Seite 1 von 2

Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: So 16. Nov 2008, 13:32
von Juanita
wie bereits gesagt, verrate hier, was ich zu stimmen gedenke und bin gespannt auf eure inputs:

- Hundegesetz: 1A vermutlich JA, 1B ganz sicher NEIN

- HarmoS: ziemlich sicher JA

- Schluss mit der Schuldenwirtschaft: NEIN

- Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug: JA

- Mit dem Tram direkt zum Zoo: NEIN

Und wie habt ihr euch entschieden, liebe Zürcher und Zürcherinnen?

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: So 16. Nov 2008, 17:39
von The Dude
1. hundegesetz: JA (weil, wie ich das sehe dient dieses gesetz auch den hunden) / gegenvorschlag: NEIN (tiere verbieten? lieber menschen, welche tiere verbieten wollen, verbieten! ;o) der hund ist ja nicht von natur aus gefährlich, erst seine "erziehung" kann dies hervorrufen!)

2. Harmos: 100% NEIN. (wenn das angenommen wird, tun mir unsere kinder leid. man beachte hierzu auch arielle's (mehrfache mutter) beiträge hier --> http://forum.beobachter.ch/forenthreadd ... stID=23268
wie auf beobachter auch gesagt wird, spielt es aber ahnscheinend eh keine rolle, da es ohnehin schweizweit kommen wird, wenn 10 kantone ja sagen [und auch wenn nicht??]; stimmt das??)

3. schuldenabbau: JA (das geld, welches so für den schuldenabbau eingesetzt wird, würde bei ablehnung einfach irgendwo im bundes-bürokratie-dschungel versumpfen oder anderweitig zum fenster rausgeworfen, man könnte ja wiedermal neue kampfjets kaufen oder so, pff. dazu kommt noch etwas grundsätzliches; je mehr schulden ein staat hat, umso mehr untersteht er auch fremdkontrolle.)

4. medis: JA (wahlfreiheit... ;))

5. tram 2 zoo: JA (why not? ich denke dabei z.b. an alte leute, welche nicht mehr so gut zu fuss sind, kein taxi leisten können, sich aber gerne einen gemütlichen tag im zoo machen würden...)

*anti-stein-anzug-montier* ;o)

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: So 16. Nov 2008, 18:27
von Juanita
hmmm... mit HarmoS muss ich mal noch über die bücher, da fehlt mir der durchblick. aber die zürcher behaupten doch, unser system sei sowiso schon HarmoS-konform? Ob das wohl stimmt? Und ja, wenn genügend Kantone beitreten, dann kommt's sowiso schweizweit, das ist wahr. und demokratisch sehr unschön :-s

Schuldenabbau? Ist das mit nem kanton nicht so wie mit nem haus? wer keine hypothek drauf hat macht was falsch? :-D

das tram zum zoo ist sinnlos, kostet viel geld, baulärm und sogar noch parkplätze. die vbz fährt schon jetzt mit sovielen trams wie möglich an guten sonntagen und die sind alle völlig vollgestopft. mehr trams können sie nicht gleichzeitig hinauffahren lassen, so oder so. ich glaube nicht, dass die leute vom auto auf's tram umsteigen würden, wer nicht gut zu fuss ist der kann sowiso nicht in den zoo zürich, der ist dafür zu gross (plus von den meisten parkplätzen her sind es auch bald 300m zu eingang wie vom tram). und zur masoala-halle fährt ja ein bus. ich bin für das seilbahnprojekt ab stettbach =D> die sollen das geld für die tramverlängerung sparen...

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: So 16. Nov 2008, 22:35
von The Dude
ja das mit den hypotheken ist ne traurige sache, da man ja billiger kommt, wenn man sich bei der bank verschuldet, als wenn mans kauft. passt aber ins heutige system... :-k
die abstimmung hat aber meinem verständnis zufolge, nichts damit zu tun.
es geht ja so viel ich informiert bin, darum, den haushalt zu sanieren, um damit die gewaltige zinslast zu senken und langfristig aufzulösen.

zoo? hmm.. unter diesen aspekten betrachtet, stimme ich da glaub auch nochmal um, da ich eine seilbahn nach stettbach ebenfalls für sehr sinnvoll halten würde...

