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Am 13. Januar reichen wir die Hanfinitiative ein!
Verfasst: Mo 26. Dez 2005, 18:38
von Josh
Soeben per E-Mail von den Initianten der Hanf-Initiative erhalten:
Am 13. Januar reichen wir die Hanfinitiative ein!
*************************************************
105'000 gültige Unterschriften liegen im Bescheinigungsbüro zur Abgabe an die Bundeskanzlei bereit. Weitere 2000-3000 Unterschriften sind von den Gemeinden noch nicht zurückgekehrt. Wir möchten sicher gehen, dass möglichst alle Unterschriften eingereicht werden, und setzen deshalb den Einreichungstermin auf den 13. Januar 2006 an. Um 1030 Uhr fährt ein hanfölbetriebener Traktor mit den Unterschriftenbögen beladen auf die Bundesterrasse, dazu gibt es Hanfglühwein.
Wir freuen uns sehr, wenn dieses Hanfgefährt von zahlreichen HanffreundInnen begleitet wird. Meldet Euch bitte bei Ben (
ben@projugendschutz.ch) für mehr Informationen.
Danke an alle Helfer und Spender - ohne Euch wäre diese Initiative nämlich nicht zustande gekommen!
Wir wünschen euch allen weiterhin schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Freundliche Grüsse,
Ben Arn
Komitee Pro Jugendschutz gegen Drogenkriminalität
http://www.projugendschutz.ch
Wer von euch wird am 13. Januar 2006 auf der Bundesterrasse anzutreffen sein?
Grüsse
Josh
Verfasst: Mo 26. Dez 2005, 23:41
von Ganesha
MOI

Verfasst: Di 27. Dez 2005, 11:49
von Titali
hey josh
am 14. jan. ist dann auch noch gleich die
DANCE OUT WEF ***
14. Januar 2006
Bärengraben, Bern, CH
Besammlung: 13.00 Uhr
Start der Parade: 14.00 Uhr
wow, de geits aber ab in bern und am obe no a BEA bern expo go infected flashe
and fullmOOn is to ....
wünsch euch viel spass derbi... bin ungerem suNNeschirm *grins*
liebs grüessli titali***
Verfasst: Di 27. Dez 2005, 11:58
von Josh
Ganesha hat geschrieben:MOI

"Moi, toi et le roi
Nous sommes trois.
Nous sommes trois -
Moi, toi et le roi."
>> Unser erstes französisches Gedicht in der Primarschule!
@ Titali:
Danke für die Infos! Der Kollege hat mich an der Smilinc Live Christmas auf Infected aufmerksam gemacht, da trifft sich das jetzt am 14. Januar ja verdammt gut!

Dir wünsche ich viel Spass unter dem Sonnenschirm! Werde wahrscheinlich ein paar Fotos schiessen (die hoffentlich besser werden als jene der Smilinc Party...), die kannst du dir dann ja mal angucken.

Verfasst: So 1. Jan 2006, 14:05
von Ganesha
Verfasst: Do 12. Jan 2006, 00:02
von Josh
Wer isch jetz alles dete? Ganz eleige wotti de Hanfglüehwy ned müesse trinke!
Würd mi freue, de/die eint oder ander vo euch z gseh!

Verfasst: So 15. Jan 2006, 20:51
von Josh
Sodeli, bin äxtra am 7i ufgstande, zum am 10i z Bern z si, und han es paar Föteli gschosse... Wenn öper interessiert isch, ladi sie churz ufe.
Es sind velech 50 Lüüt dete gsi, unter anderem au es paar Politiker (wobii uf öpe 5 Fraue nur 1 Mah cho isch... bemerkenswert...). S het Glüewy und Chai gäh gratis, und öpis z mampfe.
En Mah het en interessanti Red ghalte zum Thema, nur leider het mer ne ned so guet verstande (wills am Bundeshuus grad Bauarbeite vorgnoh hend...).
Isch en interessante Morge gsi für mich. Merci @Lyra, dass d au no uftaucht bisch mit Ahang!

