Stadt Zürich eröffnet Zentrum für Drogenberatung

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Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Meine Aussage über Zahlen und das Verhältnis von Drogen- und Rauchertoten ist nur ein Teil meiner ganzen Ueberlegung. Es geht mir insgesamt um die Verhältnismässigkeit. Für mich ist es zu einfach, eine so komplexe Sache wie eine Sucht in erster Linie an nackten Zahlen aufzuhängen. Es sind nicht nur die Anzahl Tote und Abhängige ausschlaggebend, sondern die Art und Weise, wie die Sucht wirkt, die Auswirkungen auf das Leben (Körper und Geist) und für mich eben auch die Dauer, bis man am Nullpunkt angekommen ist.

Aber nun lassen wir das Thema. Wir haben darüber diskutiert, versucht uns gegenseitig unsere Meinung zu verdeutlichen und haben das nun auch erschöpfend getan. Und zudem zwei gegen einen ist unfair... :lol:
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Ich muss nun doch nochmals was dazu sagen, da mich ein anderes Thema, dass hier gepostet wurde gerade ziemlich beschäftigt, das in eine ähnliche Richtung geht, oder zumindest meine Meinung und Einstellung verdeutlicht. Unter dem Thema Crystal wurde ein Erfahrungsbericht gepostet, den ich mehr als krass finde: http://www.land-der-traeume.de/trip_lesen.php?id=210

Und nun frage ich dich Shamu, könntest du einer Person mit einem solchen Schicksal in die Augen schauen und sagen, dass Zigarettensucht ebenso schlimm ist, wie diejenige, die sie durchmacht?

Schönes Weekend...
Es ist nicht wenig Zeit die wir haben. Sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen.
Kollegoli
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Beitrag von Kollegoli »

aso für mich isch nie zur diskussion gstande dass jeglichi droge chönd en riiiiese schade aarichte, seg jetz das shugi, zigis, lsd oder susch igendwas...
ich bin eifach de meinig dass de schade massiv dur so prohibitione vergrösseret wird. neb de drogequalität, wo dadurch extrem zlliiide hät (was ja grad droge wie heroin erscht schädlich macht) werded z.B. dkonsumente vo illegale droge in eusere gsellschaft, allgemein gseh, aslo vonere grosse mehrheit, als schlechti mensche betachtet. unter anderem dprohibition triibt vieli mensche (aso jetz grad die wo massivi drogeproblem händ) in e art einsamkeit, sie chönd nöd eifach frei über ihres problem rede, well sie zumindescht us ihrer sicht, defür verachtet werded oder gar angscht vorere staatliche verfolgig händ.

was anders: wenn droge legal wäred wür doch das so zimlich extrem viel finanzielli problem vom staat löse? das wär ja so es zückerli für die, wo us moralische gründ geg e legalisierig sind... wenn mer bedenkt wieviel chlüteri in schwarzmarkt flüsst.... es wür doch so zimli es paar problem löse wenn all das geld is staatskässeli flüüse wür? (soferns dann au sinnvoll verwändet wür werde)

speziell @ psymäleon

was seisch dann jetz eigentlich dezue, dass in holland viel halluzinogen legal erhältlich sind? wie gseit, isch det ja dwelt au nonid zämebroche? und aso ich weisses ja nöd gnau, aber ich han nie igendwas vernoh, dass es de mensche det igendwie schlechter wür gah als de mensche da.
Shmahu
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Beitrag von Shmahu »

hey psymäleon, ja chönt ich, wills schlussändli weder um irgendwelchi einzelschicksal gaat (wo mich nöd bsunders intressiered wäni de mänsch nöd känn), no drum, weli drog etz i ihrere würkig schädlicher isch, sondern elei um d mänschheit und ihri sucht. ich has scho mal gschribe, ob zigis, heroin, game, fernsehluege oder vo mir uus ziitige zu schnipseli verriisse, das sind alles eifach verschideni gsichter vo einere sach.
Psymäleon
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Beitrag von Psymäleon »

Ich sehe die Probleme absolut, die mit der Illegalität von Drogen entstehen können. Ich habe auch nie behauptet, dass die Gesllschaft zusammenbrechen würde, wenn alle Drogen legal würden. :wink: Trotzdem finde ich mittlerweile (war ja bis vor 3 Jahren auch noch mehr oder weniger deiner Meinung), dass die Legalität nicht die Lösung aller Probleme sein kann. Wie viel eine staatlich Drogenabgabe unter dem Strich dem Staat Geld einbringen würde, ist wohl relativ schwer zu sagen. Wirkliche Finanzprobleme würden dadurch aber wohl nicht wirklich gelöst. Ein weiterer Tropfen auf den heissen Stein kann aber auch nie schaden.
Profitieren von einer Legalisierung würde sicher die Qualität der Drogen. Ob aber z.B. absolut reines Heroin absolut unschädlich ist, finde ich dann doch eine eher gewagte These. Eine viel besser Sache als diesen Abfall, der heute oft verkauft wird, wären ungestreckte Drogen aber sicher.
Ich denke vor allem aber, dass mit einer Legalisierung auch die Gefahr bestehen kann, dass ein zu lockerer Umgang mit allen Drogen entsteht. Es wäre ja dann erlaubt und die äussere Grenze ist nicht mehr da. Das würde sicher nicht nach 4-5 Jahren in der Gesellschaft sichtbar, sondern viel später, wenn sich dieses Denken in den Köpfen festgesetzt hat. Das ist zwar nur Spekulation, aber auch nicht spekulativer, als dass die Legalität den Drogenkonsum nicht fördern wird.

Wie ich bereits einige Male geschrieben habe, ging es mir in dieser Diskussion - wie auch in vielen anderen vorher - vor allem darum, eine andere Meinung einzubringen, meine Bedenken bezüglich einer völlig liberalen Drogenpolitik zu äussern und auch, um ein wenig zu provozieren. Ich habe nie gesagt, dass ich es gut finde, wie es heute läuft und geregelt ist und ich habe mich auch nie gegen Anpassungen und Aenderungen ausgesprochen. Wenn ich heute über die völlige Liberalisierung der Drogenpolitik abstimmen müsste/könnte, dann würde es mir verdammt schwer fallen, eine Entscheidung zu fällen. So lange sich die Welt aber von der Anti-Drogen-Macht USA ihre Haltung und ihr Vorgehen diktieren lassen, werde ich aber auch nicht vor diese schwierige Wahl gestellt.

Und @ Shamu... wir schauen uns das selbe Problem aus einer anderen Perspektive an. Für mich sind Drogen immer mit Einzelschicksalen verbunden und die gehen mir nahe, auch wenn ich die Betroffenen nicht kenne. Und auch wenn es vielleicht nicht immer so rüberkam; ich kann deine Meinung sehr gut verstehen. :razz:
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upsaint
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Beitrag von upsaint »

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Beitrag von Melliandra »

Käpten Hirni hat geschrieben:....überigens min vater isch bi de svp, hät au scho kandidier...weni mit im überd politik rede duet er mir immer beidi richtlinie vorzeige, würklich pro und kontra erklähre. au er het vil meinigsverschideheite mit de svp, doch i denk villi gsehnd ebe nur immers negative ir svp. git au sache wo i 100% understütze.....
:-) Bin ganz dinere Meinig, aber weisch dLüüd bruched öber wos chönd
beschimpfe und dSchuld id Schueh schiebe, sinds jetzt die Rächte oder
die Lingge, dSVP oder dSP, de Staat oder Polizei, dUsländer oder dHundehalter.
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