Eure 10 prägendesten Musik-Alben
Verfasst: So 11. Dez 2011, 22:39
Wiedermal so ein top-ten-Thread. Muss auch mal wieder sein.
Folgendes: Welche 10 Alben (egal welcher Stil) haben euer Leben geprägt? Am besten auch hinschreiben inwiefern euch das Album geprägt hat bzw. wie es dazu kam.
Also bei mir würde das so aussehen:
1. Lateralus von Tool
=> Ich war 14, es muss kurz nach meinem Geburtstag gewesen sein. Ich fuhr mit meinen Eltern in die Ferien in die Toscana. Einige Monate zuvor hatte ich von einem Kollegen meine ersten 5 Metal-Alben gebrannt bekommen: Primitive von Soulfly, drei Alben von System Of A Down und eben Lateralus von Tool. Der Kollege hatte mich schon darauf hingewiesen im Stil von "ähm, dieses Album ist bisschen speziell, hör mal rein und sag mir was du davon hältst." Ich hörte rein und fand es scheisse. Viel zu überladen, viel zu lange Stücke, viel zu abstrakt, psychedelisch und viel zu melancholisch. Ich wollte beinharten Metal hören und verliebte mich vorerst völlig in das eine Album von Soulfly. Auf der langen Autofahrt nach Castiglione Dela Pescaia (wunderschöner Zeltplatz im Pinienwald, direkt am Meer) hatte ich viel Zeit, auf meinem Discman in Ruhe in die tiefen Welten von Tool hineinzuhören. Es war für mich DIE musikalische Entdeckung meines Lebens. Seit dann lässt mich dieses Album nicht mehr los. Es hat mich, meine Identität, meine Weltanschauung, mein Denken, meinen Charakter nachhaltig geprägt. Jetzt, knapp 10 Jahre später ist es immer noch mein absolute Top-Favorit. Auch alle anderen Alben von Tool sind fantastisch, aber keines kommt an Lateralus heran.
2. With Teeth von Nine Inch Nails
Mein Vater hatte damals einen Rockmusiker und Journalisten als Kollegen, der für diverse Tageszeitungen (Tagesanzeiger, Basler Zeitung) Artikel schrieb. Von ihm erhielt ich immer mal wieder CDs geschenkt. Und eines Tages hielt ich With Teeth von Nine Inch Nails in den Händen. Ich hörte rein und...fand es scheisse. Irgendwas zwischen Rock und üblem Elektro-Schrott, irgendwie ziemlich poppig. Einige Zeit später hörte ich wieder rein und war begeistert. Auch diese Band hat mich bis heute nicht losgelassen und ich nenne mittlerweile die gesamte Diskografie, inklusive sämtliche Remix- und Remix-remix- und remix-remix-remix-Alben mein eigen (das sind alles in allem etwa 25-30 Alben).
3. Nevermind von Nirvana
Ein Klassiker! Das war noch vor meiner Entdeckung von Tool. Ein Klassenkamerad hatte einen Vortrag gehalten über diese Band und sofort wusste ich: Das ist mein Sound. Das war die erste CD von elektrogitarrenlastigem Sound die ich mir aneignete.
4. Holy Wood von Marilyn Manson
Damals war ich noch mit meiner Gothic-Freundin zusammen. Sie liebte Marilyn Manson und riet mir, ein Album von ihm zu kaufen. Der Sound von Manson wurde irgendwie zum "Soundtrack unserer Beziehung". Ich war fasziniert von der düsteren Atmosphäre von seinem Sound, der extrem gut zum Lebensstil meiner Freundin passte.
5. Yellow Submarine von The Beatles: Der Soundtrack zum Film
Das ist wiederum sehr lange her. Da war ich etwa 12. Etwa von 11 bis 14 oder so liebte ich die Beatles über alles. Sie haben auch irgendwie den Grundstein gelegt zu meiner ganzen Musik-Entwicklung.
6. Iowa von Slipknot
Auch dieses Album wurde mir vom selben obig genannten Kollegen mal gebrannt. Er versorgte mich regelmässig mit neuem Sound. Und auch Slipknot wurde sehr schnell zu einer meiner Lieblingsbands. Auf meiner Suche nach immer heftigerem und brachialerem Sound kam ich nicht um Slipknot herum. Sie wurde für mich zum Inbegriff von brutalem Knüppelsound. Erst später entdeckte ich Death Metal und Grindcore und merkte, dass es noch viel extremer und schneller geht. Aber Slipknot hatten für mich lange genau das Mass an Härte, das ich suchte. Und überhaupt: Sie sind schlicht und einfach genial, das ist unbestritten. Als eingefleischter Fan kaufte ich mir auch die anderen Alben und sogar ein Konzert-DVD.
