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Brief an Gemeinde

Verfasst: Mo 11. Jan 2010, 18:20
von BuddhaNature
Hab mir einen Brief an meine Gemeinde geschrieben, welcher ich beabsichtige noch diese Woche zu versenden. Hab dabei den Anlass genommen auf einige Missstände hinzuweisen.

Nimmt mich wunder was ihr davon hält, habt ihr ähnliches schon gemacht, allenfalls Verbesserungvorschläge?

Mein Ziel ist es dass der Gemeindepräsident zumindest Ansatzweise darüber reflektiert und einige Links zu den Filmen anschaut.

PS: Hab persönliche Passagen rausgenommen
Sehr geehrter Gemeindepräsident

Herzlichen Dank für Euer Schreiben vom 10.01.2010. Auch ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg im 2010, und bitte Sie gleich vorab diesen Brief nicht persönlich zu nehmen.

Ich schreibe lediglich, da ich enttäuscht bin über das Konzept der Gemeindebroschüre. Eine Gemeindebroschüre betrachte ich als wichtiges Aushängeschild einer Gemeinde. Die Kosten für ein einmaliges Firmeninserat für eine ¼ Seite belaufen sich auf sFr. 1000.-.
Somit wird die Broschüre vermutlich ausschliesslich durch das Gewerbe finanziert. Die Gemeinde jedoch erhält doch bereits Steuern aus Privathaushaltungen und Gewerbebetreibenden. Weshalb aufgrund dessen nicht eine Finanzierung einer Broschüre möglich sein sollte, ist mir unklar.

Diese Werbekosten können somit nur von den „reicheren“ Firmen getragen werden. Das Kleinstgewerbe oder einige KMU's haben solchige Möglichkeiten nicht. Ich wäre deshalb nicht verwundert wenn ich nur Anzeigen von grösseren Unternehmen vorfinden werde. Doch trübt dies meines Erachtens den Eindruck der ortsansässigen Firmen. Ich vertrete die Ansicht, entweder keine Inserate, oder dann Inserate für alle.

Diesbezüglich werde ich mich mit den „noch“ Kleineren solidarisieren und keine Unterstützung leisten.

Ich wohne jetzt seit über 13 Jahren in diesem Dorf. Auch die Einzelfirma und die GmbH sind seit 10 Jahren hier ansässig. Wenn ich die Entwicklung im Dorf betrachte (Landverkäufe, Gewerbeverzonung, Strassenpolitik, derzeitige Bauprojekte usw.), sehe ich primär finanzielle Interessen dahinter, welche auf Kosten der Natur und der Gemeindebewohner geht.

Die Slogans, mit welcher sie aktiv werben -> attraktiv, modern, aufgeschlossen verkümmern aus meiner Ansicht immer mehr zu einer blossen Phrase resp. Euphemismus.

Selbst wenn ich bloss hier vor die Haustüre schaue, sehe ich bereits unhaltbare Zustände, welchen den Bürgern eigentlich gar nicht zugemutet werden können.
Beispielsweise hat man hier eine Strassenzufahrt überschüttet. Die somit einzig verbleibende Zufahrtstrasse zu diesen Häusern ist in einem desaströsen Zustand, da nebenan auf den Feldern bei Firmenzuzügen einfach die Erde aufgeschüttet wurde und die Strasse bei Regen gar über mehrere Tage mit einem „See“ welcher 10cm hoch wird, unpassierbar ist. Ein Rentner ist bereits verunfallt beim Versuch über die Überschüttung zu gehen. Wie man da ein Kinderwagen durchbringen kann, ist mir auch ein Rätsel. Die Strassenbeleuchtung macht, wie wir bereits vor über 7 Jahren bemängelt haben, keine Freude das Haus bei Dunkelheit zu besuchen oder verlassen.

Familienfreundlichkeit wird hier klein geschrieben.

