homöopathie ein placebo?

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satropa
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von satropa »

@Mozart Warum so Pro und Kontra?
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abraxas
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von abraxas »

Mozart hat geschrieben:von der erde die einen scheibe sein soll

ich finde du verdrehst das völlig (und da bist du nicht alleine). die wissenschaft ist doch nicht dazu da, die realität zu leugnen, sondern umgekehrt, um die realität zu erklären und mit beweisen zu untermauern.
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Chrümel82
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Chrümel82 »

die wissenschaft ist doch nicht dazu da, die realität zu leugnen, sondern umgekehrt, um die realität zu erklären und mit beweisen zu untermauern.
aber die wissenschaft versucht immer alles zu erklären und wiederruft sich immer wieder von neuem, warscheinlich (sogar sehr warscheinlich) gibt es wissen was unser ach so grosses hirn gar nicht verarbeiten und verstehen kann. das system vom ganzen wird der mansch nie kapieren. ich will gar nicht alles verstehen und wissen denn dann wäre ich warscheinlich nicht mehr glücklich. :-k

ich bin glücklich auch wenn ich unwissend bin. /grim
Kann sich jemand Moses, Jesus oder Gandhi bewaffnet mit Carnegies Geldsack vorstellen?
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satropa
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von satropa »

Chrümel82 hat geschrieben: aber die wissenschaft versucht immer alles zu erklären und wiederruft sich immer wieder von neuem, warscheinlich (sogar sehr warscheinlich) gibt es wissen was unser ach so grosses hirn gar nicht verarbeiten und verstehen kann. das system vom ganzen wird der mansch nie kapieren. ich will gar nicht alles verstehen und wissen denn dann wäre ich warscheinlich nicht mehr glücklich. :-k

ich bin glücklich auch wenn ich unwissend bin. /grim
Jaa aber das spricht doch für die Wissenschaft, wenn sie sich immer wieder neu definieren kann, ein felxibles, wachsendes Gebilde, welches Neues miteinbeziehen kann.

Die Wissenschaft schliesst nicht aus, dass vieles nicht (nioch nicht) erklärbar ist, deshalb gibt es ja Wissenschaft /doof

jajajaja ich werde mich hier mal ausklinken ..adiö
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Mozart
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Mozart »

satropa hat geschrieben:@Mozart Warum so Pro und Kontra?
weil es zeit ist aufzuwachen [-o<

wer bezahlt heute die wissenschaft hauptsächlich?
und haben diese geldgeber ernsthaft interesse wissen zum wohle aller zu erforschen?
(ein grund warum ich heute grosse mühe habe mit der so genannten wissenschaft...)

es braucht die wissenschaft, klar, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns dadurch zu fest einschränken lassen. es gibt wirklich dinge, welche unsere verstand nicht fassen kann, weil er eingeschränkt und somit endlich ist. unsere wissenschaft beruht aber hauptsächlich nur auf dem verstand. es gibt sicher bestimmte abzweigungen in der wissenschaft welche die grenzbereiche antesten und versuchen zu erforschen z.b. paraphysik. es ist eigentlich unglaublich, aber einer der grössten wissenschaftler unsere zeit, albert einstein, sagte mit seiner relativitätstheorie sehr tiefgründiges wissen. niemand kann es verstehen, schon gar nicht "wissenschaftlich" an erkannt, weil nicht beweisbar ](*,) Gutes Beispiel wie beschränkt die wissenschaft/verstand ist.

aber was wäre wenn?

ich glaub dann müssten wir uns ernsthaft sorgen um unseren wald machen.... es müsste sicher das eine oder andere buch neu geschrieben werden... :oops:
11
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von 11 »

Das ganze scheint sich nun um die Wissenschaft zu drehen...

