Heftig
Das nächste Mal nehme ich als Username Anathema !!!
Justitian war ganz offensichtlich ein schlimmer Finger in der Geschichte der Menschheit, ein Wesen, das gottloser kaum sein könnte. Es ist besonders dramatisch, dass seine atheistische Sichtweise als Christlich dargestellt wurde, und in die Lehre des Katholizismus aufgenommen wurde.
Nicht dass die Reformierte Kirche dahingehend besser gewesen wäre.
Dennoch finde ich es äussert interessant, dass einer, der "Justiz" in seinem Namen trägt, sich derart berufen fühlt, jegliche Existenz einer Seele (nach gnostischem und vedischem Verständnis) nicht nur als Falsch zu definieren, sondern im gleichen Atemzug jeden, der solcherding' behauptet als einen Ketzer darzustellen und damit die Verurteilung und Verfolgung von Millionen von Menschen, während der nächsten Jahrhunderte in Gang zu setzen.
Gibt es Reinkarnation? Wir wissen es, von Überlieferungen her - und wir wissen es nicht, weil das "zum Spiel dazugehört". Das Vergessen dessen was vor dem Leben war, ist Bestandteil der Reinkarnation, DAMIT das Leben sich so gestalten kann, wie es sich gestaltet.
Wären wir alle völlig bewusst, dass wir "zuvor" ein Teil von Gott waren, oder in tiefster Dunkelheit rumschwirrten - welcher Mensch würde dann noch Leben, sündigen, über sein Ego hinauswachsen?
Aber.
Dennoch bringt es nicht viel, der Vergangenheit "böse zu sein". Ich denke es ist aus heutiger Sicht einfach zu sagen, dass alles schon längst vergangen ist. Aber können wir der Kirche auch verzeihen? Und noch viel wichtiger: kann sie es selbst? Die Kirche hat jedenfalls in den oberen Rängen, genau die gleichen Probleme, wie alle anderen auch. Sie muss sich mit einer Vergangenheit auseinandersetzen, einer historischen, die in weiten Teilen ganz schlimm war.
Sie hat aber - wie alle anderen auch - sozusagen eine Jokerkarte im Stapel: sie kann jederzeit, von heute auf morgen, immer, sich von den falschen Dogmen abwenden, und sich in ein Bewusstsein der Liebe begeben, wo solche Institutionen wie zum Beispiel Opus Dei einfach keinen Platz haben.
"Falsche Dogmen, Keinen Platz"? Tönt das nicht schon wieder ziemlich dogmatisch? Aye, das tut es, und es zeigt, dass es gar nicht so einfach ist, von diesem dualistischen "Richtig - Falsch" Denken loszukommen, und den Weg der Mitte zu finden, worin es eine tiefere Wahrheit gibt, eine grössere sozusagen, die nicht das Gegenteil anderer Wahrheiten ist, sondern deren Summe und Auflösung. Vielleicht gar Erlösung.
Gemäss Jesus haben alle die Erlösung versprochen bekommen. Was auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass alle Seelen Teil der grösseren Seele sind. Oder materialistisch ausgedrückt: dass wir alle aus Atomen (und Dunkler Materie

) bestehen, die nach unserem Tod wieder Teil der Materie werden (aus der wir gemäss atheistischer Sicht kommen).
Worin besteht also der Unterschied in den Weltbildern? Es gibt Weltbilder, die andere Weltbilder zerstören möchten, so wie es dieser Justitian getan hat. Diese gilt es zu vermeiden, denn Zerstörung und Spaltung sind keine Wege, auf denen Erkenntnis zu finden ist, oder zumindest ..ist es verdammt schwierig

dort welche zu finden.
Weltbilder jedoch, die Vereinen, auch über Religions- und andere Glaubensgrenzen hinweg, die gilt es zu erforschen.
Macht einfach mehr Spass