Dies ist lediglich ein Beispiel von vielen. Der Ausverkauf des Staates zugunsten des Gewerbes mag für die Gemeinde kurzfristig die Kassen füllen, doch längerfristig geht diese Rechnung nicht auf.

Ich könnte jetzt Seitenweise weiterschreiben, doch dies erspare ich Ihnen gerne :)
Ob Sie ansatzweise meine Botschaft interpretieren können ist mir auch unklar. Auf jeden Fall wäre es schön wenn sie sich darüber einmal Gedanken machen. Ich habe dazu einige interessante Link's zu Filmen ins Internet gestellt, welche die Hintergründe ausführlicher schildern unter:

http://www.....

Wobei ich besonders auf die Verlinkungen im Finanzbereich hindeuten möchte. Einige verlinkte DVD's leihe ich Ihnen gerne aus.

Dies alles müsste mich persönlich eigentlich nicht mehr gross betreffen, da meine Kinder keinen Kinderwagen mehr benötigen, und ich Privat wie auch mit den beiden Geschäften schon begonnen habe mich andersweitig umzuschauen. Doch die Missstände welche hier entstehen haben Einfluss auf die ganze Schweiz, ja sogar auf alle Länder, denn schlussendlich sind wir alle miteinander verbunden.

Re: Brief an Gemeinde

Verfasst: Mo 11. Jan 2010, 19:23
von abraxas
Mein tipp: sei konkreter. nenn das kind, resp. die firmen und die strasse, beim namen. Lass das ideologische in dem fall weg, das liefert nur einen grund sich dadrauf zu konzentrieren und den rest nicht zu beachten. Die verbindung zu den filmen verstehe ich nicht.

Aber ich finde briefe schreiben gut. Den letzten habe ich an frau calmy-rey geschrieben, wegen china und tibet. Ihre sekretärin antwortete...

Einmal habe ich an den damaligen bürgermeister von london eine mail geschrieben, an ken livingstone, als er sich öffentlich gegen bush und den irakkrieg äusserte. Er hat persönlich geantwortet, das freut micht heute noch. Briefe schreiben ist nicht immer für die katz.

Re: Brief an Gemeinde

Verfasst: Mi 13. Jan 2010, 10:14
von u.s.l.
BuddhaNature hat geschrieben:Hab mir einen Brief an meine Gemeinde geschrieben, welcher ich beabsichtige noch diese Woche zu versenden. Hab dabei den Anlass genommen auf einige Missstände hinzuweisen.

Nimmt mich wunder was ihr davon hält, habt ihr ähnliches schon gemacht, allenfalls Verbesserungvorschläge?

Mein Ziel ist es dass der Gemeindepräsident zumindest Ansatzweise darüber reflektiert und einige Links zu den Filmen anschaut.

PS: Hab persönliche Passagen rausgenommen
Sehr geehrter Gemeindepräsident

Herzlichen Dank für Euer Schreiben vom 10.01.2010. Auch ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg im 2010, und bitte Sie gleich vorab diesen Brief nicht persönlich zu nehmen.

Ich schreibe lediglich, da ich enttäuscht bin über das Konzept der Gemeindebroschüre. Eine Gemeindebroschüre betrachte ich als wichtiges Aushängeschild einer Gemeinde. Die Kosten für ein einmaliges Firmeninserat für eine ¼ Seite belaufen sich auf sFr. 1000.-.
Somit wird die Broschüre vermutlich ausschliesslich durch das Gewerbe finanziert. Die Gemeinde jedoch erhält doch bereits Steuern aus Privathaushaltungen und Gewerbebetreibenden. Weshalb aufgrund dessen nicht eine Finanzierung einer Broschüre möglich sein sollte, ist mir unklar.

Diese Werbekosten können somit nur von den „reicheren“ Firmen getragen werden. Das Kleinstgewerbe oder einige KMU's haben solchige Möglichkeiten nicht. Ich wäre deshalb nicht verwundert wenn ich nur Anzeigen von grösseren Unternehmen vorfinden werde. Doch trübt dies meines Erachtens den Eindruck der ortsansässigen Firmen. Ich vertrete die Ansicht, entweder keine Inserate, oder dann Inserate für alle.