Es ist immer einfacher etwas anzuklagen, wenn man nicht durchblickt. Das ist verständlich, denn was einem nicht verständlich ist, davor hat man Angst. Vor nicht zu langer Zeit war es die Strafe Gottes, wenn der Blitz in ein Haus einschlug. Inzwischen haben wir dank Blitzableiter keine Angst mehr vor Gottes Zorn. Wir können auch nachvollziehen, wieso es zu Blitzen kommt, sofern wir in der Physik weit genug durchsehen.

Nun ist der Mensch und seine Gesundheit etwas komplizierter als das Wetter. Zudem ist nie eine Krankheit an sich sichtbar, sondern nur die Symptome lassen auf eine Krankheit schliessen. Stimmt die Diagnose nicht, nützen auch keine Medikamente.
Anderseits ist irren menschlich, eine 100% Sicherheit gibt es nie.

Die Schulmedizin hat sich nun eine Methode erarbeitet, die es erlaubt alle anderen Effekte ausserhalb der Medikamentenwirkung auszublenden, damit gezeigt werden kann, wie das Medikament wirkt.
Würde man die anderen Effekte nicht ausblenden, würde eine Studie unter folgenden Hypothese: "Schnupfen macht gesund" wohl nicht zu wiederlegen sein. Tatsächlich werden die allermeisten Menschen nach einem Schnupfen wieder gesund /doof

Deshalb wird bei der Zulassung eines neuen Medikamentes eine randomisierte Doppelblindstudie verlangt.

Dabei werden die Probanden erst auf 2 Gruppen verteilt. Randomisiert heisst, dass es in beiden Gruppen gleich viele Frauen, gleich viele Dicke, gleich viele mit tiefem Blutdruck etc. haben soll.
Wer in welcher Gruppe ist, weiss nur der Probenleiter, sonst niemand. Nicht die Patienten und auch nicht die Ärzte, deshalb Doppelblind. Die Patienten der einen Gruppe erhalten nun das Medikament, die andere Gruppe nur eine Tablette, die gleich aussieht, aber keinen Wirkstoff enthält, das Placebo.

Jeder Patient wird so gut wie möglich betreut und schlussendlich sieht man, dass es den Patienten etwas besser geht, die das Medikament bekommen haben. Das alleine genügt aber noch nicht. der Signifikanztest zeigt erst, ob das Resultat nicht nur zufällig entstanden ist.

Ein solcher Test ist mit der Homöopathie nur schleicht durchzuführen, da nicht jeder, der Kopfschmerzen hat die selbe Arznei bekommen soll, zudem muss indivduell die Potenz ermittelt werden. Studien, die versuchten, die Homöopathie auf diese weise zu Beweisen sind auch allesamt negativ herausgekommen.

Anders sieht es für gewisse Pflanzen aus. Immerhin sind auch rund 50% aller chemischen Medikamenten aus Pflanzlichen Substanzen abgeleitet. Hier kann die Wirksamkeit mit Doppelblinden Studien bewiesen werden auch wenn der genaue Mechanismus nicht bekannt ist.

Nun zu den Komplementärmedikamenten.
Immerhin machen solche Medikamente die Hälfte allen Umsatzes an Medikamenten aus, die ohne ärztliche Verschreibung erhältlich sind. Diese dürfen verständlicherweise auf dem Markt angeboten werden, weil sie jahrhunderte erprobt sind und als sicher gelten. Eine Studie muss nicht erst vorgelegt werden, Literaturangaben reichen für eine Registrierung.
Dass hier aber auch noch viel erforscht werden könnte liegt auf der Hand. Diese Forschung sollten die machen, die damit Geld verdienen, nicht an der Chemischen Pharmaindustrie, sonder die Anbietern der Komplementärmedizin! [-X
Hier gibt es noch riesigen Nachholbedarf.
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Amanita
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Amanita »

