Wie kommt der Mensch zu spiritueller Erleuchtung?
Verfasst: Sa 13. Mär 2010, 15:38
Wir alle suchen etwas, hocken irgend einem Trend, einer Strömung auf. Oftmals wohl vor allem, weil wir nicht genau wissen, nach was wir suchen sollen. Wir wollen alle irgend eine Art der Erfüllung. Viele finde diese im Konsum von was auch immer. Shopping, Drogen, materielle Güter, schönes Auto, schöne Kleider etc. Aber irgendwie erkennt wohl jeder irgendwann, das diese Erfüllung immer nur von kurzer Dauer ist und letztendlich gar keine Erfüllung ist. Was braucht der Mensch also, um zur absoluten Erfüllung oder sagen wir eben Erleuchtung kommt?
Zuerst müsste man diese Erleuchtung definieren. Damit ist natürlich nicht eine religiöse Erkenntnis eines personifizierten Gottes gemeint, der da irgendwas werkelt, wodurch es einem dann besser geht, weil man an ihn glaubt. Ich meine damit das absolute Gefühl der Freiheit von gesellschaftlich bedingten Zwängen, innerlichen, psychischen Unruhen bedingt durch eigene Zwänge, Ängste, Neurosen etc., die absolute Freiheit vom Gefühl der Abhängigkeit von materiellen Gütern und vor allem die Erkenntnis, Teil eines grösseren Ganzen zu sein, die Erkenntnis, dass da mehr ist, als wir sehen, fühlen, hören, ein uneingeschränktes Gefühl der Verbundenheit mit dem Universum, die Erkenntnis, dass alles fliesst und alles unendlich ist.
Ein Mensch, der sich in einem solchen Zustand befindet, wäre wohl in völliger Zufriedenheit mit sich selbst und seinem Umfeld, seinen Mitmenschen. Er wäre sorgenlos und unendlich frei, da er weis, dass sich alles zum Guten wenden wird. Er hätte keine Abhängigkeit von Moden, Styles, Dingen, die in oder out sind, würde sich zu keiner Gruppe zählen, zu keiner Rasse, wäre uneingeschränkt sich selbst und geht seinen Weg so, wie er es will. Die höchste Stufe wäre die Auflösung der Grenze zwischen Leben und Tod. Das Leben würde einfach weitergehen, da die Erkenntnis vorhanden ist, dass Materie auch Energie ist und wer diese Erkenntnis vollends in sich aufnehmen würde, könnte durch einen umfassenden Quantensprung seine ganze Seinsebene in immer vorhandene Energie umwandeln...und das unter Umständen ohne seine Erscheinung in der Dimension von Raum und Zeit zu verändern.
Was also braucht es, um Schritte auf dem Weg zu diesem Ziel zu unternehmen? Das Ziel ist sehr hoch gesetzt und der Weg dorthin ist steinig und extrem mühsam zu bewältigen. Aus diesem Grund führen nur sehr kleine Schritte letztendlich zum Ziel. Was denkt ihr, wäre nötig und machbar?
Enthaltsamkeit ist sicher ein Schlüsselwort. Aber nicht so, dass man sich in etwas verkrampft. Die Erkenntnis, dass wir gewisse Dinge eigentlich nicht nötig hätten, muss vorangehen und sie muss vollends in sich aufgenommen werden.
Also:
- Enthaltsamkeit von Drogen/Genussmitteln?
- Befreiung von Mode- und Stilzwängen?
- Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen (ich muss so oder so daherkommen, damit ich bei dem oder dem diese oder diese Wirkung erziele, innerlich wie äusserlich)?
- wie siehts aus mit sexueller Enthaltsamkeit?
Das ist eine Frage, die mich schon lange beschäftigt. Denn die Erschaffung von Leben hängt ja stark mit sexuellen Bedürfnissen zusammen. Natürlich ist das Ganze heutzutage völlig aus den Fugen geraten mit der ganzen Übersexualisierung...aber...kann ein frei gelebtes Sexualeben zur spirituellen Entwicklung beitragen oder ist es dabei eher hinderlich? Die Christen haben ja da eine sehr festgefahrene Meinung, die ich eigentlich völlig daneben finde.
