Erfahrungsbericht: Mimohuasca
Verfasst: So 5. Apr 2009, 00:34
(Mimohusca ist ein Ayahusca-Analog)
Selbstversuch am 3. April 2009, Freitagnachmittag im Wald
Vorbereitung
Seit etwa einem halben Jahr habe ich mich mit der Geschichte, der Wirkung und den Erfahrungsberichten von Ayahuasca beschäftigt Die Samen und die Wurzelteile hatte ich währen dem Winter in meinem Geheimfach gebunkert. Ich wollte diese Erfahrung unbedingt im Wald machen. So warte ich auf den ersten einigermassen warmen Frühlingstag.
5 Tage vor der Einnahme von Mimohuasca begann ich zu fasten (Kein Cannabis, kein Alkohol, kein Essen, kein Sex!
Zubereitung
Die Samen habe ich fein gemörsert und in Gelatinkapseln verpackt.
Das Wurzelpulver kochte ich nach Rezept langsam auf, und füllte es in eine Flasche ab.
Einnahme
Nachdem ich die Hängematte montiert und den Platz gesegnet hatte, schluckte ich die 11 Gelatinkapseln. Das ging gut. 20 Minuten später schluckte ich das dunkelbraune, sandige Gebräu. Der Geschmack war erträglich aber die Flüssigkeit zieht einem allen Saft aus Mund und Rachen. Das übelste war der Sand, der schon beim Schlucken Brechreiz verursachte. Ich braucht 10 Minuten um 1,5dl hinunter zu würgen. Kaum hatte ich es geschafft, musste ich 2mal Kotzen.
Ich war enttäuscht, weil ich dachte, dass ich alles rauslies, bevor die Wirkstoffe ins Blut gelangten.
Trotzdem legte ich mich in die Hängematte und hörte GOA Sound.
Wirkungen
Nach einigen Minuten sah ich mit geschlossen Augen wunderschöne zarte Farben die auf mich zuschwebten. Sie verdichten sich zu phantastischen dreidimensionalen Mustern die laufend neue Formen und Farben annahmen. Alles wurde sehr plastisch. Ab und zu kamen leuchtende Schlangen auf mich zu und zogen an mir vorbei.
Ich fühlte mich pudelwohl und dachte, es funktioniert. Mit offenen Augen sah ich an den Bäumen feine Muster, aber nicht so intensiv, wie mit Yopo. Ich genoss die Visionen 2 Stunden lang.
Als ich auf WC musste, stand ich auf, was problemlos ging. Laufen war ein bisschen schwabelig. Ich ging in meine Wohnung, hatte nur ein bisschen Durchfall. Kurz danach wurde mir ganz eigenartig schlecht. Ich fühlte mich Elend. Das dauerte einige Minuten und ich dachte, das Zeug nehme ich nie mehr. Dann musste ich aufs WC rennen und 3 Mal kotzen. Als ich mich wieder hinsetze, wurde ich mit offenen Augen von Farbvisionen eingehüllt. Sofort ging ich zurück in den Wald, legte mich hin und schloss die Augen. Die Musik störte nun, also hab ich abgestellt. Das Zwitschern der Vögel und das Trommeln der Spechte, inspirierte nun die Visionen. Ich sah Menschen, Freunde und Familienangehörige, aber nicht ihre Körper, sondern ihre Seelen. Plötzlich verstand ich tiefe Zusammenhänge. Ich sah meine verstorbene Mutter, wie sie als kleines Mädchen von ihrem Vater mit dem Lederriemen immer wieder grün und blau geschlagen wurde. Nun verstand ich den Hass, der sie aufgefressen hatte, bis sich an Krebs gestoben ist. Ich konnte mit ihr sprechen und hatte ein sehr tiefes Mitgefühl für sie.
Nun erkannte ich wie Stolz und Überheblich ich geworden war. Ich weinte sehr und bat Gott um Vergebung. Später sah ich viele verborgene Ängste und Nöte bei weiteren Familienangehörigen, was ich nicht weiter Beschreiben kann. 4 Stunden nach der Einnahme, kehrte ich in den „Normalzustand“ zurück. Ich fühlte mich seit den Erbrechen wieder sehr gut und konnte herzlich lachen. Während der ganzen Wirkungsdauer war ich bei vollem Bewusstsein und klarem Kopf.
Folgen
Seit den SnowFlake Dance hatte ich starke Schmerzen im linken Knie. Gehen war kaum möglich.
Am Morgen nach dem Versuch war ich völlig geheilt. Ich konnte rennen, den ganzen Tag ohne Bandage laufen und hatte bis jetzt keinen Schmerz mehr gespürt. In Briefen und Gesprächen habe ich die Personen, die unter meiner Arroganz gelitten hatten, um Vergebung gebeten.
Ich habe eine tiefe seelische und körperliche Reinigung erlebt. Voll neuer Lebensenergie und Freudeund tiefem Mitgefühl für jedes Lebewesen gehe ich in die Zukunft. Es geht mir einfach super!
Lustig: Vor 3 Tagen hatte ich in einem Buch von Hildegard von Bingen gesehen, dass der Hochmut im Knie sitzt.
Ich halte Ayahuasca für eine sehr starke Heilpflanzenmischung.
Diese Erfahrung gehört zu den tiefsten und heilsamsten, die ich mit Drogen gemacht habe.
Das nächste mal werde ich die Mimosa anders zubereiten und auch den Sand ausfiltern.
Immer mit em Fridäh, immer mit der Ruäh
Daniel
Selbstversuch am 3. April 2009, Freitagnachmittag im Wald
Vorbereitung
Seit etwa einem halben Jahr habe ich mich mit der Geschichte, der Wirkung und den Erfahrungsberichten von Ayahuasca beschäftigt Die Samen und die Wurzelteile hatte ich währen dem Winter in meinem Geheimfach gebunkert. Ich wollte diese Erfahrung unbedingt im Wald machen. So warte ich auf den ersten einigermassen warmen Frühlingstag.
5 Tage vor der Einnahme von Mimohuasca begann ich zu fasten (Kein Cannabis, kein Alkohol, kein Essen, kein Sex!
Zubereitung
Die Samen habe ich fein gemörsert und in Gelatinkapseln verpackt.
Das Wurzelpulver kochte ich nach Rezept langsam auf, und füllte es in eine Flasche ab.
Einnahme
Nachdem ich die Hängematte montiert und den Platz gesegnet hatte, schluckte ich die 11 Gelatinkapseln. Das ging gut. 20 Minuten später schluckte ich das dunkelbraune, sandige Gebräu. Der Geschmack war erträglich aber die Flüssigkeit zieht einem allen Saft aus Mund und Rachen. Das übelste war der Sand, der schon beim Schlucken Brechreiz verursachte. Ich braucht 10 Minuten um 1,5dl hinunter zu würgen. Kaum hatte ich es geschafft, musste ich 2mal Kotzen.
Ich war enttäuscht, weil ich dachte, dass ich alles rauslies, bevor die Wirkstoffe ins Blut gelangten.
Trotzdem legte ich mich in die Hängematte und hörte GOA Sound.
Wirkungen
Nach einigen Minuten sah ich mit geschlossen Augen wunderschöne zarte Farben die auf mich zuschwebten. Sie verdichten sich zu phantastischen dreidimensionalen Mustern die laufend neue Formen und Farben annahmen. Alles wurde sehr plastisch. Ab und zu kamen leuchtende Schlangen auf mich zu und zogen an mir vorbei.
Ich fühlte mich pudelwohl und dachte, es funktioniert. Mit offenen Augen sah ich an den Bäumen feine Muster, aber nicht so intensiv, wie mit Yopo. Ich genoss die Visionen 2 Stunden lang.
Als ich auf WC musste, stand ich auf, was problemlos ging. Laufen war ein bisschen schwabelig. Ich ging in meine Wohnung, hatte nur ein bisschen Durchfall. Kurz danach wurde mir ganz eigenartig schlecht. Ich fühlte mich Elend. Das dauerte einige Minuten und ich dachte, das Zeug nehme ich nie mehr. Dann musste ich aufs WC rennen und 3 Mal kotzen. Als ich mich wieder hinsetze, wurde ich mit offenen Augen von Farbvisionen eingehüllt. Sofort ging ich zurück in den Wald, legte mich hin und schloss die Augen. Die Musik störte nun, also hab ich abgestellt. Das Zwitschern der Vögel und das Trommeln der Spechte, inspirierte nun die Visionen. Ich sah Menschen, Freunde und Familienangehörige, aber nicht ihre Körper, sondern ihre Seelen. Plötzlich verstand ich tiefe Zusammenhänge. Ich sah meine verstorbene Mutter, wie sie als kleines Mädchen von ihrem Vater mit dem Lederriemen immer wieder grün und blau geschlagen wurde. Nun verstand ich den Hass, der sie aufgefressen hatte, bis sich an Krebs gestoben ist. Ich konnte mit ihr sprechen und hatte ein sehr tiefes Mitgefühl für sie.
Nun erkannte ich wie Stolz und Überheblich ich geworden war. Ich weinte sehr und bat Gott um Vergebung. Später sah ich viele verborgene Ängste und Nöte bei weiteren Familienangehörigen, was ich nicht weiter Beschreiben kann. 4 Stunden nach der Einnahme, kehrte ich in den „Normalzustand“ zurück. Ich fühlte mich seit den Erbrechen wieder sehr gut und konnte herzlich lachen. Während der ganzen Wirkungsdauer war ich bei vollem Bewusstsein und klarem Kopf.
Folgen
Seit den SnowFlake Dance hatte ich starke Schmerzen im linken Knie. Gehen war kaum möglich.
Am Morgen nach dem Versuch war ich völlig geheilt. Ich konnte rennen, den ganzen Tag ohne Bandage laufen und hatte bis jetzt keinen Schmerz mehr gespürt. In Briefen und Gesprächen habe ich die Personen, die unter meiner Arroganz gelitten hatten, um Vergebung gebeten.
Ich habe eine tiefe seelische und körperliche Reinigung erlebt. Voll neuer Lebensenergie und Freudeund tiefem Mitgefühl für jedes Lebewesen gehe ich in die Zukunft. Es geht mir einfach super!
Lustig: Vor 3 Tagen hatte ich in einem Buch von Hildegard von Bingen gesehen, dass der Hochmut im Knie sitzt.
Ich halte Ayahuasca für eine sehr starke Heilpflanzenmischung.
Diese Erfahrung gehört zu den tiefsten und heilsamsten, die ich mit Drogen gemacht habe.
Das nächste mal werde ich die Mimosa anders zubereiten und auch den Sand ausfiltern.
Immer mit em Fridäh, immer mit der Ruäh
Daniel