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 11:02
von Fallen Angel 2
- Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug:

Ich hab gehört, dass Hippokrates (das ist der mit dem Eid), der Ansicht war, dass die Ärzte keine Medikamente abgeben sollen, sondern nur die Apotheker.

Warum?

Nun, ohne das jetzt zu bewerten, wäre es ja möglich, dass damit ausgeschlossen werden sollte, dass Ärzte sich an den Patienten dumm und dämlich verdienen, indem sie ihnen Medikamente verschreiben, und sie für krank erklären, bis zum geht nicht mehr.

Wäre doch möglich, dass ein skrupelloser Arzt der Ansicht ist, diese Goldkuh von einem Patient kann man mit Antidepressiva, Hormonen, Schmerzmitteln etc. ewig lang melken, und nicht nur erhält er dann Geld für seine Behandlung sondern zusätzlich dazu kann er auch noch überteuerte Medikamente verkaufen, und um das ganze Komplett zu machen, solche Medikamente, die er vielleicht mit Rabatt von einem netten Pharmakonzern erhält, wenn er sie etwas "promoted"...

Nur mal so eine Idee... Natürlich darf man so was den vertrauenswürdigen Halbgöttern in Weiss nicht unterstellen. Wo kämen wir hin, wenn wir so was unterstellen würden...

Nun ja, Hippokrates hat es unterstellt. Warum wohl?

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 11:55
von Melliandra
Ich han so abgstimmt:

- Hundegesetz: 1A JA, 1B NEIN
Isch glaubs klar werum

- HarmoS: ziemlich sicher JA
Mini Eltere sind Lehrer und es würd krass viel vereifache, wenn i de ganze Schwiez
dSchuel glich wär. Es chöntet sich denn au all Kantön glich viel leischde. (Meh hani
aber nid drüber gläse)

- Schluss mit der Schuldenwirtschaft: NEIN
Han nei gstumme will... hm... weiss es gad nümme aber es hed mi nid überzügt.

- Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug: NEIN
Hani nei gstumme, will ich dApotheke viel kompetänter finde als en Arzt. Ergo
wenn au Ärzt chönd Medis verchaufe, denn gönd viel chlini Apotheke warschiendlich
zue.

- Mit dem Tram direkt zum Zoo: NEIN
HALLO! Die paar Meter chamer jetzt also au zFuess gah. Das Gäld lieber sinnvoller
investiere.

:-k Bin glaub en SVPler, säge ja au fascht zu allem nei. /bigs

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 12:35
von Fallen Angel 2
- Hundegesetz: 1A JA,
1B NEIN
Isch glaubs klar werum
Hm ja, klar, Kampfhünd sind ja au wichtiger als z.b. chlini Buebe in Oberglatt...
und ja eh, Kampfhünd sind vo natur us soooo liäb, nur die böse mänsche mached sii sooo bös.
also kampfhundehaltungsverbot.
macht doch sinn?
es werded kei hünd verbote, nur d'haltig vo dene hünd..

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 12:47
von Melliandra
Hehe und was machsch denn mit dene Hünd wenn sie nid döfsch halte? =o) Wenn sie NIEMERD döff halte. ;o)

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 12:54
von Fallen Angel 2
hmm :-k berechtigti frag...
naja isch ja e kantonali abstimmig also exportiere nach hm.. graubündner wildlife park?

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mo 17. Nov 2008, 16:14
von Taiph00n
- Hundegesetz: NEIN zu beidem

- HarmoS: NEIN

- Schluss mit der Schuldenwirtschaft: JA

- Wahlfreiheit beim Medikamentenbezug: NEIN

- Mit dem Tram direkt zum Zoo: NEIN

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Di 18. Nov 2008, 19:21
von Juanita
Taiph00n hat geschrieben:- Hundegesetz: NEIN zu beidem
wieso? *neugierigbin*

@FA: wenn du diese hunderassen verbietest werden sich die verantwortungslosen kampfhundehalter andere rassen oder mischlinge suchen, die ihrer vorstellung entsprechen und die sache wird nur schwerer kontrollierbar. es sei denn wir verbieten hunde generell. aber erklär das mal der oma nebenan deren pudel ihr ein und alles ist... :-s

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Di 18. Nov 2008, 21:56
von Taiph00n
Ganz eifach ... isch nöd ufgob vom staat ...

