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Menschenrechte der Kinder in der Schweiz

Verfasst: Mo 7. Dez 2009, 11:32
von BuddhaNature
Zitat:
Die Richter gaben mit ihrem Urteil einem 45-jährigen Kläger aus Köln Recht, der seit acht Jahren
vergeblich um das Sorgerecht für seine 14-jährige Tochter kämpft. Der Mann machte das
Diskriminierungsverbot und einen Verstoss gegen die Achtung des Familienlebens der Europäischen
Menschenrechtskonvention geltend. Er lebt seit 1998 von der Mutter getrennt. Die Forderung nach
einem gemeinsamen Sorgerecht hatte das Kölner Oberlandesgericht 2003 zurückgewiesen.
--
Erstmal danke dem Kölner Vater für sein unermüdlichen Einsatz !
Gratulation an Deutschland, ein weiterer Schritt für das Kindswohl ist getan.
Hier ne Info dazu:
http://www.focus.de/panorama/vermischte ... 60225.html

Doch ich lebe in der Schweiz...
Hier gibt es nicht mal ein Sorgerecht für verheiratete Väter, geschweige von ledigen!
Ein Vater hat hier keinerlei Möglichkeiten ein Sorgerecht im Streitfall zu erlangen, sofern der Mutter nicht eine Verwahrlosung der Kinder zu beweisen ist.
Ein Vater kann hier nur Aufgrund von Behauptungen der Mutter (egal wie Wahr die sind) von den Kindern ausgegrenzt werden.

Ein Kind hat ein Recht auf beide Eltern!!!

Weitere Infos auf:
http://www.gecobi.ch/
http://www.vev.ch/

Mir persönlich gibt das Urteil viel Kraft und Hoffnung, da auch ich um das Sorgerecht meiner Kinder kämpfe, und wenn nötig bis in die letzte Instanz dem europäischen Gerichtshof gehen würde.

Re: Menschenrechte der Kinder in der Schweiz

Verfasst: Mo 7. Dez 2009, 12:42
von Indigo
JA, BuddhaNature: kinder haben recht auf BEIDE eltern. noch mehr aber auf ihre freiheit ... .

mir tut jeder vater leid, der unter grosser seelischer belastung oft vergeblich um das sorgerecht seiner kinder kämpfen muss und dabei nicht durch kommt. ein schmerz, der einem zeitlebens im herzen bleiben wird. hoffentlich lockern sich schweizer gesetze in dieser hinsicht endlich!

an dieser stelle möchte ich aber (nicht zum ersten mal) ein gedicht posten, dass aus der sicht des kindes spricht:

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"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken.

Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen.
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen,
von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden".

(von Khalil Gibran)

gruss von Laura