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Hanflegalisierung - "Schluss mit Krimi!!!", Helft
Verfasst: Do 4. Mai 2006, 07:36
von Kollegoli
Also, wie ja bekannt ist, wurde die Hanfinitiative eingereicht und vom Bund zur Ablehnung empfohlen.
So viel ich weiss, wird es in ca. 2 Jahren zur Abstimmung kommen.
Ich denke, dass das Volk gegen eine Legalisierung stimmen wird, wenn wir nicht ordentlich Propaganda machen und die Leute nicht ordentlich und ununterbrochen mit Argumenten für die Legalisierung zubombardieren.
Es ist klar, dass die SVP und die anderen Konserven Propaganda gegen die Legalisierung betreiben werden und zwar in einem Masse und mit finanziellen Mitteln, mit welchen wir unmöglich einfach so mithalten können.
Deshalb sollten wir uns jetzt überlegen, wie und was wir dazu beitragen, dass das Volk zur Vernunft kommt, um diesem Wahnsinn, diesem neo-inquisitorischen (wie ich es gerne nenne) Gesetz ein Ende zu bereiten.
Was meint ihr dazu? Wie bringen wir das Volk zur Vernunft? Was sollen wir tun? Welches haltet ihr für die besten und überzeugendsten Argumente? Wie soll die Pro-Hanf-Propaganda aussehen? Habt ihr Infos zum Thema?
"Stand up for your right and don't give up the fight!"

:minigun: :minigun: :minigun:

Verfasst: Do 4. Mai 2006, 07:55
von Kollegoli
Aso was ich mal sgrundlegendschte find, isch dassmer möglichscht alli verwandte und bekannte vo de legalisierig überzüügt.
Mini Argument sind:
Der Staat fördert und bezahlt einem dafür, wenn man ins Militär geht, er bestraft einem jedoch, wenn man einen Joint raucht. Das bedeutet, dass eine Waffe mit Munition zu Hause zu haben, weniger kriminell und gefährlich ist, als einen Joint zu rauchen.
Sogar Minderjährige können legal Waffen erwerben (z.B. durch einen Schützenverein), noch nicht mal Erwachsene können jedoch legal einen Joint erwerben.
Die Hanfverteufelung ist hauptsächlich daran schuld, dass unsere Jugend zu wenig Ahnung von dieser Droge hat. Jugendliche können meist nicht offen über ihre Anliegen, Fragen und Bedürfnisse mit erfahrenen Personen reden, da sie sich vor Bestrafung fürchten müssen.
Das Verbot macht Kiffen interessant für die Jugendlichen.
Ich bekomme nur furchtbar starkes Gras, wobei ich mich sehr darüber freuen würde, wenn ich die Möglichkeit hätte schwächeres Gras zu erwerben, denn ich rauche keinen Tabak und mit dem starken Indoor haut es mich jedesmal weg.
so das mal fü de afang, han natürli no viel meh argument, aber ich sött jetz mal wieder chli schaffe....

Verfasst: Do 4. Mai 2006, 08:07
von Kollegoli
oja eis wo mer ganz ufem herz liit:
Hanf soll laut Gegnern illigal sein, dass kein falsches und verharmlosendes Signal an die Jugend gesendet wird. Wer jedoch am militärischen Orientierungstag, an der Aushebung oder im Militär war, kennt die Propaganda die einem da gezeigt wird. ich bin jahrgang 85 und mir haben sie am orientierungstag und an der aushebung filme gezeigt, in denen Panzer actionmässig über schanzen springen und in denen die Kriegssituation wie in einem Ego-shooter (videogame) veranschaulicht wird; sogar mit einer Energie- und Munitionsanzeige.
Man bedenke dazu, dass es im Volksmund und ganz im Sinne des Staates heisst: "Ein Mann wird erst im Militär zum Mann"
Naja, das sind ja überhaupt keine falschen Signale für unsere Jugend

. Neiiiiiiiiiiiiiin, das heisst ja nicht: "Nimm lieber eine Waffe als einen Joint in die Hand" oder "Töten ist besser als Kiffen"
Diese Willkür, Durchgeknalltheit und in meinen Augen Nazipropaganda stresst mich am meisten und ich Frage mich ernsthaft, was das soll und ob die eigentlich alle wahnsinnig sind.
Was meint ihr dazu?