Danke 11.
11 hat geschrieben:Anders sieht es für gewisse Pflanzen aus. Immerhin sind auch rund 50% aller chemischen Medikamenten aus Pflanzlichen Substanzen abgeleitet. Hier kann die Wirksamkeit mit Doppelblinden Studien bewiesen werden auch wenn der genaue Mechanismus nicht bekannt ist.
Ganz abgseh vom eigentliche Thema (han i grad nöd so Luscht drüber z diskutierä), mehr hets bim erschtä Satz vo dem Artikel abglöscht (han dä Rescht denn nüm chönne sehr Ernst näh).
Edzard Ernst hat geschrieben:In der Pflanzenheilkunde gibt es einige Extrakte, die durchaus wirksam sind. Paradebeispiel ist sicherlich der Johanniskraut-Extrakt –
Doch eh liechti Undertriebig, wür i sägä.. Das find i doch eh zimlich vorsichtigi Formulierig, wo doch so viel Medis en pflanzliche Ursprung hend und das durchus nöd nur uralti.

Ansunsche wünsch i eu eifach mol, dass ihr alli gsund sind.
lg Amanita ૐ

Das Wirkliche ist ebenso zauberhaft, wie das Zauberhafte wirklich ist. (Ernst Jünger)

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Capablanca

Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Capablanca »

11 hat geschrieben:Ein solcher Test ist mit der Homöopathie nur schleicht durchzuführen, da nicht jeder, der Kopfschmerzen hat die selbe Arznei bekommen soll, zudem muss indivduell die Potenz ermittelt werden.
Die Frage stellt sich nun, ob es zumindest nicht viele sind, die dieselbe Arznei bekommen, wenn es nicht jeder bzw. alle sind.

Denn falls es viele wären, könnten solche Tests vielleicht doch durchgeführt werden, man bräuchte nur etwas länger, um diese Menschen zu finden.

Aber ich hab ja keine Ahnung von Homöopathie und weiß nicht mal, ob es vorkommen kann, dass zwei Menschen dieselbe Arznei bekommen.

Jedenfalls, wenn es nicht vorkommen kann, frage ich mich, wie es denn sein kann, dass jemand (ein Homöopath) nach einen Gespräch aus einer endlichen Menge von Kombinationen pflanzlicher Extrakte, die ihm zur Verfügung stehen, bestimmen kann, was für eine Arznei ich benötige, die vielleicht in dieser Konstellation und Stärke sonst niemand benötigt. Wie kann jemand nach einem Gespräch, in dem ich ihm nur einen Bruchteil meiner selbst beschreiben kann, etwas mixen, was so individuell ist? Treffen nicht meine Erfahrungen und sonstigen Eigenschaften meines Körpers auf eben viele zu?
Und wie kann aus einem Gespräch überhaupt der Rückschluss auf ein Medikament gewonnen werden? Ein Gespräch sagt ihm doch nichts darüber, wie mein Körper funktioniert. Welche Macken es hat und welche Allergien ich habe. Welche Stoffe über- und welche unterproduziert werden. Ein Gespräch kann doch überhaupt keine Aussage darüber treffen, welche Folgen eine Arznei in meinem Körper haben wird.
Die Spanne geht von Heilung bis über gefährliche Reaktionen ohne heilende Wirkung.

Ich frage mich auch, was das für Studien sind, die die Homöopathie als Placebo-Medizin erweisen (sollen). Ob sie einfach blind nach dem Schema Doppelblindstudie->Signifikanztest durchgeführt werden, ohne die oben zitierte Eigenart der Homöopathie zu berücksichtigen (was keine wirklich objektive Wissenschaft, sondern Pfusch wäre), oder ob die Studien anders (adäquater, d.h. die Eigenart der Homöopathie zu berücksichtigen) durchgeführt werden.
Fallen Angel 2

Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Fallen Angel 2 »

abraxas hat geschrieben:
Mozart hat geschrieben:von der erde die einen scheibe sein soll

ich finde du verdrehst das völlig (und da bist du nicht alleine). die wissenschaft ist doch nicht dazu da, die realität zu leugnen, sondern umgekehrt, um die realität zu erklären und mit beweisen zu untermauern.
Stimmt. Schade dass es so viele absolut nicht wissenschaftliche eingestellte Leute gibt, die hauptsaechlich daran interessiert sind, Beweise zu entkraeften, mit allen zur Verfuegung stehenden Mitteln. Weils nicht ins Weltbild passt. Klingt fuer mich nach Mittelalter und nicht nach einer aufgeklaerten modernen Wissenschaft.
Capablanca

Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Capablanca »

In dem Wikipedia-Artikel über Homöopathie (http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie) gibt es doch Einiges zu finden. Natürlich ist der Inhalt frei erfunden und dient nur dazu, um die Homöopathie niederzumachen, denn die Wikipedia-Autoren werden von der wissenschaftlichen Lobby unterdrückt und müssen das schreiben ;-)

Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit der Homöopathie, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Sie wird deshalb von dem Großteil der wissenschaftlichen Medizin als wirkungslose, in einigen Fällen sogar gefährliche Behandlung abgelehnt. Siehe dazu den Abschnitt Gefahren der Homöopathie.
Trotz der deutlichen Gegenbeweise bestehen viele Befürworter der Homöopathie darauf, dass eine homöopathische Behandlung über den Placebo-Effekt hinaus wirke. Oftmals werden dabei jedoch Einzelfälle oder Selbsttests als Beleg angegeben. Auch kann der Rechtfertigungsdruck, der auf alternativen Methoden lastet, dazu verführen, hauptsächlich Erfolgsgeschichten zirkulieren zu lassen. Solche Anekdoten besitzen wissenschaftlich keine Relevanz, weil hierfür eine Doppelblindstudie mit einer Kontrollgruppe, die Placebos erhält, notwendig wäre. Um festzustellen, ob zwischen einem homöopathischen Wirkstoff und einem Placebo ein nennenswerter Wirkungsunterschied besteht, benützen Statistiker zum Beispiel den Vierfeldertest.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vierfeldertest

