Love and light??? Von wegen!
Verfasst: Sa 19. Nov 2011, 22:15
Liebe Leute
Ich habe hier im Mysticalforum schon oft meine Enttäuschung gegenüber der ach so friedlichen, alternativen Goa-Szene geäussert. Diese Enttäuschung gründet nicht zuletzt auch auf dem, was mit der aus diesem Thread entstandenen Geschichte geschehen ist:
viewtopic.php?f=25&t=14331&hilit=kommune&start=15
Ich glaube, das Ganze sollte hier mal erwähnt werden....einfach so als Anregung dafür, was passieren kann, wenn das "Freak-Leben" aus dem Ruder läuft.
Das Ganze ist eine sehr heikle Sache und ich will nicht irgendwen an den Pranger stellen. Ich werde also keine Namen nennen. Es ist auch schwierig für mich, weil ich die involvierten Personen teils selber kennengelernt habe und sehr grosse Sympathie ihnen gegenüber empfunden habe.
Nun...mir ist bewusst dass es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt. Es gibt verschiedene Blickwinkel und wenn in schwierigen Situationen von mehreren Seiten Dreck geworfen wird, ist es für mich als Aussenstehender schwer zu sagen, wer denn nun wirklich schuld ist. Ich gebe nur wieder, was ich gehört habe.
Es haben sich also einige Personen gefunden, die in das Haus von meinem Vater eingezogen sind. Mein Vater war dann immer wieder während längerer Zeit in Afrika und liess die neuen Bewohner selbständig walten. Alles wurde umgestellt, umgemodelt, aufgeräumt, viele Altlasten wurden entsorgt, neuer Platz wurde geschaffen. Ich war mehrere Male dort und es war sehr schön anzusehen, wie das Haus wieder zum Leben erwachte.
Irgendwie entstand dann anscheinend der Anschein, als würde mein Vater irgendwann definitiv in Afrika bleiben. Ich selber dachte das auch. Aber seine gesundheitlichen Beschwerden liessen ein Leben im Busch nicht mehr zu. Also kam er wieder zurück in die Schweiz und nahm seine neue Frau aus Afrika mit. Und damit begann das Desaster. Anscheinend hatten die neuen Bewohner eine grosse Indoor-Hanf-Anlage im Haus installiert und dazu ein grosses Loch für die Belüftung in die Aussenwand geschnitten. Da dadurch immer Gras in Hülle und Fülle vorhanden war, wurde gekifft bis zum Umfallen. Man kann vermuten dass auch noch anderes im Übermass genommen wurde. Jedenfalls endete die Sache damit, dass der eine Bewohner im Drogenrausch mit einem Brecheisen auf meinen Vater losgegangen ist. Mein Vater "flüchtete" zu seiner Schwester in die Toscana und verlangte, dass die Bewohner das Haus innert einer Woche verlassen. Als er zurück kam, waren zahlreiche Gegenstände wie Möbel oder Werkzeuge nicht mehr vorhanden. Die Erde und die Pflanzen der Indoor-Hanf-Plantage wurde in seinem Schlafzimmer auf seinem Bett aufgehäuft. Mein Vater ging sofort zur Polizei und meldete einen Schaden von ca. 10 000 Franken, inklusive 5 nicht bezahlter Monatsmieten. Das Geld hat er bis heute nicht gesehen. Auch die Möbel und anderen Gebrauchsgegenstände sind wohl für immer weg. Heute habe ich mit ihm telefoniert. Die eine der ehemaligen Bewohnerinnen hat ihm gesagt, sein Haus sei verhext und er solle so schnell wie möglich von dort ausziehen. Ich bin in dem Haus aufgewachsen und ich kann sagen, dass ich kaum einen Ort kenne, in dem so viele positive Energien vorhanden sind.....oder waren...wer weis, vielleicht ist davon jetzt nix mehr übrig.
SO! Ich wollte das einfach mal loswerden. Mich macht diese Geschichte sehr traurig. Ich verurteile niemanden. Es zeigt einfach, wohin das mit den Drogen eben auch führen kann. Ich bin einfach enttäuscht. Das hätte wirklich eine tolle Sache werden können mit dieser Kommune.
Und ich sehe in dieser Geschichte eben auch die grosse Gefahr dieser Szene. Einerseits diese angebliche grosse spirituelle Verbundenheit und andererseits dieser übermässige Drogenkonsum. Da ist die Gefahr gross, dass man abhebt und sich verliert in Wahnvorstellungen und sich plötzlich überall Feindbilder aufbaut.