Verfasst: Do 4. Mai 2006, 13:46
von meli
ja, das hani gmerkt!!!! sie hei mi am 6.10.05 am bahnhof solothurn mit 0.3g (!!!) gras verwütscht! d'konsequenz: i ha letzt fritig dörfe ga d'grichtsurkund abhole uf dr post! 60.- buess und 90.- verfahrensköste = 150.- BUSSE! und das wäge 0.3g... :minigun: :minigun: :minigun: :minigun: :minigun:
Meine Forderung:
MACHT DAS KIFFEN ENDLICH STRAFFREI!!
Verfasst: Do 4. Mai 2006, 13:50
von meli
Kollegoli het gschriibe:
"Nimm lieber eine Waffe als einen Joint in die Hand" oder "Töten ist besser als Kiffen"
das het mi fründ au gseit wo är id RS het müesse!!

Verfasst: Do 4. Mai 2006, 14:35
von Kollegoli
ja dänn chasch froh sii, wenn nu 150.- buess häsch. in züri isch ca. 250.- standard, wenn du serschtmal gfiggt wirsch. dänn wirds be jedem mal tüürer.
da no e gueti siite:
http://www.hanflegal.ch
Verfasst: Do 4. Mai 2006, 14:47
von Josh
Naja, ich finde de Verglich mit em Militär isch zwar en interessante Punkt, aber da demit wirsch kein Hanfgägner überzüüge chöne. Das würd ja übersetzt nur heisse: "Will öpis schlimms legal isch, chömmer doch easy au öpis weniger schlimms (aber nichtsdestotrotz doch au schlimms) legalisiere". Mit dere "Ufklärig" wirsch nieneds anecho.
Die wenige Lüüt, wo gäge d Hanfinitiative oder unentschlosse sind, und doch gnueg Grips händ, zum vernünftig mit Argumänt chöne z diskutiere, wirsch am beste mit de ganz sachleche Argumänt chöne überzüüge.
- Illegalisierig heisst Schwarzmarkt. Es git kei Kontrolle dure Staat, Hanf isch für jede Schwiizer i jedem Alter wo de Stutz het problemlos erwerbbar. Das wiederum finanziert und ermuetigt de Schwarzmarkt, wodurch nur immer meh illegale Stoff in Umlauf chunt. Im Gägesatz da dezue würd en Legalisierig de Schwarzmarkt extrem iidämme, will em d Läbensgrundlag entzoge wird. Die offizielle Hanf-Abgäber wäred a festi, klari Gsetz bunde, wem sie Hanf darf abgäh und wem ned. Das wiederum würd en viel besseri Kontrolle und Jugendschutz ermögleche.
- Legalisierig heisst Ufklärig. Mer chan ned eifach meh öpis vertüüfle und verbanne, sondern jetzt müend d Konsumänte und vor allem d Jugend drüber ufklärt werde, wie mer mit Droge umgaht. "Nimm das ned, das isch schlächt!" isch absolut kontraproduktiv und au uf längerfristigi Sicht schädlech für d Entwicklig vo de Vernunft vo Jugendleche, und d Gfahr dadurch wird nur no grösser, will de Reiz am Verbotene erwiesenermasse grad i de Alter am Grösste isch.
- Legalisierig heisst Uufschwung. Während sich illegali Drogedealer am Elend vo eusere Jugend e goldigi Nase verdiened, chönted dur Legalisierig schwiizer Buure en völlig neue (oder eher: en sehr alte, aber leider vergässene bzw. verbotene) Wirtschaftszwiig wieder bevölkere und usschöpfe. Das chämt de ganze schwiizer Bevölkerig z guet.
- Legalisierig heisst Entlastig. Während hüt d Polizei armi, oft erwachseni und vernünftigi Kiffer verfolgt und schikaniert, chönt dur en Legalisierig d Polizei ihri Energie für anderi Kriminalitätszwiig, wie z.B. ebe de Bekämpfig vom Schwarzmarkt nutze. Das entlastet de Stüürzahler, und mängs vernünftige Polizist müesst nüme gäge sini eigeni Vernunft handle und armi Kiffer "bestrafe".
- Legalisierig heisst Vernunft. En Schritt in Richtig Eigeverantwortig isch en sinnvolle und nötige Schritt in Richtig vernünftige, sälbständig dänkende Bürger inere Demokratie. (Aber ob das d Politiker und ihri Lobby wänd, das isch die ander Frag).