Eine Anmerkung von mir:
Und um die Besonderheit der Homöopathie (die Individualität der Arzneimittel bzw. der Patienten) zu berücksichtigen, reicht es doch wenn man für die Doppelblindstudie 2 Kontrollgruppen mit denselben Symptomen hätte. Die eine Kontrollgruppe bekommt den Placebo und die andere Homöopathika und zwar jeder Teilnehmer ein individuell Zugeschnittenes. Damit würde zwar nicht die Wirkung eines bestimmten Homöopathika untersucht werden, aber dafür die Homöopathie als Ganzes. Sehe ich das falsch?
Zudem können Erfolge, die der Homöopathie auch von unabhängigen Studien nachgesagt wurden, nach strengen wissenschaftlichen Anforderungen mit methodischen Schwächen und anderen verzerrenden Einflüssen erklärt werden, wie eine aktuelle Metaanalyse zur Wirksamkeit homöopathischer Behandlungen betont, die 2005 in der renommierten Medizinzeitschrift The Lancet von Shang et al. dokumentiert wurde [15], [16].
http://de.wikipedia.org/wiki/Metaanalyse
Aufgrund des fehlenden Nachweises der medizinischen Wirksamkeit halten viele Anhänger der Homöopathie die wissenschaftlichen Methoden für nicht ausreichend, um die Wirksamkeit nachzuweisen. Da es aber keine andere wissenschaftliche Methode gibt, werden Methoden der Pseudo- oder Parawissenschaft oder der Esoterik herangezogen. Damit wird jedoch der Anspruch der Homöopathie, wissenschaftlich zu sein, aufgegeben.
Es ist heute unbestritten, dass größere Verdünnungen als etwa 1:1024 – was einer Potenzierung von D24 oder C12 entspricht – statistisch gesehen kaum ein einziges Molekül der Ausgangssubstanz enthalten. Das entspricht ungefähr dem Auflösen einer Kopfschmerztablette im Atlantik. Hahnemann hätte dies bereits wissen können, da zu seiner Zeit schon das dalton’sche Atommodell als gängige Lehrmeinung eine unendliche Teilbarkeit einer Stoffmenge verbot.Da die Herstellung der homöopathischen Arzneien üblicherweise nicht in einem keim- und staubgefilterten Reinraum durchgeführt wird, muss angenommen werden, dass im Verdünnungsprozess, etwa beim Öffnen des Mischgefäßes und der Zugabe von Verdünnungslösung, die Konzentration der Wirksubstanz zwar abnimmt, aus der Luft aber Verunreinigungen hinzukommen. Dies bewirkt, dass schließlich in den hochpotenzierten Präparaten außer der Trägersubstanz (Wasser, Ethanol oder Milchzucker) nur die Verunreinigung der Trägersubstanzen (alle drei enthalten metallische Verunreinigungen) und die Verunreinigungen aus der Umgebung enthalten sind. Auch die besten Filtrierverfahren lassen manchmal mehr Reststoffe im Wasser zurück, als sich homöopathische Wirkstoffe darin befinden. Somit kann eine Stoff-Wirkungsrelation nicht vernünftig untersucht werden.
Die homöopathische Medikation nach dem „Ähnlichkeitsprinzip“ ist zudem nicht nachvollziehbar, da sie ausschließlich auf den äußerlich sichtbaren Symptomen des Patienten beruht und keine wissenschaftlichen Untersuchungen wie etwa Röntgenbilder, Ultraschall und Gewebeproben herangezogen werden. So müssen bei konsequenter Durchführung beispielsweise allergisch, bakteriell oder viral hervorgerufene Erkrankungen gleich behandelt werden, wenn sie dieselben Symptome zeigen.
Des Weiteren beruht die Medikamentenwahl ausschließlich auf der subjektiven Einschätzung des Homöopathen, ob Dinge äußerlich ähnlich sind oder nicht. [...] Es muss somit erwartet werden, dass die Behandlung einer Krankheit je nach Biographie des Homöopathen unterschiedlich ausfällt. Eine richtige homöopathische Behandlung gibt es nicht, da es keine einheitliche Vorstellung von Ähnlichkeit gibt.
Viele Homöopathen führen an, die Schulmedizin heile keine Krankheiten, sondern unterdrücke nur Symptome, während die Homöopathie die Ursache des Leidens bekämpfe. Nach Hahnemann kann man eine Krankheit aber nur durch ihre Symptome kennen, was sich in der Praxis der homöopathischen Anamnese und Verschreibung nach Symptombild widerspiegelt. Kritiker sehen in der Argumentation, dass das Verschwinden von Symptomen bei schulmedizinischer Behandlung als Unterdrückung, bei homöopathischer als Heilung gewertet wird, ein Messen mit zweierlei Maß.
An der Tierhomöopathie wird kritisiert, dass Arzneimittelprüfungen immer an Menschen ausgeführt werden. Es werde einfach angenommen, dass sie auf Tiere übertragbar sind. Klassische Homöopathen legen Wert darauf, dass die Symptome in der Sprache des Patienten beschrieben werden, und messen mentalen Symptomen ein besonderes Gewicht bei. Beides ist bei Tieren nicht möglich. Außerdem empfehlen viele Homöopathen ihren menschlichen Patienten, nicht zu essen oder trinken, wenn sie homöopathische Mittel einnehmen. Bei Tieren hingegen werden die Mittel üblicherweise dem Futter oder Trinkwasser beigemischt.
Der Verzicht auf eine normale medizinische Versorgung, der im Regelfall im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Homöopathika geübt wird, kann bei akuten Beschwerden lebensgefährlich sein, wenn der Einsatz einer wirksamen Therapie verzögert wird.
Da das verstärkte Auftreten der Symptome unter dem Begriff Erstverschlimmerung als Teil des Heilungsprozesses verstanden wird, können wichtige Behandlungen versäumt oder erst verspätet vorgenommen werden.
Viele Homöopathen lehnen zudem Schutzimpfungen ganz oder teilweise ab. Wer sich oder seine Kinder aufgrund dessen nicht impfen lässt, geht das nicht zu unterschätzende Risiko gefährlicher Infektionskrankheiten ein. Gelegentlich werden von Homöopathen auch „homöopathische Impfungen“ (orale Gaben von Krankheitsprodukten, „Nosoden“, in Potenz) oder „homöopathische Malariaprophylaxe“ angeboten. Solche Angebote werden von den Dachverbänden offiziell abgelehnt. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) beispielsweise schreibt: „Kein homöopathisches Mittel ist in der Lage, eine nachweisbare Immunisierung hervorzurufen“. Andererseits stellt derselbe Verband die – wissenschaftlich unbelegte – Möglichkeit einer „homöopathischen Vorbeugung“ wie auch eine „homöopathische Therapie“ „als Behandlungs-Alternativen“ in Aussicht.[22] Steffen Rabe, Münchner Kinderarzt und Internetbeauftragter im DZVhÄ, hält sogar eine bewusst herbeigeführte Ansteckung mit Masern, einer unter Umständen tödlich verlaufenden Kinderkrankheit, im Alter zwischen etwa drei und acht Jahren für „eine Überlegung wert“.[23]
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Therapiedauer, die von den Therapeuten meist bei der Gabe der Mittel nicht genannt wird und die in manchen Fällen den Verdacht aufkommen lässt, dass die Therapie bei „Heilung“ einfach beendet wird, egal, ob die Besserung vorübergehend oder dauerhaft ist.
Die sogenannte „Erstverschlimmerung“ ist für Homöopathen der Beweis, dass der Körper auf das Heilmittel anspricht. Der Schulmediziner hält diese „Verschlimmerung“ für einen Hinweis darauf, dass das Heilmittel eben nicht wirkt. Dem Homöopathen wird also vorgeworfen, dass er die Unwirksamkeit mit einem „schönen“ Wort wegdefiniert.
Mozart
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Mozart »