- Suche nach dem Zugang zu höheren Dimensionen/"back to nature"/Naturrituale/Rückkehr zu unseren Wurzeln?
Das Ganze beschäftigt mich im Moment sehr stark, weil ich mich in einer Phase befinde, in der die Frage nach dem eigenen Ich extrem im Vordergrund steht. Nach Rudolf Steiner durchlebt der Mensch alle sieben Jahre eine starke Phase der Veränderung. Interessant, denn ich bin jetzt 21 und habe noch selten eine so starke Veränderung in mir verspürt. Aber es ist nicht nur eine innerliche Veränderung, sondern es sind auch die Veränderungen im Umfeld, die einem verändern. Ich frage mich die ganze Zeit, wer ich bin. Und bei dieser Suche driftet man als moderner Mensch immer wieder in materielle Sackgassen ab. Die Gesellschaft bietet uns eine dermassen grosse Fülle an Möglichkeiten, Produkten, Medien, alles wird immer schneller und besser und billiger. Man versinkt geradezu in einem Meer aus Gedanken bezüglich der Dinge, die man noch ausprobieren/kaufen/versuchen könnte, Strömungen und Moden, denen man noch aufhocken könnte. Reduziert man das alles auf den absoluten Nullpunkt, bin ich nur Mensch und das wäre doch eigentlich das Ziel...oder zumindest ein erstes Ziel auf dem langen Weg der spirituellen Erleuchtung.
Ich arbeite im Moment auf einem Bauernhof und irgendwie hat die Arbeit dort etwas sehr Erfüllendes. Denn man tut eigentlich kaum anderes als arbeiten und schlafen. Man hat gar keine Zeit, sich irgendwelchen gesellschaftlichen/konsumorientierten Zwängen unterzuordnen. Trotzdem ist dauernd ein innerliches Reissen da. Wie erfüllend muss es doch sein, frei zu sein von all dem Scheiss und einfach nur Mensch zu sein.
Aber nein, der Mensch ist ein Herdentier. Er braucht Zustimmung, Akzeptanz, Gleichgesinnte, mit denen er sich austauschen kann. Und irgendwann identifiziert er sich mit ihnen und wird ein Teil der Herde. Und als Teil der Herde verändert sich unweigerlich auch sein Äusseres und er bewegt sich bereits wieder ein Stück vom absoluten Nullpunkt weg.
Interessant ist dabei auch die Rolle des Geldes. Früher hatte ich sehr wenig Geld. Dann hatte ich meinen Job als Tellerwäscher und plötzlich waren da 2000 Franken im Monat vorhanden, die, dadurch dass ich noch zuhause wohnte, mir als sehr viel Geld vorkamen. Plötzlich setzte sich da etwas in Gang und auf einmal sind da 5 mal so viele Bedürfnisse vorhanden wie vorher. Die Abhängigkeit vom Geld ist meiner Meinung nach ein extrem wichtiger Faktor bei der Art und Weise wie uns das System bremst und runterzieht. Dabei wäre das doch alles so irrelevant!!!
Weg vom Materialismus, zurück zu mehr Zeit mit sich selbst und seinen Gedanken, mehr Auseinandersetzung mit höheren Ebenen, mit der Natur, den höheren Gefügen im Universum und deren Wirkung auf uns und unser Umfeld. Solche Dinge wären der Schlüssel zu verstärkter innerer Zufriedenheit, zu stark verminderten psychischen Problemen, zu besserem Verständnis unserer Aufgabe als Mensch auf dieser Welt etc.
ABER dazu ist ein enorm starker Wille nötig, Durchsetzungsvermögen, die Stärke, sich von gesellschaftlichen Zwängen und Konsumtrieben zu befreien, das Einfühlungsvermögen in die anderen Welten muss vorhanden sein und wir sind in dieser Hinsicht dermassen verstümmelt, dass es enorm schwierig ist für uns.
