DMT Nordstern Bülach 25.12.08
Verfasst: Mo 29. Dez 2008, 12:25
Nachdem wir die üblichen Rituale der Entscheidungen hinter uns gebracht hatten, stiegen wir tief hinab und erreichten eine riesige Kaverne. Nachdem wir den Wegzoll geblecht und unser Inventar der Obhut des Türwächters übergeben hatten, begaben wir uns in einen kleineren Raum. Dort klangen heftig zwirbelnde Klänge an unsere Ohren, die Beleuchtung war spährisch und farbig - die Musik jedoch recht hart. Bei einer nahegelegenen Schänke deckten wir uns mit den ersten von vielen Tränken ein, die wir für die Bewältigung dieses Dungeons brauchen würden. Vorerst noch nicht bereit uns den heftigeren Klängen des tieferen Gemachs zu stellen, traten wir den Rückzug in die Kaverne an. Dort standen himmelhohe Säulen aus grauem Gestein und auch ein lustiger Jahrmarkt war dort zu finden, mit Tüchern und gnömischer Kleidung. Dahinter lagen lange Bänke wo Tee getrunken und abgewartet wurde. Nach kurzen Begrüssungszeremonien mit dem einen oder anderen Feenwesen, das bereits länger hier herumschwirrte, suchten wir einen stilleren Ort. Der war alsbald gefunden, die Farbenpracht des Kristallgefächerten Ganges allein, lässt mich dies erwähnen. So was sah ich meinen Lebtag noch nicht. Die Klänge in der riesigen Kaverne waren etwas heller. Nicht unbedingt schneller. Wir blieben erst einmal hier. Die Gruppe teile sich denn auch des öfteren, um die eine oder andere Queste nach neuen Tönen zu beginnen. Während uns die Rhythmen unter der Erde dazu anleiteten schwungvolle Bewegungen zu beginnen, die unser Herz und unsern Geist dazu brachten sich zu entsinnen, der Freude und des Lebens, wurden weitere Tränke herumgereicht, die uns Beistand gaben, während diesen Tänzen. Es war erstaunlich wie viele hier zu finden waren, auch solche, deren Ankunft nicht wenig überraschte. Ich ging denn auch erneut in die kleinere Höhle, einerseits weil dort die Schänke war, doch auch die Neugier war geweckt. Und einmal, da blieb ich stehen, und liess mit mir geschehen, was dieser Sound mir zeigte. Ich erreichte alsbald die Form, die mir zu passen schien, und war entzückt, hätte nicht gedacht, dass ein Tanzen zu diesen Klängen derart spannend sein würde. Zwar blieb ich zuerst nur kurze Zeit, doch später traf ich erneut dort ein, und konnte so erkennen, das auch im Dunkel Farbe leuchtet - sofern ich mich dazu beweg'. Zum Rasten war diese Höhle nichts. Ich versuchte es mal, und rauchte vom Tabakkraut, doch es war mir denn doch etwas zu aufregend, und zum Entspannen nicht geeignet. Alsbald neigte sich die Nacht dem Ende entgegen, was uns natürlich nicht bewusst ward. Schliesslich waren wir weit im Erdinneren, tanzten zu den Klängen der Erde. Da begab es sich, dass ich ohne böse Absicht
eine holde Maid erschreckte, die gerade ihre sieben Sachen packte. Sie war darob aufs Äusserste erbost. Und so belegte sie mich denn auch mit dem Fluch des Verschwindens, dem ich zerknirscht gehorchte. Was konnt' ich schon tun? Manchmal ist's einfach zu spät für Worte und alles was bleibt ist ein Bedauern. Danach war ich frustriert, ging zurück in die tiefste Höhle und blieb erstmal dort. Bis irgendwann - ich sag es war der Sound der mir dazu riet - ich aufsprang und hinauslief in Sonnenlicht. Das war denn auch ganz heilsam. Zurück blieb die Erinnerung, dass auch in dunklen Höhlen helle Farben und Klänge hausen, denen auch, im freud'gen Tanz, wird Leben eingehaucht. Notiz für andre Abenteurer, nicht zu viele der Tränke trinken; wobei ich interessant vermerke, wie viele verschied'ne es dort gibt.