( (( {-_{-_-}_-} )) ) hat geschrieben:wie kommen die denn drauf, dass überhaupt nur irgendetwas ist ??
das soll mir erst mal einer beweisen... *ggg*
Ich würde sagen, sie kommen deswegen darauf, weil sie jeden Tag eine vermeintliche Welt erfahren und es naheliegend ist. Und da man keinen bewussten oder unbewussten Grund finden kann, dass man sich die Welt selbst erschafft, scheint sie viel mehr eine durch Sinne und Verstand modifizierte Form einer außerhalb von uns befindlichen Entität zu sein, von der wir lediglich eine durch unser physisches Wesen bedingte "Interpretation", eben diese Form, erfahren können, was die wenigsten bestreiten würden.
Allerdings lässt sich kein objektiver Beweis für die Realität der Außenwelt finden, und dies hat was mit dem von dir angesprochenen Zusammenfallen von Subjekt und Objekt zu tun. Denn alles was Welt ist, unter diesem Begriff je gemeint wurde (jemals gemeint werden kann), ist in erster Linie Vorstellung, und steht damit in einer zwingenden Beziehung zum Subjekt. Ein Subjekt wird aber nicht betrachtet, sondern immer nur Objekte, die eben ausnahmslos Vorstellungen sind.
Die Realität und die mit ihr verbundenen Erkenntnisse anzuzweifeln (Skeptizismus), ist dennoch keine zwingende (auch keine kausale) Folgerung aus dem soeben Gesagtem. Denn sie würde Kausalität aufheben, was die höchste philosophische und naturwissenschaftliche
Wahrheit ist, der sich die Menschheit je bewusst gewesen ist ("Alles was geschieht, hat einen zureichende Grund" -> "da ich mich selbst nicht affiziere (heißt so viel wie "den Input für meine Sinne erzeuge" oder "die Sinne nur gemeine Einbildungen sind",
die mich bloß in die Irre führen wollen 
), muss es etwas geben, was mich affiziert" (Kausalität)). Dies aufzuheben und zu behaupten, die Welt gibt es nicht, ich bilde sie mir ein, scheint ein noch größeres Unding des menschlichen Geistes zu sein.
Aufgrund des Fehlens eines absoluten Beweises für die Realität der Außenwelt lässt sich aber grundsätzlich alles anzweifeln.
( (( {-_{-_-}_-} )) ) hat geschrieben:
wenn es "nichts" nicht geben kann, wie kann dann etwas "sein"?
Ich versuche mal diese Frage zu beantworten:
Das "Sein" ist Existenz. Wir diskutieren i.d.R. über Dinge, die entweder existieren (Objekte und ihre kausalen Zusammenhänge) oder vorstellbar sind. Denn alles was vorstellbar ist, ist eine potentielle Erfahrung. Über was wir nicht diskutieren können, sind Dinge, die wir weder vorstellen noch erfahren können. Wie könnte ich über etwas sprechen, was nicht ist oder nicht sein kann? Selbst wenn man über Vorstellungen von Gott spricht (die meistens religiös sind), ein völlig transzendentes "Wesen", das in der Erfahrung nicht ist, sind das dennoch immer auf der Erfahrung beruhende Vorstellungen, die wenig mit einer möglichen Wahrheit zu tun haben.
"Nicht-Sein" oder "Nichts" dagegen hin steht immer in Relation zu etwas anderem, was "ist", und macht in keiner anderen Weise Sinn: "auf dem Tisch befindet sich nichts", "es ist nichts passiert", "es gibt nichts zu diskutieren" etc.
Also können wir nicht ein "Nichts überhaupt" (Nichts an sich oder das unbedingte Nichts) denken. Das "Sein an sich" oder "das unbedingte Sein" ist aber schon vorstellbar, wenn auch nicht vollständig erklärbar (siehe unsere Welt). Selbst wenn die Welt nur eine Einbildung wäre (und dies muss sie denke ich mindestens
sein), ist das immer noch mehr als das "absolute Nichts".