Lügen und Unwahrheiten werden nicht wahr wenn man sie unzählige male wiederholt... ](*,)
Mozart
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Mozart »

„Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean.“ (Isaac Newon)

und hier noch einige Zitate von Albert Einstein:

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

„Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.“

„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“

„Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm allein keimt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist seelisch bereits tot.“

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“

„Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien. “


„Es gibt drei Arten von Lügen: Lügen, verdammte Lügen und Statistiken.“ (Benjamin Disraeli)

„Ein Mann, der mit einer einfachen Illusion glücklich zu werden weiß, ist unendlich schlauer als einer, der an der Wirklichkeit verzweifelt.“ (Alphonse Allais)

„Ideen, wie absolute Gewißheit, absolute Genauigkeit, endgültige Wahrheit und so fort, sind Erfindungen der Einbildungskraft und haben in der Wissenschaft nichts zu suchen.“ (Max Born)
11
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Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von 11 »

Mozart hat geschrieben: „Ideen, wie absolute Gewißheit, absolute Genauigkeit, endgültige Wahrheit und so fort, sind Erfindungen der Einbildungskraft und haben in der Wissenschaft nichts zu suchen.“ (Max Born)
Also, dann wenden wir diesen Spruch mal an der Homöopathie an.

Homöpathie-Begeisterte sagen mir, dass ich keinen richtigen Homöopathen besucht habe, als ich es 2 Jahre versuchte, mittels Homöopathie meinen starken Heuschnupfen zu behandeln. Wenns nicht wirkt, war's das falsche...

Zudem werden in der Homöopathie die Wahrheiten des Herrn Hahnemann immer wider gepredigt. Vor allem, dass die Schulmedizin nur Symptome behandelt, die Homöopathie aber die Krankheit an sich.

