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der Titel kann mich mal

Verfasst: So 30. Mär 2008, 23:43
von Dragonfly
*deprimierte Phase on"

Warum sprechen wir denn eigentlich hier immer wie durch eine rosarote Brille? Da wachsen Blümchen und da spriessen Pflänzchen während tausend Arschlöcher auf dieser Welt ihr Geld verlochen und irgendwie überhaupt nicht wissen was Sache ist. Sie reissen sich um teure Schuhe, pflanzen sich einen Monstertruck vors Haus und sind traurig wenn ihre graue Krawatte verschwunden ist, aber was kümmert sie eine gottverdammte Welt, ein gottverdammter Mensch hier und jetzt in der Scheisse oder auch einfach nur ein einzelner Mensch wie ich jetzt hier in einer kleinen Wohnung auf der nie endenden Suche. Ich bin süchtig nach der Gewissheit, dass da irgendwie etwas ist, was mir auf irgendeine Art ein gutes Gefühl verleihen kann, aber wo ist dieses Gefühl, beziehungsweise was kann mir dieses Gefühl geben? Wenn nicht Drogen, wenn nicht Sex, wenn nicht Lust und Abgefahrenheit, wenn nicht Wildheit und Geborgenheit? ja was dann? Eine Welt die dem Menschen nur noch einen rasenden Weg zu einem unbestimmten Ziel bietet, das wahrscheinlich im Abgrund endet, wahrscheinlich damit endet, dass sich jeder einfach mal besinnen muss und sagen muss "nein, jetzt bleibe ich im Hier und Jetzt, jetzt stresse ich nicht, jetzt verdiene ich weder Geld noch sonst etwas, jetzt bin ich erst einmal der Mensch der ich bin" und so erkennt, dass diese Gesellschaft irgendwie einfach scheisse ist.
Ich finde das Internet bietet uns sowas von einer schönen Welt, eine Welt, die vom Spam regiert wird, vom Nonsens. Was ich den Nonsens liebe!!! Nonsens ist so etwas wie eine Bestätigung dafür dass nicht alles in dieser Welt eine gottverdammte Bestimmung haben muss, dass es trotz allem noch millionen von Menschen gibt, die einfach mal labbern können und in dem ganzen Unsinn eigentlich den tiefgründigsten Sinn des Universums entdecken: Das Chaos und die Unbestimmtheit. Und so kommen wir wieder zur rosa Brille, zur gesellschaft die ferngesteuert von A nach B rennt und Geld verdient, einen Tagesrhythmus hat, aufstehen, konsumieren, arbeiten, konsumieren, arbeiten, konsumieren, abhängen, schlafen und irgendwie dreht sich alles im kreis, irgendwie kommt Mensch nicht auf einen grünen Zweig, was ihm egal ist. Ja, die Welt ist tatsächlich sinnlos und somit ist auch das Leben sinnlos, ausser man betrachtet das Leben als einen Teil des Chaos und als eine Aufgabe, das Chaos zu ergründen, die Unbestimmtheit zu akzeptieren, ja sogar zu fördern.
Ja, ich bin wütend, ich bin sehr sauer, aber nur innerlich. Ich spüre ein Reissen, eine innere Unbefriedigung, weil das Leben mir noch nicht meinen Weg gezeigt hat. Ich suche ihn, aber ich finde ihn nicht, bis heute nicht. Ich fühle tief in mir drin eine Botschaft, die aber nichts mit Konsum/Leistung/Stress/ferngesteuertes umherrennen zu tun hat, sondern mit dem Sein des Menschen, das urtümmlichste Sein des Menschen, der Existenz überhaupt. Ich würde ja sehr gerne einfach nur sein und suchen nach den Gründen und den Wegen des Chaos, aber da drückt immer wieder die Gewissheit herein, dass das SYSTEM das nicht will. Das SYSTEM will Ameisen, die den Bau "Welt" irgendwo hinführt, wohin weis keiner so genau. Geld, Macht, Vernetzung, Politik etc. und alles führt dahin, dass der Mensch seinen verschissenen Pflichten nachgeht und sich nichtmal im Entferntesten fragt "warum eigentlich sein und immer meinen, das sei es und das wird immer so sein".
Natürlich gibt es all die Alternativen und all die Grünen, Anarchisten, Sonnenanbeter und Blümchenpflücker, Anthroposophen und Lichtesser, Gurus, Goas und andere Shaker, Raver, Technohüpfer und soweiter und sofort, aber das ist doch auch alles eine Scheinwelt, die gehen doch auch alle dem SYSTEM gemäss einer Arbeit nach die Geld bringt, die Befriedigt und dem Leben einen vermeintlichen Sinn gibt. Und dann? Konsum, Arbeit, Abhängen, Abschalten. Es heisst ja nicht umsonst "abschalten", Mensch will ja fliehen von der Welt, Mensch will davonfliegen und sich von den blöden unangenehmen Konfrontationen lösen, damit er mal Ruhe hat.
Und jetzt? Selbstmord? Einschlafen und morgen wieder aufstehen, sich fragen was wie wo warum um eigentlich schlussendlich wieder auf den selben Punkt zu kommen: Das Leben geht weiter, aber es ist zu langweilig und zu geordnet um interessant zu sein.
Dann gibt es noch die Verschwörungstheoretiker und die UFOlogen, die Vampire und Drachen, Satanisten, Geister und gespenster und andere Dinge die niemand wahr haben will, weil sie nicht da sein dürfen. Das SYSTEM lässt es nicht zu, also wird es zu Wahnvorstellungen, Flugzeugen, Wolkenformationen etc. Warum? Endlich wäre die Welt mal interessanter, endlich wäre da mal was, woran Mensch sich klammern könnte und zur Gewissheit kommen könnte "ja, da ist noch was, da sind nicht nur wir, das Chaos ist da es existiert, es ist unergründlich".

