsd :wink:
Titali

Beitrag von Titali »

hehe, ich war gerade bei meinem vater zuhause und schaute dort schnell die zeitung an "Bieler-Tagblatt" und es war ein riesenbericht über hoffmann und LSD darin :wink: musste schnell meinem vater erklären wer er war und was LSD ist *grins* :twisted: :lol: :twisted:

und hier der bericht:


Und plötzlich dieses Glücksgefühl

Albert Hofmann, der Entdecker des LSD, feiert am Mittwoch seinen 100. Geburtstag. 1943 bastelte der Forscher bei Sandoz an chemischen Verbindungen des Mutterkorns - und entdeckte so die Psychodroge.

Urs Wüthrich

«Alles im Raum drehte sich, und die vertrauten Gegenstände und Möbelstücke nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt ... - Lag ich im Sterben? War das der Übergang?» Nein, das war er nicht, der Übergang vom Leben zum Tod. Denn der Mann, der diese Eindrücke vor über 60 Jahren erlebt hatte und sich noch heute gut daran erinnert, wird am nächsten Mittwoch 100 Jahre alt. Sein Name: Albert Hofmann, Entdecker des LSD.

Am 19. April 1943, um 16.20 Uhr, schluckt der Chemiker in seinem Labor beim Pharmariesen Sandoz in Basel 250 Millionstelgramm Lysergsäure-Diäthylamid und begibt sich auf den ersten LSD-Trip der Menschheitsgeschichte. 40 Minuten später wird ihm schwindlig, Angstgefühle und ein Lachreiz setzen ein. Dann schwingt sich der 37-jährigeForscher auf sein Velo und pedalt schwankend nach Hause. Dort packt ihn die Angst, wahnsinnig geworden zu sein. Er ruft einen Arzt. Aber der kann nicht helfen.
Hofmann erinnert sich in seinen Memoiren, was danach geschah: «Der Schrecken wich allmählich und machte einem Gefühl des Glücks Platz. Jetzt begann ich das unerhörte Farben- und Formenspiel zu geniessen. Kaleidoskopartig drangen bunte, fantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend - besonders merkwürdig war, wie sich alle akustischen Wahrnehmungen in optische Empfindungen verwandelten, etwa das Geräusch einer Türklinke, eines vorbeifahrenden Autos ...»

Vom Gift zum Heilmittel

Albert Hofmann kommt 1906 in Baden zur Welt. Nach der Schulzeit absolviert er eine kaufmännische Lehre, nebenbei büffelt er andere Fächer; er will die Matura nachholen. Als 20-Jähriger nimmt er an der Universität Zürich ein Chemiestudium auf, 4 Jahre später promoviert er mit Auszeichnung. Er wird für die Firma Sandoz tätig, der er bis zu seiner Pensionierung 1971 die Treue halten wird. Hofmann interessiert sich für Arzneimittelpflanzen und Pilze, ihn interessieren besonders die Stickstoffverbindungen des schwer giftigen Mutterkorns, ein Getreidepilz, der vor allem auf Roggenähren vorkommt und seit dem Mittelalter infolge der Beimischung ins Brotgetreide Tausenden von Menschen das Leben gekostet hat.

Ein Gift wird zur Droge

1938 isoliert der junge Chemiker den Grundbaustein der Mutterkorn-Alkaloide, die Lysergsäure. Diese versetzt Hofmann mit einer Reihe anderer Chemikalien - und findet schliesslich das LSD. Lange als Giftträger gefürchtet, mutierte das Mutterkorn allmählich zur Fundgrube für wertvolle Heilmittel. Heute werden Mutterkorn-Alkaloide unter verschiedenen Namen auf den Markt gebracht (etwa das Schmerzmittel Tonopan oder Methergin).

«Nicht harmlos»

In den ersten Jahrzehnten nach Hofmanns Entdeckung gilt auch speziell LSD als viel versprechendes Medikament, es wird unter anderem in der Psychiatrie und der Psychotherapie eingesetzt. Einige Forscher behaupten, dass mittels LSD Alkoholiker von ihrer Sucht befreit und unheilbar Kranke psychisch stabilisiert werden können. Ängste und Schmerzen würden gelindert. Bis Mitte der 60er-Jahre werden in Zeitschriften ermutigende Behandlungsergebnisse bei Tausenden von Patienten publiziert.
Die Euphorie von damals ist der Nüchternheit gewichen. «Heute wird LSD in der Psychiatrie nicht mehr eingesetzt», sagt Professor Hans-Ulrich Fisch, Direktor der Psychiatrischen Poliklinik an der Universität Bern. «Die Ergebnisse mit LSD in den 60er-Jahren waren nicht viel versprechend und alles andere als ermutigend», relativiert er das Potenzial der «Wunderdroge». Und: «LSD ist keine harmlose Substanz.»

