Seite 1 von 1

Hindert Arbeitswelt idividuele selbstbestimmte Entfaltung?

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 13:00
von Bhabrâ
Hier möchte ich ein Thema ansprechen das mich in lezter Zeit sehr beschäftig.
Vor 4 Monaten habe ich nach 1.jähriger areitslosigkeit wider 100% angefangen zu arbeiten. Ich merke wie ich mich verändere und zurück ziehe und habe das gefühl meinen geistigen horizont den ich mir geschaffen habe nach und nach wider zu verlieren weil ich wider Tag für Tag von sachen geprägt werde die nicht in mein Weltbild passen.
z.b der Stress in der Stadt(stossverkher) früher konnte ich gemütlich und gelassen meinen weg laufen ohne mich aufzuregen auch wen mir jemand vor die füsse tritt oder mich anrümpelt. Mitlerweile erwische ich mich immer wider dabei mich aufzuregen über so kleine scheiss sachen wo mir vorher nicht einmal der gedanke daran wert war.
Ich passe mich unbewusst nach und nach wider dem aus prägungen bestehenden 08/15 Film der Normalität an! Was mir gar nicht gefällt!!!!!
Ist Arbeiten und die ganze wirtschaft nicht nur eine ablenkung von dem was wir wirklich sind? Was wir noch alles könnten(nicht auf materieller egobezogener Ebene)??
Mich würde es intressieren was ihr so zu diesem Thema zu sagen habt!
Love&Light

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 14:08
von Kollegoli
nunja, es gilt wohl es vernünftigs zwüscheding zfinde, oder besser, sich azpasse, kein grosse schade azrichte und im geist trotzdem frei zbliibe.

es gwüsses mass a abhängigkeit liit wohl ide natur vo jedem lebewese.... ich denk au wo mir no jäger und sammler gsi sind ischs lebe nonid soooo viel unkomplizierter gsii. au wildi lebewese sind starch abhängig und münd sich en grosse teil vom lebe mit nahrigssuechi abgäh.... wennd igendwelchi tier aluegsch, sueched die au immer nach ässe (villicht eusi huuschatze usgno).

ich frög mich ämmel ob mir würkli abhängiger sind, als de rest vo de welt oder eifach nur grössewahnsiinniig (was wieder zunere unzfriedeheit und em glaube igperrt zsii führt).... ich meine mir chönd id ferie, mir händ wucheend, mir chönd eifach mal nüüt mache... welles lebewese chan das scho?

klar manipuliered dmensche sich us wirtschafltiche gründ die ganz ziit gegesiitig und obwohl mir all opfer davo sind (und teilwiis au täter), chamer sich dem no zimli entzieh (zumindest geistig). je nachdem musch nöd mal 100% schaffe, was dir ja rein faktisch gseh scho zimli ziit fü anders laahht.

was meinsch dann genau mit "was mir würklich sind" und "was mir no alles chönnted" ? ich denkt zumindest im fründeschreis chömer so zimli alles mache, wämer didee devoo händ und eus, wie du ja atönsch, nöd vo dem ganze rummel ablenke lönd.

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 14:32
von Shmahu
salü bhabra

es cools thema...

ich glaub, das problem wo du beschriibsch, liit a eusem verhältnis zur arbet. mir werdet vill zfrüeh dezue zwunge, eus für en job z entscheide, wo eus meistens gar nöd befridiged und au nöd eusi talänt uusschöpft. es gaat in erster linie drum, dass s gäld i eusre gsellschaft zirkuliert, und nöd drum eusere bestimmig naa zgaa und öppis sinnvolls z mache. wänn ich mir so überlegge, wivill jöbs i eusre gsellschaft würkli sinnvoll sind, (sinnvoll im sinn vo: ich gib de mänschheit oder de erde demit öppis, wo si wüki nötig hät, wo ihre guet tuet und si wiiter bringt), dänn chumi nöd grad uf en höche prozäntsatz. z vill i eusre wält dreit sich eifach um nichtigkeite. da häsch du rächt, das isch definitv nur e ablänkig vo dem womir würkli sind. aber a dem system zrüttle isch leider hoffnigslos, da mues mer versueche für sich elei e lösig zfinde.

ich han s glück gha, dassi mich nöd dringend nach de schuel han müese entscheide wasi will, sondern ich han zersch chöne schuele mache und mir ziit laa, bisi usegfunde han, was für mich s richtige isch. han mich i dere ziit mit nervtötende (sinnlose) jobs über wasser ghalte und unterstützig vo mine eltere becho.

mir isch klar, dass es mänsche git, wo sich nöd so vill ziit chönd laa wills kei unterstützig überchömed. trotzdem glaubich, dass es für jede mänsch irgendwänn d chance git sich neu z orientiere bis er en job hät, wo für ihn sinn macht. und ich bin überzüügt, dass es so öppis für jede mänsch git.

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 14:36
von Nejalan
solang ich i mim lebe platz han für mini wünsch, mini troim, mini gedanke, mini entfaltig...

wenn ich mir die ziit cha neh, trotz em schaffe, denn gahts mer au guet...

ich mue mi nume druff ilah und mich demit befasse, was ich würklich will

kurz und bündig =) chunnt me übrhaupt drus, wasi demit ha wele usdrucke?

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 15:16
von hopschil
mhhh

ja ich findu oi, dass das nid cha si. zganz läbu chrampfu und de wenmu de äntli mal pensioniärt isch, ischt mu z'alt fär epis zmachu. Also das chats eifach nid si....

aber was willmu därgägu machu???