Beschäftigungen: Internet, surfen bis zum wahnsinnig werden, herumklicken bis zum verblöden. Second Life zeigt uns wohin das virtuelle Leben führt. Ach wäre ich doch ein Second Life Avatar. ich könnte stundenlang an einem Ort stehen und die Arme hängen lassen, ich könnte fliegen, während 10 Stunden tanzen ohne Drogen zu nehmen, ich müsste weder essen noch sonstwie konsumieren, ich würde nur ein wenig Speicherplatz auf irgendeinem gottverdammten Server verbrauchen. Hehe, Matrix lässt grüssen.
Aber was will ich eigentlich? ich will leben, ich will ruhen können, stundenlang sitzen können und nichts müssen, tagelang irgendwo rumspazieren können und nichts müssen, ungehemmt nackt nach draussen gehen können, einfach leben, einfach leben, einfach leben, malen, Musik hören, meditieren, einfach sein und nichts anderes.
Arbeit/Stress/krampfhafter Konsum, weg damit, das ist alles sinniges Beigemüse, unnötiger Quark. Was soll ich nur tun? Wohin führt mein Weg mit solchen Gedanken im Kopf? Fragen über Fragen, doch wer wird uns die Antwort sagen? :?

*deprimierte Phase off*

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 05:41
von Mirowsky
ich glaub so wie dir geht es den meisten irgendwann..... aber so wie ich dein text verstehe erwartest du auch keine wirckliche antwort
auf all die fragen den die kann dir auch niemand beantworten weil die andern selber suchen !?

im übrigen beleidige bitte die ameisen nicht..ein anderes lebewesen mit einem mensch zu vergleichen ist schon fast eine beleidigung für
das welche lebewesen) ;)

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 06:13
von Capablanca
wow - sehr schön geschrieben. Dein Text bringt die zentralen Probleme unserer Gesellschaft auf den Punkt.

Der Mensch ist durch sein Konsumverhalten, die Habgier, Wirtschaftsinteressen, Werbung gesteuert, er wird manipuliert, maßgeschneidert und wenn man so will standardisiert. Mit Sein hat das wenig zu tun, viel mehr definieren wir uns durch unseren Besitz und Konsumverhalten. Erich Fromm geht in seinem Werk "Haben oder Sein" intensiv auf die Unterscheidung dieser beiden Existenzweisen ein. Die Existenzweise des Habens, der Gier, des Vermehrens des Besitzes, sieht er als eine Hauptursache für das Übel und Leid auf dieser Welt.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 06:50
von Melliandra
Es geht wohl vielen wie dir.... auch wenn ich glaube, dass du keine Antwort erwartest, hätte ich dir da eine Möglichkeit, wie du anfangen
kannst auszubrechen.