Verfasst: Do 4. Mai 2006, 06:57
von Josh
Danke für die Info, Suncollector.
Es ist einfach wirklich zum Davonlaufen mit unserer aktuellen Politik. Ich bin sehr auf die Begründungen gespannt... Sind diese Leute denn wirklich blind, oder bin ich es?? *frustriert-bin*

Verfasst: Do 4. Mai 2006, 07:13
von Kollegoli
ich wür säge es liit be lüüt wie eus, jetz mal heftig eis d'propaganda-trummle in schwingig zbringe. Los!!!

:minigun:
Verfasst: Do 4. Mai 2006, 16:57
von Cat

Mir ergeht es da ähnlich, wie suncollector. Ich kiffe bereits seit über 20 Jahren und hatte noch nie irgendwelche Probleme mit der Polizei, nicht beim Einkauf, nicht beim Verkauf, nicht beim Konsum, nicht beim Autofahren. Die ganzen Repressionen haben wirklich erst begonnen seit dem ersten Vorstoss zu einer Legalisierung. Was hat Euch allen denn nicht gepasst an der alten Zeit? Muss es denn wirklich sein, dass sich der Staat hier auch noch einmischt? Das ergibt eine ganze Flut von neuen Gesetzen, die uns kleinen Kiffern das Leben keineswegs erleichtern werden, sondern ganz erheblich erschweren meiner Meinung nach. Dazu würde sich der Staat noch dumm und dämlich daran bereichern. Und dann die riesige Kriminalisierungswelle, die eine Legalisierung nur schon im Bereich Strassenverkehr auslösen wird. Das hat ja schon begonnen. Seid Ihr wirklich bereit, nach nur
einem genossenen Jointli, mehrere Tage nicht mehr Auto zu fahren? Oder dafür den Führerschein mehrere Monate abzugeben? Evtl. sogar noch mit nachfolgender UP-Abgabe? (Big Brother is watching you, bis in Deine Unterhose!) Wieso braucht Ihr einen öffentlichen Laden um Euer Gras zu kaufen? Haben wir regelmässigen User nicht unsere Quellen? Wieso kann man nicht einfach still für sich geniessen? Muss das in aller Öffentlichkeit sein? Im Zug, im Tram, auf der Strasse? Wieso nicht zu Hause in privater, relaxter Atmosphäre? Mir kommt es so vor, als ob für Euch der Hanf kein
Genussmittel mehr ist, sondern Alltagsgegenstand. Kein Lebenshilfsmittel, sondern degradiert zum Lebensmittel. Alles muss heutzutage an die grosse Glocke. Und "Big Brother" liebt diese Glocke. Oh, es gibt wieder was zu kontrollieren! Eine neue Kuh zum melken! Neue Steuern! Sind Euch die Zigaretten nicht schon zu teuer? Ehrlich gesagt, mir graut vor klein Kiffer`s Zukunft!
Verfasst: Fr 5. Mai 2006, 07:07
von Josh
Cat,
Das sind zwar sehr interessante Punkte, die du da nennst, aber die haben spätestens seitdem die Initiative eingegeben wurde keine Relevanz mehr, weil die Kugel bereits ins Rollen gebracht wurde.
Auch macht es mir sehr Mühe, dass du z.B. den Jugendschutz völlig aussen vor lässt. Der Hintergrund der Initiative ist nämlich hauptsächlich ein besserer Jugendschutz, welcher dringendst nötig ist meines Erachtens. Du magst seit 20 Jahren gut gefahren sein mit Kiffen, aber viele junge Leute haben das heute nicht mehr im Griff. Treten wir alle mal aus dem Schatten unseres eigenen bequemen Graubereich-Egoismus' hervor, so sollte das jedem einleuchten.
Auch finde ich es schwierig, wenn Leute immer wieder vom "bösen bösen Staat" reden, "der sowieso nur uns ausnehmen will" etc. etc.
Wir leben in diesem Gebilde und sind selber nicht unerheblicher Teil davon. Entweder verkriecht man sich in Gesetzeslücken und Graubereichen, wenn einem etwas nicht passt, oder man setzt sich aktiv für deren Verbesserung ein (was aber nur fruchten kann, wenn sich nicht zuviele im Mausloch verstecken).
Passt es dir etwa besser, wenn der Schwarzmarkt die grosse Kohle macht anstelle des Staates? Immerhin müssen viele öffentliche Güter vom Staat unterhalten werden, und da kommt das Geld nicht einfach irgendwo her geregnet...
Naja, wir können uns jetzt den Kopf einrennen bei der Diskussion, ob wir besser fahren würden ohne Hanfinitiative, aber Fakt ist: die Initiative ist eingegeben, und es ist auch in eurem Interesse, dass sie angenommen wird, auch wenn es aus eurer Sicht vielleicht Schadensbegrenzung ist. Oder irre ich mich da?
Grüsse
Josh
Verfasst: Fr 5. Mai 2006, 15:03
von Cat
@ Josh
habe Deine Antwort mit Interesse gelesen, habe aber leider im Moment zu wenig Zeit, näher darauf einzugehen. Es wartet noch ein ganzer Berg Blumen auf mich, die verarbeitet werden sollten. Ich melde mich aber ganz bestimmt in Bälde noch einmal. Gruss an alle, die schon Feierabend haben.....
Verfasst: Fr 5. Mai 2006, 15:07
von Josh
Hi Cat,
Da bin ich ja mal gespannt auf deine Antwort.