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 15:53
von Zauberhäxli
Es stimmt scho, dass wänd 100% schaffsch nöd so vil Zit häsch für dini Fründe und dini Hobbies. Es git sehr vieles wo ich no mache wil (vor allem im kreative Bereich), aber wäg em Schaffe hani mängisch zwenig Zit für das.

Doch ich denk sind nöd unbedingt d`Stunde wo d`Schaffsch wo dir s`Gfühl gänd du hegsch z`wenig Zit für dich, sondern vor allem d`Arbeit wo mä macht. Früehner häsch z.B. en Burehof gha, häsch sicher vil meh krampfed als mir jetzt. Doch du häsch s`Ergebnis vu dinere Arbeit sofort gseh was au ä Befridigung git und körperlichi Arbeit fühlt sich au chli anderscha als geistigi Arbeit.

Wämer halt nume 50% schaffed und sich mit weniger Lohn cha abfinde und bescheidener lebt, hät mä au meh Zit. Sisch halt immer ä Frag was mä selber im Läbe wet. Wänds ganz extrem wotsch chasch ja ä Kommune gründe und s`ässe wod bruchsch sälber abaue :twisted:

Mis Ziel isch es eidütig nöd mis ganze Läbe wie gstört schaffe. Ich will au no lang go reise und anderi Ziel womer wichtig sind verfolge. Aber ich muess mir halt gwüssi Ziel au erarbeite, zum Glück gfallt mir mini Arbeit und mini Mitarbeiter sind au alli nett.

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 16:28
von Bhabrâ
S isch ja ned so dasi ned die rechtigi Arbeit ha..
es gfallt mer mega..be schrinerin u mit holzschaffe isch absolut s schönschte würd gloub im moment ke bruef lieber mache...
s isch aber sone zwischpalt...
das ganze roboterhafte verhaute gfaut mer eifach ned.
Das me z.b scho es Jahr voerher cha sege was me amne bestimmte tag macht..nämlech s gliche wie a jedem angere ou( am morge am 5.15 ufstah, ufe zug u.s.w....)
hmmm sisch irgendwie no rächt schwirig z beschribe i wort mich uszdrücke das mi ander richtig verstönd..

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 17:55
von olli
ich kenne einige leute die können ohne arbeit nicht sein,
nicht unbedingt wegem geld, nein sie brauchen eine aufgabe
die ihnen jemand gibt!
sie verlangen geradezu nach unselbständiger arbeit!

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 18:32
von Shmahu
ich chan au nöd ohni arbet sii (ämel nöd für längeri ziit) und das hät bi mir nüt mit unsälbständigkeit ztue. ich bin eifach nur wüki zfride, wäni e sinnvolli uufgab han und öppis chan gää.


und ich verstahn absolut was du meinsch bhabra... en rat, wo mir da spontan iifallt:

- arbetspensum chürze wänns möglich isch, demit meh usglich häsch zwüsched arbet und freiziit

- und vor allem usserhalb vom schaffe meh liideschaft, abentüür und magie i dis läbe bringe, öppis neus mache, dänn gseht au nüme jede tag wie de ander uus...

Re: Hindert Arbeitswelt idividuele selbstbestimmte Entfaltun

Verfasst: Mi 20. Dez 2006, 23:15
von milosz
Bhabra hat geschrieben: Ist Arbeiten und die ganze wirtschaft nicht nur eine ablenkung von dem was wir wirklich sind? Was wir noch alles könnten(nicht auf materieller egobezogener Ebene)??
Nicht Arbeit allgemein aber Lohnarbeit im kapitalistischen Ausbeutungssystem auf jeden Fall. :evil:

Ich kann jedem empfehlen nur soviel zu arbeiten wie unbedingt nötig um zu überleben (das sind bei den wenigstesn 100%) und soviel zeit und energie in sachen zu investieren, die einem wirklich etwas bedeuten: freunde, musik, meditieren etc. :-)

Verfasst: Do 21. Dez 2006, 01:11
von altered
"arbeit macht frei"



Bild

Verfasst: Do 21. Dez 2006, 09:55
von ChriSmoS
i gseh das alles au so..... aber glichziitig gsehni au wies a anderne Ort uf de Welt abgaht. döt gitts nid viel möglichkeite - geld muess ane - für die ganz familie - fürs esse wo uf de tisch mue - quasi nur fürs überläbe(minimum)....

und mir hätte do dmöglichkeit zschaffe was mer wännd, müessted nur de finger usem arsch ne, den chönte mer so zimli alles mache....

wen mer ez also zfescht über das motzt sett mer sich selber a de nase ne und was anders mache! was sinnvolls mache oder eifach öpis wo befriedigt! mer händ ja schliesslich dmöglichkeit dezue...

isch eifach gseit i weiss..... aber grundsätzlich gsehts doch so us oder?

Verfasst: Sa 23. Dez 2006, 11:11
von gast
leben - atmen - essen - wohnen....
essen woher?
arbeiten!
Wohnen wie zahlen?
arbeiten!

Arbeit nicht gut?

Ausbilden bis arbeit gut!

nicht ausbilden, arbeit nicht gut finden...
naja...

Dein leben ist formbar, Deine Arbeit auch. Wenns Dir nicht gefällt, mit genügend Aufwand kannst Du in einem Land wie der Schweiz alles erreichen.