Sowiit es paar Argumänt vo minere Siite. Es git sicher no mängs meh, und es wär super, wemmer hie es Sammelsurium a schlagfertige Argumänt chönte sammle, damit mer alli es Rucksäckli immer parat hend, wenns drum gaht eusi Rächt z verteidige bzw. z erstriite.
Ich persönlech überlege mer grad, e Website z erstelle wo de Ufklärig in Sache Hanflegalisierig dient. Ich bin ja ned de gross Politaktivist, aber i gwüssne Theme muess mer eifach handle, susch chunt mer nieneds ane...
Gruzz
Josh
Verfasst: Fr 12. Mai 2006, 14:05
von Kollegoli
aso, danke josh, du bisch genau de richtig, de womi da wieder chli uf de bode holt.
ich ha mich halt präge lah und für mich sind die kiffverfolgige ganz eifach nazi-inquisitionshandlige und ich dänke da furchtbar radikal, aber wie du seisch, su wirdi vo de kiffgegner nu nöd ernscht gno.
aso jetz chli vernünftig:
e legalisierig würd
-uhuerre viel arbetsplätz schaffe, ja darbetslosigkeit würd sogar um en grosse prozentsatz zrugg gah
-sermögliche, dass mer au schwachs gras chaufe chan und nöd nur so killerstoff
-würd e läbensgrundlag für villi schaffe
- meh gäld fü d'AHV und anderi engpäss bedüüte
-en verfassigsverstoss beende:
-dreligionsfreiheit nümm verletze (Art. 8 Abs 2 BV)
-srächt uf geistigi freiheit nümm verletze (Art. 10 Abs 2 BV)
-srächt uf gliichstellig nümm verletze (Art. 9 BV),(Art. 8, Abs. 1 BV)
-smäscherächtsabkomme (oder wie das heisst) nümm verletze
-d grundlag für en vernünftige jugendschutz büüte
ziend eu mal eusi Bundesverfassig ine (BV, aso fü die wos nöd wüssed, das sind die grundlegenschte gsetz uf de höchschte ebeni, die höchschti instantz, staht vor allne richter, vor allem und vor jedem):
läsed insbesondere ganz obe de Art. 8!!!
http://www.gesetze.ch/sr/101/101_002.htm
Verfasst: Fr 12. Mai 2006, 18:43
von Dudo
Hoi,
leider wird kein Land dieser Erde in nächster Zeit den Hanf legalisieren können. Da sorgt schon die Eine Regierung dafür.
Mein Tipp,wieder im Untergrund verschwinden und Ruhe ist. Es wird zwar nie mehr wie es war, (aufgrund der Kontrollmöglichkeiten) aber je mehr Pro desto mehr Kontra wird Aufgebaut.
Denke das ohne diese Legalisierungskampagnien es heute noch ruhiger wär.
Ein Versuch war es zwar Wert, aber das ist halt in die Hose gegangen. Das ganze wurde zu groß.
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 08:16
von Kollegoli
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 09:16
von Käpten Hirni
Ob Legal oder Illegal...Scheissegal...hatt noch nie stress mit den bullen...lebe hald auch im kanton st.gallen da ist eigenbedarf o.k....musste mal ne busse von 50.- bezahlen da ich ca 4 gramm dabei hatte..aber tja eben egal...wer kiffen will kann kiffen...auch illegal..hehehe..und obs besser wird wens straffrei ist..kann sein..wer weiss das schon;.-))) Peace und easy:-)
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 10:34
von Kollegoli
na käpten, ich weiss dass nöd jede gliich härt gfiggt wird.
aber da in züri zahlsch 270.- wenn du serschtemal als volljährige mit gras oder sogar krümel, ja be de einte sogar mit mülli (aso crusher, ritschratsch oder wie ihr das nenned) gfiggt wirsch.
dbuesse ide schwiiz varriiered je nach lust, lune und kanton zwüsche 50 und 950! stutz. egal wie viel du debii hasch.