Lies doch vielleicht auch noch, was ich
hier geschrieben habe, vielleicht hast du da ja auch noch was hinzuzufügen?
Grüsse und guten Run ins Weekend!

Verfasst: Fr 5. Mai 2006, 20:33
von Cat
Salü Josh,
endlich Feierabend und endlich Zeit, Dir eine Antwort zu geben.
Erst`mal zum Jugendschutz. Eure Bemühungen in allen Ehren, aber ich sehe da keine Lösung in neuen Gesetzen. Nehmen wir mal das Beispiel Alkohol. Seit einiger Zeit ist es verboten starken Alkohol an unter 18jährige zu verkaufen. Was geschieht jetzt? Sie schicken einen älteren Kollegen vor, stehlen die Flaschen zu Hause oder im Laden oder versorgen sich auf dem Schwarzmarkt, der jetzt besteht dank des neuen Gesetzes. Ist der Konsum zurückgegangen? Okay, es ist vielleicht noch zu früh, diese Frage zu beantworten, da dieses Gesetz ja noch nicht so lange besteht. Aber ich kann nicht glauben, dass es wirklich Wirkung zeigen wird. Eben dieser Reiz des Verbotenen, den Du da ansprichst. Was ist denn nach einer Legalisierung? Da wird es ja dank dem eingebauten Jugendschutz, trotzdem weiterhin für die Teenies verboten sein Cannabisprodukte zu kaufen und der Schwarzmarkt wird deshalb weiterleben. Oder sehe ich das falsch? Das Einzige, das meiner Meinung nach eventuell etwas bringen könnte in Sachen Jugendschutz ist einzig und allein eine gezielte, ehrliche und offene Aufklärung. Reden, diskutieren, argumentieren. Keine Verteufelung und keine Verherrlichung. Und da kann jeder von uns, der den Umgang mit dieser Droge kennt, mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften, sein Scherflein dazu beitragen.
Zum Thema böser, böser Staat. Ich bin ehrlich gesagt froh, als Schweizerin geboren zu sein. Ich weiss es wirklich zu schätzen, dass ich in einem sozialen und politisch ziemlich stabilen Staat leben darf. Ich würde mich in keinem anderen Land unserer Erde so sicher fühlen, wie hier in der Schweiz. Aber das heisst noch lange nicht, dass ich mit allem einverstanden bin. Gut möglich, dass ich mich in einigen Grauzonen bewege, aber die Welt besteht bekanntlich nicht aus schwarz und weiss und daran ändern auch alle Gesetze dieser Welt nichts. Meine Lebensdevise ist seit ich denken kann: Lebe jeden Tag so, dass Du ihn vor Dir selbst verantworten kannst! Das mag vielleicht egoistisch klingen, aber ich bin bis jetzt gut gefahren so. Ich entscheide für mich, und ich bin auch bereit die volle Verantwortung für meine Entscheidungen und mein Tun zu tragen. Je mehr Gesetze, desto mehr Verstösse, desto mehr Repressionen, desto mehr Verantwortung. Brauchen wir das wirklich?
Gruss Cat
Verfasst: Mo 8. Mai 2006, 08:44
von Josh
High Cat
Ich finde, deine Argumente bezüglich Jugendschutz greifen nicht ganz. Klar, schlussendlich macht doch jeder Jugendliche das, was er will und was in seinen Möglichkeiten liegt, aber genau diese kann man von aussen versuchen zu regulieren. Und dies geschieht eben dadurch, dass illegale Substanzen legalisiert und vom Staat kontrolliert wird. Dies mag zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein, aber auch dast ist schon besser als nichts.
Und klar, ein Schwarzmarkt wird weiter bestehen, auch nach der Legalisierung von Cannabis. Und klar werden die Jugendlichen weiter zu ihrem Stoff kommen können. Aber auch heute sind nicht die Jugendlichen die grossen "Sponsoren" bzw. Geldgeber des Schwarzmarktes, sondern es sind langjährige Kunden wie du und ich, erwachsene Menschen, die ihren Konsum mehr oder auch weniger im Griff haben, zumindest aber für ihre eigene Lage Verantwortung übernehmen können (ausser sie sind schon zur Jugendzeit reingerutscht und kommen nicht mehr raus). Und genau diese Leute - wir - könnten dann mit ruhigem Gewissen in die nächste Apotheke oder Coffee Shop gehen, uns unseren Stoff kaufen (inkl. freundlichen Lächeln der hübschen Kassiererin