Auch wenn die Leute die zu diesen Erlebins zusammen kommen, nachher wieder in den Altag gehen, so können sie etwas bewirken,
dass unglaublich ist.

Wenn man diese Worte schreibt, wie du es gemacht hast, dann ist es an der Zeit, etwas zu veränder. Ja genau bei dir, du hast die
Möglichkeit, langsam aber stätig dich zu "verbessern", dich aus dem Alltag zu lösen. Mach was!

Leute die ans Burning man oder ans Nowhere gehen, haben sich genau diese Fragen gestellt und sich entschieden für eine Zeit im Jahr,
einfach zu sein, zu machen! Ohne Profit, ohne wirklichen Nutzen, ohne Hintergedanken, eifacht weil sie das wollen. Im Einklang mit der
Natur, denn die Wüste in Nevada und auch in Spanien ist heisst und unerbitterlich. =o)

Schau es dir doch mal an. =o)

http://www.burningman.com/
http://www.youtube.com/watch?v=RUgHZK5R0Tg

http://www.facebook.com/group.php?gid=2450482306
(der Hauptlink funz im Moment nicht...)


Das du auf ehwig und immer dies ausleben kannst, hmm... ich glaube dann bleibt dir nichts anderes übrig, als in den Wald zu zienen und
der Gesellschaft den Rücken zu kehren. Ob du dies willst? Veränderungen kannst du nur bei dir bewirken und bei deinem Verhalten. Vielleicht
noch ein bisschen bei deinen Kinder, aber sonnst, ist jeder für sich verandtwortlich.

Wir können von glück sprechen, dass wir so aufwachsen dürfen... Ich weiss das höhrt sich jetzt doof an, aber ich glaube wir können uns gar
nicht vorstellen, wie es ist, wenn man nichts hat. Auch wenn es ein Fluch sein mag, jeden Morgen wieder in den Alltag zu tauchen, es gibt Menschen
die würden alles dafür tun um hier in der Schweiz leben zu dürfen.

...orry, vielleicht schreib ich jetzt vollkommen an dir vorbei...? Vielleicht wolltest du einfach deinem Erger Luft machen. Finde ich gut, erst muss
der Erger sein, bevor man was unternimmt.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 10:53
von Fallen Angel 2
Sehr treffend formuliert, Dragonfly.

Soweit ich es bislang ent-decken konnte, scheint es zu stimmen, dass das Leben deterministisch, also sinnlos ist. Es läuft halt ab, wie ein Uhrwerk und meist nicht sonderlich orange. Man kann natürlich Drogen nehmen oder seltsame Brillen aufsetzen, aber ausser dass die Farben sich verändern, oder etwas "grüner" werden, passiert nicht viel. Und die ganze Sache zu beschleunigen, naja, bringt auch nichts, ausser dass es schneller geht.

Warum dann überhaupt noch Leben? Wofür da mitmachen?

Weil es möglicherweise einen Ausweg gibt. Weil es vielleicht irgendwie möglich ist, eine Daseinsform zu finden, in der man non-Deterministisch leben kann, nicht "ablaufend" wie ein Wecker, der irgendwann klingelt und die Bombe auslöst, die wir der Welt umgeschnürt haben, nein, ein Leben jenseits von Ursache-Wirkung, Aktion-Reaktion, Denken-Erreichen - ein Leben im Sein.

Tönt super ich weiss so einfach ist es nicht auch wenn es eigentlich ganz einfach ist.

Aber es könnte durchaus funktionieren. Denn: angenommen man wäre tatsächlich ein Mensch, der nur schon bewusst mitbekommt, was um ihn herum abgeht, der das Grün einer Wiese auch dann sieht, wenn er "knurd" ist, ein Mensch, der in einem Tier nicht einfach ein Ding sieht, sondern ein Lebewesen, und das immerzu, der die Sonne, den Regen, die Luft so wahrnimmt, wie sie ist, und sich entsprechend darauf einstellt, und so weiter, ach das sind nur blöde, beschreibende Beispiele, die eigentlich gar nicht so viel Aussagen. Ist schwierig zu erklären.