uf jede fall werded regelmässig lüüt gfiggt, ich bin bis jetzt zweimal gfiggt worde, mit 14 und mit 17. dbuesse hätmer mis mami zahlt (hansere inzwüsche zrugg zahlt), aber es gid lüüt, wo sich ebuess vo 270 oder sogar no meh nu schwer chönd leischte. (wenn in züri meh als eimal gfiggt wirsch zahlsch schnell mal viel)
abgseh devo bin ich de meinig, dass mer sin joint in friede sött dörfe kiffe und zwar so zimli überall (klar nöd grad vorem chindsgi oder so). In züri ischs aber au scho problematisch wennd am see kiffsch - und das gaht doch würkli zweed.
wenn du dänn mal gfiggt wirsch und meh als 50.- muesch zahle, hoffemers nöd, aber mögli ischesimmer, dann willsch dann wahrschinlich au dasses legal wird.
abgseh davo wär e legalisierig en erschte schritt ine drogepolitik mit mänscheverstand, ohni verfolgig und repression. Wenn ich ämmel da in züri in uusgang gahne, wasi nur sehr sälte mach, dann mussmer jedesmal 50fach an grind lange wie die lüüt drogeproblem händ. die schnurred dlüüt ade bar stundelang volle dasses es bier meh dörfed ha und schliessed die ganz ziit igendwelchi sache tüent aggressiv und chönd nöd lache, wells zkaputt und zkrassi sieche(inne) sind.
ich finde eusi gsellschaft hät es massivs drogeproblem und zwar nöd nu das drogeproblem, wo ämmel ade goas gsesch, was ich fascht harmlos finde, im vergliich zu dem alkproblem wo du gsesch, wenn mal da in züri in uusgang gasch.
ich will demit säge, dass villi lüüt absolut nöd dezue fähig sind einigermasse frei über droge zdänke, was oft zu absurdem, zerstörerischem verhalte führt. ich bin de meinig, dass sich eusi ganz gsellschaft ändere und "besser" werde würd, wenns chli mit droge chönntet umgah. und dazue müsstet minere meinig nah alli droge legal sii - nöd vo hüt uf morn - aber villicht in 40 jahr oder so. villich würded dänn au villi lüüt, wo jetz uf ihrem chefsässelli hocked und naturvernichtend em chlüteri hinderher ränned , släbe mal ussere andere perschpektive betrachte, was doch dringend nötig isch....
und legals hanf wär für mich en erschte schritt i die richtig, was für mich de hauptgrund füre legalisierig isch - näbe allne ander 7 milliarde gründ.
villicht tüschi mi au. aber ich bin vo dem was ich gad gschriebe han überzüügt und dass damit dwält es stuck besser wür werde und sogar ufgrund vo extrem viel neue wirtschaftszwiig de welthunger zrugg gah würd. durch dkriminalisierig vo droge händ scho villi lüüt ihri läbensgrundlag und ihres läbe verlore - das isch doch überekeit!!?!?!?
jetz halteter mich wahrschinli für wahnsinnig

Verfasst: Do 18. Mai 2006, 11:11
von Psymäleon
Ich bin seit einiger Zeit auch nicht mehr sicher, ob ich wirklich für eine Legalisierung bin. Sicher bin ich mir aber, dass mir die ganze Debatte mehr als auf die Nerven geht und es mir mittlerweile ziemlich am Arsch vorbei geht, wie das Ganze schlussendlich ausgehen wird. Die Schweiz ist einfach nicht reif (wird sie's jemals sein?) für diesen Schritt und ich konnte die letzen 7 Jahre trotz der Illegalität immer meinen Joint rauchen, wenn ich Lust dazu hatte. Ok, in jungen Jahren hatte ich deswegen auch 2, 3 Mal Stress mit den lieben Blaumützen, aber mittlerweile hat sich meine Einstellung dazu etwas geändert. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass ich überall in der Oeffentlichkeit kiffen muss, mit dem Joint durch die Stadt laufen und solche Spässe. Deshalb sollen die Politiker doch machen oder lassen was sie wollen. Wie viel eine Legalisierung bringen würde, bin ich mir nicht mal so sicher.
