Verstaatlichung, Globalisierung vor der Haustüre
Verfasst: Do 13. Mai 2010, 14:45
Man hört ja viel bezüglich der Globalisierung, Verstaatlichung aufgrund der digitalen Revolution. Mich nähme es Wunder was ihr für persönliche Erfahrungen gemacht habt diesbezüglich.
Ich hatte gestern ein Gespräch mit einer freischaffenden Logopädin im Kanton Luzern. Anscheinend werden künftig logopädische Dienste nicht mehr an KMU's vergeben sondern zentral, staatlich koordiniert. Somit dürfte es in diesem Sektor auch keinen freien Wettbewerb mehr geben.
Ich erfuhr über ein ähnliches Szenario diese Woche als ich zu einer Sitzung geladen wurde mit den ranghöchsten der städtischen Informatik aus unserem Kanton.
Informatikdienste der Schulen werden künftig zentral bedient. Ich habe vor über 6 Jahren begonnen eine kundenorientierte Lösung für Oberstufenschulen zu entwickeln, vertreiben und betreuen. Primär basierend auf OpenSource Produkten kombiniert mit auf Schulen zugeschnittene Eigenentwicklungen mit einem äusserst hohem Kosten-Nutzenfaktor.
Jetzt laufen Projektplanungen diese einheitlich von der Stadt zu steuern. Dafür werden Glasfaserkabel in die Schulhäuser gelegt und diese mit zentralen unter Microsoft laufenden Servern zu betrieben. Ich stehe zwar heute noch als externer Berater auf den mir vorgelegten Konzeptionen, doch in 2 Jahren dürfte dies Geschichte sein.
Interessanterweise wollten die Kunden diese Lösungen in der Schule gar nicht so einsetzen. Sie luden mich dazu vor einem Jahr ein, um eine bessere Argumentation zur Beibehaltung der bestehenden Lösung zu finden. Anscheinend war jedoch die Intervention wenig Erfolgreich. Denn nun wird dies halt jetzt gesetzlich so festgelegt, dass Drittanbieter wie ich, gar keine Möglichkeit mehr erhalten werden hier Mitzuwirken.
Von freier Markwirtschaft kann hier keine Rede mehr sein. Dies obschon eigentlich Gemeinden die Kosten tragen werden. Aber auch hier laufen Investitionen je nachdem woher sie kommen über andere Budget's. Somit werden städtische, kantonale Lösungen bevorzugt, da hier der Steuerzahler mitfinanziert. Unter dem Strich jedoch, wenn man die effektiven Kosten transparent darstellen würde, käme diese neue Lösung mit Garant teurer.
Das macht mir noch nicht wirkliche Sorgen. Sondern eher um die Vereinheitlichung, Marktdominanz, Verstaatlichung. Und auf der Strecke bleiben innovative KleinUnternehmer.
Mir bleibt die Frage ob solche Entwicklungen künftig förderlich sind oder eher nicht. Die Idee der Vereinheitlichung macht den Anschein uns zusammenzubringen. Doch die Gefahr durch Kontrolle in den falschen Händen ist nicht zu verachten...
Ich hatte gestern ein Gespräch mit einer freischaffenden Logopädin im Kanton Luzern. Anscheinend werden künftig logopädische Dienste nicht mehr an KMU's vergeben sondern zentral, staatlich koordiniert. Somit dürfte es in diesem Sektor auch keinen freien Wettbewerb mehr geben.
Ich erfuhr über ein ähnliches Szenario diese Woche als ich zu einer Sitzung geladen wurde mit den ranghöchsten der städtischen Informatik aus unserem Kanton.
Informatikdienste der Schulen werden künftig zentral bedient. Ich habe vor über 6 Jahren begonnen eine kundenorientierte Lösung für Oberstufenschulen zu entwickeln, vertreiben und betreuen. Primär basierend auf OpenSource Produkten kombiniert mit auf Schulen zugeschnittene Eigenentwicklungen mit einem äusserst hohem Kosten-Nutzenfaktor.
Jetzt laufen Projektplanungen diese einheitlich von der Stadt zu steuern. Dafür werden Glasfaserkabel in die Schulhäuser gelegt und diese mit zentralen unter Microsoft laufenden Servern zu betrieben. Ich stehe zwar heute noch als externer Berater auf den mir vorgelegten Konzeptionen, doch in 2 Jahren dürfte dies Geschichte sein.
Interessanterweise wollten die Kunden diese Lösungen in der Schule gar nicht so einsetzen. Sie luden mich dazu vor einem Jahr ein, um eine bessere Argumentation zur Beibehaltung der bestehenden Lösung zu finden. Anscheinend war jedoch die Intervention wenig Erfolgreich. Denn nun wird dies halt jetzt gesetzlich so festgelegt, dass Drittanbieter wie ich, gar keine Möglichkeit mehr erhalten werden hier Mitzuwirken.
Von freier Markwirtschaft kann hier keine Rede mehr sein. Dies obschon eigentlich Gemeinden die Kosten tragen werden. Aber auch hier laufen Investitionen je nachdem woher sie kommen über andere Budget's. Somit werden städtische, kantonale Lösungen bevorzugt, da hier der Steuerzahler mitfinanziert. Unter dem Strich jedoch, wenn man die effektiven Kosten transparent darstellen würde, käme diese neue Lösung mit Garant teurer.
Das macht mir noch nicht wirkliche Sorgen. Sondern eher um die Vereinheitlichung, Marktdominanz, Verstaatlichung. Und auf der Strecke bleiben innovative KleinUnternehmer.
Mir bleibt die Frage ob solche Entwicklungen künftig förderlich sind oder eher nicht. Die Idee der Vereinheitlichung macht den Anschein uns zusammenzubringen. Doch die Gefahr durch Kontrolle in den falschen Händen ist nicht zu verachten...