Goapartys
Verfasst: So 21. Okt 2007, 20:14
Es erfasst mich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, es ist wie ein Fieber, das Gesund macht, es ist ein Schmetterlingsflügelschlag der mein persönliches Klima durcheinanderwirbelt. Es ist Goa. Nur ein Name, doch ein Klang hat dieser Name, ganz viele Klänge wenn man's genau nimmt, doch so genau nehme ich es nicht, es verändert das Leben, die Welt, in der ich lebe, den Augenblick in dem ich mich erkenne und fühle was es heisst, am leben zu sein. Nicht beschreiben lässt es sich und dennoch möchte ich wenigstens einmal sozusagen versuchen, obwohl der Versuch in sich zum Scheitern verurteilt ist, da es mehr ist, als Worte und Bilder jemals ausdrücken könnten (nun ja abgesehen von Dideldum, diese Bilder vermitteln einen guten Eindruck, insbesondere Chutzehöhli und Hugoparty).
Die Menschen an diesen Partys haben mir so viel gegeben wie kaum etwas anderes in diesem Leben. Sei es durch Gespräche, sei es einfach durch ihre Anwesenheit, ihr Sein, dass sie da waren in all den Jahren. Dass sie all dies organisiert und ermöglicht haben. Dadurch dass sie getanzt haben. In ihrer Kleidung zum Ausdruck brachten, wie sie sich damit identifizieren, oder auch jene, die genau das nicht taten, und einfach nur ihr Inneres nach Aussen kehrten. Sich öffneten. Ich denke, es braucht beides. Und beides ist vorhanden.
Es gab schon Threads, was würdest Du tun, wenn es keine Partys mehr gäbe. Und natürlich würde man immer noch leben. Partys sind kein Ersatz für das Leben. Und doch wüsste ich nicht was ich für ein Mensch wäre, wenn es sie nie gegeben hätte. Es gab sie und ich war an Goas, und bin es noch, und das allein ist es was zählt. Es hat mich geformt, mir Augen geöffnet, von denen ich noch nicht mal wusste, dass es sie gibt. Eine neue Perspektive ist gar kein Ausdruck dafür.
Es schmerzt mich immer, wenn ich höre, dass manche diese Sichtweise als eine Art von rosaroter Brille betrachten. Denn diese Art von Kritik ist nicht progressiv, sondern negierend. Ausschliessend, und falsch, berücksichtigt man, dass ich die Erlebnisse ja hatte. Nein das "helle" wie auch das "dunkle" das gerade an den etwas längeren Partys ganz besonders zum Ausdruck kommen, lässt sich nicht einfach wegdiskutieren, da bin ich fundamentalistisch. Und erst noch stolz drauf.
Es gibt einen wichtigen Grund, dies ins Mystic und Aussergewöhnliches zu schreiben. Denn es ist aussergewöhnlich - ja es ist sogar mystisch. Das Sammelsurium aus Menschen, Klängen, und Farben, die selbst im Winter Licht in mein Herz trugen, die sogar meine Sicht vom Winter veränderten, wer einmal eine Schneelandschaft bei Vollmond gesehen hat, weiss was ich meine. Das ist mystisch, ist voller Kraft und ..ja voller Liebe.
Ich habe immer wieder versucht anderen zu beschreiben, was ich hier schreibe, doch selbst bei denen, die für mich Inspiration sind in ihrem ganzen sein, stösst man dabei auf taube Ohren, gilt als unrealistisch. Das ist paradox, und doch auch verständlich, und irgendwie lustig und schön.
Ich will niemanden von meiner Sicht überzeugen (nicht mehr), ich will nur einmal sagen, wie ich es sehe, wie ich es erlebe.
Es gibt für mich einen Goaspirit, er lebt in allen und jedem einzelnen der an eine Goaparty geht, ist das, was entsteht, wenn Menschen sich treffen um zu feiern, um einfach da zu sein, oder was auch immer jeden einzelnen für sich genommen dort hintreibt. Mag sein, dass dieser Spirit manchmal tatsächlich ausgeprägter ist, und vielleicht sind das die kleinen Partys, bei denen all jene sind, die man dort vermuten würde (siehe Hugoparty, ich war übrigens nicht dort, smile und schluchz). Diese ganz besonderen, kleinen Partys sind wie leuchtende Juwelen in der Outdoor-Landschaft, die über die Jahre in meinem Gedächtnis entstanden sind.