«Kein Thema mehr»

Dass LSD laut Professor Fisch «eine gewisse Toxizität» aufweist, war der Woodstock-Generation allerdings wurst. Millionen von Hippies, Künstlern und ganz gewöhnlichen Menschen gingen auf den LSD-Trip. Allein über sieben Millionen Amerikaner hatten bis Anfang der 70er-Jahre LSD-Erfahrungen gesammelt, schätzte die US-Bundesbehörde für Drogen. Aber wie in der Medizin ist auch in Drogenkreisen der Konsum von LSD drastisch zurückgegangen. Diese Erfahrung jedenfalls hat Rita Hubrich, die Leiterin der Drogenberatungsstelle Contact in Bern, gemacht. «LSD ist für uns praktisch kein Thema mehr, es ist von anderen (Designer-)Drogen abgelöst worden.» LSD werde vielleicht noch in einem Prozent aller Anfragen im Zusammenhang mit Drogenproblemen thematisiert.
«Albert Hofmann ist mit seiner Entdeckung des LSD nie reich geworden», sagt sein Freund und Verleger Roger Liggenstorfer aus Solothurn. Die Patente lagen bei der Sandoz, sie erloschen 1963, und seither ist die Formel zur Herstellung von LSD jedermann zugänglich. In Solothurn befindet sich seit drei Jahren das LSD-Archiv, Roger Liggenstorfer besitzt die komplette Sandoz-Kollektion, welche sämtliche weltweit entstandenen LSD-Studien umfasst. Sie kann auf Voranmeldung bei Liggenstorfers Verlag Nachtschatten besichtigt werden.


Ein Buch und ein Symposium

Das neue Buch zum Thema erscheint am nächsten Dienstag, 10. Januar 2006: «Albert Hofmann und die Entdeckung des LSD», M. Brackers, R. Liggenstorfer, Verlag AT. Vom 13. bis am 15. Januar findet in Basel das Internationales Symposium zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann statt. Mit dabei sind über 80 Bewusstseinsforscher, Drogenexperten, Pharmakologen, Künstler und Zeitzeugen aus aller Welt. Auch der Jubilar wird anwesend sein. Für Interviews stehe er aber nicht zur Verfügung, liess er gegenüber dieser Zeitung ausrichten. (sru)

http://www.bielertagblatt.ch/article.cf ... ob=7921310
Titali

Beitrag von Titali »

thanks biberfreund für dä 10vor10-bricht :wink: ich wünsche mir, dass ich mit 100 ou no so fit und weise bi Bild

ich hoffe, dass vieli vieli mönsche sini botschaft ghöre und vorauem verstoh - geh in die natur und schau zum himmel hoch und lass dich führen in die unendlichkeit des universums mit sternenstaub Bild
biberfreund

Beitrag von biberfreund »

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Samstag, den 14.01.2006 (3Sat)

19:20 Uhr
Kulturzeit extra: Der ultimative Trip

Der Erfinder des LSD wird 100
Film von Ralf Breier
Erstausstrahlung

Eher zufällig entdeckt der Schweizer Chemiker Dr. Albert Hofmann 1938 eine psychoaktive Substanz: Lysergsäurediäthylamid, kurz LSD. Ein Millionstel Gramm reicht aus, um wundersame, völlig neuartige Halluzinationen, "bewusstseinserweiternde" Erfahrungen oder Horrortrips hervorzurufen. Die Mikrosubstanz mit der gigantischen Wirkung hat die Welt verändert: In den 1960er Jahren hatte LSD prägenden Einfluss auf Kunst, Literatur und Musik. Heute erlebt die Droge eine Renaissance in therapeutischen Verfahren. Albert Hofmann hat die Droge widersprüchliche Erfahrungen eingebracht: erhellende spirituelle Erlebnisse, Bekanntschaften mit Aldous Huxley und Ernst Jünger sowie viel Kritik.
In seinem hundertsten Lebensjahr blickt Albert Hofmann zurück. Eine Zeitreise mit Aldous Huxley, Ernst Jünger, Timothy Leary, Eric Burdon und anderen.

Mit "Kulturzeit extra: Der ultimative Trip" gratuliert 3sat Albert Hofmann zum 100. Geburtstag am 11. Januar.
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tinu the PsySchlumpf
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Beitrag von tinu the PsySchlumpf »

Hier noch ein netter Bericht bei Heise:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21746/1.html
biberfreund

Beitrag von biberfreund »

Noch ein eher skeptischer (oder vielleicht realistischer?) Artikel in der Weltwoche anlässlich des Symposiums:
Alle lieben Albert

Das Revival von LSD wird nicht von Dauer sein, denn so was hat es nie gegeben. Karriere machen könnte aber der kleine Bruder Psilocybin. Wer ist sein Vater? Derselbe natürlich.

http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetI ... egoryID=66
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Harachte
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Beitrag von Harachte »

hello..

habe gesehen, dass inder "weltwoche" auch ein bericht über das jubiläum drin ist.. evt sieht es sich ja jemand an..

bb
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.

H. Hesse
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Harachte
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Beitrag von Harachte »

sry, da habe ich wohl den oberen link übersehen :roll:
Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.

H. Hesse
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