7. Bestial Machinery von Agoraphobic Nosebleed
Nun, meine Suche nach immer mehr Härte und Geschwindigkeit musste ja irgendwann enden. Und sie endete bei genau diesem Doppelalbum mit einer Gesamtspielzeit von ca. 80 Minuten und sage und schreibe ca. 140 "Songs". Ich habe das Album nicht sehr oft gehört. Es ist schlicht und einfach schier unerträglich. Man könnte es sehr gut als Foltermethode einsetzen.
8. Mainstation Trance 2006 von DJ Dave202
Dieses Album war mein Sprungbrett in die Welt des Techno. Ich war sehr angetan von der Filmmusik in Matrix Reloaded, insbesondere bei der Autobahn-Szene. Irgendwie erfuhr ich, dass das Trance oder Techno ist und dass ein gewisser Paul Oakenfold den Song geschrieben hat. Mit dem Begriff "Trance" im Kopf ging ich in irgend einen CD-Laden und kaufte eben diese Scheiss-Mainstream-Trance-Scheibe. Aber mir gefiel die Musik. Durch den Internet-Radiosender Philosomatika kam ich irgendwann auf die Website von den audiognomes (audiognomes.com) und dann zu Psytrance und schliesslich zu Goa.
9. Cosmic Experience von Electric Universe
Das war eines meiner allerersten Goa-Alben. Anfangs mochte ich Proggi und Fullon am meisten. Schon nach kurzer Zeit entdeckte ich aber den Oldschool und merkte, dass mir das noch viel mehr entspricht. Erst einiges später freundete ich mich auch mit Darkpsy und Psycore an und begann langsam aber sicher, die langsameren Gangarten (umpa umpa) weniger zu mögen.
10. Sky Input von Filteria
Nun, meine Liebe zum alten Goa kam durch dieses Album zu ihrem Höhepunkt. Es ist für mich die Quintessenz von dieser leider beinahe vergessenen und oft auch verschmähten (das huere närvige Düdelzüg) Musik. Auch wenn es eigentlich ein recht neues Album ist (2006 wenn ich mich nicht täusche).
Sky Input ist eine total zügellose Mischung aus flimmernder Energie, gallopierenden Rhythmen und vibrierenden, wabbernden Klangstrukturen. Es löst in meinem Kopf immer wieder wohlig sprudelnde Endorphinschübe aus, wenn ich es mal wieder höre. Dieses Album ist mitverantwortlich dafür, dass ich Goa Trance heute dermassen vergöttere. Es gäbe noch andere Alben, die mich diesbezüglich geprägt haben. Zum Beispiel Cosmology von Cosmosis, aber wir sind ja schon bei 10.
Folgendes: Welche 10 Alben (egal welcher Stil) haben euer Leben geprägt? Am besten auch hinschreiben inwiefern euch das Album geprägt hat bzw. wie es dazu kam.
Also bei mir würde das so aussehen:
1. Lateralus von Tool
=> Ich war 14, es muss kurz nach meinem Geburtstag gewesen sein. Ich fuhr mit meinen Eltern in die Ferien in die Toscana. Einige Monate zuvor hatte ich von einem Kollegen meine ersten 5 Metal-Alben gebrannt bekommen: Primitive von Soulfly, drei Alben von System Of A Down und eben Lateralus von Tool. Der Kollege hatte mich schon darauf hingewiesen im Stil von "ähm, dieses Album ist bisschen speziell, hör mal rein und sag mir was du davon hältst." Ich hörte rein und fand es scheisse. Viel zu überladen, viel zu lange Stücke, viel zu abstrakt, psychedelisch und viel zu melancholisch. Ich wollte beinharten Metal hören und verliebte mich vorerst völlig in das eine Album von Soulfly. Auf der langen Autofahrt nach Castiglione Dela Pescaia (wunderschöner Zeltplatz im Pinienwald, direkt am Meer) hatte ich viel Zeit, auf meinem Discman in Ruhe in die tiefen Welten von Tool hineinzuhören. Es war für mich DIE musikalische Entdeckung meines Lebens. Seit dann lässt mich dieses Album nicht mehr los. Es hat mich, meine Identität, meine Weltanschauung, mein Denken, meinen Charakter nachhaltig geprägt. Jetzt, knapp 10 Jahre später ist es immer noch mein absolute Top-Favorit. Auch alle anderen Alben von Tool sind fantastisch, aber keines kommt an Lateralus heran.
2. With Teeth von Nine Inch Nails
Mein Vater hatte damals einen Rockmusiker und Journalisten als Kollegen, der für diverse Tageszeitungen (Tagesanzeiger, Basler Zeitung) Artikel schrieb. Von ihm erhielt ich immer mal wieder CDs geschenkt. Und eines Tages hielt ich With Teeth von Nine Inch Nails in den Händen. Ich hörte rein und...fand es scheisse. Irgendwas zwischen Rock und üblem Elektro-Schrott, irgendwie ziemlich poppig. Einige Zeit später hörte ich wieder rein und war begeistert. Auch diese Band hat mich bis heute nicht losgelassen und ich nenne mittlerweile die gesamte Diskografie, inklusive sämtliche Remix- und Remix-remix- und remix-remix-remix-Alben mein eigen (das sind alles in allem etwa 25-30 Alben).
3. Nevermind von Nirvana
Ein Klassiker! Das war noch vor meiner Entdeckung von Tool. Ein Klassenkamerad hatte einen Vortrag gehalten über diese Band und sofort wusste ich: Das ist mein Sound. Das war die erste CD von elektrogitarrenlastigem Sound die ich mir aneignete.
4. Holy Wood von Marilyn Manson
Damals war ich noch mit meiner Gothic-Freundin zusammen. Sie liebte Marilyn Manson und riet mir, ein Album von ihm zu kaufen. Der Sound von Manson wurde irgendwie zum "Soundtrack unserer Beziehung". Ich war fasziniert von der düsteren Atmosphäre von seinem Sound, der extrem gut zum Lebensstil meiner Freundin passte.
5. Yellow Submarine von The Beatles: Der Soundtrack zum Film
Das ist wiederum sehr lange her. Da war ich etwa 12. Etwa von 11 bis 14 oder so liebte ich die Beatles über alles. Sie haben auch irgendwie den Grundstein gelegt zu meiner ganzen Musik-Entwicklung.
6. Iowa von Slipknot
Auch dieses Album wurde mir vom selben obig genannten Kollegen mal gebrannt. Er versorgte mich regelmässig mit neuem Sound. Und auch Slipknot wurde sehr schnell zu einer meiner Lieblingsbands. Auf meiner Suche nach immer heftigerem und brachialerem Sound kam ich nicht um Slipknot herum. Sie wurde für mich zum Inbegriff von brutalem Knüppelsound. Erst später entdeckte ich Death Metal und Grindcore und merkte, dass es noch viel extremer und schneller geht. Aber Slipknot hatten für mich lange genau das Mass an Härte, das ich suchte. Und überhaupt: Sie sind schlicht und einfach genial, das ist unbestritten. Als eingefleischter Fan kaufte ich mir auch die anderen Alben und sogar ein Konzert-DVD.
7. Bestial Machinery von Agoraphobic Nosebleed
Nun, meine Suche nach immer mehr Härte und Geschwindigkeit musste ja irgendwann enden. Und sie endete bei genau diesem Doppelalbum mit einer Gesamtspielzeit von ca. 80 Minuten und sage und schreibe ca. 140 "Songs". Ich habe das Album nicht sehr oft gehört. Es ist schlicht und einfach schier unerträglich. Man könnte es sehr gut als Foltermethode einsetzen.
8. Mainstation Trance 2006 von DJ Dave202
Dieses Album war mein Sprungbrett in die Welt des Techno. Ich war sehr angetan von der Filmmusik in Matrix Reloaded, insbesondere bei der Autobahn-Szene. Irgendwie erfuhr ich, dass das Trance oder Techno ist und dass ein gewisser Paul Oakenfold den Song geschrieben hat. Mit dem Begriff "Trance" im Kopf ging ich in irgend einen CD-Laden und kaufte eben diese Scheiss-Mainstream-Trance-Scheibe. Aber mir gefiel die Musik. Durch den Internet-Radiosender Philosomatika kam ich irgendwann auf die Website von den audiognomes (audiognomes.com) und dann zu Psytrance und schliesslich zu Goa.
9. Cosmic Experience von Electric Universe
Das war eines meiner allerersten Goa-Alben. Anfangs mochte ich Proggi und Fullon am meisten. Schon nach kurzer Zeit entdeckte ich aber den Oldschool und merkte, dass mir das noch viel mehr entspricht. Erst einiges später freundete ich mich auch mit Darkpsy und Psycore an und begann langsam aber sicher, die langsameren Gangarten (umpa umpa) weniger zu mögen.
10. Sky Input von Filteria
Nun, meine Liebe zum alten Goa kam durch dieses Album zu ihrem Höhepunkt. Es ist für mich die Quintessenz von dieser leider beinahe vergessenen und oft auch verschmähten (das huere närvige Düdelzüg) Musik. Auch wenn es eigentlich ein recht neues Album ist (2006 wenn ich mich nicht täusche).
Sky Input ist eine total zügellose Mischung aus flimmernder Energie, gallopierenden Rhythmen und vibrierenden, wabbernden Klangstrukturen. Es löst in meinem Kopf immer wieder wohlig sprudelnde Endorphinschübe aus, wenn ich es mal wieder höre. Dieses Album ist mitverantwortlich dafür, dass ich Goa Trance heute dermassen vergöttere. Es gäbe noch andere Alben, die mich diesbezüglich geprägt haben. Zum Beispiel Cosmology von Cosmosis, aber wir sind ja schon bei 10.