das drehbuch LEBEN
Verfasst: Fr 12. Mär 2010, 20:15
(eigentlich war das eine pn-antwort, aber irgendwie passt das, finde ich, hierher...)
das mit dem davonlaufen... seh ich bei so vielen menschen... leider... ich sehe das in etwa so (mal grob gesagt, das ist nur ein kleiner teil, als anfang):
es gibt menschen, denen ist ein "lockereres leben" irgendwie in die familie gelegt. gut behütetes elternhaus, mehr oder weniger problemlos in schule und job, auch sonst zufrieden, die meisten gehen ihrem alltagstrott hinterher. aufstehen, arbeiten, feierabendbier, schlafen, aufstehen,... wochenende ausgang. alles tiptop. natürlich haben auch diese leute hin und wieder hürden und tiefen, aber weniger traumatisches und nichts wirklich schwerwiegendes. auf eine art beneidenswert für die anderen...
die anderen... deren seelen sich familien ausgesucht haben, die eben ihre rucksäcke seit generationen mitschleppen, oft nachkriegsgeschichten, missbräuche,... häufig sind menschen, denen das leben nicht so ring läuft, auch eher sensibel als der durchschnitt und spüren schnell, wenn die schwinungen aus dem ruder geraten oder irgendwo etwas "nicht stimmt" (was auch immer das heissen mag...). diese menschen entwickeln dann "probleme", suchtthematiken aller art, selbstzerstörerische mechanismen, (oft stille) hilfeschreie... sie drücken auf verschiedenste art und weise das aus, was sie selbst an leid aus ihrem umfeld und aus ihrer familiengeschichte aufnehmen, fast ausnahmslos so, dass sie sich vor allem sich selbst schaden. für diese menschen gibt es zwei wege:
der eine ist anfangs einfach. man verdrängt seine "probleme" oder themen, verdrängt sie, sodass sie sich anhäufen. mit der zeit gibt es einen immer grösseren berg themen, denen man versucht davonzulaufen, sodass das verdrängen schwieriger wird, was anfangs noch einfach war.
die andere möglichkeit ist anfangs holperig und beschwerlich: man stellt sich diesen themen, sucht die ursachen und wurzeln, versucht seinen schattenseiten auf den grund zu gehen und die knöpfe zu lösen. man erkennt, welche pakete man bisher auf dem rücken getragen hat, welche zu einem selbst gehören und welche den ahnen und lebenden vorfahren gehören. letztere kann man in liebe und respektvoll zurückgeben. man kann sich bei den vorfahren bedanken, dass man einblicke erhalten durfte in die leiden dieser menschen und man darf ihnen sagen, dass man ihren rucksack nicht weiter mit sich tragen wird, weil man selbst noch genug eigenes hat. um dieses kann man sich kümmern. anfangs ist dieser weg hart. aber mit der zeit wird er immer lockerer und befreiter/befreiender. wenn man sich mit weiteren bergen und tiefen konfrontiert sieht, weiss man schon eher, wie damit umzugehen. man lernt sich selber besser kennen und erlöst sich stück für stück.
irgendwie beneidenswert für die erstegenannten, die nie gezwungen waren, sich tiefst und intensivst mit sich selbst und ihren abgründen zu konfrontieren...
das leben ist wie ein drehbuch. einiges davon können wir ändern, wenn uns die geschichte nicht mehr entspricht.
das mit dem davonlaufen... seh ich bei so vielen menschen... leider... ich sehe das in etwa so (mal grob gesagt, das ist nur ein kleiner teil, als anfang):
es gibt menschen, denen ist ein "lockereres leben" irgendwie in die familie gelegt. gut behütetes elternhaus, mehr oder weniger problemlos in schule und job, auch sonst zufrieden, die meisten gehen ihrem alltagstrott hinterher. aufstehen, arbeiten, feierabendbier, schlafen, aufstehen,... wochenende ausgang. alles tiptop. natürlich haben auch diese leute hin und wieder hürden und tiefen, aber weniger traumatisches und nichts wirklich schwerwiegendes. auf eine art beneidenswert für die anderen...
die anderen... deren seelen sich familien ausgesucht haben, die eben ihre rucksäcke seit generationen mitschleppen, oft nachkriegsgeschichten, missbräuche,... häufig sind menschen, denen das leben nicht so ring läuft, auch eher sensibel als der durchschnitt und spüren schnell, wenn die schwinungen aus dem ruder geraten oder irgendwo etwas "nicht stimmt" (was auch immer das heissen mag...). diese menschen entwickeln dann "probleme", suchtthematiken aller art, selbstzerstörerische mechanismen, (oft stille) hilfeschreie... sie drücken auf verschiedenste art und weise das aus, was sie selbst an leid aus ihrem umfeld und aus ihrer familiengeschichte aufnehmen, fast ausnahmslos so, dass sie sich vor allem sich selbst schaden. für diese menschen gibt es zwei wege:
der eine ist anfangs einfach. man verdrängt seine "probleme" oder themen, verdrängt sie, sodass sie sich anhäufen. mit der zeit gibt es einen immer grösseren berg themen, denen man versucht davonzulaufen, sodass das verdrängen schwieriger wird, was anfangs noch einfach war.
die andere möglichkeit ist anfangs holperig und beschwerlich: man stellt sich diesen themen, sucht die ursachen und wurzeln, versucht seinen schattenseiten auf den grund zu gehen und die knöpfe zu lösen. man erkennt, welche pakete man bisher auf dem rücken getragen hat, welche zu einem selbst gehören und welche den ahnen und lebenden vorfahren gehören. letztere kann man in liebe und respektvoll zurückgeben. man kann sich bei den vorfahren bedanken, dass man einblicke erhalten durfte in die leiden dieser menschen und man darf ihnen sagen, dass man ihren rucksack nicht weiter mit sich tragen wird, weil man selbst noch genug eigenes hat. um dieses kann man sich kümmern. anfangs ist dieser weg hart. aber mit der zeit wird er immer lockerer und befreiter/befreiender. wenn man sich mit weiteren bergen und tiefen konfrontiert sieht, weiss man schon eher, wie damit umzugehen. man lernt sich selber besser kennen und erlöst sich stück für stück.
irgendwie beneidenswert für die erstegenannten, die nie gezwungen waren, sich tiefst und intensivst mit sich selbst und ihren abgründen zu konfrontieren...
das leben ist wie ein drehbuch. einiges davon können wir ändern, wenn uns die geschichte nicht mehr entspricht.