Womöglich müsste man nach Grönland ziehen oder in den Urwald, um auf diesem Weg überhaupt etwas zu erreichen.
Aber ja, Freiheit ist wohl das Schlüsselwort, in jeder Beziehung...
Zuerst müsste man diese Erleuchtung definieren. Damit ist natürlich nicht eine religiöse Erkenntnis eines personifizierten Gottes gemeint, der da irgendwas werkelt, wodurch es einem dann besser geht, weil man an ihn glaubt. Ich meine damit das absolute Gefühl der Freiheit von gesellschaftlich bedingten Zwängen, innerlichen, psychischen Unruhen bedingt durch eigene Zwänge, Ängste, Neurosen etc., die absolute Freiheit vom Gefühl der Abhängigkeit von materiellen Gütern und vor allem die Erkenntnis, Teil eines grösseren Ganzen zu sein, die Erkenntnis, dass da mehr ist, als wir sehen, fühlen, hören, ein uneingeschränktes Gefühl der Verbundenheit mit dem Universum, die Erkenntnis, dass alles fliesst und alles unendlich ist.
Ein Mensch, der sich in einem solchen Zustand befindet, wäre wohl in völliger Zufriedenheit mit sich selbst und seinem Umfeld, seinen Mitmenschen. Er wäre sorgenlos und unendlich frei, da er weis, dass sich alles zum Guten wenden wird. Er hätte keine Abhängigkeit von Moden, Styles, Dingen, die in oder out sind, würde sich zu keiner Gruppe zählen, zu keiner Rasse, wäre uneingeschränkt sich selbst und geht seinen Weg so, wie er es will. Die höchste Stufe wäre die Auflösung der Grenze zwischen Leben und Tod. Das Leben würde einfach weitergehen, da die Erkenntnis vorhanden ist, dass Materie auch Energie ist und wer diese Erkenntnis vollends in sich aufnehmen würde, könnte durch einen umfassenden Quantensprung seine ganze Seinsebene in immer vorhandene Energie umwandeln...und das unter Umständen ohne seine Erscheinung in der Dimension von Raum und Zeit zu verändern.
Was also braucht es, um Schritte auf dem Weg zu diesem Ziel zu unternehmen? Das Ziel ist sehr hoch gesetzt und der Weg dorthin ist steinig und extrem mühsam zu bewältigen. Aus diesem Grund führen nur sehr kleine Schritte letztendlich zum Ziel. Was denkt ihr, wäre nötig und machbar?
Enthaltsamkeit ist sicher ein Schlüsselwort. Aber nicht so, dass man sich in etwas verkrampft. Die Erkenntnis, dass wir gewisse Dinge eigentlich nicht nötig hätten, muss vorangehen und sie muss vollends in sich aufgenommen werden.
Also:
- Enthaltsamkeit von Drogen/Genussmitteln?
- Befreiung von Mode- und Stilzwängen?
- Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen (ich muss so oder so daherkommen, damit ich bei dem oder dem diese oder diese Wirkung erziele, innerlich wie äusserlich)?
- wie siehts aus mit sexueller Enthaltsamkeit?
Das ist eine Frage, die mich schon lange beschäftigt. Denn die Erschaffung von Leben hängt ja stark mit sexuellen Bedürfnissen zusammen. Natürlich ist das Ganze heutzutage völlig aus den Fugen geraten mit der ganzen Übersexualisierung...aber...kann ein frei gelebtes Sexualeben zur spirituellen Entwicklung beitragen oder ist es dabei eher hinderlich? Die Christen haben ja da eine sehr festgefahrene Meinung, die ich eigentlich völlig daneben finde.
- Suche nach dem Zugang zu höheren Dimensionen/"back to nature"/Naturrituale/Rückkehr zu unseren Wurzeln?