Kollegoli hat geschrieben:e legalisierig würd
-uhuerre viel arbetsplätz schaffe, ja darbetslosigkeit würd sogar um en grosse prozentsatz zrugg gah
-sermögliche, dass mer au schwachs gras chaufe chan und nöd nur so killerstoff
-würd e läbensgrundlag für villi schaffe
- meh gäld fü d'AHV und anderi engpäss bedüüte
-en verfassigsverstoss beende:
-dreligionsfreiheit nümm verletze (Art. 8 Abs 2 BV)
-srächt uf geistigi freiheit nümm verletze (Art. 10 Abs 2 BV)
-srächt uf gliichstellig nümm verletze (Art. 9 BV),(Art. 8, Abs. 1 BV)
-smäscherächtsabkomme (oder wie das heisst) nümm verletze
-d grundlag für en vernünftige jugendschutz büüte
Wenn man den Hanfgegner schon Propaganda und an den Haaren herbeigezogene Argumente ankreidet, dann sollte man nicht selbst die gleichen Mittel verwenden. Also alle Verfassungsverstösse können wohl nicht ernstgemient sein; oder was hat Kiffen mit Religionsfreiheit zu tun? Und das eine Legalisierung einen riesen Einfluss auf die Arbeitslosenquote hätte ist wohl auch mehr als unrealistisch. Ob es erstrebenswert wäre, dass auf jedem Gramm Gras, das man raucht Steuern draufgehauen werden? Für die Finanzpolitik sicher, aber für den Konsumenten... Es wäre sehr gut möglich, dass dadurch die Preise eher steigen würden. Und wie effizient das Geld in den Jugendschutz usw investiert wird, kann man ja anhand der Abgaben auf Zigaretten und Alkohol sehen. Zum Glück hat die hetige Jugend nicht ein riesen Alkohol und Nikotinproblem...

Verfasst: Do 18. Mai 2006, 12:18
von Kollegoli
für mich hat kiffen sehr viel mit religionsfreiheit zu tun. Wenn es zu meiner Lebenseinstellung gehört, dass ich kiffe und das für mich ein fester Bestandteil meines Lebens ist, so bezeichne ich das als Teil meines Glaubens; schliesslich ist meine Lebenseinstellung und -weise das, was man als Glauben bezeichnet. Wenn ich damit jemandem schaden würde, darf der Staat mir gerne meine Religionsfreiheit wegnehmen, aber nicht, wenn ich niemandem etwas antue (abgesehen davon kiffe ich scho seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit, im Moment kiffe ich sogar gar nicht)
Die Verletzung des Rechts auf geistige Freiheit durch die Kriminalisierung ist ja wohl offensichtlich, oder nicht? Bitte sagt mir, wenn ich eurer Meinung nach auch da falsch liege. Bei Religionsfreiheit kann ich es verstehen, dass du da nicht meiner Meinung bist, aber bei geistiger Freiheit überhaupt nicht.
Und bitte, wie das Gesetz der Gleichstellung verletzt wird ist ja wohl noch offensichtlicher. So im Sinn von Alkohol ist legal, Gras nicht = jemand der sich halb zu Tode sauft bleibt straffrei, aber jemand der friedlich eins kifft wird bestraft.
all das hat für mich nichts mit propaganda zu tun.
Und bezüglich der Arbeitsloigkeit:
Wie viel Arbeitsplätze hat der Alkohol geschaffen? Sicherlich mehr als 20000, bitte sagt mir, wenn ich so falsch liege. Wenn man das Angebot an Wein, Bier und allen anderen alkoholischen Getränken betrachtet, wird doch klar, dass es weitaus mehr als 20000 Arbeitsplätze sind, die durch Alk geschaffen wurden, von irgendwoher kommt das Zeug ja.
Gehen wir davon aus, dass Gras nur 20000 Arbeitsplätze schaffen würde (was meiner Meinung nach und vor allem über längere Zeit eine zu kleine Zahl ist), dann würde es schon 20000 Leuten nur deswegen besser gehen.
Bernhard Rappaz z.B. hatte laut eigenen Angaben ca. 3000 Arbeitsplätze geschaffen und auch wenns nur 500 waren, ists doch sehr viel.
Auch bis hier erkenne ich nicht einmal ein Partikel Propaganda sonder reine Realität.
Nehmen wir an, die Graspreise würden nach einer Legalisierung steigen (was ich nicht glaube). Würde dich das stören? Das würde ja nur bedeuten, dass der Schwarzmarkt weiter existiert, was doch für so einige Gegner der Leaglisierung auf Kiffer-Seite bedeuten würde, dass sie den "Foifer unds Wegli haben". Denn der Hanfanbau würde durch die Annahme der Initiative für den Eigengebrauch straffrei werden und "Eigengebrauch" ist ein ziemlich relativer Begriff. Auf jeden Fall ist die Chance, dass die Blaufürze zu dir nach hause kommen, weil ein Nachbar einen süssen Duft oder ein schönes Licht gesehen hat oder weil plötzlich mehr Strom verbraucht wird, kleiner, wenn der Anbau straffrei ist - auch wenn du für 10 Leute anbaust.