Doch auch grössere Partys, nehmen wir Cryptical Wedding oder Summers End Festival, in ihrer Intensität und Kraft vergleichbar mit einem Vulkan der Liebe, der Erkenntnis versprüht. Und Freude (sowie alle anderen Emotionen des menschlichen Lebens). Dies alles gibt mir unendlich viel.
Kann das kaputt gehen? immer wenn man etwas gefunden hat, das einem einen Lichtdurchflutenden Korridor in ein neues Leben bietet, so geniesst man es erst, doch irgendwann hat man vielleicht auch Angst darum. Hört Negatives, Stimmungen die nicht dem Bild entsprechen, das man hat. Es entsteht Angst, dies zu verlieren. Man frägt sich vielleicht trage ich zum Spirit bei, oder hindere ich ihn vielleicht sogar an der Entfaltung?
Doch all diese Gedanken täuschen darüber hinweg, dass es immer noch da ist, egal was wir tun. Wir können ein Teil dessen sein, oder uns davon ausschliessen, andere ausschliessen oder integrieren, und doch gehört dies alles zum ganzen Spektrum des Goa-Lebens dazu.
Denn die Freiheit dort zu sein, ist es letztlich was uns verbindet, selbst wenn wir getrennt sind. Doch die Liebe zum Sound allein genügt bereits, einander zu erkennen. Nicht jeder Mensch ist gleich frei in seinen Handlungen. Viele Zwänge sind ein Teil unserer Existenz. Doch jeder Schritt den ich je getanzt habe, hat mich einen Schritt weit befreit. Jedes Lächeln das ich empfing oder weitergab, löste einen Teil der Verhärtung, dieses Lebens.
Allen Zweifeln zum Trotz: Nie habe ich vergessen, all das zu lieben. Und all die Menschen dort. Nicht alle, nicht immer, mich selbst auch nicht immer. Genausowenig wie ich es von allen anderen erwarten möchte. Nein, wir sind Menschen, "wie Du und ich" und Sympathie und Antipathie nehmen ihren Platz in dieser Welt in der Welt genauso ein, wie überall sonst. Aber: immer wieder findet man dazu zurück wird überrascht, überrascht selbst. Nicht Enttäuscht, sondern das Gegenteil, Wahrgenommen.
Wahrnehmen und Wahrgenommen werden.
Ich bin Dankbar dass es das gibt. Ich danke Dir, dass es Dich gibt. Du gehörst dazu, bist ein Teil dieser wunderschönen Welt.
Die Menschen an diesen Partys haben mir so viel gegeben wie kaum etwas anderes in diesem Leben. Sei es durch Gespräche, sei es einfach durch ihre Anwesenheit, ihr Sein, dass sie da waren in all den Jahren. Dass sie all dies organisiert und ermöglicht haben. Dadurch dass sie getanzt haben. In ihrer Kleidung zum Ausdruck brachten, wie sie sich damit identifizieren, oder auch jene, die genau das nicht taten, und einfach nur ihr Inneres nach Aussen kehrten. Sich öffneten. Ich denke, es braucht beides. Und beides ist vorhanden.
Es gab schon Threads, was würdest Du tun, wenn es keine Partys mehr gäbe. Und natürlich würde man immer noch leben. Partys sind kein Ersatz für das Leben. Und doch wüsste ich nicht was ich für ein Mensch wäre, wenn es sie nie gegeben hätte. Es gab sie und ich war an Goas, und bin es noch, und das allein ist es was zählt. Es hat mich geformt, mir Augen geöffnet, von denen ich noch nicht mal wusste, dass es sie gibt. Eine neue Perspektive ist gar kein Ausdruck dafür.
Es schmerzt mich immer, wenn ich höre, dass manche diese Sichtweise als eine Art von rosaroter Brille betrachten. Denn diese Art von Kritik ist nicht progressiv, sondern negierend. Ausschliessend, und falsch, berücksichtigt man, dass ich die Erlebnisse ja hatte. Nein das "helle" wie auch das "dunkle" das gerade an den etwas längeren Partys ganz besonders zum Ausdruck kommen, lässt sich nicht einfach wegdiskutieren, da bin ich fundamentalistisch. Und erst noch stolz drauf.