Aber ich glaub (noch) dran, dass es eine Möglichkeit gibt, irgendwie einen Bewusstseinszustand zu erreichen, worin nicht die ganzen kleinlichen Kleinigkeiten meiner Gedanken und Triebe, sondern die schöpferische "Macht" meiner Psyche und meiner Gefühle den Ton angebeben, meinen Ton, in dem Rhythmus, der für mich (und meine Umgebung/Mitmenschen) stimmt.

Klingt vielleicht wieder allzu ... nett?

Aber wenn es das nicht gibt, und ich bin davon überzeugt, dass es das gibt, und auch dass ich es irgendwie schaffe, diesen Zustand (immer!) zu erreichen, denn wenn nicht... wenn das Leben tatsächlich nichts weiter ist, als ein Haben, so wie unser System uns das weismachen will... dann wäre es komplett und vollständig... sinnlos und entleert. Dass es das nicht ist, naja, dafür gibt es Anzeichen - wenn man bereit ist diese zu sehen, und wahr-zu-nehmen.

@Melliandra
auch wenn es in der Schweiz angenehmer ist, in dem System zu leben, als z.B. irgendwo in Afrika im System zu leben, so ist es dennoch an beiden Orten noch schöner und irgendwie auch sinnvoller wenn man bewusst im hier und jetzt leben könnte. denn dann erst würde man die Sonne aufgehen, den Mond untergehen, das Lächeln einer anderen Person spüren, und die Gedanken miteinander vereinen können. Egal wie materiell angenehm es um einen herum ist - nun vielleicht nich ganz egal, womöglich erreicht man jedoch materiellen Wohlstand nur mit einem gesunden Mass an Selbstbestimmtheit.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 11:05
von Melliandra
FA, da gebe ich dir recht. Ich glaube aber auch, dass nur "wir hier", die nicht mer schauen müssen wie wir zu etwas essbarem gelangen,
uns überhaupt solche Gedanken machen können. Müssten wir noch ums Überleben kämpfen, wort wördlich, dann wäre es uns ziemlich
egal, wie es mit dem Weltfrieden steht. Aber ich glaube das ist nicht mehr das Thema.

Der Mensch ist egoistisch und dass wir uns nicht-egoistische Gedanken machen können, liegt zum Teil doch wirklich daran, dass wir einfach
mehr Zeit für diese Gadanken haben. Darum, ich glaube die Entwiklung musste so weit kommen, damit wir nun bereit sind, uns etwas mehr
zu überlegen. Bei manchen kommt es früher, bei manchen später.

Sagen wir es so, nach meiner Meinung gibt es irgenwo schon einen Sinn, warum alles so ist wie es ist. Rein natürlich, physikalisch,
evulutions-technisch gesehen. Was wir aber nun daraus machen ist was anderes, obwohl auch das wird wohl der Lauf der Zeit sein. =o)

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 14:00
von Indigo
hoi Dragonfly :-)

mir blieb der atem aus beim durchlesen deiner zeilen, weil sie so wahr sind. doch anhand der antworten solltest du wieder ein wenig kraft schöpfen, gell ;-)?

ich gebe dir jedenfalls zwei volle hände davon! look @ the stars in the sky! they love you. do not forget that.

greetings from a little lady.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 14:26
von Dragonfly
Ich glaube schon, dass der Mensch (wie auch immer) zu einem Punkt in seinem Leben kommen kann, wo er wirklich völlig zufrieden ist mit sich und der Welt. Das Gefühl hatte ich ja auch schon. Aber zufrieden sein heisst ja leider nicht unbedingt auch zufrieden sein mit der Erkenntnis die man gemacht hat. Ich glaube dieses Stadium erreicht man sowieso erst nach dem Tod. Vorher muss man sich zu stark mit dem materialistischen Weltbild auseinandersetzen als dass man erkennen könnte, was eigentlich tatsächlich Sache ist.

