Was würdest Du mit 15 Milliarden Franken machen?
Verfasst: Fr 23. Okt 2009, 12:32
Man stelle sich vor, Du gehst zum Postomat und siehst dort eine lange Zahl:
15'000'000'000
Als gewissenhafter Bürger rufst Du die Post an, schliesslich willst Du nicht wegen ungerechtfertigter Bereicherung in den Knast.
Die nette Dame am Telefon erklärt, dass hier kein Fehler vorliegt, nein, das wurde ordnungsgemäss vom Nahrungsmittelkonzern Nestlé überwiesen.
Das Gespräch zeichnest Du auf.
Und jetzt? Was macht man mit 15 Milliarden?
Der Betrag ist so viel, wie wenn Du bei einem (eher übertrieben guten) Lohn von CHF 100'000 pro Jahr ganze 150'000 Jahre arbeiten würdest.
Angenommen Du glaubst an Reinkarnation, so wären das ungefähr 3333 Leben.
Du könntest bei WWF Regenwald schützen lassen, das wären dann ungefähr 78'125'000 km2 pro Jahr – oder anders gesagt 8 Jahre lang die Gesamtfläche (weltweit). von 9,5 Mio. km2.
Oder Du könntest bei der Unicef Brunnen in Afrika bauen lassen, das Stück à € 300.- ergibt insgesamt 31'250'000 Brunnen, was für je 32 Leute ein Brunnen bedeutet.
Wie wärs mit der SBB? Du könntest den Umsatz von 2 Milliarden Franken 7 Jahre lang bezahlen, und hättest noch 1 Milliarde übrig um das Loch in der Pensionskasse zu stopfen.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Patenschaft für Kinder in Entwicklungsländern. Kostenpunkt CHF 50.- pro Monat - das ergibt bis zum 20. Altersjahr 1'250'000 Kinder, die dank des Geldes Ausbildung usw. erhalten.
Nun ja - was davon macht Nestlé? natürlich nichts. Im Gegenteil ist dies einer der Konzerne, die die dritte Welt bzw. deren Bewohner auf's Übelste ausnutzen. Der Reingewinn von 15 Mia. fliesst in die Taschen der Aktionäre, der Verwaltungsräte und der Manager in Form von Boni's. Es ist nicht bekannt, ob diese Aktionäre irgendwas von dem oben genannten tun.
Mathematik ist so einfach. Verständnis hingegen...
Aber wir müssen Mitleid mit Nestlé haben, immerhin haben sie 2,2 % weniger Umsatz in den ersten 9 Monaten, als im Jahr zuvor! Vermutlich sehen sie sich gezwungen ein paar Leute zu entlassen, um ihre Boni zu sichern.
Das, liebe Freunde - ist Wirtschaft. Ungeschminkt.
15'000'000'000
Als gewissenhafter Bürger rufst Du die Post an, schliesslich willst Du nicht wegen ungerechtfertigter Bereicherung in den Knast.
Die nette Dame am Telefon erklärt, dass hier kein Fehler vorliegt, nein, das wurde ordnungsgemäss vom Nahrungsmittelkonzern Nestlé überwiesen.
Das Gespräch zeichnest Du auf.
Und jetzt? Was macht man mit 15 Milliarden?
Der Betrag ist so viel, wie wenn Du bei einem (eher übertrieben guten) Lohn von CHF 100'000 pro Jahr ganze 150'000 Jahre arbeiten würdest.
Angenommen Du glaubst an Reinkarnation, so wären das ungefähr 3333 Leben.
Du könntest bei WWF Regenwald schützen lassen, das wären dann ungefähr 78'125'000 km2 pro Jahr – oder anders gesagt 8 Jahre lang die Gesamtfläche (weltweit). von 9,5 Mio. km2.
Oder Du könntest bei der Unicef Brunnen in Afrika bauen lassen, das Stück à € 300.- ergibt insgesamt 31'250'000 Brunnen, was für je 32 Leute ein Brunnen bedeutet.
Wie wärs mit der SBB? Du könntest den Umsatz von 2 Milliarden Franken 7 Jahre lang bezahlen, und hättest noch 1 Milliarde übrig um das Loch in der Pensionskasse zu stopfen.
Eine weitere Möglichkeit wäre die Patenschaft für Kinder in Entwicklungsländern. Kostenpunkt CHF 50.- pro Monat - das ergibt bis zum 20. Altersjahr 1'250'000 Kinder, die dank des Geldes Ausbildung usw. erhalten.
Nun ja - was davon macht Nestlé? natürlich nichts. Im Gegenteil ist dies einer der Konzerne, die die dritte Welt bzw. deren Bewohner auf's Übelste ausnutzen. Der Reingewinn von 15 Mia. fliesst in die Taschen der Aktionäre, der Verwaltungsräte und der Manager in Form von Boni's. Es ist nicht bekannt, ob diese Aktionäre irgendwas von dem oben genannten tun.
Mathematik ist so einfach. Verständnis hingegen...
Aber wir müssen Mitleid mit Nestlé haben, immerhin haben sie 2,2 % weniger Umsatz in den ersten 9 Monaten, als im Jahr zuvor! Vermutlich sehen sie sich gezwungen ein paar Leute zu entlassen, um ihre Boni zu sichern.
Das, liebe Freunde - ist Wirtschaft. Ungeschminkt.