) und diesen gemütlich rauchen gehen, ohne im Hinterkopf behalten zu müssen, dass wir dadurch indirekt den Drogenmissbrauch Jugendlicher mitermöglichen.
Das Einzige, das meiner Meinung nach eventuell etwas bringen könnte in Sachen Jugendschutz ist einzig und allein eine gezielte, ehrliche und offene Aufklärung. Reden, diskutieren, argumentieren. Keine Verteufelung und keine Verherrlichung. Und da kann jeder von uns, der den Umgang mit dieser Droge kennt, mit all ihren positiven und negativen Eigenschaften, sein Scherflein dazu beitragen.
Das ist sicherlich die beste und ehrlichste Variante, bin ich mit dir sofort einer Meinung. Und diese Aufklärung muss kommen, wenn Cannabis legalisiert wird. Und wir können hier und jetzt damit anfangen, denn sonst wird die Initiative garantiert abgelehnt und dann gibt es auch keinen bequemen Graubereich mehr.
Zum Thema böser, böser Staat. Ich bin ehrlich gesagt froh, als Schweizerin geboren zu sein. Ich weiss es wirklich zu schätzen, dass ich in einem sozialen und politisch ziemlich stabilen Staat leben darf. Ich würde mich in keinem anderen Land unserer Erde so sicher fühlen, wie hier in der Schweiz. Aber das heisst noch lange nicht, dass ich mit allem einverstanden bin. Gut möglich, dass ich mich in einigen Grauzonen bewege, aber die Welt besteht bekanntlich nicht aus schwarz und weiss und daran ändern auch alle Gesetze dieser Welt nichts. Meine Lebensdevise ist seit ich denken kann: Lebe jeden Tag so, dass Du ihn vor Dir selbst verantworten kannst!
Ich freue mich sehr über diese Einstellung. Nur zu oft höre ich Stimmen von wegen "Scheiss Staat" etc. von Möchtegern-Anarchisten, Teenie-Punks etc., die wohl glauben, dass andernorts Milch und Honig fliessen.
Wir alle tragen dazu bei, dass der Ort, an welchem wir leben, ein guter oder ein schlechter Ort ist. Darüber könnten wir nun natürlich auch noch lange diskutieren, aber dann wirds definitiv off-topic.
Je mehr Gesetze, desto mehr Verstösse, desto mehr Repressionen, desto mehr Verantwortung.
Da bin ich jetzt nicht ganz einverstanden mit der Verantwortung. FREIHEIT heisst Verantwortung (wer hat das damals gesagt? Marx?), nicht Repression. Je mehr Freiheiten man hat, desto mehr ist man verantwortlich für sein Tun.
Oder habe ich dich da jetzt falsch verstanden?
Ach ich sehe schon, man könnte stundenlang diskutieren, aber leider muss auch ich zwischendurch arbeiten.
Grüsse
Joshua