Angeregt von elias aus dem Thread
http://www.mysticalforum.ch/viewtopic.p ... 5&start=30
hab ich ne Version von Glück aus wissenschaftlicher Basis zusammengefasst.
Vorträge stammen von Manfred Spitzer:
Was ist Glück...
Wie schätzt man das persönliche Glück ein:
- primär überschätzt man sich diesbezüglich (wie bei der Intelligenz oder der Fähigkeit Auto zu fahren)
- Auf einer Skala von 0-10 schätzen sich die meisten auf 8
Wissenschaftliche Untersuchungen über das individuelle Glück sind relativ neu.
Glück im internationalen Vergleich:
- Niemand ist im Schnitt unter 5 (bei einer Skala von 0-10)
- Schweiz führend mit 8.4
- Amerikaner 7.7
- Inder 6.2
- Es gibt einen Zusammenhang von Armut und Glück allerdings nur bis einem monatlichen Durschnitt von 1000$ Einkommen pro Kopf
- alles Durchschnitts-Einkommen darüber macht nicht glücklicher
- System/Gemeinschaft und Kultur beeinflusst das Glück
Glück ist die fast einzige positive Grundemotion.
Über Freude gibt es unter 1000 wissenschaftliche Untersuchungen.
Über negative Emotionen wie Depression gibt es über 70000 Publikationen/Untersuchungen. Über Angst 50000.
Man beschäftigt sich wissenschaftlich kaum mit dem Guten, mit dem Glück.
Das Problem dabei, das schlechte übertrumpft das Gute (Überlebenstriebe).
Das Schlechte wird Priorisiert. Wir stammen schlussendlich von denen ab, welche das Fürchten im Blut hatten, und den Lebensbedrohlichen Gefahren gewichen sind.
Glück und das nachträgliche als Glück empfindens:
- wie beim Schmerz merkt man den letzten Zustand und den Maximalwert im Mittelwert
Das heisst die Zeit hat keine Relation zum Glück
-> deshalb liebe Ärzte -> einfach die Patienten am Schluss noch etwas Leiden lassen (mit weniger Intensivität) um den letzten Zustand zu mildern damit der Patient das Ganze angenehmer beurteilt.
Um ein schönes Erlebnis zu haben und sich daran zu erinnern muss man das Erlebnis abbrechen wenns am schönsten ist. Die Dauer des ganzen ist dabei völlig irrelevant.
Macht Geld glücklich?
- mehr Geld macht nicht mehr Glücklich (ab 1000$ / mt)
- Das Glück hat sich im Laufe der Zeit nicht verbessert (seit dem man es misst (USA seit 1945) Deutschland (1975)) obwohl sich das Einkommen vervielfacht hat.
- Geld scheint nicht glücklich, eher unglücklich zu machen
- Gedanken an Geld machen egoistisch (Reisen alleine, weniger Hilfsbereitschaft, weniger nach Hilfe bitten, eher alleine hinsitzen)
Vergleiche mit anderen:
- wenn man wählen könnten zwischen einem Verdienst von 50'000 währenddessen die anderen alle 60'000 verdienen,
oder einem Verdienst von 10'000 währenddessen alle anderen 9'000 verdienen, würde man das zweite Modell wählen, weil es im Vergleich zu allen anderen mehr ist, obschon es weniger ist als das erste Modell.
- Der Unterschied ist Matschentscheidend und nicht der Gesamtlevel
- Auch bei einem Wettkampf. Der Goldmedialliengewinner ist der Glücklichste, danach kommt der Bronzemedalliengewinner der mehr Glück als der Silbermedailliengewinner ausstrahlt (weil er ja 4. hätte werden können)
Gehirnforschung (seit 2001):
- Positive Überraschung ohne Vorahnung macht Glücklich
- Wahrscheinlichkeit beeinflusst das Glück kohärent
- Was passiert beim Glück. Endorphine werden freigesetzt. Gleichzeitig Dopamin. Es enstehen Synapsen resp. vergrössern sich. Es ändern sich Verbindungen zwischen Nervenzellen -> Lerneffekt tritt ein.
- Lernen steht eng in Verbindung mit Glück -> Lernturbo / Motivator
Glückspilze:
- Genetik beeinflusst den Setpoint des Glückes -> vererbbar.
- wird man in ideale Situationen hineingeboren, kann man fast nur unglücklich werden
- die Nachkriegsgenerationen hatten am meisten Glückserlebnisse aufgrund ihres Fortschrittspotenziales.
Fazit:
- Materielles/Konsum macht Unglücklich (Sachen) aufgrund deren Vergänglichkeit. -> hedonische Tretmühle
- Glücklich machen Erlebnisse, Gemeinschaft, Bewegung.
Was sagt Euch das? Und warum poste ich das hier?
Mein Fazit aus dieser wissenschaftlichen Untersuchung:
GOA Partys wo man tanzt machen uns glücklich !!!
Eindeutig wissenschaftlich bestätigt!