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Mi 19. Nov 2008, 09:08
von Fallen Angel 2
Juanita hat geschrieben:
@FA: wenn du diese hunderassen verbietest werden sich die verantwortungslosen kampfhundehalter andere rassen oder mischlinge suchen, die ihrer vorstellung entsprechen und die sache wird nur schwerer kontrollierbar. es sei denn wir verbieten hunde generell. aber erklär das mal der oma nebenan deren pudel ihr ein und alles ist... :-s
Nun ja, ich will sicher nicht den Omas die Pudel wegnehmen. Und es gibt sicher Kampfhunde(-halter) die lieb sind und gut erzogen etc. - nur... was macht man denn sinvollerweise, um das Problem zu lösen, dass alle vier Jahre wieder irgendein liebes Kind von nicht so lieben Kampfhunden ermordet wird? Wenn diese Vorlage nicht der richtige Weg ist, was dann?

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Do 20. Nov 2008, 22:31
von Juanita
Taiph00n hat geschrieben:Ganz eifach ... isch nöd ufgob vom staat ...
gutes argument. und im prinzip wärs doch nur eine frage der gerichtspraxis... fahrlässige körperverletzung ist sowiso strafbar :-#
Fallen Angel 2 hat geschrieben:dass alle vier Jahre wieder irgendein liebes Kind von nicht so lieben Kampfhunden ermordet wird?
naja, blick übertreibt wie immer masslos :wink: tatsache ist, in der schweiz wurde vor dem beissunfall in oberglatt das letzte mal während dem zweiten weltkrieg ein kind von einem hund getötet. und das war ein berhardiner gewesen... würde also heissen, das passiert bisher in der schweiz so ungefähr 1x pro jahrhundert :-k

grundlagenforschung:
[quote="dissertation horisberger 2002, uni bern, "medizinisch versorgte beissunfälle""]Männliche Hunde bissen 2.9 mal so häufig wie weibliche Hunde (CI 95% 2.3 - 3.8 ) und junge Hunde im Alter von 0-5 Jahren waren im Verhältnis zu ihrer Repräsentation in der Population übervertreten (p<0.05). Mischlinge und mit Rassebezeichnung versehene Hunde waren im Rahmen ihrer Repräsentation in der Hundepopulation an Beissunfällen beteiligt. Von den sieben häufigsten Rassen bzw. Rassegruppen in der Hundepopulation (Deutsche/Belgische Schäfer/Schäfer, Golden/Labrador Retriever, Schweizer Sennenhunderassen, Yorkshire Terrier, Pudel, Dackel, Cocker Spaniel/Spaniel) waren fünf unter den sieben häufigsten Beissern. Die Ausnahmen bildeten der Yorkshire Terrier und der Pudel, wobei nur der Anteil des Yorkshire Terriers signifikant unter seinem Anteil in der Hundepopulation lag (OR=0.2 (CI 95% 0.1 - 0.6)). Unter den beissenden Hunden untervertreten war weiter die Gruppe Labrador/
Golden Retriever (OR=0.6 (CI 95% 0.4 - 1.0)), wobei dies insgesamt, nicht aber für Bisse durch den eigenen Hund galt. Unter den beissenden Hunden generell übervertreten waren Hunde der Gruppe Deutscher/Belgischer Schäfer/Schäfer (OR=2.3 (CI 95% 1.8 - 3.0)) und der Rottweiler (OR=3.4 (CI 95% 2.2 - 5.4)). Die Schweizer Sennenhunderassen waren bei den Bissen durch fremde Hunde übervertreten (OR=2.4 (CI 95% 1.4 - 4.1)), nicht aber bei den Bissen eigener und bekannter Hunde. Unter den Hunden seltenerer Rassen waren weiter der Berger des Pyrénées, der Bernhardiner, der Montagne Pyrénées, der Pitbull und der Tibet Terrier übervertreten (p<0.05).[/quote]
zusammengefasst: besonders lieb sind nur die yorkies, die retriever auch, aber die beissen dann doch die eigene familie. und schäfer sind gar nicht so lieb wie uns rex glauben machen will... von den kampfhunden fällt interessanterweise nur der pitbull in der statistik auf, die übrigen beissen an ihrem anteil an der population gemessen nicht häufiger zu als andere hunde.