Aber ja, eigentlich könnte ich ja zufrieden sein. Ich wohne in einem reichen Land, in dem niemand hungern muss, in dem sogar jene Geld erhalten, die mal abstürzen oder nicht mehr weiter wissen (Sozialhilfe). Ausserdem hatte ich eine sehr paradiesische Kindheit, ich konnte auf dem Land aufwachsen und so weiter, also ich kann eigentlich zufrieden sein mit mir. Aber mein Leben ist langweilig und ich fühle mich als Teil eines bösartigen Tumors, der der Welt den Lebenssaft nimmt, der die Mensch, die auf ihr wohnen ausbeutet und sie in den Abgrund führt. Ich weis, dass auch ich eine Aufgabe habe, aber wie sieht die aus? Es gibt ja angeblich Menschen, die kommen durch Drogen weiter in ihrem Leben, aber das kann ja nicht mein Weg sein, das glaube ich nicht. Studieren will ich nicht, schliesslich ist Wissenschaft ein weiteres Zeichen dafür, dass der Mensch glaubt, er könne irgend etwas erforschen und das dann "wissen" und "begreifen". Eine Lehre? Ja und dann? Dann komme ich genau in diesen Kreislauf, den ich in meinem ersten Posting beschrieben habe: arbeiten, konsumieren, dahinleben und irgendwann dahinscheiden ohne auch nur das Geringste erkannt zu haben. Ich kenne jemanden (will jetzt keinen Namen nennen), der ist absolut glücklich mit seinem Leben (so scheint es zumindest), aber sein Lebensinhalt ist sowas von leer! Der arbeitet als Gleisarbeiter bei der SBB, manchmal hat er Nachtschicht und manchmal arbeitet er am Tag. Wenn er frei hat verbringt er die meiste Zeit mit Fernsehen und kiffen. Und wenn ich mit diesem Menschen spreche, dann habe ich das Gefühl, dass alles was er sagt eigentlich dieselbe Aussage hat wie wenn er gar nichts sagen würde.

Ich habe erst gerade gelesenen, dass ein Viertel der Schweizer Bevölkerung psychisch krank ist. Wie kommt das, leben wir doch in einem Land wo praktisch niemand um seine Existenz bangen muss? Anscheinend ist es tatsächlich so, dass der Mensch an seiner Gier nach Besitz zerbricht und je mehr er hat, desto mehr sinkt er in den Abgrund.

edit: merci viu mou @ indigo. :-D

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 14:55
von Fallen Angel 2
@Lehre
Irgendwas.
Ist besser.
Als Nichts.

Mach eine Lehre, das geht am Schnellsten, um eine Ausbildung zu besitzen, jedenfalls schneller als Gymi etc. Am besten eine, die sich mit Deinen Wünschen einigermassen verträgt - und die keine solch bescheuerten Arbeitszeiten hat, wie Verkauf.

Der Grund? Es ist in unserer Welt einfacher, herauszufinden, was man wirklich will, oder was man ist etc. wenn man ETWAS Geld hat - selbst wenn es nicht viel ist.

Anschliessend (d.H. nach der Lehre) kannst Du immer noch "aussteigen" oder etwas in der Art.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 15:40
von donat
Geht mir manchmal auch so.

Wenn ich abends zuhause sitze, am Computer oder irgendwo, frage ich mich ab und zu warum ich das alles mache. Jeden morgen aufstehen, arbeiten/in die Schule gehen, abends dann noch einwenig Musik machen/Vor dem Computer sitzen/lesen/wasauchimmer und danach wieder schlafen, und es fängt wieder von vorne an. Und am Wochenende brech' ich dann manchmal aus diesem Rythmus, inform von Parties.
Ich würde ja gerne irgendwas anderes machen, aber falle sehr schnell wieder in den gewohnten Rythmus, und da ich an einer Lehre bin lassen sich gewisse Sachen auch nicht ändern.

Im Prinzip ist das ganze ja schon schön, keine grössere Sorgen oder Probleme, aber irgendwo ist dann doch noch eine gewisse Leere.