Ähnliches mit Ähnlichem heilen tönt für mich nach Impfen. Da zur Zeit von Herrn Hahnemann die Impfung in den Kinderschuhen steckte passierten viele Impfunfälle. Leute erkrankten an der Impfung selber. Heutzutage wird nur noch abgeschwächter oder nicht vermehrungsfähiger Impfstoff verwendet. Um die Nebenwirkungen zu vermindern versuchte Herr Hahnemann, die Impfungen zu verdünnen (zu potenzieren) Da die meisten Krankheiten ja sowieso verschwinden, ohne dass wirksame Medizin gegeben werden muss, hat sich Herr Hahnemanns Prinzip bestärkt. Wohl gemerkt, die "Studien" Hahnemanns wurden entwickelt, bevor es ein Antibiotica gab. Da steckte unsere Medizin noch in den Kinderschuhen.
Da auch der Hintergrund hinter der Impfung nicht bekannt war (Antikörper, die durch die Abwehrzellen hergestellt werden) dachte sich Herr Hahnemann woh, er könne auch mit Pflanzen und anderen Mitteln impfen (resp. homöopathisch behandeln)
Seine Studien waren blosse Anwendungsstudien.



Jeder von euch kann gerne folgendes Experiment machen:

Wie man schönes Wetter macht.
Macht von Regenwasser eine homöopathische Verdünnung D6 (6 mal im Verhältnis 1/10 Verdünnen, resp. potenzieren). Wenn's mal wider regnet, stellt ein Schälchen mit der Regenessenz nach draussen. Es wird bald die Sonne am Himmel zu sehen sein.

- Hats geklappt? Prima, ihr könnt das Wetter beeinflussen!
- Hat sich das Wetter erst verschlechtert? das ist normal, in der Homöopathie gibt es oft eine Erstverschlechterung, das ist das Zeichen, dass die Homöopathie wirkt. Anderseits ist es auch ein Zeichen, dass die Krankheit tief sitzt, und man deshalb besonders geduld haben muss.
Ist nun die Sonne am Horizont aufgetaucht?
- Wenn nach 3 Tagen immer noch keine Sonne aufgetaucht ist, dann habt ihr wohl das Mittel nicht richtig Hergestellt. Homöopathie braucht nämlich Erfahrung!
- Ist auch nach 7 Tagen die Sonne nie am Himmel erschienen, erst dann könnt ihr sagen, dass das Regen-Elixir nicht gewirkt hat!


Fazit: Obwohl kein vernünftiger Mensch dieses Elixir kaufen würde, ist seine Wirksamkeit nach diesen Vorgaben nicht zu wiederlegen. Wenn wir den Begriff "Regen" mit Verstopfung, die aufgrund von unterdrückten Gefühlen entsteht. und der Patient hat tatsächlich noch Amalganplomben (Quecksilbervergiftung) und die Regenessenz mit Staphisagria ersetzen. dann glauben viele, dass es nützt.
Und ich bin mir sicher, dass die meisten Sonne sehen werden, wen sie die Sonnenessenz anwenden, und ich bin mir ebenso sicher, dass die meisten nach der Einnahmen von Staphisagria ihre Verstopfung los werden, wenn auch vielleicht erst nach einer Erstverschlechterung.


Ich will hier noch einmal klarstellen, dass ich die Methode der Homöopathie als willkommene Alternative zur Schulmedizin erachte. Es gilt die Grenze zu finden, wo sich der Körper selber helfen kann und wo eine Krankheit besteht, die durch Medikamente behandelt werden muss.
Die Homöopathie ist meines Erachtens eine Denkschule, die hilft, Probleme auf der psychischen und mentalen Ebene anzugehen. Des weiteren gibt sie uns ein Naturvertrauen, dass Gesundheit in sichtweite ist. Das wird in der Schulmedizin oft vergessen und ist auch nicht möglich, denn der Arzt hat einfach zu viel zu tun / rsp. wäre zu teuer, wenn er sich die Zeit nehmen würde. Das hat aber nicht mit den Mediikamenten (Homöopathika vs. chemische Medikamente), sondern mit den Therapiesystemen an sich.
So haben beide Systeme ihren Vorteil, und am richtigen Ort, kann das eine beser sein als das andere.
Capablanca

Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Capablanca »

11 hat geschrieben:Ich will hier noch einmal klarstellen, dass ich die Methode der Homöopathie als willkommene Alternative zur Schulmedizin erachte. Es gilt die Grenze zu finden, wo sich der Körper selber helfen kann und wo eine Krankheit besteht, die durch Medikamente behandelt werden muss.
Die Homöopathie ist meines Erachtens eine Denkschule, die hilft, Probleme auf der psychischen und mentalen Ebene anzugehen. Des weiteren gibt sie uns ein Naturvertrauen, dass Gesundheit in sichtweite ist. Das wird in der Schulmedizin oft vergessen und ist auch nicht möglich, denn der Arzt hat einfach zu viel zu tun / rsp. wäre zu teuer, wenn er sich die Zeit nehmen würde. Das hat aber nicht mit den Mediikamenten (Homöopathika vs. chemische Medikamente), sondern mit den Therapiesystemen an sich.
So haben beide Systeme ihren Vorteil, und am richtigen Ort, kann das eine beser sein als das andere.
Bin genau derselben Meinung.

Die wissenschaftliche Medizin und Homöopathie können doch prima koexistieren. Leider ist es aber nun mal so, dass die wissenschaftliche Medizin die Homöopathie nicht benötigt, um sich zu begründen, während die Homöopathie, insbesondere aber viele ihrer Anhänger bei Erklärungsversuchen die Medizin in irgendeiner Weise schlecht machen müssen. Das hat man in einigen Beiträgen der zwei Threads zu dem Thema aus diesem Forum lesen können und lässt sich darüber hinaus im gesamten Internet verfolgen. Eine Lehre, die sich selbst nicht erklären kann, ohne andere Lehren runterzumachen, ist von vorne herein mit Vorsicht zu genießen.

Die Anhänger der Homöopathie wirken zudem oftmals wie Fanatiker und Esoteriker, was kontraproduktiv und völlig unnötig ist. Das hängt vermutlich auch mit dem heute geltenden Umstand zusammen, dass es verschiedene, in ihrer Lehre nicht übereinstimmende und teilweise sich bekämpfende homöopathische Schulen gibt.
Fallen Angel 2

Re: homöopathie ein placebo?

Beitrag von Fallen Angel 2 »

Bin genau derselben Meinung.
Ist ja mal as ganz neues :lol:
Warum bekaempfst Du dann wort- und (angeblich) beweis-gewaltig das Homoeopathie eh nichts bringt? Mit Wikipedia-Stoff untermalt, als ob das die endgueltige Beweiskette waere...

Capa, Du magst offensichtlich nichts was mit Mystik, Glauben, der Kraft des Geistes, oder allen anderen Erklaerungsversuchen (okee Theorien) zu tun hat, also tu doch jetzt nicht so, als faendest Du es auf einmal super. Oder etwa doch? Warum dann immer diese voellige Ignoranz gegenueber allem was in Deinen Augen nach Esoterik riecht? Ganz davon abgesehen, dass Dein letzter Abschnitt auf so ziemlich JEDE Lehre zutrifft, so wissenschaftlich oder unwissenschaftlich sie auch sein mag.

Drum ja auch mein Wunsch, dass es eine neue Form von Forschung gaebe, die nichts ausschliesst, auch nicht das von diesem Ernst und auch nicht das von 11, sondern halt wirklich an der Forschung und zugehoerigen Theorien interessiert ist. Worin alles beruecksichtigt und erforscht und nichts von vornherein ausgeschlossen wird.

Wenn dieser Wunsch fuer Dich Esoterik ist (die man ja schlieslich sowieso bekaempfen muss blabla) naja, dann halt. Fuer mich ware das Wissenschaft.
Antworten