Es gibt einen wichtigen Grund, dies ins Mystic und Aussergewöhnliches zu schreiben. Denn es ist aussergewöhnlich - ja es ist sogar mystisch. Das Sammelsurium aus Menschen, Klängen, und Farben, die selbst im Winter Licht in mein Herz trugen, die sogar meine Sicht vom Winter veränderten, wer einmal eine Schneelandschaft bei Vollmond gesehen hat, weiss was ich meine. Das ist mystisch, ist voller Kraft und ..ja voller Liebe.
Ich habe immer wieder versucht anderen zu beschreiben, was ich hier schreibe, doch selbst bei denen, die für mich Inspiration sind in ihrem ganzen sein, stösst man dabei auf taube Ohren, gilt als unrealistisch. Das ist paradox, und doch auch verständlich, und irgendwie lustig und schön.
Ich will niemanden von meiner Sicht überzeugen (nicht mehr), ich will nur einmal sagen, wie ich es sehe, wie ich es erlebe.
Es gibt für mich einen Goaspirit, er lebt in allen und jedem einzelnen der an eine Goaparty geht, ist das, was entsteht, wenn Menschen sich treffen um zu feiern, um einfach da zu sein, oder was auch immer jeden einzelnen für sich genommen dort hintreibt. Mag sein, dass dieser Spirit manchmal tatsächlich ausgeprägter ist, und vielleicht sind das die kleinen Partys, bei denen all jene sind, die man dort vermuten würde (siehe Hugoparty, ich war übrigens nicht dort, smile und schluchz). Diese ganz besonderen, kleinen Partys sind wie leuchtende Juwelen in der Outdoor-Landschaft, die über die Jahre in meinem Gedächtnis entstanden sind.
Doch auch grössere Partys, nehmen wir Cryptical Wedding oder Summers End Festival, in ihrer Intensität und Kraft vergleichbar mit einem Vulkan der Liebe, der Erkenntnis versprüht. Und Freude (sowie alle anderen Emotionen des menschlichen Lebens). Dies alles gibt mir unendlich viel.
Kann das kaputt gehen? immer wenn man etwas gefunden hat, das einem einen Lichtdurchflutenden Korridor in ein neues Leben bietet, so geniesst man es erst, doch irgendwann hat man vielleicht auch Angst darum. Hört Negatives, Stimmungen die nicht dem Bild entsprechen, das man hat. Es entsteht Angst, dies zu verlieren. Man frägt sich vielleicht trage ich zum Spirit bei, oder hindere ich ihn vielleicht sogar an der Entfaltung?
Doch all diese Gedanken täuschen darüber hinweg, dass es immer noch da ist, egal was wir tun. Wir können ein Teil dessen sein, oder uns davon ausschliessen, andere ausschliessen oder integrieren, und doch gehört dies alles zum ganzen Spektrum des Goa-Lebens dazu.
Denn die Freiheit dort zu sein, ist es letztlich was uns verbindet, selbst wenn wir getrennt sind. Doch die Liebe zum Sound allein genügt bereits, einander zu erkennen. Nicht jeder Mensch ist gleich frei in seinen Handlungen. Viele Zwänge sind ein Teil unserer Existenz. Doch jeder Schritt den ich je getanzt habe, hat mich einen Schritt weit befreit. Jedes Lächeln das ich empfing oder weitergab, löste einen Teil der Verhärtung, dieses Lebens.
Allen Zweifeln zum Trotz: Nie habe ich vergessen, all das zu lieben. Und all die Menschen dort. Nicht alle, nicht immer, mich selbst auch nicht immer. Genausowenig wie ich es von allen anderen erwarten möchte. Nein, wir sind Menschen, "wie Du und ich" und Sympathie und Antipathie nehmen ihren Platz in dieser Welt in der Welt genauso ein, wie überall sonst. Aber: immer wieder findet man dazu zurück wird überrascht, überrascht selbst. Nicht Enttäuscht, sondern das Gegenteil, Wahrgenommen.
Wahrnehmen und Wahrgenommen werden.
Ich bin Dankbar dass es das gibt. Ich danke Dir, dass es Dich gibt. Du gehörst dazu, bist ein Teil dieser wunderschönen Welt.