Das Ganze beschäftigt mich im Moment sehr stark, weil ich mich in einer Phase befinde, in der die Frage nach dem eigenen Ich extrem im Vordergrund steht. Nach Rudolf Steiner durchlebt der Mensch alle sieben Jahre eine starke Phase der Veränderung. Interessant, denn ich bin jetzt 21 und habe noch selten eine so starke Veränderung in mir verspürt. Aber es ist nicht nur eine innerliche Veränderung, sondern es sind auch die Veränderungen im Umfeld, die einem verändern. Ich frage mich die ganze Zeit, wer ich bin. Und bei dieser Suche driftet man als moderner Mensch immer wieder in materielle Sackgassen ab. Die Gesellschaft bietet uns eine dermassen grosse Fülle an Möglichkeiten, Produkten, Medien, alles wird immer schneller und besser und billiger. Man versinkt geradezu in einem Meer aus Gedanken bezüglich der Dinge, die man noch ausprobieren/kaufen/versuchen könnte, Strömungen und Moden, denen man noch aufhocken könnte. Reduziert man das alles auf den absoluten Nullpunkt, bin ich nur Mensch und das wäre doch eigentlich das Ziel...oder zumindest ein erstes Ziel auf dem langen Weg der spirituellen Erleuchtung.
Ich arbeite im Moment auf einem Bauernhof und irgendwie hat die Arbeit dort etwas sehr Erfüllendes. Denn man tut eigentlich kaum anderes als arbeiten und schlafen. Man hat gar keine Zeit, sich irgendwelchen gesellschaftlichen/konsumorientierten Zwängen unterzuordnen. Trotzdem ist dauernd ein innerliches Reissen da. Wie erfüllend muss es doch sein, frei zu sein von all dem Scheiss und einfach nur Mensch zu sein.
Aber nein, der Mensch ist ein Herdentier. Er braucht Zustimmung, Akzeptanz, Gleichgesinnte, mit denen er sich austauschen kann. Und irgendwann identifiziert er sich mit ihnen und wird ein Teil der Herde. Und als Teil der Herde verändert sich unweigerlich auch sein Äusseres und er bewegt sich bereits wieder ein Stück vom absoluten Nullpunkt weg.
Interessant ist dabei auch die Rolle des Geldes. Früher hatte ich sehr wenig Geld. Dann hatte ich meinen Job als Tellerwäscher und plötzlich waren da 2000 Franken im Monat vorhanden, die, dadurch dass ich noch zuhause wohnte, mir als sehr viel Geld vorkamen. Plötzlich setzte sich da etwas in Gang und auf einmal sind da 5 mal so viele Bedürfnisse vorhanden wie vorher. Die Abhängigkeit vom Geld ist meiner Meinung nach ein extrem wichtiger Faktor bei der Art und Weise wie uns das System bremst und runterzieht. Dabei wäre das doch alles so irrelevant!!!
Weg vom Materialismus, zurück zu mehr Zeit mit sich selbst und seinen Gedanken, mehr Auseinandersetzung mit höheren Ebenen, mit der Natur, den höheren Gefügen im Universum und deren Wirkung auf uns und unser Umfeld. Solche Dinge wären der Schlüssel zu verstärkter innerer Zufriedenheit, zu stark verminderten psychischen Problemen, zu besserem Verständnis unserer Aufgabe als Mensch auf dieser Welt etc.
ABER dazu ist ein enorm starker Wille nötig, Durchsetzungsvermögen, die Stärke, sich von gesellschaftlichen Zwängen und Konsumtrieben zu befreien, das Einfühlungsvermögen in die anderen Welten muss vorhanden sein und wir sind in dieser Hinsicht dermassen verstümmelt, dass es enorm schwierig ist für uns.
Womöglich müsste man nach Grönland ziehen oder in den Urwald, um auf diesem Weg überhaupt etwas zu erreichen.
Aber ja, Freiheit ist wohl das Schlüsselwort, in jeder Beziehung...