ok, ist nur eine einzelne studie, aber sie liegt völlig im rahmen anderer studien im internationalen vergleich. zu finden im www.

Re: Volksabstimmung Zürich: Kantonale Vorlagen

Verfasst: Do 20. Nov 2008, 23:32
von Fallen Angel 2
Vielleicht hatte die Schweiz einfach nur Glück. Hier eine Statistik von Deutschland. In Österreich gilt schon länger ein Gesetz zur Maulkorbpflicht.

http://www.maulkorbzwang.de/Briefe/fakt ... ngaben.doc

1. 18. November 1968 ( Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen Vgl: Bleseke I, S. 57

2. 18. März 1971 (Wunsiedel (Ofr.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen Vgl. Bieseke I.S. 58

3. 2: Januar 1927 (Frankfurt/M): Schäferhunde bissen 73jährigen tot Vgl. Breitel / Luft: "Aggressives Verhalten von Hunden gegnüber dem Tierhalter", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 151. Jan.-Jun. 1973, 4951, Bleseke I. 58

4. 23. 08. 1972 (o. O.): Doggen töteten 6-jährigen Knaben (vgl. HAENDEL: „Nochmals: Hunde können gefährlich werden. Deutsche Dogge tötet Kind“, in „Kriminalistik“, 1975 (29), 6, 268 - 269)

5. 25. April 1973 (Waiblingen), Der 10jährige Schüler St. F. von zwei Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, 117-118

6. 23: März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötete 6jähriges Nachbarskind (Derzeit nicht nachweibbar, da Kopie z. Zt.verlegt.)

7. 30. September 1974 (Herne): 12jähriger K.-D.K. von Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, 97

8. 6. Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B. von Schäferhunden getötet Vgl. Breitsamer, Fall 1 Bieseke I, 106

9. Januar bis Juni 1976(Stadt im Schwarzwald): 69järige geistig behinderte Frau von zwei Schäferhunden getötet Vgl: Mittmeyer / Staak / Kraemer. "Über Verletzungsmuster und Identifizierungsprobleme bei Hundebissen", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 157, Jan.-Ju. 1976, 172-178

10. Januar bis Juni 1976: 49jähriger Alkoholiker von Spitz-Dackel-Mischling getötet Vgl. wie vor: Archiv für Kriminologie, bd. 157, Jan.-Jun. 1976, 172-178

11. Sylvester 1997 (rödental b. Coburg): Zum Verhalten unserer Hunde. Wieder haben Schäferhunde Kinder getötet oder schwer verletzt" Vgl. Wehner in Kriminalistik, 1977, 3, 125-27. Anm. Es handelte sich um einen Leonbergerrüden und eine Schäferhündin, die einen 6jähr. Jungen so stark verletzten, daß dieser nach sieben Stunden verstarb.

12. Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet (Derzeit nicht nachweisbar, da Kopie z. Zt. verlegt.)