Beim Argument des Jugendschutzes gebe ich dir zumindest teilweise Recht - das geht eher in Richtung Propaganda. Ich bin zwar sicher, dass eher weniger, aber zumindest nicht viel mehr Jugendliche kiffen werden als jetzt. Aber ich glaube mit der Zeit werden sie, wenn die Politik dann nicht auf eine andere Weise versagt, darüber freier zu denken vermögen, was sich positiv auf ihr Konsumverhalten auswirken wird.
Das Problem der Präventionsamassnahmen allgemein sind, dass immer nur die schlechten Seiten der Drogen genannt werden und nie die guten (schliesslich gibt es ja beide). So verlieren die Präventionisten an Glaubwürdigkeit und die Jugendlichen ignorieren sie völlig. Jedoch hat es schlimme Konsequenzen an einer Schule als Lehrer von den guten Seiten von Drogen zu reden....
Und abgesehen von dem ist die schweiz sehr wohl reif auch für noch 10 weitere schritte. Holland gibts ja auch noch und dort herrscht auch nicht nonstop delirium obwohl sogar viele Halluzinogene legal sind.
Für eine Antwort auf diesen Text wäre ich sehr dankbar
Verfasst: Do 18. Mai 2006, 13:04
von Psymäleon
Von mir ausgesehen, ist alles eine Auslegungs- und Interpretationssache. Ob man den illegalen Zustand als Einschränkung der geistigen Freiheit ansehen und auch als Verstoss gegen die Gleichstellung kann finde ich doch etwas zu hinterfragen. Ich verstehe grundsätzlich deine Argumentation, finde einfach, dass du gar etwas weitgehst mit Verletzung des Menschenrechtsabkommens und den oben erwähnten Punkten.
1. Die Gleichstellung bezieht sich auf die Gleichheit von Menschen, egal ob Mann, Frau, Schwarzer, Weisser, Behinderter, usw. Um im selben Atemzug die Ungleichheit von Alkohol- und Graskonsum vor dem Gesetz anzufügen, braucht es doch ziemlich viel Interpretationsspielraum. Vor allem finde ich es sehr unverhältnismässig, sowas nur annähernd zu vergleichen.
2. Die geistige Freiheit bezieht sich auf das Denken der Menschen und nicht auf ihr Handlen. Wer der Ueberzeugung ist, dass es keine Regeln braucht und die Menschen in absoluter Freiheit glücklich zusammenleben können, dem lasse ich seinen Glauben. Für mich ist es wie bei der Gleichstellung einfach gar übertrieben, das Recht auf freie Meinungsäusserung (und andere Rechte, die zur geistigen Freiheit gehören) auf eine ähnliche Stufe zu stellen, wie der freie Hanfkonsum.
3. Das die Alkoholindustrie viele Arbeitsplätze schafft ist unbestritten. Das in der Hanfindustrie aber nur annähernd so viele Stellen möglich wären, ist wohl eher unrealistisch. Den Alkohol ist und bleibt die Genussdroge Nummer 1 in unserer Gesellschaft.
Wegen dem Graspreis bin ich mir auch nicht sicher, habe dies vor über einem Jahr mal gelesen; vorstellen könnte ich mir das aber sehr gut. Klar könnte ein Besitzer eines Hanfladens mit seinen Preisen ziemlich runtergehen, aber dann kommen die Steuern. Und die würden verdammt saftig. Wer mal ausrechnet, wieviel Geld von den knappen 6.- eines Zigipäcklis an den Staat geht, weiss was ich meine. Klar kann man dann auf die Möglichkeit ausweichen, für seinen Eigenbedarf selber anzupflanzen. Nur wird das dem Staat auf längere Zeit nicht passen, da ihm so zu viele Steuergelder durch die Lappen gehen. Schliesslich will er durch die Legalisierung etwas verdienen. Wer zahlt aber freiwillig mehr für sein Grass, nur um dem lieben Vater Staat etwas Geld zukommen zu lassen, wenn doch der Hanf fast gratis vor deiner Türe wachsen kann?