Diesbezüglich werde ich mich mit den „noch“ Kleineren solidarisieren und keine Unterstützung leisten.

Ich wohne jetzt seit über 13 Jahren in diesem Dorf. Auch die Einzelfirma und die GmbH sind seit 10 Jahren hier ansässig. Wenn ich die Entwicklung im Dorf betrachte (Landverkäufe, Gewerbeverzonung, Strassenpolitik, derzeitige Bauprojekte usw.), sehe ich primär finanzielle Interessen dahinter, welche auf Kosten der Natur und der Gemeindebewohner geht.

Die Slogans, mit welcher sie aktiv werben -> attraktiv, modern, aufgeschlossen verkümmern aus meiner Ansicht immer mehr zu einer blossen Phrase resp. Euphemismus.

Selbst wenn ich bloss hier vor die Haustüre schaue, sehe ich bereits unhaltbare Zustände, welchen den Bürgern eigentlich gar nicht zugemutet werden können.
Beispielsweise hat man hier eine Strassenzufahrt überschüttet. Die somit einzig verbleibende Zufahrtstrasse zu diesen Häusern ist in einem desaströsen Zustand, da nebenan auf den Feldern bei Firmenzuzügen einfach die Erde aufgeschüttet wurde und die Strasse bei Regen gar über mehrere Tage mit einem „See“ welcher 10cm hoch wird, unpassierbar ist. Ein Rentner ist bereits verunfallt beim Versuch über die Überschüttung zu gehen. Wie man da ein Kinderwagen durchbringen kann, ist mir auch ein Rätsel. Die Strassenbeleuchtung macht, wie wir bereits vor über 7 Jahren bemängelt haben, keine Freude das Haus bei Dunkelheit zu besuchen oder verlassen.

Familienfreundlichkeit wird hier klein geschrieben.

Dies ist lediglich ein Beispiel von vielen. Der Ausverkauf des Staates zugunsten des Gewerbes mag für die Gemeinde kurzfristig die Kassen füllen, doch längerfristig geht diese Rechnung nicht auf.

Ich könnte jetzt Seitenweise weiterschreiben, doch dies erspare ich Ihnen gerne :)
Ob Sie ansatzweise meine Botschaft interpretieren können ist mir auch unklar. Auf jeden Fall wäre es schön wenn sie sich darüber einmal Gedanken machen. Ich habe dazu einige interessante Link's zu Filmen ins Internet gestellt, welche die Hintergründe ausführlicher schildern unter:

http://www.....

Wobei ich besonders auf die Verlinkungen im Finanzbereich hindeuten möchte. Einige verlinkte DVD's leihe ich Ihnen gerne aus.

Dies alles müsste mich persönlich eigentlich nicht mehr gross betreffen, da meine Kinder keinen Kinderwagen mehr benötigen, und ich Privat wie auch mit den beiden Geschäften schon begonnen habe mich andersweitig umzuschauen. Doch die Missstände welche hier entstehen haben Einfluss auf die ganze Schweiz, ja sogar auf alle Länder, denn schlussendlich sind wir alle miteinander verbunden.

1. hast du worte ;)

2.

sehr geehrter herr buddhanature,

ihr brief wirft in mir unweigerlich die frage auf, weshalb sie in einer solchen gemeinde leben :?

ihre gemein.de-vertretung :-)

Re: Brief an Gemeinde

Verfasst: Mi 13. Jan 2010, 10:23
von Psychobella
Vielleicht soll er in dieser Gemeinde zur Verbesserung der Zustände beitragen? O:)

Re: Brief an Gemeinde

Verfasst: Mi 13. Jan 2010, 11:25
von Paradoxon
Ich würd den Brief von einem Anwalt aufzetzen lassen, ansonsten hätte ich noch Bananenschachteln fals du welche brauchst...