Die Wildnis in uns und um uns herum.....
Verfasst: Mo 20. Okt 2008, 06:59
Wie wild kann ich sein???
Der Schlüssel zur Wildnis liegt in uns selbst. Was nützen noch so viele Wildnis-Kampagnen, das Ausweisen von Nationalparks und Wildnis-Gebieten, wenn wir die wilde Natur in uns verleugnen und deshalb keine Achtung der äußeren Wildnis entgegenbringen können? Die Beziehungen der Menschen zu ihrer inneren und der äußeren Natur sind eng verklammert. Und nur, wenn wir die Natur, die wir selbst sind, anerkennen, können wir auch achtsam und respektvoll mit der äußeren Natur umgehen.
Ein Blick in den wilden, unzugänglichen Dschungel unserer Persönlichkeit bleibt uns daher nicht erspart. Die Konfrontation mit unserer Triebnatur oder Tiernatur kann eine Reise ins “innere Ausland” (Sigmund Freud) werden, die uns zunächst befremdlich und abgründig erscheint. Keine Angst! Wir müssen nicht zwangsläufig im sumpfigen, morastigen Feuchtgebiet des Unbewussten versinken. Die Chance dabei ist vielmehr: Wenn wir uns mit den dunklen Schatten-Seiten unserer Persönlichkeit versöhnen, können uns ganz neue Kräfte zuwachsen, die mit ihrer vitalisierenden Wirkung das Leben bereichern.
Ideologien sind Ausreden, an der Macht zu bleiben, oder Vorwände, an die Macht zu kommen. Aber die Macht kann nur mit den Mitteln der Macht behauptet oder erobert werden: Mit der Gewalt. So rechtfertigen die Ideologen nicht nur die Macht, sie verklären auch die Gewalt, mit deren Opfern sie nachträglich wie Beerdigungsinstitute verfahren: Sie richten her, was sie hingerichtet haben.
Es gibt Augenblicke, da ich zu glauben vermag, und es gibt Augenblicke, da ich zweifeln muß. Das Schlimmste, glaube ich, ist, glauben zu wollen, was es nun sei, was man glauben will, sei es eine Religion oder irgendeine Ideologie. Denn wer glauben will, muß seine Zweifel unterdrücken, und wer seine Zweifel unterdrückt, muß sich belügen. Und nur wer seine Zweifel nicht unterdrückt, ist imstande, sich selbst zu bezweifeln, ohne zu verzweifeln, denn wer glauben will, verzweifelt, wenn er plötzlich nicht glauben kann. Aber wer sich bezweifelt, ohne zu verzweifeln, ist vielleicht auf dem Wege zum Glauben. Ohne ihn vielleicht je zu erreichen. Was für ein Glaube es jedoch ist, dem so einer entgegengeht, ist seine Sache. Es ist sein Geheimnis, das er mit sich nimmt, denn jedes Glaubensbekenntnis ist unbeweisbar, und was nicht bewiesen werden kann, soll man für sich behalten.
Nur weil sie uns am Leben lassen, heisst das noch lange nicht das wir leben.
Der Schlüssel zur Wildnis liegt in uns selbst. Was nützen noch so viele Wildnis-Kampagnen, das Ausweisen von Nationalparks und Wildnis-Gebieten, wenn wir die wilde Natur in uns verleugnen und deshalb keine Achtung der äußeren Wildnis entgegenbringen können? Die Beziehungen der Menschen zu ihrer inneren und der äußeren Natur sind eng verklammert. Und nur, wenn wir die Natur, die wir selbst sind, anerkennen, können wir auch achtsam und respektvoll mit der äußeren Natur umgehen.
Ein Blick in den wilden, unzugänglichen Dschungel unserer Persönlichkeit bleibt uns daher nicht erspart. Die Konfrontation mit unserer Triebnatur oder Tiernatur kann eine Reise ins “innere Ausland” (Sigmund Freud) werden, die uns zunächst befremdlich und abgründig erscheint. Keine Angst! Wir müssen nicht zwangsläufig im sumpfigen, morastigen Feuchtgebiet des Unbewussten versinken. Die Chance dabei ist vielmehr: Wenn wir uns mit den dunklen Schatten-Seiten unserer Persönlichkeit versöhnen, können uns ganz neue Kräfte zuwachsen, die mit ihrer vitalisierenden Wirkung das Leben bereichern.
Ideologien sind Ausreden, an der Macht zu bleiben, oder Vorwände, an die Macht zu kommen. Aber die Macht kann nur mit den Mitteln der Macht behauptet oder erobert werden: Mit der Gewalt. So rechtfertigen die Ideologen nicht nur die Macht, sie verklären auch die Gewalt, mit deren Opfern sie nachträglich wie Beerdigungsinstitute verfahren: Sie richten her, was sie hingerichtet haben.
Es gibt Augenblicke, da ich zu glauben vermag, und es gibt Augenblicke, da ich zweifeln muß. Das Schlimmste, glaube ich, ist, glauben zu wollen, was es nun sei, was man glauben will, sei es eine Religion oder irgendeine Ideologie. Denn wer glauben will, muß seine Zweifel unterdrücken, und wer seine Zweifel unterdrückt, muß sich belügen. Und nur wer seine Zweifel nicht unterdrückt, ist imstande, sich selbst zu bezweifeln, ohne zu verzweifeln, denn wer glauben will, verzweifelt, wenn er plötzlich nicht glauben kann. Aber wer sich bezweifelt, ohne zu verzweifeln, ist vielleicht auf dem Wege zum Glauben. Ohne ihn vielleicht je zu erreichen. Was für ein Glaube es jedoch ist, dem so einer entgegengeht, ist seine Sache. Es ist sein Geheimnis, das er mit sich nimmt, denn jedes Glaubensbekenntnis ist unbeweisbar, und was nicht bewiesen werden kann, soll man für sich behalten.
Nur weil sie uns am Leben lassen, heisst das noch lange nicht das wir leben.