13. 5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen E.K. Vgl. Bieseke I, 77; Bieseke II, 80-92, Breitsamer, Fall 2

14. August 1977(Delmenhorst) Schäferhund oder entlaufener Wolf? tötete 7jährigen Jungen Vgl. N.N. in Kriminalistik, 1977, 10, 474

15. 10. September 1979 (Rothenburg o.d.T.): Schäferhund zerfleischte 82jährige Vgl. Bieseke I, 59-60

16. 1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen Vgl. Breitsamer, Fall 3

17. 1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die abwehrende Tante Vgl. Breitsamer, Fall 4

18. März 1983 (Raum Düsseldorf): 34jährige Frau von Ihrem Rauhhaardeckel und Schäferhund-Spitz-Mischling getötet Vgl. Mätzler: "Von Hunden getötet und angefressen" in Kriminalistik, 1983, 12, 634-6.

19. 1983 (München). Sibirischer Husky sprang durch ein Fenster und tötete 10 Tage alten Säugling Vgl. Breitsamer, Fall 5

20. August 1984 (Straubing): Zwei streunende Schäferhundrüden töteten 79jährigen Pilzsammler Vgl. Breitsamer, Fall 6

21. 16. Januar 1985 (Hannover): Alte Frau von 31 Saluki-Windhunden zerfleischt Vgl. Bieseke II, 48, Breitsamer, Fall 7

22. Anfang Januar 1985 (Nähe Nürburgring): Schäferhundrüde tötete junge Frau Vgl. Bieseke II, 48, Breitsamer, Fall 8

23. 28. Januar 1998 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, Breitsamer, Fall 9

24. 8 Februar 1985 (Straubing): Strafe für Besitzer von "Killerhunden", Schäferhunde hatten Rentner getötet und zwei Personen verletzt Vgl. Bieseke II, 48

25. 18 Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her - 11jährige totgebissen Vgl. Bieseke, 49, Breitsamer, Fall 10

26. 2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß 3jähriges Mädchen tot Vgl. Bieseke II, 50

27. 6. August 1985 (Berlin): Biß Dogge 48jährigen zu Tode? - Hundebesitzer ehauptet: Biß stammt voneinem Schäferhund Vgl.Bieseke II, 50

28. Januar 1986 (Lanelsheim-Bredelen b. Gosier): Rentner zerfleischt - die Polizei schoß nicht Vgl. Bieseke II, 123-139, Breitsamer Fall 11, auch Bild, Ausg. v. 2. und 3.1.1986, ferner Spiegel, Ausg. 17.2.1986, 104-112

29. 6. Februar 1986 (Frankfurt / M.): Zwei Deutsche Doggen bissen der 61jährigen Arztfrau B.M. die Kehle durch Vgl. Breitsamer, Fall 12

30. Februar 1988 (Gammelsdorf in Bayern): Schäferhund biß alte Dame tot Vgl. Bieseke, 55

31. 5. November 1988 (Buchen im Odenwald): Pitbulls bissen Kopf ab - Hunde fielen über Züchter her Vgl. BiesekeII, 57


32. November 1989 (Buchholz/Nordheide): Ein in der Familie lebender Mischlingshund tötet einen Säugling durch Abbeißen des Kopfes.

33. 20. März 1989 (Karlsruhe): Tod eines vierjährigen Jungen durch drei Schäferhunde, die auf dem Rückweg vom Hundeplatz waren.

34. 19. Mai 1989 (Ofterdingen): Tod eines 7jährigen jungen durch zahlreiche Bisse eines Schäferhundes.
35. September 1990 (Berling-Falkensee): 11-jähriger Bernhardiner tötet seine Besizterin, bei der er bereits 10 Jahre lebte.

36. Oktober 1990 (Lkr. Rottal-Inn): Rentnerin wird von Ihren drei Boxern getötet. (Berliner Morgenpost v. 17.03.1991)

37. 12. Juli 1993 (Bissendorf bei Hannover): Dogge fügt Mädchen tödliche Bißwunden zu.(FAZ, Ausg. v. 12.07.93 - Rubrik: Politik, 144 Worte)

38. 27. Juni 1994 (Bad Dürkheim): Knochentiefe Bißwunden - Im Juni 1994 fanden Beamten auf einem Bad Dürkheimer Feldweg die Leiche eines 67-jährigen Taxiunternehmers mit zahlreichen knochentiefen Bißwunden. Ein schwarzer Mischling aus Dogge und Jagdhund saß mit blutverschmierter Schnauze daneben und ließ keinen Helfer heran. (Rhein-Ztg. v. 27.6.94: Art:"Kampfmaschinen oder Freunde - An Hunden scheiden sich Geister, ferner FAZ v. 27.6.94: "tatsächlich habe es sich aber um eine Kreuzung aus "Dogge und Jagdhund" gehandelt "Mit einem Verhalten wie bei einem Rottweiler").