Grüsse

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 18:31
von Dragonfly
...denn wir sind ja auch nur Menschen

Naja, mal sehen wohin es mich verschlägt. Ich bin bisher immer mit Abwarten am weitesten gekommen.....hoffen wir dass es diesmal auch so sein wird.

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 19:42
von Ranjon
Dein Text erinnert mich einen erschrekend herrlichen aben In meiner Vergangenheit.
Eine fast leer Flasche absinth in der Rechetn Hand Steh auf dem hügel über meiner Heimat und Schreie den Ganzen Hass und Wut auf das dorf nieder in definitif nicht so angepassten worten und wie ich es Inreissen will. Setze mich erschöpft nieder undund denke
Wen du in deinem Leben herumwühlst
und dich nicht mehr so toll fühlst
Am System und Staat die schuld gibst
weil du dich alzu seher liebst
du siehst du hast immer wieder gelogen
sogaer dichselber betrogen
offt hast du getan was du wolltes
nur selten was du solltestunzufreiden wurdest du durch dein Benehmen
Daführ sollte man sich mächtig schämen
denn man muss sich für etwas vol und ganz eisetzen
sonst wirst du Geist und dich zerfetzen
Tag ein Tag aus lebtest du in Saus und Braus
wasrt sogar gaus auf deinem eigenen Leichenschmaus
Bist nur von Fest zu Arbeit und Sex gezogen
Aber niemals wirklich zu dier Geflogen
jetzt stehst du da verunsichert und klein
und nur hass und wut ist dein

We nicht konsumieren will muss Produzieren
Weil hängen macht ncht glüklich

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 20:40
von Jones
musste beim durchlesen an das buch "drop city" denken von boyle...*seufz*

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 21:58
von he
ja mmh also ich verstehe jedes wort welches hier geschrieben wird aber ich finde die sichtweise für mich nicht mehr passend...ich habe angefangen meine denkweise zu veränndern..ach angefangen hört sich blöd an aber man muss es doch in irgendeiner hinsicht hinbekommen..ich finde dass alles seinen lauf und seine bestimmung hat..sicher niht exakt so wie es passiert sondern eher ist alles ein teil vom ganzen...passiert ir etwas total trauriges, bescheuertdes, verhasstes, doofes peinliches oder was auch immer dann bringt es dich dazu dass du was lernst daraus und das es dich formt...du bestehst einfach nur aus deinen erfahrungen und alles was passiert egal wie postiv oder negativ es ist es wird dich weiter bringen und dich zu deinem ziel bringen und erst wenn du diesen gedanken hast dann funktioniert es...ruf nicht nach den millionen und ruft nicht nach der hütte im urwald....machs einfach...sei du und lass das leben geschehen und du wirst das erreichen was du wirklich brauchst willst was dir gefällt...
das heißt nicht dass man aufhören söll sich fragen zu stellen aber man sollte den pessimismus abstellen auch wenn ich gerne mal pessi bin bin ichs in wahrheit nie..jeder dreh hat seinen weg...

leb ihn

Re: der Titel kann mich mal

Verfasst: Mo 31. Mär 2008, 22:34
von Dragonfly
Ich bin nicht pessimistisch, ich frage mich nur. Aber ja, eigentlich wäre das Leben schon viel einfach, ich könnte einfach machen, die Fragen zwar zulassen und diese Unbestimmtheit ein Stück weit leben, aber zur selben Zeit trotzdem mich in die Masse fügen und das tun was verlangt wird.

Ich habe gerade auf einem andere Forum ein Zitat gefunden (keine Ahnung woher es kommt), das mir sehr passend scheint:

"Mann, ich sehe im Fight Club die stärksten und cleversten Männer, die es jemals gab. Ich sehe soviel Potential, wie es vergeudet wird. Herrgott noch mal, eine ganze Generation zapft Benzin... Räumt Tische ab... Schuftet als Schreibtisch-Sklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen Jobs, die wir hassen, kaufen dann Scheiße, die wir nicht brauchen. Wir sind die Zweitgeborenen der Geschichte, Leute - Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, Keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein Spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen aufgezogen in dem Glauben, dass wir alle irgendwann mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars... Werden wir aber nicht. Und das wird uns langsam klar. Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten."