Der harte Pendler-Alltag
Verfasst: Fr 25. Jan 2008, 20:51
Aus dem Tagebuch einer frustrierten Pendlerin 
Was mir morgens, wenn der Wecker klingelt, am meisten graust, ist nicht etwa der Gedanke an einen langen Arbeitstag – nein, es ist viel mehr der Gedanke an einen langen Arbeitsweg. Eine knappe Stunde, von Haustür zu Haustür. Hält sich zwar noch in Grenzen, aber wenn man diesen Weg mit über 100 Egoisten antreten muss, dann würde ich doch jeweils wieder in den Tiefschlaf zurückfallen.
Da steht man also auf dem Perron und wartet auf seinen Zug. Mindestens von einem anderen Reisenden wird man erstmal von oben bis unten gemustert. Hallo, anstandshalber schaut man fremde Leute nicht länger als 3 Sekunden an. Ok, ich geb dir 5 Sekunden. Jetzt schau schon mal woanders hin… ok, nützt nicht, dann schau ich dir eben mal ganz tief in die Augen. Er merkts nicht mal….
Der Zug ist da. Ich warte, bis alle ausgestiegen sind. Einige haben es aber ganz eilig und drängen sich zur Tür vor. Ein Gerämpel und Gedrängel, Untergangszenarien, nach mir die Sintflut… mir egal, ihr rücksichtslosen Rüpel, ich bilde gerne das Schlusslicht, der Zug fährt schon nicht ohne mich ab.
Danach im Zug, 50% der Plätze sind noch frei, und trotzdem kann man nirgends mehr sitzen – Was ist hier falsch? Na klar, jeder bietet doch seinem Rucksack oder seiner Handtasche auch noch einen Sitzplatz an. Da geh ich also durch ein ganzes Zugabteil, um irgendwo noch einen freien Platz zu ergattern… Taschen, Menschen, Taschen, Rucksäcke…. Keinen interessiert’s, keiner hat den Anstand, den herumirrenden Pendlern den Platz seiner Tasche anzubieten. Stattdessen vergraben sie ihre Gesichter tief in der Gratiszeitung, um ja auch nicht angesprochen zu werden. Und plötzlich! Da, ein netter junger Mann macht seinen Platz neben sich frei. Es scheint doch noch anständige Mitmenschen zu geben. Leider muss ich mich zugleich auch erneut einer Musterung aussetzen. Der junge Herr wendet sich zu mir. Ich schaue ihn an. Er schaut lüstern zurück. Und schaut auch gar nicht mehr weg. Wie ich das liebe, und erst noch vor sieben Uhr morgens. Ich versuche nicht darauf zu achten. Stattdessen lausche ich den nicht überhörbaren Worten einer Gruppe jugendlicher Schüler. Ah, fühle ich mich doch eigentlich auch noch sehr jugendlich, scheine ich einiges verpasst zu haben. „Schlegle“ ist jetzt wohl gerade die Freizeitbeschäftigung. Hmm.. ich verstehe den einen jungen… eh ist es voll uncool, wenn der Kumpel ihm beim „schlegle“ helfen will… er ist ja kein Mädchen…
Also Kopfhörer aufsetzen und wegbeamen….
To be continued, aber mir fallen bald die Augen zu….
Gibt es auch solche Situationen im Alltag, die euch einfach frustrieren? Ich kann es echt nicht glauben, das Anstand, Respekt und Rücksichtsnahme heute so selten geworden sind….
Was mir morgens, wenn der Wecker klingelt, am meisten graust, ist nicht etwa der Gedanke an einen langen Arbeitstag – nein, es ist viel mehr der Gedanke an einen langen Arbeitsweg. Eine knappe Stunde, von Haustür zu Haustür. Hält sich zwar noch in Grenzen, aber wenn man diesen Weg mit über 100 Egoisten antreten muss, dann würde ich doch jeweils wieder in den Tiefschlaf zurückfallen.
Da steht man also auf dem Perron und wartet auf seinen Zug. Mindestens von einem anderen Reisenden wird man erstmal von oben bis unten gemustert. Hallo, anstandshalber schaut man fremde Leute nicht länger als 3 Sekunden an. Ok, ich geb dir 5 Sekunden. Jetzt schau schon mal woanders hin… ok, nützt nicht, dann schau ich dir eben mal ganz tief in die Augen. Er merkts nicht mal….
Der Zug ist da. Ich warte, bis alle ausgestiegen sind. Einige haben es aber ganz eilig und drängen sich zur Tür vor. Ein Gerämpel und Gedrängel, Untergangszenarien, nach mir die Sintflut… mir egal, ihr rücksichtslosen Rüpel, ich bilde gerne das Schlusslicht, der Zug fährt schon nicht ohne mich ab.
Danach im Zug, 50% der Plätze sind noch frei, und trotzdem kann man nirgends mehr sitzen – Was ist hier falsch? Na klar, jeder bietet doch seinem Rucksack oder seiner Handtasche auch noch einen Sitzplatz an. Da geh ich also durch ein ganzes Zugabteil, um irgendwo noch einen freien Platz zu ergattern… Taschen, Menschen, Taschen, Rucksäcke…. Keinen interessiert’s, keiner hat den Anstand, den herumirrenden Pendlern den Platz seiner Tasche anzubieten. Stattdessen vergraben sie ihre Gesichter tief in der Gratiszeitung, um ja auch nicht angesprochen zu werden. Und plötzlich! Da, ein netter junger Mann macht seinen Platz neben sich frei. Es scheint doch noch anständige Mitmenschen zu geben. Leider muss ich mich zugleich auch erneut einer Musterung aussetzen. Der junge Herr wendet sich zu mir. Ich schaue ihn an. Er schaut lüstern zurück. Und schaut auch gar nicht mehr weg. Wie ich das liebe, und erst noch vor sieben Uhr morgens. Ich versuche nicht darauf zu achten. Stattdessen lausche ich den nicht überhörbaren Worten einer Gruppe jugendlicher Schüler. Ah, fühle ich mich doch eigentlich auch noch sehr jugendlich, scheine ich einiges verpasst zu haben. „Schlegle“ ist jetzt wohl gerade die Freizeitbeschäftigung. Hmm.. ich verstehe den einen jungen… eh ist es voll uncool, wenn der Kumpel ihm beim „schlegle“ helfen will… er ist ja kein Mädchen…
Also Kopfhörer aufsetzen und wegbeamen….
To be continued, aber mir fallen bald die Augen zu….
Gibt es auch solche Situationen im Alltag, die euch einfach frustrieren? Ich kann es echt nicht glauben, das Anstand, Respekt und Rücksichtsnahme heute so selten geworden sind….