39. 3. November 1994 (Halberstadt): Kleine Meldungen (FAZ vom 3.11.1996: "Ein betrunkener Hundebesitzer ist am Dienstag in Halberstadt von seinem Schäferhund totgebissen worden") 87 Worte

40. (Juni1995) Frankfurt: Freiheitsstrafe für Hundehalter „ Keine Bewährung nach tödlichem Biss“, Rhein – Main – Zeitung v. 26.01.1995;

Das Datum weist auf einen länger zurückliegenden Vorfall hin – der noch recherchiert wird Brutale Angriffe „ Juni1995, Frankfurt. Ein American Staffordshire Terrier fällt eine 86 jährige Frau an. Sie stribt im Krankenhaus. ( 149Worte), Sonntagszeitung vom 29.06.1998
Attacke von Kampfhunden
Juni 1995: Text wie vor: Der Halter wird zu 9 Monaten ....“, (Rhein-Main-Zeitung v.28.06.00)

41. 9. April 1996 (Arnsberg): Rottweiler beißen fünfjährigen tod - Tiere bewachten Bordell (FAZ nach dpa in Rubrik: Politik: "Zwei Rottweiler verletzten 5jährigen Jungen tödlich")

42. 10. Juni 1996 (Berlin-Charlottenburg): Vom Schäferhund umgerannte 86-jährige Frau erlag ihren Verletzungen (Berliner Zeitung v. 10.6.1996, ressort: Lokales, Autoer: fh)

43. 10. Juni 1996 (Mörfelden-Waidorf): Kampfhund [Staffordshire-Terrier] biß 63-jährige Frau zu Tode (Berliner Zeitung v. 10.6.1996, Ressort: Nachrichten, dpa: Stuttgarter Zeitung)

44. 26. juni 1996 (Frankfurt/M): Kampfhund [angebl. American Staffordshire] verletzte 86jährige Frau so schwer, daß diese wenig später im Krankenhaus verstarb (Berliner Zeitung v. 26.6.1996, Ressort: Nachrichten: "Auf einen Blick")

45. 23. Juli 1996 (drosendorf bei Bamberg): Kind durch Schäferhund getötet (Berliner Kurier v. 23.7.1996, Berliner Zeitung ebs., Ressort: Nachrichten, FAZ: "das Kind war 16 Monate alt" - 139 Worte)

46. 15. Februar 1997 (Zwickau): Kleine Meldung (FAZ in 66 Worten: "Ein Schäferhund hat am Freitag in Z.einen sieben Tage alten Säugling totgebissen")

47. 28. April 1998 (Bützow oder Dreetz in M.-V.): Theresa (6) von Rottweilern zerfleischt (BILD, Ausg. v. 28.4.98, in Dreetz, hier bissen drei r. die T. tot, FAZ, Ausg. v. 28.4.98, hier in Bützow und ein Rottweiler)

48. 11. Mai 1998 (Milow, Krs. Uckermarkt): Hundehalterin von eigenen Pitbulls getötet- Sie wollte ein Kind beschützen (Berliner Zeitung v. 13.5.98, Ressort: Lokales, Autor: Susanne Rost)

49. 14. Februar 1999 (Stralsund und Mechelen in Belgien): Aggressive Rottweiler töten zwei Kinder (Berliner Zeitung v. 15.2.99, Ressort: Vermischtes, FAZ, 15.2.99, Rubrik "Politik")

