@domi
1ms latenzzeit... wenn Du einen mac hast ist, dass schon möglich. Bei PCs eher seltener.
Aber nur um sicher zu sein. Du hast den Kompi, der steuert den klangerzeuger und das audiosignal nimmst Du dann am compi wieder auf.
If so, dann brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Cubase etc. verfügen über latenzkompensation, die gleichen alles aus.
1ms ist sowieso sehr wenig.
Als Beispiel. Mein Virus B (audiogott habe ihn selig) hatte bis zu 15ms latenz, wenn man ihn direkt mit einem midi keyboard angespielt hat.
Das habe ich mal gemessen. Aber im sound ist mir das nicht aufgefallen.
Ausserdem hat midi in sich schon latenzen einprogrammiert, weil es sich um eine serielle datenübermittlung handelt. Da alle daten hintereinander übermittelt werden müssen ist es technisch schlicht unmöglich, dass zwei noten exact zu selben zeit ausgelöst werden.
Wenn du also z.B. über einen midiausgang auf taktanfang, auf 1, gleichzeitig 5 noten ausgibst, werden diese noten zwangsläufig hintereinander ausgelöst.
Wenn Dus genau wissen willst.
Die MIDI übertragungsrate beträgt 32000bits pro Sekunde. Um Notennummer und Anschlagstärke zu übertragen werden ca. 20bits benötigt. Das heisst es könnten 1600 mal pro Sekunde Notennummer und Anschlagsstärke übertragen werden, wenn die volle Übertragungsrate benutzt werden würde. 1 sekunde geteilt durch 1600 das gibt 0.625ms dauert es um Notennummer (Tonhöhe) und Anschlagstärke zu übertragen.
Oder wenn Du 1600 noten gleichzeit auslöst, hörst Du die letzte Note erst nach einer Sekunde. (das wird aber sowieso vorher sequenzer und schnittstelle überlasten)
In der Praxis heisst das, dass wenn mehrere Noten zur gleichen Zeit über den gleichen Midiausgang angespielt werden, ergibt sich rein technisch mindestens 0.6ms latenz bis zur nächsten note. Wenn man 5 noten auf der 1 hat (was ja oft vorkommt) dann kommt die 5 note bereits mit ca. 3ms latenz.
Was ich damit sagen will, ist, dass latenzen unter 10ms sowieso zum alltag gehören. Hinzukommt, dass soundkarten latenzen sogar kompensiert werden, also nicht vorhanden sind. Latenzen des Midiinterfaces sind normalerweise sehr klein, doch auch diese werden kompensiert. (Die genannten Midilatenzen bedingt durch die serielle Übertragung werden nicht kompensiert)
Das war jetzt aber ziemlich technisch.. aber was sollst, vielleicht interessierts ja irgendwen.
