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Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Di 30. Okt 2007, 15:46
von Drachenherz
Der Versuch eines Spontangedichtes...

Stillstand

Gefangene der Gesellschaft glauben wir zu sein
eingeengt im Korsett der Konventionen
abgegrenzt vom Leben, jeder für sich allein
Ein Ausbruch kann sich ja nicht lohnen...

Denn Stillstand gibt auch Sicherheit und Halt
Zufriedenheit in einer stabilen Struktur des Schutzes
Uns aufgedrängt in friedvoller wohlwollender Gewalt
Vom Staat, für uns, und doch so voll des Eigennutzes...

Ausbrechen aus der Struktur des Bürgertums
ist die Devise um den Stillstand zu überwinden
Der eine steigt aus, beim anderen machts "Rumms"
um jenseits etwas erfüllendes für sich zu finden.

Die äusseren Fesseln des Systems zu lösen
heisst nicht unbedingt im Herzen frei zu leben
aber immerhin: Aufwachen und nicht einfach zu dösen
nicht mehr nur nehmen wollen sondern zu geben.

Doch was für mich das wichtigste ist:
Nicht nur eine Form zu leben, äusserlich
Sondern mitten im Leben, befreit vom Mist
mein Herz befreien, Ketten sprengen - innerlich!

Denn daran glaube ich, und bleibe dabei:
Der Körper lässt sich fesseln, die Gedanken sind frei!

Drachenherz, 30.10.2007, 16:30 Uhr bis 16:45 Uhr. :-)

Love + Light

Verfasst: Di 30. Okt 2007, 16:04
von Fallen Angel 2
=D>
Einfach umwerfend!

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 15:10
von halucinognom
jo scho sehr schön...u das i 15min..? =D> =D> O:)

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 16:26
von Drachenherz
@halucinognom:

Jup, hab einfach mal meine Gedanken fliessen lassen und dann ist in diesen 15 min. dieses Gedicht rausgeflossen...

Habe festgestellt, dass das manchmal - aber nicht immer - eine ganz gute Art ist, das "rauszulassen", was in meinem Kopf rumschwebt. Ist noch lustig, manchmal kommen mir solche Gedanken wie "zugeflogen", vom Inhalt her schon praktisch fast ganz fertig.

Ich glaube, ich werde das Gedicht aber nochmal ein wenig überarbeiten, damit die "äussere Form" ein wenig besser "fliesst". Denn wie gesagt, der Inhalt ist meistens schon "ganz da", um es dann aber fertig auszuformen, braucht es dann ein wenig länger.

Es fühlt sich für mich ähnlich an, wie eine Zeichnung oder eine Skulptur herzustellen: Das Grundlegende ist schon da, und ist auch relativ schnell dargestellt, die Feinheiten und Details brauchen dann aber oft noch ein wenig länger Zeit. :-)

Es freut mich, dass euch dieses Gedicht gefällt, denn es kommt "von Herzen". *smile*

Nun, mal schauen, wie lange ich für den Feinschliff noch brauchen werde, hehe.

Bis bald
Love + Light
Andi

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 17:20
von Anam Cara
=D> =D> =D> =D> =D>

sehr schööööööön

"der Körper lässt sich fessel, doch die gedanken sind frei"

so isches doch.... schweifed mer dur die wält mit eusne gedanke und teiled eus mit.... es isch wichtig, irgendwo es fentil zha wo das ganze eifach use muss.... aso schriebed eui chöpf leer :lol: :-D
wenn das bloss so eifach wär.... aber mi vesuechts doch immer wieder....
ha früener mega viel so schriebphasene gha, wos eifach us mir use gflosse isch.... im momänt isch mini inspiration chli brämst... :cry:
hoffe das chunt wieder guet.....
aber finds ächt verdammt guet gschriebe drachi
*komplimänt*

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 18:34
von Titali
Anam Cara hat geschrieben: so isches doch.... schweifed mer dur die wält mit eusne gedanke und teiled eus mit.... es isch wichtig, irgendwo es fentil zha wo das ganze eifach use muss.... aso schriebed eui chöpf leer :lol: :-D
wenn das bloss so eifach wär.... aber mi vesuechts doch immer wieder....
ha früener mega viel so schriebphasene gha, wos eifach us mir use gflosse isch.... im momänt isch mini inspiration chli brämst... :cry:
hoffe das chunt wieder guet.....
aber finds ächt verdammt guet gschriebe drachi
*komplimänt*
genau das ha ich vori amene wichtige mönsch gseit: "ich ha mich frei gschriebe!"

ich kenn das nur zugut, ich cha mich im schriebe viel meh öffne, als mit rede, aber ich bin nüme so offe und inspiriert wie frücher... frücher isches eifacht gflosse...es sind igäbige gsi, hüt ha ich scho viel meh müh! viellecht hets dermit ztüe, dass meh sich ou lääär cha schriebe und nüme soviel ha vo mir wöue pris ghä... schliesslich läset hie jentschti persone mit!

ha allgemein nüm dr glich draht zu mire spiritualität wie frücher... es het agfange nachem tsunami damals im 2004... aber viellecht chunt ja wieder zrugg...

anam cara, hoffnig nid ufghä... wenn zyt da isch, wird ou inspiration wieder hie sie!

schöne obe @ all... and keep writing ;)

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 18:37
von halucinognom
Drachenherz hat geschrieben:Ich glaube, ich werde das Gedicht aber nochmal ein wenig überarbeiten, damit die "äussere Form" ein wenig besser "fliesst". Denn wie gesagt, der Inhalt ist meistens schon "ganz da", um es dann aber fertig auszuformen, braucht es dann ein wenig länger.
Okey, de bini mau gspannt... O:)

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 20:03
von Drachenherz
@halucinognom: Hihi, ich bin selber gespannt, wie der Feinschliff wohl rauskommt. *smile*

@Titali, Anam Cara: Ich kenne das nur zu gut, dieses "nicht fliessen wollen" der Gedanken. Manchmal fliessen sie, manchmal nicht. Ich habe gelernt, mich selber damit abzufinden, denn ich musste für mich erkennen, dass mein Streben danach, meine Gedanken fliessen zu lassen, eben genau der Staudamm im Fluss meiner Gedanken, im Fluss meines Selbst, ist.

Dieses Streben, dieses etwas "haben oder erreichen wollen", das ist für mich eben genau mein Hindernis dabei, wirklich fliessen zu können.

Habt Zuversicht, euer inneres, euer "Wahres Selbst", das war schon immer da und wird auch immer da sein. Nur eben, der Zugang dazu, der wird einem halt verbaut, weil man ihn "erreichen will"... Dieses Wollen, dieses Streben nach dem Zuhause, nach der Rückkehr zu sich selbst, das ist eben genau das Hindernis auf dem Weg dorthin. Wenn man es schafft, nicht mehr weiterkommen zu wollen, dann kommt man weiter. *lach* Ist irgendwie paradox, aber ich musste feststellen, dass das für mich so ist. Wenn ich das so in Gedanken Revue passieren lasse, erkenne ich selber die letzte Zeile der letzten Strophe meines Gedichtes "Der tugendhafte Krieger" in einem neuen Sinn:

[...] Gibst Du alles auf, ist nichts vergebens [...]


Ich verstehe das so: Je mehr wir unser Streben, unser Wollen, unseren "Eigensinn" loslassen... Desto mehr finden wir zu uns selber... Je mehr wie aufgeben, desto mehr erhalten wir...

Oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet: Die "Wahrheit" (bewusst in Gänsefüsschen gesetzt) ist doch wie eine schwebende Feder: Wenn wir sie haben wollen, wenn wir danach greifen, dann stossen wir sie eigentlich von uns, denn durch unser danach greifen erzeugen wir einen Luftstoss, der diese Feder von uns wegtreibt. Aber wenn wir unsere Hand, absichtslos und ruhig, offen halten, dann landet die Feder irgendwann von selbst in unserer Hand...

Hmm... ich weiss nicht, machen meine Worte Sinn?



Love + Light
Andi

PS: Danke für die lobenden Worte. Was mich allerdings noch viel, viel mehr freut, als jegliches Lob, ist, wenn jemand für sich etwas aus meinen Zeilen gewinnen kann. Danke!

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Do 1. Nov 2007, 20:48
von Titali
wOOOw andi, welch poesie in meinen ohren!

merci für dini schöne wort us dim härze use!!!

meh chani irgendwie ou grad nüm säge, bin sprachlos! ich ich wett 1000 sache meine, aber mängisch isch stille am beste!

*thanks* O:)

(to be continued)

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 10:12
von Anam Cara
wouw.......
ebefalls sprachlos....... isch absolut so wies du seisch.... und so isch es so oft im läbe, mi versuecht nach öpisem zgriffe und es entwicht eim immer und den wemmer geduldig wartet, chunts vonelei....
schlüsselwort
geduld........... :-k
scho immer chli mini schwächi gsi

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Fr 2. Nov 2007, 12:09
von Fallen Angel 2
Fehlende Geduld kann auch ein Antrieb sein, sich nicht auf Lorbeeren auszuruhen, die vielleicht sogar vergoldet sind.
Statuen sind Goldig. Menschen sind grün.
Lebt - das Universum antwortet, bietet Mitspieler.
Lässt sich entdecken - ist aber unendlich, in seiner Entdeckungsreise, der einzelne ist eher nicht fähig - alles zu entdecken.
Braucht die Decke - gibt Warm.
Manchmal.
Manchmal ist auch die Kälte Warm.
Im Inneren sind wir eins - im Äusseren Viele.
Im Licht der Erkenntnis - in der Dunkelheit der Klarheit - Duale Hyperrealität.
Ständiger Wandel.
Freude.

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: So 9. Dez 2007, 09:42
von schupperich
Jo, Drachenherz, das ist sprachlich, v.a. rhythmisch ganz stark! Das gäbe einen tollen Rap, dein Gedicht.

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Mo 10. Dez 2007, 21:49
von Anam Cara
also liebe leute... han da au mal es gedichtli gschriebe... scho vor langer ziet mal imene super kriese zuestand und han eu das mal welle zeige...

Angst....

..angst vor der einsamkeit, der absluten isolation der gesellschaft
..angst die familie zu verlieren...
..angst zu denken, seine gefuehle zuzulassen
...angst zu realisieren das alles gepraegt von illusionen ist
..angst den boden unter den fuessen zu verlieren
..angst zu wissen das man sich selbst betruegt und beluegt
..angst zu spuehren das die vielen verschiedenen welten nicht in einer platz haben
..angst, nicht akzeptieren zu koennen wie das leben ist
...angst vor dem leben... vor dem sterben
..angst vor liebe und hass.. hoehe und tiefe... friede und leid
...angst sich selbst niemals zu finden
...angst vor dem weg der durch ein riesiges labirint hindurch geht
...angst vor dem ein und ausatmen
...angst vor der existenz, vor sich selbst
...angst zu erwachen und sich nirgends mitteilen zu koennen
...angst, missverstanden zu werden
...angst vor unterdrueckung, schuldgefuehlen, isolation...
..angst dem herzen der seele niemals gerecht zu werden
..angst...... dieses puzzle nimals vollenden zu koennen

und.....
angst.... all diese scheissaengste niemals loslassen zu koennen.....

..

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Mo 10. Dez 2007, 21:58
von Elias
Verzückung *

Pochendes Herz,
eine offene Tür, ein Geheimnis lockt uns.
Es flüstert: Flieg und sei frei.
Verwandle deinen Scham und sei stolz.

Wer flüstert uns das zu?
Wer ist da hinter der Tür, der uns so gut kennt?

Jedes Haar kennt er
und jedes Geheimnis,
jeden Schmetterling
und jeden gequälten Schrei.

Quantenphysik ist ein Kinderspiel für ihn,
dein leisester Schmerz ist wichtiger.

Er ist nicht der, für den du ihn hieltest.
Er war nie, er ist ein Sein.
Er ist nicht an törichte Projektionen gebunden [...]

Komm. Versteck dich nicht länger.
Lauf nicht mehr weg.
Suche nicht weiter.
Weine nicht mehr.
Hör auf zu schlagen.
Sehne dich nicht länger.
Hör auf etwas zu beweisen.
Hör auf zu zerstören.
Verteidige dich nicht länger.
Greif nicht mehr an.
Entspanne dich.

Komm her, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier, ich bin hier.

Er steht vor der Tür. Er steht hinter der Tür.
Er ist die Tür.
Er ist.

A M E N

Re: Ausbruch - Aufbruch

Verfasst: Mo 10. Dez 2007, 22:48
von MinniM
Ja, die Angst ist etwas schreckliches, denn wir können sie nicht kontrollieren.
Das Beste für mich ist, die Angst dem Schicksal zu übergeben.
Ruhe ist für mich auch ganz gute Medizin,
oder tiefes durch Atmen kann Wunder bewirken.

Sich der Angst hin zu geben, währe ein Anfang
sich der Angst zu stellen, wäre das Beste
Sich der Angst zu unterdrücken, Selbstmord

mit tiefem Atmen ja jeder ist voll. Erfühlt voll von licht,
auch wen die Dunkelheit, noch so dunkel ist.
Erfühlt von der Pracht, des ewigen Licht,
macht sich der Krieger, auf den langen Weg.

In ein Land, voll scheinender Geschöpf,
Das sich anfühlt, als währe es das Paradies.
Dort scheint die Sonne, von undenkbarer Kraft.
Dise Welt ist von Gottes hand gemacht.

Nur mit meinen Augen, sah ich es nie.
oder schaute ich zu weit, es ist ganz nach.
So nach das es nichts mehr zu verbergen gibt.
Das wir eins sind auf einer Welle.