Seite 1 von 1

Einladung

Verfasst: Fr 29. Dez 2006, 12:24
von Salemar
hoi zäme...ich bin im net auf dieses "gedicht" gestossen, welches eben einladung heisst. ich musste es einfach hier posten, denn es spricht mir aus der seele...

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual.
Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen.
Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig.
Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst.
Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: "Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt.
Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

(Oriah Mountain Dreamer)

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 12:49
von nara
und ich sehne mich genau danach
Und ich sehne mich genau danach den Vorwurf des Verrats zu ertragen
Und ich sehne mich genau danach den Schmerz in mir hinzunehmen
Und ich sehne mich genau danach mit dir im Feuer zu stehen
Und ich sehne mich genau danach ehrlich „Ja“ zu schreien
Und ich sehne mich genau danach meinem Herzen gegenüber zu stehen
Und ich sehne mich genau danach mit mir alleine zu tanzen
aus der Sehnsucht endlich meine Seele zu leben

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 16:38
von Shmahu
vieles davon kann ich (noch) nicht und manchmal vergesse ich sogar es anzustreben.... aber du hast mich gerade wieder daran erinnert, salemar. zum genau richtigen zeitpunkt.
danke.

Verfasst: Sa 30. Dez 2006, 17:01
von Waldgnurpf
hmmm gefällt mir :razz:

Verfasst: Sa 20. Jan 2007, 17:45
von Salemar
:-)

Verfasst: So 21. Jan 2007, 13:19
von sunshaker
=D>
[-o<

sich so zu geben ist manchmal schwer...doch Zeichen gibt es....die zeigen...

Danke

Verfasst: So 21. Jan 2007, 13:31
von GlücklichAmTanzen
ha da au nu öbbis. Eifach numä schön



Achte gut auf diesen Tag

Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben -
das Leben allen Lebens.

In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wircklichkeit und Wahrheit des Daseins, die Wonne des Wachsens, die Herrlichkeit der Kraft.

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch - recht gelebt -
macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück
und das Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag

(aus dem Sanskrit)

Verfasst: Do 8. Mär 2007, 18:55
von %A%
i love you all so much beyound all convention

Verfasst: Do 15. Mär 2007, 14:18
von Shmahu
ich han emal s original agluegt vo "die einladung" und gmerkt, dass di dütsch übersetzig zum teil chli happeret... han drum nach bessere übersetzige gsuecht. d underschiid sind zwar nur chli, aber für mich entscheidend, und drum postis da grad nomal:


Einladung

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst.
Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist
und ob Du davon zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.
Ich will wissen, ob Du es riskierst wie ein Narr auszusehen
um Deiner Liebe willen
um Deiner Träume willen
und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen.
Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast
ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat
oder ob Du verschlossen bist
aus Angst vor weiterer Qual.

Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz dasitzen kannst
meinem oder Deinem eigenen
ohne zu versuchen ihn zu verbergen
oder zu mindern
oder ihn zu beseitigen.

Ich will wissen, ob Du mit der Freude dasein kannst
meiner oder Deiner eigenen
ob Du mit Wildheit tanzen
und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen
ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen
oder zur Vernunft
oder an die Grenzen des Menschseins zu erinnern.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst
um Dir selber treu zu sein.
Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst
und nicht Deine eigene Seele verrätst.
Ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst
selbst wenn sie nicht immer angenehm ist
und ob Du dein Leben aus ihrer Allgegenwärtigkeit speisen kannst.

Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern leben kannst
meinem und Deinem eigenen
und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst
und zu dem Silber des Vollmondes rufst:
"Ja!"

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast.
Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst
nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung
erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen
und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst und wie Du hergekommen bist.
Ich will wissen, ob Du in der Mitte des Feuers stehen wirst
mit mir
und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast.
Ich will wissen, was Dich von innen hält
wenn sonst alles wegfällt.

Ich will wissen, ob Du allein sein kannst
und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

(Oriah Mountain Dreamer)

Verfasst: So 20. Mai 2007, 20:20
von %A%
Herr, mach mich zu einem Werkzeug des Friedens,
lass mich Liebe bringen in den Hass,
Verzeihung in die Schuld,
Glauben in den Zweifel,
Hoffnung in die Verzweiflung,
Licht in das Dunkel,
Freude in die Traurigkeit.
Herr, Lass mich mehr danach trachten
zu trösten, als Trost zu zu finden,
zu verstehen, als Verstäntnis zu finden,
zu lieben, als Liebe zu finden.
Denn im Geben empfange ich,
im Verzeihen erfahre ich Verzeigung,
im Sterben stehe ich auf zum ewigen Leben.

(vom heiligen Franziskus..aus dem Tibetischn Buch vom Leben und Sterben SEite 428)..das hat ich grade so EINLADEND berührt..