Und so wird aus Love & Light schnell mal Zoff & Streit.
Ich habe hier im Mysticalforum schon oft meine Enttäuschung gegenüber der ach so friedlichen, alternativen Goa-Szene geäussert. Diese Enttäuschung gründet nicht zuletzt auch auf dem, was mit der aus diesem Thread entstandenen Geschichte geschehen ist:
viewtopic.php?f=25&t=14331&hilit=kommune&start=15
Ich glaube, das Ganze sollte hier mal erwähnt werden....einfach so als Anregung dafür, was passieren kann, wenn das "Freak-Leben" aus dem Ruder läuft.
Das Ganze ist eine sehr heikle Sache und ich will nicht irgendwen an den Pranger stellen. Ich werde also keine Namen nennen. Es ist auch schwierig für mich, weil ich die involvierten Personen teils selber kennengelernt habe und sehr grosse Sympathie ihnen gegenüber empfunden habe.
Nun...mir ist bewusst dass es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt. Es gibt verschiedene Blickwinkel und wenn in schwierigen Situationen von mehreren Seiten Dreck geworfen wird, ist es für mich als Aussenstehender schwer zu sagen, wer denn nun wirklich schuld ist. Ich gebe nur wieder, was ich gehört habe.
Es haben sich also einige Personen gefunden, die in das Haus von meinem Vater eingezogen sind. Mein Vater war dann immer wieder während längerer Zeit in Afrika und liess die neuen Bewohner selbständig walten. Alles wurde umgestellt, umgemodelt, aufgeräumt, viele Altlasten wurden entsorgt, neuer Platz wurde geschaffen. Ich war mehrere Male dort und es war sehr schön anzusehen, wie das Haus wieder zum Leben erwachte.
Irgendwie entstand dann anscheinend der Anschein, als würde mein Vater irgendwann definitiv in Afrika bleiben. Ich selber dachte das auch. Aber seine gesundheitlichen Beschwerden liessen ein Leben im Busch nicht mehr zu. Also kam er wieder zurück in die Schweiz und nahm seine neue Frau aus Afrika mit. Und damit begann das Desaster. Anscheinend hatten die neuen Bewohner eine grosse Indoor-Hanf-Anlage im Haus installiert und dazu ein grosses Loch für die Belüftung in die Aussenwand geschnitten. Da dadurch immer Gras in Hülle und Fülle vorhanden war, wurde gekifft bis zum Umfallen. Man kann vermuten dass auch noch anderes im Übermass genommen wurde. Jedenfalls endete die Sache damit, dass der eine Bewohner im Drogenrausch mit einem Brecheisen auf meinen Vater losgegangen ist. Mein Vater "flüchtete" zu seiner Schwester in die Toscana und verlangte, dass die Bewohner das Haus innert einer Woche verlassen. Als er zurück kam, waren zahlreiche Gegenstände wie Möbel oder Werkzeuge nicht mehr vorhanden. Die Erde und die Pflanzen der Indoor-Hanf-Plantage wurde in seinem Schlafzimmer auf seinem Bett aufgehäuft. Mein Vater ging sofort zur Polizei und meldete einen Schaden von ca. 10 000 Franken, inklusive 5 nicht bezahlter Monatsmieten. Das Geld hat er bis heute nicht gesehen. Auch die Möbel und anderen Gebrauchsgegenstände sind wohl für immer weg. Heute habe ich mit ihm telefoniert. Die eine der ehemaligen Bewohnerinnen hat ihm gesagt, sein Haus sei verhext und er solle so schnell wie möglich von dort ausziehen. Ich bin in dem Haus aufgewachsen und ich kann sagen, dass ich kaum einen Ort kenne, in dem so viele positive Energien vorhanden sind.....oder waren...wer weis, vielleicht ist davon jetzt nix mehr übrig.
SO! Ich wollte das einfach mal loswerden. Mich macht diese Geschichte sehr traurig. Ich verurteile niemanden. Es zeigt einfach, wohin das mit den Drogen eben auch führen kann. Ich bin einfach enttäuscht. Das hätte wirklich eine tolle Sache werden können mit dieser Kommune.
Und ich sehe in dieser Geschichte eben auch die grosse Gefahr dieser Szene. Einerseits diese angebliche grosse spirituelle Verbundenheit und andererseits dieser übermässige Drogenkonsum. Da ist die Gefahr gross, dass man abhebt und sich verliert in Wahnvorstellungen und sich plötzlich überall Feindbilder aufbaut.
Und so wird aus Love & Light schnell mal Zoff & Streit.