50. 2. Februar 2000 [Das Datum weist auf einen länger zurückliegenden Vorfall hin, der noch recherchiert wird.] (Frankfurt(M.): Freispruch für Hundehalter "Ein Hundehalter (22) in Frankfurt/M. wurde vom Vorwurfe freigesprochen, den Tod einer Frau (51) fahrlässig verschuldet zu haben." Grund: "Zur Tatzeit gab es in der Nachbarschaft sechs Rottweiler, und keiner weiß genau, welcher Hund die Frau gebissen hat?" (Berliner Kurier v. 2.2.2000, Ressort: Allgemeines

51. 4. März 2000 (Gladbeck): Hundeangriff. - Bissiger Rottweiler tötet 86-jährige Rentnerin. (Berliner Zeitung v. 6.3.2000, Ressort: Vermischtes)

52. 4. März 2000 (Untergruppenbach): Das Hunde-Chaos Zitat: "Nur wenige Wochen später (Anm.: hier nach zit. Pos. 50) reißt im schäbischen Untergruppenbach ein Labrador einem 24-jähigen die Halsschlagader auf - der Mann verblutet". ("STERN"- Nr. 39 v. 21.9.2000, s. 56 f,. Autor Günter Handlötgen, Originalbericht jedoch in "Heilbronner Stimme (Stadt)", Ausg. v. 3 und 5.5.2000)

53. Der Fall des kleinen "Volkan"!

54. 8. August 2001 (Lutzhorn, Krs. Pinneberg): Ein elf Jahre altes Mädchen vom Schäferhund des Vaters todgebissen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am Montagnachmittag auf dem Grundstück der Familie.

55. 28. März 2002 (Rheinland-Pfalz/Zweibrücken) Am Donnerstagnachmittag wurde ein 6-jähriger Junge bei Hornbach, Landkreis Südwestpfalz, von zwei Rottweilern angefallen und tödlich verletzt. Das Kind wollte mit einer Bekannten die ihm vertrauten acht Monate alten Rottweiler im Wald ausführen.

56. 3. April 2002 (Neuental/Hessen) Von seinen eigenen Hunden ist ein 54-jähriger Mann totgebissen worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, bissen der Rottweiler-Rüde und die Neufundländer-Hündin den Mann in den Kopf. Der an einer Nervenkrankheit leidende Hundebesitzer habe daraufhin einen Schock erlitten und sei wegen des Blutverlustes gestorben.

57. 16.11.2002 Ein Rottweiler, vom Halter und Vater mit dem Neugeborenen der Familie im Garten allein gelassen, tötet den Säugling. Pforzheimer Zeitung 16.11.2002

58. 01.09.2004 Eine Drogenabhängige wird in Bremen in Anwesenheit von zwei männlichen Bekannten und in Verbindung mit Kokaingenuß und einem Krampfanfall von ihrer Pitbullhündin getötet. Quelle: Presse divers sowie Polizei Bremen

***************************************

Noch nicht untersucht wurde die NRW-Beißstaistik (im Zeitraum von 1989 - 1997), worin ein Schäferhund für eine getötete Person verantwortlich angegeben ist.

Mit freundlichen Grüßen

© Werner G. Preugschat

Wird Fortgesetzt!

Zu den Quellen:
Bieseke I: Bieseke, Detlef: "Wenn Adenauer Hunde geschlachtet hätte. - Die Selbstverwirklichung des Hundes durch Beißen. Eine Aufzeichnung des Schreckens", Berlin: Ararat 1986

Bieseke II: Wie vor. "Alle Hunde in den Himmel. - Bissiges zu einem Mißbrauch", Böblingen: Tykve 1988

Breitsamer, Franz: "Wenn Hunde Menschen töten - eine fachpolizeilische Untersuchung für die Praxis - Naturbedingtes Fehlverhalten der Tiere oder vorwerfbares Schuldverhalten der Menschen?", in: Die Polizei, 1986 (77), 8: 267-271

Nachdem zwei Rottweiler im Krs. Euskirchen ein dreijähriges Kind und dessen Mutter ebenso lebensgefährlich verletzten stellte in NRW der Abg. Klütsch am 8. September 1988 die Kleine Anfrage 1392 Unfälle mit Kampfhunden.